In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCXCIII)

19 05 2018

Wenn Roman, Buchhalter aus Nettonitz
sprach: „Wenn ich schon mit Brutto – Netto schwitz,
kann ich bilanzieren
und mich amüsieren,
ich habe dabei noch in petto Witz.“

Émile, der versuchte in Puurs
sich oft in der Kunst des Parcours,
zu Fuß und beim Radeln
schont er seine Wadeln
niemals. Wo es langging, er fuhr’s.

Dass Mojmír die Hunde in Pfefferschlag
bewachte, weil er keine Treffer mag,
wollt ihn schon verdrießen
bei Nachbarn, die schießen,
wohin er auch immer die Kläffer trag.

Ach, Ljupčo verachtet in Višni
den Haushalt: er deckte den Tisch nie,
er wollte nicht kochen,
und jetzt auch seit Wochen
sagt man, dass er finge den Fisch nie.

Vlastimil klebte in Neistadt
die Fenster der Kirche mit Blei, statt
auf Kleber zu warten
von allerhand Arten.
Wohl dem, der sein Blei stets dabei hat.

Fanendo, der trug oft in Dutse
zum Anzug ein Hemd mit Kapuze.
Befragt, was das solle,
sagt er, dass das Tolle
sei, dass er zum Tragen sie nutze.

Simona, die sammelt in Rehwasser
vom Vordach im Winter das Schneewasser.
Es floss manches Tröpfchen
hinab in ihr Töpfchen –
so hatte sie stets genug Teewasser.

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