In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDIII)

28 07 2018

Hat Sorin Probleme in Bretz,
so hat er sie mit dem Gesetz.
„Ich weiß“, spricht er schüchtern,
„ich bin selten nüchtern,
wenn ich mal die andern verletz.“

Will Inger die Blumen in Fegen
trotz Dürre zum Wachsen anregen,
sprüht sie mit der Spritze
ganz gegen die Hitze.
Den Vögeln kommt dieses gelegen.

Otilia, die trank oft in Gier
am Abend ein kochendes Bier.
„Das Zeug schmeckt zwar greulich,
doch ist es erfreulich,
dass ich danach niemals mehr frier.“

Waitea, ein Rentner aus Poland,
der sich nach der Arbeit erholend
im Stadtpark vergnügte,
sieht, dass dies genügte.
Er machte dies sehr gerne bowlend.

Als Regisseur sieht Dan in Frauenbach
im Straßenbild gerne den Frauen nach,
nicht, um zu verführen,
nur, um zu taxieren –
er sucht eben gern im genauen Fach.

Yoandri macht im Nueva Paz
am Tag seine Hosen oft nass.
Kollegen erfuhren,
die Temperaturen
sind’s, einzig und ausschließlich das.

Zog Bănel sich in Kleinsanktpeter
die Schuhe aus, merkte es später –
meist früher – ein jeder,
man roch nicht das Leder,
es dampften vielmehr seine Treter.