In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDLV)

10 08 2019

Es sprach Bauer Zygmunt in Mallschütz:
„Wenn ich heute wieder in Stall sitz,
liegt’s nur an den Knechten,
die oft auf dem rechten
Weg straucheln und ich vor dem Fall schütz.“

Matīss frühstückt oft in Ugāle,
doch kommt ihm nie Milch in die Schale.
Er pflegt, sich von Beeren
und Saft zu ernähren –
er ist halt mehr für das Frugale.

Der Architekt Jerzy aus Nauten
errichtete prächtige Bauten,
doch wohnt im Gemäuer
kein Mensch. Viel zu teuer.
Die Mieter ihm niemals vertrauten.

Mateo in Little Belize,
der kriegt schon im Bad eine Krise.
Rechtwinkliges störend
und also empörend
nervt ihn eine leicht schiefe Fliese.

Es seufzt Gotthold in Ackermühle
ob einer bedrückenden Schwüle.
Statt nachts sich in Kissen
zu wühlen, beflissen
sucht er in der Wanne nach Kühle.

Es aß neulich Ang in Kolhabi
aus Neugier ein wenig Kohlrabi.
Ihn störte das Milde,
so wählt er das Wilde
und würzt jenen Kohl mit Wasabi.

Malt Anton zur Freude in Streitz,
freut ihn manches Bild. „Andrerseits
schau ich auch dahinter,
im eisigen Winter
passt’s auch, wenn ich manches verheiz.“


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