In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDXCVIII)

20 06 2020

Es speist Karel morgens in Schachtelei
zum Frühstück ein einzelnes Wachtelei.
Ist in den Eischachteln
nur Huhn statt von Wachteln,
so achtet er, dass es ein Achtel sei.

Man weiß, Franco hat in Ceriale
ein Laster. „Da ich öfters prahle
mit Autos und Frauen,
muss ich danach schauen,
dass eins wenigstens ich bezahle.“

Es kletterte Milan in Elm
im Kuhstall herum stets mit Helm.
Die Knechte, die ließen
oft Erbsen verschießen.
Er duldet’s, er ist selbst ein Schelm.

Alfredo, der liegt in Varazze
auf einer recht alten Matratze.
„Man kann’s noch nicht sehen,
doch liegt’s an den Flöhen,
dass ich mich schon deshalb oft kratze.“

Es spart Miroslav viel in Saitz.
„Bevor ich die Zeitung verheiz,
liegt sie auf den Tischen,
davor auf den Fischen –
das ist Sparsamkeit, doch kein Geiz.“

Francesco, der nimmt in Carcare
zum Frühstück schon mehrere Klare.
Man sieht’s an der Nase,
die rot vor Ekstase.
Dafür fehlen ihm längst die Haare.

Es kellnerte Lubor in Bober
im feinen Hotel einst als Ober.
So kann man begreifen,
mit Frackhemd und Schleifen
trägt er heut noch Heu durch den Schober.