In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDXVIII)

10 11 2018

Hat Błażej mal Zeit in Wierschlesche,
springt er für die Frau in die Bresche,
kocht, putzt, backt und feuert,
entstaubt, spült und scheuert
und macht noch im Anschluss die Wäsche.

Herminio in Pueblo Ferrer
beschwert sich. Ein einzelner Herr
steht Stunden im Laden,
kauft nicht einen Faden.
„Bald kommt’s, dass ich ihm die Tür sperr!“

Kamila pflegt morgens in Zappeln
beim Anblick der blühenden Pappeln
im hinteren Garten
auf Blätter zu warten.
So wird’s im Karton kräftig rappeln.

Enchboldyn in Tüwschrüülech
war langsam, stets dicklich und frech.
Sein Vater, deswegen
zum Sport ihn bewegen
will. „Weil ich ihm Knochen sonst brech!“

Elżbieta, die sah in Barannen
im Dunkel wohl unter den Tannen
verdächtige Leute.
So geht sie nun heute
zum Wald – notfalls, um zu entmannen.

Stéphane spielte gern in Za-Kpota
am Sonntag ein Stündchen Pelota.
Er spielte behende
an sämtliche Wände,
allein zwar, doch schlechter kein Jota.

Eugeniusz, der dachte in Vogelsang,
dass er sich fürs Heim einen Vogel fang.
Probiert er’s auch lange
bei lautem Gesange,
so war deshalb auch keinem Vogel bang.

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