In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDLXXXVI)

28 03 2020

Der Bildhauer Antal aus Kammerwald
klagt: „Wenn ich beim Hauen den Hammer halt,
so sagt mir der Meister,
ich haue wie Kleister –
weil er halt die Fäuste viel strammer ballt.“

Bertrand pflückte in Ardengost,
was auf seinem Hügelchen sprosst.
Das taugt nicht zum essen,
doch kann man es pressen.
Es gibt fast ein halbes Glas Most.

Im Gärtchen von Triska in Kesthell
war’s vor Sonnenuntergang resthell.
Man hört in der Regel
nur noch ein paar Vögel,
die andern, die flattern ins Nest schnell.

Lorenzo, der knüpfte in Rute
die Teppiche meistens aus Jute.
Die Läufer und Brücken
sind sehr zum Entzücken.
Das kommt auch der Umwelt zugute.

Es züchtete Bálint in Krenfeld
sich Katzen, die er wohl für schön hält,
auch wenn diese Rassen
nicht ganz zu ihm passen
und eine sogar schizophren bellt.

Narcisse stapelte in Auriac
die Waren. „Wie ich es auch pack
nach Waage und Listen,
es geht nicht in Kisten.“
Am Ende stopft er’s in den Sack.

György schraubte voll Eifer in Lott
am Mofa. Zwar kriegt er es flott,
doch streikt die Maschine
zur Tour mit der Biene.
Zum Schaden hat er noch den Spott.


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