In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDXLVII)

15 06 2019

Zur Hochzeit trägt György in Sankt Veit
ein weißes, recht üppiges Kleid,
das hinten viel länger.
Der Anzug ist enger,
darum trägt ihn die holde Maid.

Alfredo, der züchtet in Guarne
im Garten sich tropische Farne,
um schließlich zum Spinnen
daraus zu gewinnen
die Fasern für pflanzliche Garne.

Was Csilla tagsüber in Wieb
mit Hilfe des Tippgeräts schrieb,
ward dann mit der Feder
notiert in mit Leder
bezogene Büchlein, wo’s blieb.

Renata, die schrie in Gigante,
weil es schon im Erdgeschoss brannte.
Es nahm dann den Gießer
der Neffe, und ließ er
es regnen herab auf die Tante.

Mit Eszters Hotel in Tubaken
gab’s Ärger. Es hat einen Haken,
der Gäste verprellte –
wie sich herausstellte,
hat Betten sie, doch keine Laken.

Es köchelt sich Max in Kleinguschelmuth
bisweilen ein Süppchen aus Muschelsud.
„Das ist, auch am Abend,
recht schmackhaft und labend,
wonach man ins Bettchen sich kuschel gut.“

Kauft Elemér Möbel in Kiek,
besteht er nicht selten auf Teak.
„Man sieht gut als Leiche
auf Teak aus und Eiche,
weshalb ich mich schon mal drauf schmieg.“

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