In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDLXXXIV)

14 03 2020

Wenn Stanisław in Nieder Schmardt
beim Angeln am Ufer verharrt,
will man ihn oft fragen,
seit wie vielen Tagen.
Er merkt es nur an seinem Bart.

Man hört’s, wenn Solène sich in Cheffes
mal draußen bewegt, am Gekläff.
„Oft geht sie seit Stunden
mit sämtlichen Hunden
durch’s Dörfchen, bevor ich sie treff.“

Wenn Grzegorz im Sommer in Ratzebuhr
im Wägelchen mit seiner Katze fuhr,
ließ sie sich verstecken
gleich unter drei Decken.
So sah man von oben die Glatze nur.

Der Anwalt Simon aus Anetz
schlägt oft und gern nach im Gesetz,
nur hüllt er die Bücher
in zahlreiche Tücher,
bevor ihm ein Tier eins zerfetz.

Die Ehe von Andrzej in Plohnen,
sie leidet so oft an den Bohnen,
die sein Weib ihm kochte.
Auch wenn er sie mochte,
jetzt will sie nicht mehr bei ihm wohnen.

Antoine hockte in La Réorthe
und suchte verzweifelt ein Wort
bei Weißbier und Brezel
für ein Kreuzworträtsel.
Fast hat er’s – da ist es schon fort.

Agnieszka ließ sich in Numeiten
zum Stallbesuch einmal verleiten.
Man kann ihr mit Kutschen
jedoch runterrutschen,
sie wollte viel lieber selbst reiten.


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3 responses

14 03 2020
Lo

Der mit den Bohnen ist mein Favorit! 👍😉

14 03 2020
bee

Ja, das ist eins der Exemplare, bei denen ich während des Schreibens auch über meinen eigenen Gedanken lachen musste 😉

14 03 2020
Lo

zu recht.😉

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