In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DXXXV)

20 03 2021

Didier keltert fleißig in Stonne
und gießt seinen Wein in die Tonne.
Dort will er den Trauben
viel Ruhe erlauben.
Daraus trinkt er danach mit Wonne.

Den Pudding buk Carol in Brundall
stets mit einer einzigen Mandel,
die sonst nie verwendet,
was dann darin endet:
sie kaufte sie einzeln im Handel.

Jeans Brüder kennt man in Reichshoffen,
die stets zu Haus saßen und soffen.
Sie sind ungelogen
von dort nie verzogen.
Man hat sie sonst nirgends getroffen.

„Wohlan“, sprach Scott, Mime in Tring,
„wenn man mir nur Stichworte bring,
so bin ich gewogen
zu viel Monologen –
die größeren Reden ich schwing.“

Émile ärgert’s in Ueberstrass.
„Dem Nachbarn ich oft überlass
viel Werkzeug und Pflanzen,
doch wenn ich beim Tanzen
zur Nachbarin hinüber fass?“

In Christophers Zimmern in Letton
lag alles noch spät in den Betten.
„Fürs Fest muss ich sorgen
bis weit in den Morgen.
Die schlafen noch fest. Wolln wir wetten?“

Es hatte Paul in Stiring-Wendel
die Standuhr mit Zapfen und Pendel,
die recht ungenau war,
weil’s für seine Frau war:
daran schwang zum Trocknen Lavendel.


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