In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DXV)

17 10 2020

Es pflegt Zygmunt oft in Cadinen
im Boot in den vielen Kabinen
an Möbeln zu sparen,
doch hängt er seit Jahren
die Bullaugen dicht mit Gardinen.

Yogendran feilt in Penampang
seit langen am richtigen Klang.
Er spielt auf der Flöte
von morgens bis späte
und unterlag längst einem Zwang.

Ach, Władysław in Dargeröse
war schnell seinen Nachbarn recht böse,
die ihn doch empfingen
mit stinkenden Dingen,
mit nächtlichem Lärm und Getöse.

Hat Anak jüngst in Sindumin
ein Gartengerät mal verliehn,
um’s nie mehr zu sehen,
muss man das verstehen.
Er lässt es mit den Nachbarn ziehn.

Gar wild wird Tadeusz in Czarnen,
will man über seinen Zaun harnen.
Es wir schon noch klappen,
die Täter zu schnappen.
Er muss vor dem Hund ja nicht warnen.

Es sitzt Moktar stumm in Ouadane
am Morgen schon früh in der Bahn,
den Arzt aufzusuchen.
Schon hört man ihn fluchen.
Wer sich nun nicht rührt, ist sein Zahn.

Der Staatsanwalt Jan in Barkehmen
pflegt jeden genau zu vernehmen.
Statt mit Paragrafen
sie alle zu strafen,
schreit er nur: „Ihr solltet Euch schämen!“


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