In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDLXXXI)

22 02 2020

Pflanzt Bohumil gerne in Rohn
sich Blumen an, wird es meist Mohn.
Es ist recht bekannt, wo
er sich dann entspannt. So
ein Blümchen verspricht reichen Lohn.

Gaspard trägt Geschirr in La Penne
zum Flohmarkt. „Wenn ich mich schon trenn
von Töpfen und Tassen,
kann ich es nicht lassen,
dass ich damit auch dann noch renn.“

Jan schmuggelte jüngst in Potfohre
Antikes. Doch dient die Amphore
nicht nur altertümlich
als Kunst, nein: auch rühmlich
versteckt er darin manche Sore.

Doudou, der in Boutilimit
beim Orgeln nicht mehr so gut sieht,
spielt virtuos Liszt – er
erahnt die Register
mehr, als dass weiß, was er zieht.

Dass Eliška in Rabenseifen
bestand auf ein Paar weißer Reifen,
bringt ob ihrer Launen
die Werkstatt zum Staunen.
Am Ende bekam ihr Rad Streifen.

Es liegt Kwame in Mankoadze
auf einer recht alten Matratze.
Doch wie er sich bettet,
ist, wie er sich rettet:
er richtet sich nach seiner Katze.

Sieht Nepomuk manchmal in Sahr
im Schuheinzelhandel Gefahr,
so klaut er von allen
nur einen. Gefallen
empfindet man stets nur am Paar.


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2 responses

22 02 2020
Xeniana

Hab ich gern gelesen:)

22 02 2020
bee

Merci 🙂

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