In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDLXXII)

7 12 2019

Man hört Zygmunt oft in Sulimmen
beim Geigen gar furchtbar ergrimmen.
Er meint, seine Schwester
wird für ihr Geläster
das Streichinstrument selbst verstimmen.

Schenkt Elston der Freundin in Marton
fürs Kino voll Hoffnung zwei Karten,
wenn sie nicht erscheine:
sie geht nur alleine.
Er muss dann halt sehr lange warten.

Wählt Marta zum Knecht in Urbanken,
so nimmt sie bevorzugt die schlanken.
Sie sieht bei den Kräften
und ihren Geschäften:
die sind’s, die nicht so oft erkranken.

Gustavo verzweifelt in Schroeder.
Er baut sich ein Haus, doch entweder
liegt’s unter der Erde
ganz, oder es werde
als Turm vollbracht in Form der Feder.

Da Błażej das Holz in Sorbehnen
für Sitzmöbel schneidet, von denen
teils Stühle, teils Hocker,
berechnet er locker
zu wenig. So gibt’s keine Lehnen.

Ach, Shelby nimmt ab in Saint-Marc
und isst Tag für Tag nichts als Quark.
Zwölf Pfund sind es täglich,
doch ist es noch möglich,
dass dies hilft. Der Glaube bleibt stark.

Hat Jan, Schäfer in Thomareinen,
den Eindruck, ein Teil von den kleinen
der Schäfchen sind flüchtig,
so zählt er gleich tüchtig
und sieht’s an der Anzahl von Beinen.


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