In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDLXVIII)

9 11 2019

Es sammelte Jasna in Bräx
im Walde so manches Gewächs.
Sie roch dran und brach sie.
„Kennst Du es nicht“, sprach sie,
„so gibt es ein Mittel: dann leck’s.“

Chioma sitzt öfters in Onne
im Blümchenkleid und in der Sonne.
Mal liest sie, dann pennt sie,
denn keiner erkennt sie.
So ist es halt bei einer Nonne.

Es ärgert sich Vanja in Rachlitz.
„Wenn ich bis halb drei hier im Krach sitz,
dass vor dem Verlassen
die Rechnungen passen,
sagt man, dass in Kneipen ich nachsitz.“

Man sagt, Bolat sei in Üschtöbe
ein Künstler, der gar köstlich webe
und mit seinen Pfoten
und Knoten um Knoten
nach Weltruhm in Teppichform strebe.

Da Krešimir in Wogatischen
(er lebte von Flohzucht inzwischen)
nach Katzen und Hunden
zu Hasen gefunden,
trennt er sich jetzt von seinen Fischen.

Putzt Jurģis frühmorgens in Skulte
im Schulhaus bei Kerzenschein Pulte,
so macht er die Runde
nicht zur ersten Stunde.
Im Unterricht ist schon die nullte.

Bernarda bestimmte in Plaude
im Abschlussexamen die Staude
im Fach der Botanik.
Zuerst hat sie Panik,
doch dann kriegt sie summa cum laude.