In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DXLI)

1 05 2021

Man hört Jean-Jacques in Parfondrupt,
wenn er nachmittags Geige übt.
Es wird auch berichtet,
dass die Frau rasch flüchtet,
da sie, was er spielt, zu sehr liebt.

Francisco stolpert in Carral
im Rathaus. So kommt er zu Fall,
was ganz ungeheuer:
man hört durchs Gemäuer
den lange anhaltenden Schall.

Bernard schließt am Motor in Ohlungen
die Batterie an, doch die Polungen
sind ihm nicht geläufig.
So irrt er sich häufig
und braucht recht viele Wiederholungen.

Es trank Beñat in Fermoselle.
„Indem ich fortwährend bestelle,
muss der Wirt einschenken,
und wird niemals denken,
dass ich bei ihm die Zeche prelle.“

Es lässt Églantine sich in Hecken
am Morgen stets um sieben wecken,
doch liegt sie bis zehne
im Bett und macht Pläne,
was sie tun soll nach dem Aufdecken.

Miguel trainiert oft in Ramil
im Garten für das Fußballspiel,
läuft, dass er erstarke –
er tritt auf die Harke
und macht Bekanntschaft mit dem Stiel.

Nie gibt’s bei Éric in Ottrott
zum Nachtisch ein bisschen Kompott.
Die Schwestern, in Züchten,
kochen aus den Früchten
im Garten nur Saft. Ein Komplott!


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