In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDXLI)

4 05 2019

Wäscht Jerzy die Wäsche in Latzig,
ist seine Frau meist äußerst patzig.
Sie störn an den alten
Gewändern nicht Falten.
Die sind, wenn er wäscht, immer kratzig.

Schreibt Chatchai ein Buch in Mae Sai,
ist er nicht von Eitelkeit frei.
Er kauft schon seit Jahren
von den Exemplaren
den Großteil, der Rest liegt wie Blei.

Iwona kann in Makoscheyen
den Menschen fast alles verzeihen.
Doch ein rotes Tuch ist,
was mit einem Buch ist,
das kann sie partout nicht verleihen.

Es sitzt Hong kommod in Goyang
beim Fischen am felsigen Hang.
Er angelt am Rande
des Tals, doch zu Lande.
Recht mäßig bleibt so auch der Fang.

Janina hielt sich in Leschienen
als Imkerin zwei bis drei Bienen.
Sie guckt in der Frühe
und hat nicht viel Mühe,
doch kann man so nicht viel verdienen.

Dass Teas Freund käm nach Ateni
fällt aus, folglich sah er den Schnee nie.
Er ließ sich oft bitten,
bis dass sie sich stritten.
Was soll’s, sagt sie sich. Er kommt eh nie.

Es klaut Tomasz heimlich in Moschen
der Schwester den vorletzten Groschen.
Er hörte sie fluchen
und half noch beim Suchen –
sie hat ihn dann richtig verdroschen.