In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDV)

11 08 2018

Boglárka, die saß in Falschnone
und kümmerte sich nicht die Bohne,
was dieses Büro tut.
Sie saß, und so war’s gut,
und schaute auf die Telefone.

Cecilio, der kippte in Cheles
am Mittag sehr gerne ein Helles,
doch niemals aus Flaschen.
Er will ja nichts naschen,
er braucht aus dem Fass nur ein Schnelles.

Da Ádám im Reitstall in Oßlipp
sich schwer tat, weil er fast vom Ross kipp’,
hält er sich nun gerade
im Sattel. Wie schade,
weil er sonst genau wie der Biss wipp’.

Es kauft sich Scévole jüngst in Blou
als Haustier zunächst eine Kuh,
dann Heu, fest und trocken,
zwei passende Glocken.
Denn Stall gab es gratis dazu.

Wenn Géza ganz amtlich in Kemend
als Kommissar Diebe vernehmend
hebt die Augenbrauen,
packt alle das Grauen.
Der Anblick ist absolut lähmend.

Hilário hat in Negomane
von zahlreichen Lastern noch Plane
und näht unter Schwitzen
aus Stücken und Schlitzen
die weltgrößte Stadionfahne.

Es macht Dénes in Spanischwiese
im Milchgeschäft fortwährend Miese.
Die Kunden? von dannen.
Dann fehlen die Kannen.
Erst jetzt sieht er: dies ist die Krise.

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