In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DXXIX)

6 02 2021

Damien, der ernährt sich in Yutz
recht einseitig, fettig und süß.
„Ich will’s ohne Kuchen
auch manchmal versuchen,
dann ess ich Kohlrabi und büß.“

Wäscht Balysch in Balkanabat
sein Haar, liegt es meistens recht platt.
Um sich zu verwöhnen,
pflegt er es zu föhnen,
doch hat der Föhn nur fünfzig Watt.

Éric, sagt man, der macht in Vroil
als Handwerker von Fall zu Fall
recht günstige Preise,
doch keineswegs leise:
man hört ihn mit lautstarkem Schall.

Als Brauer sorgt Thabo in Mhlume
beim Bier für die schäumende Blume.
Er lässt jeden Morgen
sich Hefe besorgen
aus Brötchen mit feuchtwarmer Krume.

Pierres Haarausfall sah man in Xammes
recht deutlich. Er legte den Kamm
zurück in die Lade.
Er nahm nach dem Bade
statt Bürste nur Handtuch und Schwamm.

Adolfo trägt oft in Panzós
ein Sakko, das ist ihm zu groß.
Dazu er sich nähte
ein Beinkleid, das wehte.
Es ist ihm halt Jacke wie Hos.

Madeleine, die beharrte in Lourdes,
dass ihr Sohn recht ausnahmslos spurt.
Sie hat nichts verziehen
beim Kindererziehen
schon Wochen vor seiner Geburt.


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