Von der Fußgängerseite

11 11 2018

Das passiert einem schon mal: man kriegt richtig was ab, meistens am Kopf, und dann bleibt das so. Manche lassen sich freiwillig einweisen, manche bleiben ein bisschen verwirrt, nur wenige schaffen es bis in die CSU. Wie unser Kamerad Scheuer, der als Bundesverkehrsminister die Gefahren des Automobileinsatzes mal von der Fußgängerseite aus beurteilt. Die greise Generation, größtenteils die Wähler der CSU, ist überproportional von Unfällen betroffen, die beim Überqueren von Straßen an Lichtzeichenanlagen stattfinden. Vielleicht hat er einfach etwas gegen Grün an sich. Ansonsten rät der Jurist, der zu dumm war, sich einen Doktorgrad im Internet zu kaufen, zu Leibesertüchtigung. Wer fit bleibt, kommt schneller über die Fahrbahn. Alle anderen machen halt eine Wohnung für junge Leistungsträger frei. Vermutlich hat Scheuer zu viel mit seinen Jungs von der Automobilindustrie abgehangen. Wer immer unter den Tisch kriecht, kriegt nun mal früher oder später was am Kopf ab. Alle weiteren Anzeichen, dass die CSU ein eigenes Kapitel im Unfallverhütungsbericht verdienen, wie immer in den Suchmaschinentreffern der vergangenen 14 Tage.

  • schwellenlohn: Vorsicht, beim Anheben sinkt die Rendite der Aktionäre!
  • atomaustieg: In Fahrtrichtung links.
  • schokolade afd: Der tiefere Braunton gilt als besonderes Qualitätsmerkmal.
  • spd linksradikal: Da möchte man auch nicht Amtsarzt sein.
  • politische korrektheit: Hieß mal Anstand und wurde von Rechtskonservativen bei jeder sich bietenden Gelegenheit gefordert.
  • höcke männlichkeit: Auf den virilen Vollbart wäre Schopenhauer neidisch gewesen.