In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CDXCIX)

27 06 2020

Es lässt Henryk oft sich in Freythen
am Abend zum Ausgang verleiten.
Er führt über Hügel
und Feld fest am Zügel
ein Pferd, denn er kann ja nicht reiten.

Man kennt Rod aus Wurrumiyanga
seit Jahren als den Freizeitsänger
mit recht lauter Stimme –
doch ist erst das Schlimme,
so schlecht er singt, singt er meist länger.

Trug Tekla den Müll in Gillwalde
im Kübel höchstselbst auf die Halde,
so denkt sie des Gatten,
wenn Streit sie meist hatten,
und murmelt dann: „Warte nur, balde…“

Wenn Chisamba einschläft in Choma,
so weckt ihn nichts, denn wie im Koma
spricht er nicht auf Laute
und gar nichts Vertraute
an, höchstens auf Kaffeearoma.

Hat Bodgan dem Sohn in Fünfhuben
mit Freunden erlaubt, dass sie gruben,
so sieht mal sie jäten
in all seinen Beeten.
Dann gibt es ein Lob für die Buben.

Aelita in Corella Creek,
die täglich auf die Waage stieg,
hat’s nicht mit Gewichten.
„Ich kann gut verzichten,
doch weiß ich gern, was ich so wieg.“

Es führt Marta in Groß Notisten
der Leihbücherei halber Listen.
„Sich oft zu verspäten,
das kostet Moneten.
Darum achte ich auf die Fristen.“


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