In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCXCV)

2 06 2018

Es wundert sich Mihály in Schüttern,
dass Katzen und Hunde oft zittern,
die in seiner Hütte
stets fern von der Mitte
das Fallen des Daches schon wittern.

Es konnte sich Willem in Smilde
trotz sämtlicher bunter Gebilde
beim Lernen nichts merken.
Um dieses zu stärken,
führt er Eselsbrücken im Schilde.

Dass Géza als Priester in Elend
die Herren und Damen vermählend
auch ohne Papiere,
das ärgert sie schiere.
Meist waren die Ringe auch fehlend.

Wenn Nishant in Pattadakal
zum Bader geht, bleibt ihm die Wahl:
er wird nur gebürstet,
getränkt, wenn ihn dürstet,
ansonsten rasiert man ihn kahl.

Es sorgte sich György oft in Mischkolz:
„Wenn ich meine Bäume nicht frisch holz,
wird’s kraus und verbogen,
die Bretter verzogen,
und daraus macht man selten Tischholz.“

Es brannte bei Tøger inTved
im Fenster die Kerze noch spät,
da er in den Nächten,
den guten und schlechten,
noch sah, wie’s dem Morgen ergeht.

Wenn Sándor beim Angeln in Kischludt
den Kahn bis zum Bord voll mit Fisch lud,
dann rudert er redlich,
macht alles unschädlich,
bis dass er die Freunde zu Tisch lud.

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