In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDXVII)

3 11 2018

Swetlana, die hatte in Gnadenfeld
ein Hündchen, das stets vor dem Laden bellt,
doch ist ihr das putzig.
Er ist nur so so schmutzig,
wenn sie ihren Kleinen beim Baden hält.

Camilla, die forschte in Lihme,
und zwar nach der eignen Maxime.
„Die Wissenschaft hegte
stets Zweifel. Das legte
mir nahe, dass ich alsbald beame.“

Jewhen, der verkaufte in Tschop
ein Schuhpaar, ein Flip und ein Flop.
Doch wollten die meisten
nur einen sich leisten,
und so verlor er seinen Job.

Fernão, der pflegt in Podence
die Pferde. Er striegelt zur Gänze
die Flanken und Rücken.
Dann muss er sich bücken,
er flicht ihnen sorgsam die Schwänze.

Wolodymyr flucht in Neu-Liebental.
„Wenn ich den Lohn nur nach Belieben zahl,
dann wundert’s die Gäste
im Matsch. Steckt es feste,
dann hilft auch kein Fahrer beim Schieben mal.“

Fährt Ugo aus durch Leonforte
und andere kleinere Orte,
erregt er Aufsehen.
Man kann’s nicht verstehen –
wozu braucht er zehn Mann Eskorte?

Marija lässt in Ottenhausen
die Pudel recht kräftig abbrausen.
Dann föhnt sie sie trocken.
Man sieht, dass die Locken
sich dabei ganz wunderbar krausen.

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