In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DLXII)

25 09 2021

Wenn Stanislav, Amtmann in Kochet,
die Akten sieht, spricht er wohl: „Pochet
auf Ordnung! ich führe
nur solche Papiere,
die Ihr gemäß Dienstvorschrift lochet!“

Kerai, sagt man , hat in Urdmang
seit Jahren den gewissen Hang,
sich Hosen zu kaufen,
sehr enge, zum Laufen
zu eng. Wohl ein doppelter Zwang.

Kann Vlastimil auch in Kopetzen
die Gäste mit Weinen ergötzen,
so wird seine Küche
durch strenge Gerüche
sie vollends beim Essen vergrätzen.

Es gräbt Nooa in Uteute
ein Loch, dass er’s später mal flute.
Nun hockt er im Garten
am Teich, um zum warten.
Nichts beißt. Immerhin hält die Rute.

Ach, Simona hat sich in Kwon
wohl aufgehalst furchtbare Fron.
Sie legt für ihr Lädchen
auf Dutzende Brötchen
nun Körnchen um Körnchen vom Mohn.

Äbutälip trug in Aral
wenn’s kalt wurde, gerne mal Schal.
Obwohl gar nicht eitel,
bedeckt er den Scheitel.
Er war dort seit Jahren schon kahl.

Verärgert war Jiří in Koschen,
dass Knechte kein Stroh für ihn droschen.
Die lösten die Körner
und gaben sie gern her.
Ihr Eifer war damit erloschen.


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