In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DXLIII)

15 05 2021

Geht Jaroslav rasch in Markhausen
zum Spind, wird er stets in den Pausen
ein Tischchen aufklappen
für den kleinsten Happen,
um ganz wie zu Hause zu schmausen.

Robert wohnte in Gbadolite
seit fast fünfzig Jahren zur Miete.
„Er wird“, sprach der Vater,
der einst Bankberater,
„nicht ausziehn, da ich es verbiete.“

Taucht František unter in Morchelstern,
so ruft er: „Was ess ich die Morcheln gern,
wenn man sie mir briete,
wozu ich nur riete!“
Man konnte es noch durch den Schnorchel hörn.

Khalil kaufte neulich in Jau
ein Täschchen im Auftrag der Frau.
Sie hat’s ihm beschrieben,
davon ist geblieben
recht wenig, nur dies: es war blau.

Spricht Jan öffentlich in Neuhäuser,
so wird er von mal zu mal leiser.
Doch scheut er nicht Vorwitz,
er führt ja den Vorsitz
im Heimatverein der Duckmäuser.

Laetitia geriet jüngst in Mvengue
im Abendverkehr ins Gedränge.
Zwar brauchte sie Schlaf, doch
wen sie alles traf noch,
das zog diesen Tag in die Länge.

Geht Jaromír täglich in Munden
ins Wäldchen mit all seinen Hunden,
so sieht man den Jungen,
tatsächlich bezwungen
von Hunden, die diesen umrunden.


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