In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DXLIV)

22 05 2021

Es bietet Jean in Arles-sur-Tech
am Morgen noch manches Gebäck,
das zur dritten Stunde
schon in aller Munde.
Um zehn ist das meiste schon weg.

Didier hört in Causse-de-la-Selle
im Garten ein lautes Gebell.
Das hat seinen Grund, wenn
die Katze den Hunden
erklärt, wo es langgeht – und schnell…

Odile schreibt Romane in Calce.
Man merkt ihnen an, keinesfalls
will sie ihren Lesern
das Leben verbösern,
Hauptsächlich schreibt sie darum Schmalz.

Eustache zieht sich in Labathude
am Abend aus, denn er ist müde.
Doch wird’s nie geschehen,
zum Spiegel zu sehen
vermeidet er, denn er ist prüde.

Lucien füllt sich in Ax-les-Thermes
ein Fläschchen, auf dass es ihn wärm.
Wird es draußen wintern,
liegt es auf dem Hintern,
sonst liegt es ihm auf dem Gedärm.

Henri werkelt in Cabrespine
an Autos. Jüngst fragte man ihn,
warum eins nicht fahre.
So spricht er dann wahre
ja Worte aus: „Hier fehlt Benzin.“

Camille ist’s, der in Bazus-Neste
das Haus ohne Schirm nur verlässt.
So wird ihm beim Gehen
kein Schirm davonwehen.
Dafür ist aber durchnässt.


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