In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDLXXXVIII)

11 04 2020

Es hängt Hana Wäsche in Kscheutz,
doch achtet sie nicht auf ihr Kreuz.
Kaum will sie sich bücken,
schon schießt in den Rücken
der Schmerz ihr, und wahrlich: sie reut’s.

Gu meditiert in Jindo-gun
und stört sich nicht an einem Huhn,
das, während er nickte,
das Beet ihm leer pickte.
Was sollte er dagegen tun?

Streicht Vratislav Türen in Lexen,
so streicht er mit Nasen und Klecksen.
Er schiebt dies seit gestern
auf seine drei Schwestern,
die ihn in der Werkstatt verhexen.

Wei hält auf dem Hof in Dongshan
ein recht großes Tier, einen Hahn,
der, sagt man, gut schwimme,
obwohl ohne Stimme.
(Es handelt sich um einen Schwan.)

Man hört Soňa in Lauterseifen
beim Waschen entsetzlich laut keifen.
Zwar ist alles reinlich,
doch da ist sie kleinlich:
das Hemd hatte vorher noch Streifen.

Joggt Bjambyn in Baruun-Urt,
geht er in den Wald, um im Spurt
den Tag zu begrüßen.
Meist mit nassen Füßen
verfehlt er dabei eine Furt.

Den Koffer packt Jan in Markt Eisenstein
und legt vieles für seine Reisen rein.
Der Träger, der’s wuchtet,
was erst gar nicht fruchtet,
der denkt sich, das muss wohl aus Eisen sein.


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