In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DLVIII)

28 08 2021

Der Schorschl, der brauchte in Kogl
ein Bild vom besonderen Vogel.
Ein Preis, der verlangt es,
am Federvieh krankt es.
„Ah was“, sprach er. „Siehste, ich mogel.“

Es kochte Simone in Stainz
ein Gulasch – so schön war noch keins.
„Ich esse“, so sagt sie,
„nun schnell, da man fragt: wie,
erst meins, danach teilen wir deins.“

Den Holzknecht Andreas in Trag,
den plagten bei fast jedem Schlag
zu fällender Bäume
gar schreckliche Träume.
Er fällt nur noch, wenn er das mag.

Josepha beschwert sich in Glein.
„Bestell ich mir ein Hühnerbein,
um Brühe zu kochen,
so sind es nur Knochen.
Ich schlag diesen Koch kurz und klein!“

Der Pepi ist Bäcker in Paig.
Dem Lehrling gibt er einen Teig,
doch statt den zu backen,
lässt er ihn versacken
und hofft, dass man’s ihm noch mal zeig.

Es legt sich Marlene in Tratten
zum Schläfchen recht gern in den Schatten.
Es fehlt ihr nur diese
recht alte Markise,
so deckt das Gestell sie mit Matten.

Elisabeth wollte in Scheiben
ein Bändchen Gedichte sich schreiben.
Es scheitert im Keime:
ihr fehlten die Reime.
Sie wird beim Roman vorerst bleiben.