In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DXXXIX)

17 04 2021

Man weiß, dass Agnieszka in Baadeln
sich Zeit nimmt zum täglichen Radeln.
Geschwindigkeit ist nicht
ihr Ziel und sie frisst nicht
die Meilen. Ihr geht’s um die Wadeln.

Es geigte Johannes in Glaiten
so inspiriert auf allen Saiten,
wobei er nicht merkte,
weil’s sein Ego stärkte:
er wird vielen Schmerzen bereiten.

Will Łukasz am Markt von Maldeuten
vom Obst nur das beste erbeuten,
so nimmt er aus Pflücksicht
auf niemanden Rücksicht,
da alle zu Hause sich freuten.

Es ärgert sich Clara in Mörre.
„Da ich viel Gemüse mir dörre,
wird’s trocken und staubig.
Ich koch’s, und dann glaub ich,
der Sud schmeckt, wenn’s hoch kommt, wie Plörre.“

Wenn Janusz wacht in Nippoglense,
beschließen die skeptischen Gänse,
bei Nacht auszukneifen.
Er scheint zu begreifen:
fängt er sie nicht ein, dann ist Sense.

Man sieht Martin ungern in Latsch.
„Wenn ich im Theater mal klatsch,
geschieht es nur spöttisch.
Man kriegt, darauf wett ich,
geboten bloß Kitsch, Mist und Quatsch!“

Es schwärmt Sławomir in Mintwiese
von allen allein nur für diese,
vom Nachbarn die Schwester
im Damenorchester –
keine, die wie sie Tuba bliese.


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