In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDXXII)

8 12 2018

Alžbeta hilft gerne in Katsche
den Bauern heraus aus der Patsche.
Sie weiß zur Genüge,
meist sind es die Pflüge –
sie zieht sie heraus aus der Matsche.

Weil Gordon in Radcliffe on Trent
die meisten der Fachhändler kennt,
bestellt man ihm alles
im Falle des Falles
mit Nachlass von gut zehn Prozent.

Geiz zeichnet Ján aus, der in Lintz
sein Geld verleiht zum Wucherzins.
Beim Arzt, kann man lesen,
steht er auch am Tresen
und nimmt gleich zwei Stück Pfefferminz.

Geht Svante am Morgen in Rynge
zum Acker, so sind seine Schwünge
schon kräftig bemessen.
„Man darf nicht vergessen“,
sagt er, „dass von Hand ich noch dünge.“

Pavol hat in Bursanktgeorgen
just schuldenbedingt große Sorgen.
Die Gläubiger harren,
man hört sie gar scharren –
nun muss er sich wohl etwas borgen.

Man sieht Eyvind schwitzend in Bogen,
den Schlitten hat er wohl gezogen
samt Päckchen und Lasten,
die nur darauf passten –
ein Zugtier hat er nie erwogen.

Slavomír kratzte in Horke
im Wald jedem Baum an der Borke.
Man sieht’s an den Bäumen,
denn könnten sie träumen,
sie kratzten zurück mit der Forke.


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