In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DXXVIII)

30 01 2021

Man sagt, Radosław in Bellienen
will gern sein Geld im Schlaf verdienen.
So pflegt er seit Jahren
die E-Lok zu fahren.
Die rollt von alleine auf Schienen.

Recht gerne schoss Steven in Kyle
am Abend mit Bogen und Pfeil,
das Auge zu schärfen,
statt die Frau zu nerven.
Er traf sie nicht. Im Gegenteil.

Am Morgen pflegt Wiktor in Zemmen
das Haar ohne Kamm sich zu kämmen.
Das dauert zwar lange,
doch ist er stets bange,
am Schrank sich die Finger zu klemmen.

Der Laden von Waldo in Moss,
der lief. Was den Mann stets verdross:
je mehr er sich drückte,
so besser es glückte.
Er war nun mal schließlich der Boss.

Kam Kasimir mal in Altzülz
zum Gastwirt, sprach dieser: „Er will’s,
doch muss ich drauf denken,
nie Schnaps auszuschenken.
Darum kriegt er immer ein Pils.“

Zehn Jahre, dann gab Fred in Neeses
der Frau einen Laufpass. „Oh Jesus“,
sprach blass und betroffen
sein Bruder ganz offen,
„er findet kein Weib mehr wie dieses!“

Kommt Ryszard nachts heim in Woszczellen,
so bringt’s ihm nichts, sich zu verstellen.
Auch zu später Stunde
sind dort keine Hunde.
Wozu also sollte er bellen?


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