In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DLXVII)

30 10 2021

Cornelius, der trug stets in Nuth
Krawatte und Anzug und Hut.
Die Feuerwehr dachte,
das Auftreten machte
sich trefflich bei Qualm und bei Glut.

Riccardo, Türsteher in Kiens,
der mochte Touristen, so schien’s.
Wie sie sich auch mühten
und an der Tür wüten
und drückten, er sprach einfach: „Ziehn’s.“

Jan Willem, dem ist meist in Ool
im Küchenbereich nicht recht wohl.
So wird er mit Flüchen
bei allen Gerüchen
nun lüften – es liegt ja am Kohl.

Es will Alessandra in Kaltern
sich niemals erinnern ans Altern.
Sie will sogar meiden
aus Sorge ums Leiden
vergängliche Schönheit von Faltern.

Es knöpft Joost sich in Nieuwenhagen
mit Todesverachtung den Kragen.
Man sieht seine Nöte
an der Gesichtsröte,
doch hat er kaum Luft, um zu klagen.

Als Kaufmann ist Pietro in Laag
vor allem scharf auf den Ertrag.
„Ich habe nun Kunden
vor allem gefunden,
die dumm sind, wie ich es so mag.“

Man kennt Robbert, da er in Steyl
als Schütze mit Bogen und Pfeil
stets zielte auf Scheiben.
Er lässt es nun bleiben,
er traf dabei ein Hinterteil.


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