In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDXCV)

30 05 2020

Der Ueli gab selten in Kriens
dem Jungen ein Geldstück. So schien’s.
„Das sag ich der Jugend,
nur Arbeit ist Tugend.
Willst Du etwas haben, verdien’s.“

Auch Reto weiß, in Unterschächen
regiert seit jeher das Verbrechen.
Was dieses nun sei? Wer?
Das weiß freilich keiner.
Man darf ja nicht darüber sprechen.

Den Nachlass will Lottie in Mosen
vernichten: elf Schuhe, zehn Hosen,
fünf Kleider, zehn Hüte
und Kram (eine Tüte).
So wird es nun einfach verlosen.

Man wusste, dass Rösli in Beckenried
befürchtet, dass man sie im Becken sieht,
so dass, wenn sie frei hat
am Sonntag, im Freibad
beständig sie mit ihren Decken flieht.

Es pflegt Agostino in Luthern,
das Fleisch für die Würste zu kuttern
samt Fett und der Knochen,
dann alles zu kochen,
und schließlich auch selber zu futtern.

Es konnte sich Jakob in Peiden
nie zwischen zwei Damen entscheiden.
Die ist wohlerzogen
und ihm sehr gewogen –
er kann nur die Schwester gut leiden.

Weil Beat ja in Dagmersellen
das Zmorge genoss gern im Hellen,
hat er mit den Stunden
sich nicht abgefunden
und ließ alle Uhren verstellen.


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