Eingliederung in die normale Regierungsarbeit

21 05 2019

„… bisher nicht aufgefallen sei, dass der Bereich Heimat in Seehofers Ministerium seine Arbeit noch nicht aufgenommen habe. Dies sei aber allein der Tatsache geschuldet, dass keiner in der Behörde wisse, was der Begriff überhaupt zu…“

„… noch sehr intensiv mit anderen Planungen befasst sei. So habe die Stabsstelle Bürokratieabbau mindestens dreißigtausend Formulare zu erstellen, mit denen eine Vereinfachung der Verwaltung von Anträgen auf Erteilung der…“

„… gehe im bayerischen Landesministerium um Landesentwicklung und Breitbandausbau, da diese Themen aus Mangel an kompetentem Personal nicht in den anderen…“

„… die Abteilung vorher eine repräsentative Befragung durchführen werde, um zu eruieren, was die Deutschen unter ‚Heimat‘ verstünden. Nur auf Basis dieser Ergebnisse könne eine Heimatpolitik gemacht werden, die die Mehrheit der Wähler auch als…“

„… eventuell eine Neugliederung des Staates plane. Allerdings gehe die bisherige Konzeption nicht wesentlich über den Entwurf ‚Bayern und der Rest‘ hinaus und könne daher noch nicht als…“

„… von der bayerischen Behörde übernommen habe. Auch in Berlin wolle man Sachen mit Internet und Technik machen, die aber von anderen, nicht so kompetenten Ministern wie Scheuer und…“

„… dass der Gedanke, es existiere überhaupt ein Ministerium für Heimat, bei den Bürgerinnen und Bürgern schon für große Sicherheit sorge. Seehofer habe diese Erfahrung bereits mit dem Amt des Ministerpräsidenten des Freistaats…“

„… sich nur mit nationalen Themen befassen wolle. Alle anderen, beispielsweise Migration und andere Bereiche der Verbrechensbekämpfung, sollten in den bereits bestehenden Strukturen schon ausreichend…“

„… das Heimatministerium auf Bundesebene kein Fortsatz des Finanzressort sei, wodurch sich auch die verhältnismäßig schlechte Ausstattung des…“

„… für die Mehrzahl der Befragten Weißwurst und Bier zur nationalen Identität gehörten, die das Heimatministerium zu schützen habe. Erst im Nachgang sei in den Ausschüssen aufgefallen, dass das Ministerium die Erhebung aus Gewohnheit nur im Freistaat Bayern durchgeführt und die Ergebnisse dann auf das übrige Bundesgebiet…“

„… betrachte die Bundeskanzlerin das Heimatministerium als einen Geschäftsbereich für andersartig befähigte Regierungsmitglieder. Um die Eingliederung in die normale Regierungsarbeit zu erleichtern, erwarte Merkel vom Innenminister eine um die Hälfte verminderte Leistung, die sich auf zwei Ressorts erstrecke, also zweimal je fünfzig Prozent, was in der Summe eine…“

„… laut Koalitionsvertrag die Aufgabe habe, die Spaltung der Gesellschaft zu bekämpfen. Kritiker hätten angemerkt, dies hätte man bereits dadurch erreichen können, indem nicht Horst Seehofer das Amt des…“

„… dass Menschen in Deutschland noch immer stark voneinander abweichende Lebensentwürfe hätten. Es sei jedoch nicht Aufgabe eines Bundesministeriums, sich von Nordrhein-Westfalen zu trennen oder ohne Sachsen in die…“

„… nicht zutreffe, dass das Heimatministerium für die Errichtung von Ankerzentren in Nordafrika zuständig sei. Ein Sprecher habe betont, dass die Bundesrepublik als Heimatland ihre Bürgerinnen und Bürger schon so zufrieden mache, dass es keiner zusätzlichen Werbung für…“

„… sich als Ministerium gegen Ausgrenzung verstehe. Die Arbeitsweise müsse also die Folgen von Seehofers Politik im Vorwege sehr genau analysieren, um sie dann mit entgegengesetzten Maßnahmen zu…“

„… Schienenverkehr und soziale Gerechtigkeit nicht eigens in den Publikationen des Ministeriums aufgeführt würden, da sie nicht zu Deutschland gehörten und damit keinen eigenen…“

„… in den Stellenanzeigen keine berufliche Qualifikation gefordert sei. Als Auffangstelle für viele Parteimitglieder der Christsozialen verstehe sich das Heimatministerium nicht als Fachbereich für besondere Angelegenheiten, sondern als neues Experimentierfeld für verwaltungstechnische…“

„… eine der Hauptabteilungen die Aufgabe habe, politische Forderungen von Rechtpopulisten zu sammeln und sie in ein neues Wahlprogramm einfließen zu lassen, mit dem die Nachfolge der Bundeskanzlerin unter der Führung des…“

„… im Arbeitsbereich Grundsatz und Planung die gesamte Politik der Bundesregierung vorab einer strengen Prüfung unterzogen werde, ob deren Folgen auch Auswirkungen auf die Heimat hätten. In zutreffenden Fällen ergehe automatisch eine Benachrichtigung des Innenministers, der dann seinerseits eine ablehnende…“

„… die Bundeszentrale für politische Bildung nicht ins Heimatministerium überführt worden sei. Nach Aussage des Ministeriums habe die Heimat kein Interesse an politischer oder anderen Formen von…“

„… bisher nur eine Stabsstelle die Arbeit aufgenommen habe, die die Integration der Begriffe von Frau und Karneval in den…“





Systemstandard

20 05 2019

„Man kann doch den Kollegen da keinen Vorwurf machen, dass sie sich falsch verhalten haben. Gut, sie haben sich vielleicht falsch verhalten, aber nur in einem sehr abstrakten Sinn, zum Beispiel unter strafrechtlicher Beurteilung. Aber wir sind jetzt rein zeitlich viel zu nah dran und haben noch zu wenig Abstand, um das alles gerecht beurteilen zu können. Das kann nur eine andere Generation, die diesen linksradikalen Mainstream und die Systemzeit gar nicht mehr miterlebt hat.

Im Grunde hat er sich doch nur so verhalten, wie sich jeder richtige Mann verhalten hätte in der Situation. Genau deshalb sagen wir ja immer, es muss mehr richtige Männer geben in der Politik. Solche, die auch mal ihre Interessen wirklich verfolgen, auch wenn sie aus der Situation heraus noch nicht wissen, ob es die richtigen sind. Wenn man für das Volk handelt, dann hat das immer eine historische Dimension. Deshalb brauchen wir die Beurteilung dieser linksfaschistischen Hetzpresse auch nicht zu dulden, die aus einer kleinen Affäre ohne tatsächliche Folgen eine Staatskrise machen will, weil sie sonst von Muslimen und Ausländern und anderen Feinden der Nation nicht gekauft wird.

Nein, das haben Sie falsch verstanden. Niemand hat die Absicht, die nationale Presse zu verkaufen. Sonst profitiert am Ende noch das Ausland von der Auflage unserer Zeitungen. Das kann nicht der Sinn einer freien, nur dem Staat uns seinen Organen verpflichteten Presse sein, dass sie von den Feinden unserer Nation gesteuert und als Instrument der staatsfeindlichen Infiltration benutzt wird. Gut, der Russe an sich ist ja kein Ausländer in dem Sinne, der hat nur ein anderes Heimatland. Das kann man ja auch mal akzeptieren, nicht wahr? Immerhin sind die Russen die ersten gewesen, die uns zu verstehen gegeben haben, dass wir der wahre antifaschistische Widerstand sind, der sich gegen die Antifa wehrt und nationale Ziele verfolgt. Also die der Russen.

Im Grunde ist es ja auch ein ganz natürliches Verhalten. Das kennen wir schon von Kindesbeinen auf, wenn der Onkel einem immer Schokolade mitbringt, dann ist man eben ein bisschen nett zu ihm. Ich wüsste jetzt nicht, was es da zu meckern gibt?

Bleiben wir doch lieber mal bei der Lügenpresse und diesem Video. Das ist nicht die Aufgabe der Lügenpresse, dieses Material der Öffentlichkeit zu zeigen. Entweder es ist gefälscht, dann kann das die Lügenpresse ruhig machen, weil man ihr sowieso nichts glaubt, oder es ist nicht gefälscht, aber dann erweckt die Lügenpresse in der Öffentlichkeit den Eindruck, dass man das in der Öffentlichkeit auch dann zeigen darf, wenn es wahr ist. Damit wird der Person, um die es hier geht, ein schwerer Schaden zugefügt, weil der eigentliche Skandal ja ist, dass man das Video zeigt. Dass das aufgenommen wurde ist nicht unbedingt skandalös – so stellt man sich die Weltpolitik halt vor, und die anderen Politiker sind auch nicht besser, wenn sie sich ausschließlich um Machterhalt und Wiederwahl kümmern, also um Wiederwahlen nur dann, solange man sich als nationaler Führer noch damit herumärgern muss, statt endlich durchzuregieren. Wir sind angetreten, um diese Systemstandards verändern, das haben wir ganz klar gesagt. Und jetzt stellen wir in Frage, ob dies Verhalten, das vom linksradikalen Mainstream skandalisiert wird, nur um mal wieder die Größe der Nation beleidigen zu können, tatsächlich an den richtigen Maßstäben gemessen wird. Sie können uns also keine Doppelzüngigkeit vorwerfen, und Sie dürfen das auch nicht. Das darf nur die Lügenpresse, weil das im Systemstandard so vorgesehen ist.

Es sind in Wahrheit immer die anderen Schuld, das ist halt so. Man kann doch nicht wegen jeder Kleinigkeit die Ideologie ändern, und wenn, dann muss sich halt die Wirklichkeit mal an die Ideologie anpassen und nicht umgekehrt. Solange wir das noch durch Wahlen bestätigen lassen müssen, ist das schon schlimm genug, es wird endlich Zeit, dass das aufhört. Also nicht das mit der Ideologie. Wobei wir für uns immerhin in Anspruch nehmen dürfen, dass unsere Ideologie keine ist, weil wir sie nicht so nennen, weil ja Ideologie schon die Ideologie von den anderen ist, und die begehen das permanente Verbrechen, dass sie die Wahrheit so verbiegen, dass sie genau in die Ideologie passt. Deshalb auch die Funktion der Lügenpresse. Und jetzt sehen Sie, dass wir unsere Ziele vollkommen klar dargelegt haben und ihnen auch tatsächlich folgen. Das haben wir vorher schon so gesagt, die meisten haben uns nur nicht zugehört.

Uns trifft höchstens die Schuld, dass wir die Geheimdienste nicht ausreichend unterwandert haben, aber das liegt sicher auch daran, dass die von ausländischen Verbrechern finanziell abhängig sind und ihren eigentlichen Arbeitsauftrag darin sehen, unseren Staat zu zerstören und dann dessen Reste an ausländische Mächte zu verkaufen. Es gibt ja Beobachter, die in solchen Machenschaften auch die Verwicklung des internationalen Judentums sehen, und da kann ich Ihnen erst mal auch nicht widersprechen. Das ist nicht gesichert, aber die Tatsache, dass sich die Geheimdienste nicht damit haben befassen wollen, ist doch schon auffällig genug, nicht wahr? Nicht wahr!?“





Überlegungen zur Kosmologie

19 05 2019

Warum ist eigentlich nicht Nichts?
Will der Gedanke reifen,
an Wissen um die Welt gebricht’s,
um dieses zu begreifen.

Schon nach dreihunderttausend Jahr
trennt sich die Strahlung ab –
nichts ist mehr, wie es vorher war:
Materie, nicht knapp.

Man steht in meinem Zimmer stumm
und wird’s sofort verstehen:
hier liegt recht viel Gerümpel rum
bei Licht, um es zu sehen.





In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDXLIII)

18 05 2019

Es baut sich Guillaume in Athose
aus Treibholz ein prächtiges Floß.
Er bindet die Latten,
die sie übrig hatten,
zusammen. Das wird dann zu groß.

Renée hält ein Hündchen in Bart,
das ständig im Rosenbeet scharrt.
Fällt es sie im Ganzen,
riecht es an den Pflanzen –
es ist von besonderer Art.

Im Frühjahr klagt Jean in Esprels:
„Kartoffeln, die ich jung oft pell,
ess ich viele Male,
doch ist auch die Schale
zu heiß, und ich pell nicht so schnell!“

Gaston stört am Bau sich in Thise
besonders an der schiefen Fliese,
die alles verdorben.
Schon hat er beworben
sich, wo man’s ihm nicht so vermiese.

Émile steht im See in Rougegoutte,
was man bei dem Wetter nicht tut:
es stürmt. Die Verwandten,
die daraufhin rannten,
sie fanden nur noch seinen Hut.

Es rannte Henri in Fourbanne,
so schnell man dort nur rennen kann.
Er warf seine Beine,
doch war er alleine –
so kam’s, dass er dies klar gewann.

Es holt Thierry in Badevel
zum Wärmen sich ein Katzenfell.
Nach Auskunft der Schwester
ist’s aus Polyester,
was gut ist – es haart nicht so schnell.





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDLXIV): Das Essensfoto

17 05 2019
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Irgendwann hatte Rrt so halbwegs den Bogen raus und begann mit der dunklen Matsche vom Ufer des Tümpels figürliche Muster an die Wand der Großfamilienhöhle zu malen – halbwegs figürlich, da nur der Eingeweihte wirklich wissen konnte, ob es sich bei den seltsamen Formen tatsächlich um die Säbelzahnziege handelte oder um das ominöse Raumschiff, das Jahrtausende später Experten für Präastronautik aus dem Gekrakel würden erkennen wollen. Ehrlich gesagt handelte es sich seinerzeit um eine Art Beschwörung, nicht zu sagen eine sehr historische Form der Speisedarstellung, die den Gästen signalisierte: es gibt Geiß, Baby. Vorab malte der Hausherr an den Felsen, was tags darauf im Feuer gemütlich schmurgeln und den Gaumen der Verwandtschaft delektieren sollte. Hätte man den Hominiden ein digitales Endgerät in die Hand gedrückt, vielleicht hätten sie die Reihenfolge auch schon umgekehrt – erst Kochen, dann Malen. Aber auch heute bildet man erst ab und isst danach, was übrigbleibt. Warum auch immer. Das Essensfoto bleibt eines der soziokulturellen Geheimnisse der Gegenwart.

Zum Beispiel die Frage, warum und wann und in welcher Form man es überhaupt anfertigt, im Netz an unschuldige Opfer verschickt und dafür eine Reaktion erwartet, die das ahafreie Erlebnis übersteigt. Vordergründig knipsen Menschen Salat und Bohnensuppe, um zu zeigen, dass sie es können – sie sind in Besitz eines digitalen Endgeräts und wollen ihre Abhängigkeit an die Kommunikations- und Speichermaschine schlechthinnig zeigen, eine krude Mixtur aus Credo und Mea culpa, zeitgleich der Nachweis einer Zugehörigkeit zur Welt, die ja außerhalb der allwissenden, allumfassenden und allgegenwärtigen Müllhalle nicht mehr stattfindet, es sei denn außerhalb des platonischen Gehäuses, und was sich da an Gebilde an die Höhlenwand schwiemelt, mag sich der Abhängige lieber gar nicht erst vorstellen. Er gehört dazu, mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.

Anders als der gemeine Anorektiker, der einen leeren Designerteller gepostet hätte, schmaddert der Durchschnittslurch Schnitzel ins WLAN, als gäbe es dafür Anerkennung. Die Darreichungsform ist so demonstrativ wie verzweifelt, denn was hätte der Esser auf Sozialentzug zu bieten außer vorgefertigter Ware, wie sie jede beliebige Gasterei dem Vorübergehenden liefert. Anders wird es nur, lichtet der Esser selbst gehobelte Kartoffeln mit Öl und Essig ab, was aber nur dokumentiert, dass er Kartoffeln kaufen kann und in Besitz eines Hobels ist, beides so spektakulär wie ein Fahrrad in China. Größtenteils ersetzt das Teilen die Gemeinschaft zu Tisch, die sich mitesserfreie Kalorienverbraucher in jenen Situationen wünschen, wo sie gegen die Zeit gabeln, Endpunkte eines Netzwerks, in dem alle alleine am Zipfel ihres Hungertuchs hocken. Die mediale Form der Zwangseinladung gerinnt mit der Zeit zur stereotypen Postkarte, wie sie der Tourist aus Leidenschaftslosigkeit an den Rest der Familie sendet: es gibt Betten, das Essen ist gut, das Wetter findet statt, Grüße, aus.

Als Präsident mit Kinderwertigkeitskomplex zeigt man gerne das Ergebnis seiner Verrichtung, der traurige Tellerkauer muss die verrinnende Zeit festhalten, die er für einen knappen Moment im sozialen Milieu seiner Wünsche verbracht hat, eine Mittagspause im Kantinenalltag, Gemeinsamkeit im Szeneviertel, die er ins Medium pfriemeln muss, um aus seiner Existenz überhaupt eine Botschaft zu erhalten. Was sich nicht abbilden lässt, so das Netz in ehernem Diktat, hat gar nicht stattgefunden, und was nicht stattgefunden hat, gibt keine Punkte. Wer sich einmal dazu entscheidet, auf dem Zeitstrahl in Richtung Ego zu surfen, stellt fest, dass das Ding ihm aufwärts zu schwimmen gebietet; es erfordert permanente Energiezufuhr, der Moloch will stetig gefüttert werden, auf dass die Person hinter ihrem Account überhaupt ist. Man stelle sich vor, Prozess und Technik wären noch nicht erfunden, zweidrei Leutchen, die irgendwas mit Medien machen, zücken beim Anblick der Käsestulle hysterisch ihre Schmalfilmkamera, kurbeln knatternd eine Spule herunter, die entwickelt und umgekehrt wird, in Streifen geschnitten und geklebt, überblendet, mit Gabelgeklapper und Gläserklang nachvertont, und doch bleibt nur gelbstichig ruckelnder Bildschrott, der nach drei Wochen müde dem Zerfall entgegen im Keller rottet, weil kaum jemand sagte: wollen Sie mal Frollein Müllers Schwarzbrot sehen? In der Summe entsteht vielleicht der Eindruck, für das bisschen Pudding geliebt zu werden, doch nur ein klein wenig von jedem, nicht messbar, da zu viele zu oft zu viel teilen. Wenn jeder sein täglich Brot in den Äther klotzt, sind alle anderen überfüttert. Danke, satt, Amen.

Wie anders wäre die Geschichte gelaufen, und es hätte beim letzten Abendmahl schon Instagram gegeben. Sehet her, dies ist mein Gemüse, dies ist mein Chardonnay, zehn von zehn Punkten, ein Bild für die Götter. Das letzte Bild, so sagt man, nimmt man mit, vermutlich auch in die Cloud, oder es wird in der Netzhaut gespeichert. Ob das Turiner Tuch Saucenflecken hat? Man weiß es nicht.





Deutschland zum Essen

16 05 2019

„Also zunächst einmal nur an der Qualität orientiert, damit wir sehen, wo wir im Freistaat Bayern die beste Versorgung garantieren können. Das ist auch nur gerecht, weil wir die gesetzliche Verpflichtung haben, als Teil des Sozialstaates eine ausreichende Verpflegung unserer Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Dann kann man mal weitersehen, wie sich das Ranking der Tafeln in der Bundesrepublik zeigt.

Also zunächst einmal nur an der Qualität der Lebensmittel orientiert, die die Tafeln in Bayern liefern können: vernünftiges Brot und ordentliche Backwaren von den Innungsbäckern, nicht dieser Industriedreck, Biogemüse, ausreichend Obst aus natürlichem Anbau, und dann natürlich auch die saisonal angebauten Produkte. Jetzt im Frühjahr sollte es schon Erdbeeren geben, da sind die importierten Zitrusfrüchte eher zweitrangig, einen ordentlichen Spargel, das Gelaber von diesem FDP-Heini interessiert uns nicht, und wir sollten auch auf die Bedürfnisse der Veganer eingehen, die werden in der Bevölkerung immer mehr, auch in den bildungsfernen Schichten. Wir leisten da einen großen Beitrag, dass sich auch Menschen mit einer geringen Finanzausstattung gesund und nachhaltig ernähren können.

Und das ziehen wir dann natürlich ab von den anderen Sozialleistungen. Ist doch klar, Sozialstaat heißt nicht, dass wir den feinen Herrschaften ihren Blumenkohl in den Hintern schieben – wenn die ein Biogemüse haben wollen, dann müssen sie sich schon mal mit Arbeit abgeben, und wenn sie keine finden, dann gibt’s halt auch kein Biogemüse. Oder wir kürzen anteilig an der Miete. Oder am Strom. Oder an der Monatskarte. Bei uns im Freistaat isst man nun mal sehr gerne und sehr gut, da braucht man sich dann nicht zu wundern, dass wir das alles auch finanzieren müssen. Ein jeder Laib Vollkorn mit Chiasamen und Vitalkruste muss ja irgendwie auch vom Steuerzahler getragen werden, und wir haben es nicht so dick. Jetzt kommen sie alle wieder an und jammern, die Bahn ist zu teuer, das Schienennetz soll schon wieder saniert werden, das ist schon das zweite Mal seit Kriegsende, es nimmt ja langsam überhand – aber egal, dann können wir den Arbeitslosen halt keinen Hummer mehr zum Frühstück servieren, jedenfalls nicht an der Tafel.

Das war jetzt nur so ein Beispiel, natürlich gibt es gar keinen Hummer an der Tafel. Aber rein statistisch könnte in 33.000 Tonnen Lebensmitteln auch der eine oder andere Hummer sein, den man lieber kostengünstig wegschmeißt, statt dafür noch Umsatzsteuer zu bezahlen. Das ist ja das Konzept, und da prämieren wir dann die besten Tafeln. Hier ist zum Beispiel eins aus Oberbayern, da speist ein Sternerestaurant wöchentlich eine Tonne Gemüse in die Lieferkette ein, das spart die Geschäftsführung ein und dann haben wir hier am Quartalsende schon einen neuen Sportwagen für den Geschäftsführer. Oder hier, der Postleitzahl nach muss das in der Nähe von München sein, die haben sich in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft auf Produkte für die arabische Küche spezialisiert, die Gewinne gehen dann an einen asylkritischen Verein, der regelmäßig gegen Asylanten demonstriert, die bei der Tafel mit arabischen Spezialitäten durchgefüttert werden. Sehen Sie, das geht bei denen Hand in Hand, wenn es die Tafel nicht gäbe, müsste man auch diesen asylkritischen Verein nicht geben, der immer mal wieder ein paar von den Herrschaften verprügelt oder die Hakenkreuze am Asylantenheim auffrischt. Das ist Deutschland zum Essen, und Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen.

Außerdem spielt hier der Einzelhandel eine sehr wichtige Rolle. Sie wollen ja auch am Samstag um zehn Uhr abends noch eine richtig gute Tomate kaufen können, und die bekommen Sie auch in den lokalen Supermärkten. Das Personal ist ja da, gehen Sie in den Laden, da stehen die Leute herum, und wenn ihnen langweilig ist, dann müssen sie es nur sagen, für sie stehen die nächsten zehn in der Schlange und wollen den Job für noch weniger machen. Aber wie gesagt, die Tomate: die soll nach Möglichkeit pflückfrisch sein, also muss man die nicht mehr so gute Ware regelmäßig aussortieren. Und da kommen die Tafeln ins Spiel. Das ist noch sehr gut essbar, größtenteils kann man sich aus dem Zeug immer noch eine schmackhafte Suppe kochen, mehr ist bei den meisten Tafelbesuchern auch vom Zahnstatus her nicht sinnvoll, und man muss das nicht mehr selbst in die Tonne treten. Oder stellen Sie sich das Theater mit den Containern vor, die nachts von Aktivisten geplündert werden. Die muss man dann auch noch bewachen – die Container, nicht die Aktivisten, die bewacht schon der Verfassungsschutz, deshalb haben die auch keine Zeit mehr, sich um die asylkritischen Vereine zu kümmern, verstehen Sie? – und dann wirft man dem Einzelhandel unmoralisches Verhalten vor. Da geht es ja schließlich um Arbeitsplätze. Zwar eher in der Konzernleitung, aber das ist ja erst mal nicht so wichtig. Höchstens für die Bilanz.

Also wir rechnen uns schon eine gewisse Resonanz aus, dass wir diesen Wettbewerb starten, das ist eine gute Werbung für uns, dass wir an einem modernen Sozialstaat arbeiten und uns nicht abhängig machen von gesellschaftlichen Trends wie Gentrifizierung oder Mietpreisbremse, das kann man ja alles machen, bis auf die Mietpreisbremse, aber wir wollen das nicht ausbaden, das müssen die Bürger dann schon alleine, die haben sich nun mal für den Kapitalismus entschieden und müssen damit leben.

Wie meinen Sie das: Bayern zum Kotzen?“





Niger Dir einen

15 05 2019

„… zu schwersten Unruhen in der Bevölkerung gekommen sei, da nicht nur rechtspopulistische Kreise meinten, handfeste Beweise für einen von der Regierung gesteuerten Bevölkerungsaustausch gefunden zu haben. Die Republik Niger werde inzwischen von Weißen überschwemmt, die vornehmlich aus den ostdeutschen…“

„… kein Anwerbeabkommen gebe. Die sächsischen Arbeitnehmer seien größtenteils mit Touristenvisa eingereist und hätten sich ohne eine Arbeitserlaubnis in den…“

„… höchstens westgermanische Dialekte sprechen könnten. Wenige hätten Kenntnisse des Englischen, keiner von ihnen sei bereit, Französisch zu lernen oder grundlegende…“

„… die nationale Korruptionsbekämpfung bei einer fortgesetzten Infiltration durch deutsche Störer empfindlich gehindert werde. Offensichtlich gehe es den europäischen Invasoren nur darum, Afrika als zurückgebliebenen…“

„… eine gewaltsame Christianisierung des Staates befürchte. Die Mehrheit der nigrischen Bevölkerung bevorzuge einen toleranten Islam, der von ausländischen Gruppen bisher noch nie…“

„… mit der Kampagne Niger Dir einen außer Landes gelockt worden seien.…“

„… nicht über die nötigem Kenntnisse in der Uranerzgewinnung verfüge, da der Abbau in den ostdeutschen Bundesländern wegen mangelnder wirtschaftlicher Deckung nie über ausreichende…“

„… eine zweisprachige Beschilderung der Einrichtungen auf Hausa und Deutsch verlange. Das Komitee wolle auch in einem minderwertigen Land nicht auf die wesentlichen kulturellen…“

„… Kulturfunktionäre sehr besorgt seien. Die meisten deutschen Einwanderer würden von den Betreuern täglich Schweinefleisch und Alkohol fordern, was sich mit der traditionellen Lebensweise der nigrischen…“

„… sehe das Einwanderungsgesetz als einen zentralen Punkt die Dankbarkeit gegenüber den Einheimischen vor. Da der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen anlässlich seines Besuchs auf dem Flughafen von Niamey die Vertreter der Regierung mit Meine Damen und Herren, liebe Nigger begrüßt habe, sehe man wenig Hoffnung auf eine…“

„… die Deutschen auf das mangelhafte Netz der solidarischen Nachbarschaftshilfe nicht mehr zurückgreifen könnten, das ihnen in Zeiten von Dürre und anhaltenden Missernten die ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln sichern könne. Gleichzeitig sei jedoch zu verzeichnen, dass die Einwanderer der Meinung seien, die Nigerer seien nur zu faul, für eine Lebensmittelration drei Tagesreisen unterwegs zu sein, da sie die…“

„… der Finanzexperte Chamid Al Sarrasine in einer mit eigenen Beweisen angefertigten Analyse bereits den Beweis erbracht habe, dass das Volk durch eine kontinuierliche Einwanderung aus der Bundesrepublik schon in weniger als zehntausend Jahren sich auf dem Niveau geistig behinderter Halbaffen befinde, wie sie bisher an jedem Montag in Dresden auf dem…“

„… verlange der Großteil der Einwanderer trotz der wirtschaftlichen Unterschiede auch für eine Hilfstätigkeit in der Landwirtschaft ein monatliches Bruttoeinkommen von bis zu dreitausend Euro. Die meisten wollten allerdings das Geld wieder zurück in die Bundesrepublik schicken, um es dort zu…“

„… eine erkennbar problematische Situation für freie Medien sehe. Die Deutschen seien nicht bereit, staatlich gelenkte Medien zu akzeptieren. Auf einem Besuch habe AfD-Sprecher Meuthen auf die Verpflichtung der internationalen Bündnisse hingewiesen, die unter anderem gemeinsame…“

„… sich nicht an den Ramadan halten wolle, der von 95 Prozent der Bevölkerung eingehalten werde. Im Gegenzug biete das Einwanderer-Komitee den Nigerern an, den Geburtstags des Führers als gesetzlichen Feiertag zu…“

„… zu den größten Ärgernissen gehöre. Die deutsche Landsmannschaft wolle die Autobahnen allerdings weniger zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Energieträgern, ihnen gehe es in erster Linie …“

„… vehement bestritten habe. Sämtliche beiden Filmaufnahmen sowie siebzig Tonmitschnitte seien von links-islamistischen Feindmächten im Auftrag des afrikanischen Weltjudentums manipuliert worden, um die Ehre der sächsischen Rasse totalitär zu verunschimpfieren. Kretschmer habe – ein danach angefertigtes Gedächtnisprotokoll beweise dies – Liebe Niggerinnen und Niggerer gesagt, was gegenüber den Drittwelteinwohnern noch viel zu…“

„… vor einem genetischen Kollaps der Nation warne. Boubacar Hoqué vom Kampfbund der reinrassigen Nigerer warne vor einer Zerstörung des Erbguts, die von minderwertigen weißen Einwanderern ausgehe und den…“





Bärchenwurst

14 05 2019

„Also heute dann mal die Landmetzgerei Grubsch, okay? Guter Betrieb, da werden Sie wenig zu kontrollieren haben. Alles sauber, immer gut gelaufen, und sie haben jahrelang sämtliche Preise abgeräumt für ihre Wurst. Der Leberkäse war auch nicht ganz übel. Aber wie es so ist, seit 1967 haben die halt keinen Nachfolger mehr.

Das hält uns aber nicht davon ab, den Betrieb regelmäßig zu kontrollieren, ob die Maschinen auch ordentlich in Schuss sind und ob die Verordnungen in Bezug auf Pökelsalze und Lebensmittelhygiene eingehalten werden. Das ist alles eine etwas sehr schwierige Materie, deshalb wird uns die Ministerin da aushelfen. Die Routinekontrolle sollte schon nach zweiundfünfzig Jahren sein, jetzt haben sie die Kontrolldichte durch Ausdünnen des Personals und die geringeren Auflagen wesentlich entschärft. Das heißt, dass in Deutschland wettbewerbsorientierte Fleischwaren auf den Markt kommen, das heißt: kein EU-Wahnsinn mehr, nicht mehr diese totalen Kontrollen, die uns nur extrem viel Geld kosten – das Geld ist natürlich trotzdem weg, wenn man als Studienabbrecherin der katholischen Theologie ein Ministerium leitet, dann versickert das Geld irgendwo anders, Sie müssen nur daran glauben – und die Preise bleiben stabil. Stabil hoch, und zwar so, dass die gierigen Tierproduzenten sich nicht noch mehr an den Produkten bereichern, denn Sie wissen doch, dass unsere Ministerin immer nur das Wohl der Verbraucher im Auge hat, nicht wahr?

Wir müssen das einfach entzerren, verstehen Sie, bei den Schulmassakern fragt man auch immer: wie konnte der Zugang zu Schnellfeuerwaffen haben, da gab es nicht einmal einen Schützenverein, das Landratsamt hat nicht zugestimmt, obwohl es sich gar nicht um einen Reichsbürger gehandelt hat oder um irgendeinen anderen Junkie, der sein Heroin auf Staatskosten bezieht – wir müssen diese Sachen so schnell wie möglich aus dem Fokus der Presse befördern, die linken Hetzmedien wollen doch immer einen Verantwortliche finden, bevor die rechten Hetzmedien Merkel für alles verantwortlich machen. Wir müssen dieses Land nun mal stabilisieren, und das heißt, wir brauchen nicht immerzu neue Lebensmittelskandale. Einmal pro Jahr in der EU ist genug, und wenn es einen Fall pro Mitgliedsland geben sollte, müssen sich die Mitgliedsländer bitte immer noch rechtzeitig melden, sonst kriegen die halt einen zugewiesen.

Neulich hatten wir so einen Verdachtsfall in Brandenburg, aber das hat sich schnell aufgeklärt. Da hat ein Verbraucher eine Scheibe Bärchenwurst analysieren lassen – seitdem da überall in der Fußgängerzone Radfahrer von Wölfen gejagt werden, die in zehn von drei Fällen Schäferhunde oder fette Pudel sind, kann man die Sache sowieso in die Tonne treten – und da hat sich herausgestellt, da war nur Schweinefleisch drin. Machen Sie was dran, das war ein hohes Tier bei den Vegetariern. Das kostet uns Stimmen.

Außerdem müssen Sie das auch im gesamten politischen Kontext sehen, was unsere Ministerin da macht: der Begriff ‚Kontrolle‘ findet quasi nicht mehr statt, das heißt, wir kontrollieren schon auch, aber nicht mehr so, dass es sich wie Kontrolle anfühlt, also wenigstens nicht mehr für die Betriebe, die kontrolliert werden. Das könnte man jetzt natürlich auch flexibel weiterdenken, im Sinne der Freiwilligkeit etwa, die in einem politisch liberalen System sowieso eine große Rolle spielen sollte. Sie melden sich als Betrieb freiwillig für eine Kontrolle an, und wir sehen dann mal, wann wir Zeit haben. Die Ergebnisse werden dann natürlich sehr viel besser, das ist ja klar, und wenn wir als zusätzlichen Schritt eine flexible Selbstkontrolle einführen, das heißt: Sie kontrollieren Ihren eigenen Betrieb und teilen dem Ministerium immer mit, wenn Sie Ihren eigenen Betrieb kontrolliert haben, dann bekommen Sie Ihren Wunschtermin für eine ministeriumsseitige Kontrolle, und da kontrollieren wir dann nur noch, ob Sie Ihren eigenen Betrieb kontrolliert haben. Wir beziehen die Wirtschaft ein in unsere Prozesse, das ist bürgernah, Sie müssen immer daran denken, dass auch in der Wirtschaft Wähler sind. Und Politik ist ja auch nicht alles, es gibt immer noch ein Leben nach der Politik. Also wenn man so arbeitet wie unsere Ministerin.

Im Endeffekt kommt dann die Kontrollampel, das ist ein Instrument des Verbraucherschutzes, der die Betriebe vor den Verbrauchern schützt, weil es dann nicht immer zu Nachfragen kommt, wenn man sieht, die haben eine Ampel auf den Produkten, also muss man sich mit dem Thema Kontrollen nicht mehr befassen. Beziehungsweise die Betriebe müssen das dann auch nicht mehr, weil sie dann ja freiwillig diese Ampel auf ihre Produkte kleben, ob sie sich auch kontrolliert haben. Da es durch die zunehmende Konzentration auf dem Fleischmarkt weniger Betriebe gibt, könnte man rein theoretisch auch die Dichte der Kontrollampeln weniger stark ansetzen, aber das kostet ja niemanden Geld, also kann man das rein theoretisch schon so lassen. Wir erfassen inzwischen kleinere Beanstandungen nicht mehr, so dass sich die Ergebnisse insgesamt schon sehr verbessert haben, und wenn wir jetzt davon ausgehen, dass bei einer freiwilligen Selbstkontrolle die Qualität nochmals steigt, dann haben wir am Ende eine quasi unkontrolliert kontrollierte Qualität auf dem Fleischmarkt.

Eine Autowerkstatt? Da würde ich lieber einen Ingenieur fragen, der sich mit solchen Sachen auch auskennt. Wenn jeder an Autos herumschraubt, und wenn das keiner ordentlich kontrolliert, was meinen Sie, wie schnell das lebensgefährlich wird?“





Goodbye Deutschland

13 05 2019

05:45 – Der Wecker stimmt pünktlich auf die Sekunde das Horst-Wessel-Lied an. Jörg Meuthen dreht sich schlaftrunken zur Wand. Warum er? Warum jetzt? Warum Deutschland?

05:59 – Auf dem Weg ins Bad seiner Berliner Ein-Zimmer-Wohnung stolpert der AfD-Politiker über die Kante seines 1934 sehr preiswert von der Teppichhandlung Abraham Goldmann organisierten Persers. Wieder einmal wollen die Feindmächte das verhindern, was für Deutschland unausweichlich ist. Gleich morgen wird er die Immobilienanzeigen in der links-frühsexualisierten Mainstreampresse studieren, um nicht als Volk ohne Raum zu enden.

06:01 – Wieder einmal hat jemand das Klo nicht abgezogen. Angewidert drückt Meuthen auf die Spülung. Wenn er braunen Dreck von vorgestern haben will, ruft er Höcke an.

06:05 – Im kommunistischen Staatsfernsehen sagt ein verdammter Kümmeltürke das Wetter an. Diese Mischung aus Sonne, Wolken und gelegentlichen Schauern ist doch typisch für ein Land, das von den amerikanischen Zionisten und ihren börsennotierten Giftfabriken konstant unter Chemtrails gehalten wird, um die Fortpflanzungsfähigkeit der Arier zu unterbinden.

06:13 – Meuthen füllt Kaffee in seinen neuen Vollautomaten ein, den ihm ein Rechtsanwalt aus Bad Segeberg im Auftrag der Vaterländischen Gesellschaft e.V. Danzig im Namen eines unbekannten Freundes aus Luzern geschenkt hat mit der Aufforderung, ihn sofort zurückzusenden. Da das Paket seit 2017 in seinem Hausflur stand, geht er davon aus, dass die Schenkung verjährt ist.

06:15 – Der Automat produziert einen sehr heißen, schaumigen und aromatischen Kaffee. Meuthen probiert das Getränk, dann schaut er auf die Packung mit den röstfrischen Bohnen und spuckt angewidert in die Küchenspüle aus. Sogar Kaffee wird von nordafrikanischen Invasorenstaaten in die europäischen Wirtsländer gebracht, um deutschen Kaffeebauern zu schaden. Das ist nicht mehr sein Land. Er hegt erste Auswanderungsgedanken.

06:46 – Der Taxifahrer klingelt an der Haustür. Anders als erwartet handelt es sich nicht um einen Arbeitsmigranten aus einem der Schmarotzerländer, die außer Kopftuchmädchen und Lkw-Terroristen nichts produzieren, sondern ein echter Deutscher, dazu ordentlich gekleidet und mit einem modischen Kurzhaarschnitt. Es kann sich nach Meuthens Sicht nur um einen linkradikalen Studenten handeln, der später einmal Außenminister werden könnte. Er steigt aus und beschließt, zu Fuß zu gehen. Weit weg!

07:34 – Kaum hat der Parteichef den Deutschen Bundestag betreten, sieht er die ersten Grünen. Jeder von denen, erklärt ihm der Pförtner, hält sich vollkommen legal im Reichstagsgebäude auf und es gibt keine Möglichkeit, dies zu unterbinden. Meuthen sieht sich von Feinden umzingelt, das Ende der nationalen Identität steht unmittelbar bevor. Er beschließt zu handeln.

08:15 – Der Umweltausschuss beschäftigt sich mit dem Klimawandel. Der Alternativen-Vorsitzende erkennt ganz klar, dass dies nur ein PR-Manöver ist, um den Grünen-Vositzenden in die Lügenpresse zu bekommen, da es keinen Klimawandel gibt. Seine Aufforderung, der Deutsche Bundestag solle sofort ein Gesetz zum Verbot der Umvolkung beschließen, wurde natürlich auch nicht beantwortet.

09:02 – Die Anwälte der AfD haben endlich das angeforderte Gutachten geliefert. Nicht nur Habeck, auch alle anderen Grünen können theoretisch zum Bundeskanzler gewählt werden. Dagegen hilft nur noch die letzte Verzweiflungstat, die ein echter deutscher Mann in nationaler Notwehr begehen kann: fliehen. Sofort und ins Ausland.

09:13 – Alle im Reisebüro Fernweh angebotenen Auslandsreisen führen in ausländische Ausländer. Meuthen verlässt angewidert das Geschäft. Es muss sich um einen fremdländisch infiltrierten Agenten handeln, der die nationale Identität zerstören will.

09:38 – Der Deutsch-Ivorische Freundschaftsverein sucht einen Wirtschaftsreferenten. Meuthen ruft den Botschafter an, um seine Arbeitsmöglichkeiten im Ausland zu eruieren. Es handelt sich jedoch nicht um einen Experten für Korruption, Hinterziehung von Steuern und Vermeidung von Sozialabgaben, wie er vermutet hatte, man muss für sein Gehalt arbeiten und das ist voller Schwarzer. Angewidert steckt Meuthen die Anzeige in den Papierkorb.

10:19 – Frontalangriff von Alice Weidel: die richtige AfD-Vorsitzende bezeichnet Meuthen als korrupte Drecksau und Vaterlandsverräter, weil er erst unter einem grünen Kanzler das Land verlassen will und nicht schon unter Merkel, die die Grenzen geöffnet und Millionen von Messermännern und Nichtsnutzen eingeladen hat, deutsche Frauen zu vergewaltigen und abzustechen. Sie habe deshalb schon vor Jahren die BRD GmbH verlassen, weil es unter ihrer Würde sei, in einem Land, dem sie ihren Lebensunterhalt verdankt, auch noch Steuern zu zahlen.

10:20 – Der Plan, in die Schweiz zu emigrieren, wird sofort verworfen. Meuthen will nicht riskieren, dieser widerlichen Pferdedreckfresse über den Weg laufen zu müssen.

10:22 – Das Telefonat mit der Australischen Botschaft ist nicht freundlich, aber kurz. Man ist seit den Engländern längst daran gewöhnt, asoziale Arschlöcher aus Europa einwandern zu lassen. Aber nicht alle.

10:25 – Am Empfang der Kanadischen Botschaft sitzt eine Telefonistin mit arabischem Namen. Dann kann Meuthen ja gleich nach Mekka gehen.

10:54 – Die Fraktionsspitze der Grünen gibt bekannt, dass sich Robert Habeck gemeinsam mit Annalena Baerbock um eine Doppelspitze bewirbt. Das Telefon klingelt. Weidels Nummer wird angezeigt. Meuthen geht nicht dran.

11:17 – Auf dem Taschenatlas sind es nur knapp elf Zentimeter bis Moskau. Jetzt wird Meuthen auch klar, warum diese Volksmassen aus Syrien und den nordafrikanischen Ländern alle nach Deutschland wollen: es liegt genau in der Mitte. Nichts wie raus!

11:54 – Ein kurzer Blick in den Postwurf zeigt Meuthen, dass das deutsche Volk sich offensichtlich nur noch Schawarma, Döner und Falafel liefern lässt. Mit dieser Ernährungsinvasion muss endlich Schluss sein. In der Bundestagskantine bestellt er sich richtige deutsche Hausmannskost: Spaghetti.

11:55 – Das Personal weigert sich nicht, Meuthen eine Portion auszuhändigen. Auf nichts ist mehr Verlass, wenn man in die jüdische Hetzpresse will.

12:28 – Im Gespräch mit anderen Abgeordneten wird Meuthen zugetragen, dass er seine Bezüge verlieren könnte, wenn er freiwillig die deutsche Staatsbürgerschaft ablegt. Er versucht sich zu erinnern, ob die 1938 getroffene Regelung noch gilt und er bei Eintritt in die FPÖ automatisch zum großdeutschen Staatsbürger wird.

13:05 – Strache erinnert sich nach fünfzehn Minuten angeregter und freundschaftlicher Diskussion mit seinem Duzfreund plötzlich nicht mehr, wer Meuthen ist. Er bezeichnet ihn als korruptes Rassistenschwein, und überhaupt sei in Österreich nur Platz für einen Volksführer. Das werde das Land über Kurz und lang schon einsehen.

13:29 – Für den Aufbau in Afghanistan werden viele Fachkräfte gesucht. Meuthen überlegt einen Augenblick. Es müsste einen Weg geben, die Abschiebung vieler ausreisepflichtiger Flüchtlinge in das Land zu unterbinden, damit er bei seiner Ankunft nicht von so vielen Ausländern umgeben ist.

14:12 – Habeck schickt dem AfD-Chef aus Dank über die engagierte Wahlwerbung für die Grünen eine Auswahl feinster Frotteeprodukte. Voller Wut schmeißt Meuthen das Handtuch in die rechte Ecke.

14:24 – Rückruf aus Kanada. Man ist durchaus bereit, den deutschen Politiker aufzunehmen, ihn einzubürgern und zu integrieren. Ein erstes Gespräch könnte schon in dieser Woche stattfinden. Meuthen lehnt ab, er spricht kein Wort Kanadisch.

14:48 – In einem vertraulichen Vier-Augen-Gespräch mit Kramp-Karrenbauer bittet Meuthen der CDU an, einen unionsfreundlichen Wahlkampf zu machen, wenn Merkel noch einmal als Kanzlerin antritt. Die AfD hat dann mit ihr ein gemeinsames Feindbild und ist bereit, nach zwei Jahren die Vertrauensfrage zu stellen, die CDU-Vorsitzende über ein konstruktives Misstrauensvotum ins Amt zu befördern und als Koalitionspartner zur Verfügung zu stehen. Annegret Kramp-Karrenbauer verlässt wortlos das Zimmer. Nicht einmal mit einem fast neuen Kaffeevollautomaten lässt sie sich bestechen.

15:10 – Wieder Kanada am Telefon. Die Einwanderungsbehörde stellt unmissverständlich klar, wer sich nicht integriert, fliegt sofort raus. Mit solchen links-linken Unterdrückungsmethoden, wie man sie noch von der Maoistensau Adolf Hitler in Erinnerung hat, hätte Meuthen nie gerechnet.

15:44 – Die Wirtschaftsgroßmacht Korea wirbt ebenfalls um Einwanderung. Vor allem Fachkräfte zur Bildung einer neuen nationalen Elite sind sehr gefragt. Dafür soll möglichst schnell eine Einreise ins Auge gefasst werden. Der Alternativen-Chef ist nicht abgeneigt.

16:04 – Jetzt geht es plötzlich sehr schnell. Der Weltuntergang hat sich nicht angekündigt, vermutlich werden innerhalb der nächsten Sekunden milliardenfach islamistische Gemüsehändler über das Mittelmeer einfallen und die deutschen Spargelpreise verderben. Robert Habeck hat seine Kandidatur im Staatsfernsehen der BRD GmbH bestätigt. Meuthen durchsucht seinen Schreibtisch. Die Zyankalikapsel ist weg.

16:07 – Die Erklärung der Grünen, eine feministische Verteidigungspolitik anzustreben, wird von Meuthen mit einer Pressemitteilung beantwortet. Die AfD wird im Wahlkampf noch einmal sehr deutlich machen, dass Frauen in der Bundeswehr sehr erwünscht seien, da man es den männlichen Soldaten nicht zumuten kann, im Kampf um die Wirtschaftsrouten Küchenarbeit zu leisten oder Latrinen zu putzen. Dies wird Weidel in aller Schärfe kommunizieren.

17:23 – Die isländische Regierung gibt bekannt, dass sie im Falle eines Einwanderungsversuches Jörg Meuthen auf dem Flughafen internieren und im Schlauchboot auf dem offenen Meer aussetzen wird. Der AfD-Führer kündigt an, die EU sofort aufzulösen, damit Island nicht mehr Mitglied werden kann.

17:50 – Mit verstellter Stimme ruft Meuthen in einem koscheren Restaurant an, bestellt einen Tisch für 18 Personen und ordert Schweinebraten aus dem Gasofen. Der Wirt legt wortlos auf; die Berliner Gastronomen haben die Nummer längst eingespeichert.

17:52 – In einer Pressemitteilung gibt Meuthen bekannt, dass Israel das Einwanderungsgesuch eines seiner treuesten Freunde ohne Angabe von Gründen abgelehnt hat. Der Botschafter weiß davon nichts.

18:06 – Etwas verspätet schaltet Meuthen seinen Online-Kurs Koreanisch ein. „Wir alle urinieren auf Deinen Kuchen“, begrüßt er die Trainerin. „Ich bin ein Stinktier und Du könntest gleich zu bluten angefangen haben.“ Die Betonungen sind noch sehr verbesserungswürdig, außerdem moniert Meuthen, dass alles voller ausländischer Schriftzeichen ist.

18:55 – Jetzt muss es schnell gehen: einerseits wird ihm die Übernahme einer Professur für Wirtschaft am Nationalinstitut für Wissenschaft in Aussicht gestellt, wenn er innerhalb von drei Tagen eine Antrittsvorlesung hält, andererseits ist sein Versuch gescheitert, Habeck wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung anzuzeigen. Meuthen bestellt ein Taxi.

19:06 – In einer improvisierten Pressekonferenz warnt Meuthen eindringlich vor einer Kanzlerschaft der Grünen. Deutschland wird dadurch in Europa sofort isoliert und könne nicht einmal mehr Juden ausweisen.

19:14 – Durch einen Boten wird Meuthen der Umschlag mit dem Flugticket überbracht. Er muss noch heute von Berlin aus starten und überlegt, ob er alles bei sich hat für einen längeren Auslandsaufenthalt. Da sich sein Vermögen ohnehin nicht mehr in Deutschland befindet, sieht er sich als reisefertig an.

19:17 – In den Abendnachrichten wird bekannt gegeben, dass es im Wahlkampf zahlreiche Morddrohungen gegen AfD-Politiker gegeben hat. Fast alle dieser Drohungen sind inzwischen als von anderen Parteimitgliedern inszeniert entlarvt worden, der Staatsschutz ermittelt. Meuthen schreit den Taxifahrer an, endlich schneller zu fahren.

20:08 – Erst jetzt erreicht Meuthen die Antwort der südafrikanischen Regierung. Die gewünschte Rassentrennung wieder einzuführen ist nicht mehr möglich, man werde aber bei seiner Einwanderung eine Ausnahme machen und ihn als unerwünschten Weißen behandeln.

20:19 – Weidel verkündet vor der links-grünen Mainstreampresse, im Falle eines SPD-Wahlsieges werde sie Deutschland sofort verlassen und keine Steuern mehr zahlen. Für Meuthen und den Rest der Bevölkerung ändert sich also erst einmal nichts.

20:46 – Der Pilot der erstaunlich kleinen Maschine erklärt Meuthen, dass sie jetzt alle in die Freiheit fliegen würden, wo kein Feind der Nation mehr vor ihnen sicher sein wird. Meuthen ist sofort freudig überrascht und fragt die Flugbegleiter auf Russisch, ob der Hund Putin die Schuhsohlen frisst, wenn der Vollmond zu Ostern Durchfall bekommt. Sie strafen ihn mit kalter Verachtung.

21:01 – In den Schlagzeilen der Lügenpresse liest Meuthen, dass Höcke ihn mit sofortiger Wirkung aus der Partei ausgeschlossen und die Führung an sich genommen hat. Als Grund für die Zurückweisung nennen andere Politiker Verrat, da Meuthen nun offenbar zur Nazis-raus-Bewegung übergelaufen ist und deren Ziele unterstützt.

21:04 – Die Motoren laufen an. Meuthen stellt fest, dass bei der Kontrolle seines Handgepäcks die zweibändige Ausgabe von Mein Kampf entnommen wurde. Auch die Nagelschere ist weg. Nur die Zyankalikapsel findet sich unerwartet in seinem Reisenecessaire wieder.

21:05 – Auch sein Twitter-Account wurde gesperrt, da Meuthen indirekt dazu aufgerufen hat, nicht die Grünen zu wählen.

21:15 – Die Maschine hebt ab. Kurz nach dem Erreichen der Reiseflughöhe erscheint eine uniformierte Flugbegleiterin, die mit martialischer Stimme die Freude der Demokratischen Volksrepublik Korea über den Neubürger aus dem faschistisch verderbten Westen zum Ausdruck bringt. Der Oberste Führer wünscht keine anderen Führer neben sich. Meuthen sucht aufmerksam in seinem Handgepäck.





So geht Sächsisch

12 05 2019

Überall hat man sie als gefährliche Irre erkannt, die die jüdische Demokratie in der BRD GmbH mit Gewalt abschaffen wollen. Reichsideologen sind vom Bundesinnenminister als Gefahr eingestuft und dürfen keine privaten Schusswaffen besitzen. Ganz Deutschland will mit diesen Soziopathen nichts zu tun haben. Ganz Deutschland? Ein Landkreis am rechten Land der Landkarte leistet unbeugsamsten Widerstand gegen das von den Jaltagangstern dem deutschen Volk aufgezwungene Grundgesetz. In Görlitz dürfen Reichsideologen ganz legal eine Waffenbesitzkarte haben oder, wenn sie nach einer Vorstrafe immer noch keine haben, diese beim Landratsamt beantragen. Aber wen wundert das? So geht Sächsisch, in einem Land, das den richtigen Ministerpräsidenten hat, um diese Bevölkerung anzuziehen. Alle weiteren Anzeichen dafür, dass der Sächxit nicht friedlich über die Bühne gehen wird, wie immer in den Suchmaschinentreffern der vergangenen 14 Tage.

  • koalition schmoalition: Ach, die SPD findet immer einen Grund, ihre Wähler zu verarschen.
  • amazonengarde: Die fleißigen Helfer des Online-Handels.
  • veritabler hexenschuss: Zum Glück hält Alice Schwarzer öfter mal die Klappe.
  • verfall der tischmanieren: Es gibt ja inzwischen Leute, die einen Burger mit Messer und Gabel essen.
  • führerschein einklagen: Nicht schon wieder Höcke.
  • meuthen feige sau: Mut zur Wahrheit.