In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DII)

18 07 2020

Es kann Jaroslav sich in Zwoischen
bei Nacht ganz allein im Haus täuschen.
Der Kater, die Fenster,
vielleicht auch Gespenster –
es wird eins sein von den Geräuschen.

Françoise grollt in Asnières-sur-Nouère.
„Was ich auch den Kindern erklär,
verbessern die Schwestern,
doch die sind von gestern
und wissen’s auch nur ungefähr.“

Liegt František einmal in Seeg
im Sommer allein auf dem Steg,
so kommt bald sein Bruder
und bringt ihm ein Ruder.
Zum Schwimmen sind beide zu träg.

Schläft Asgeir in Å i Lofoten,
ist Zutritt im Haus streng verboten.
Die Vorsicht, die hat er
als alter Bestatter.
Im Schuppen, da liegen die Toten.

Will Pavel im Wald in Wilhorschen
das Leben der Bäume erforschen,
gleicht er einem Kinde,
das fühlt an der Rinde.
Jedoch präferiert er die morschen.

Antoine, der in Asnières-sur-Blour
als Zugschaffner jeden Tag fuhr,
kriegt nach langem Warten
zwei Eisenbahnkarten.
Nun fährt er samt Gattin zur Kur.

Pflückt Vratislav Beeren in Steine,
bevorzugt er ausnahmslos kleine,
die ganz oben sitzen
wohl unter den Spitzen,
und bricht sich beinahe die Beine.


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