In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DLXXIV)

18 12 2021

Es feuerte Gerrit in Rhenen
den Ofen an mit allen Spänen,
die fielen beim Sägen.
Er sparte deswegen
auch Kohle, das muss man erwähnen.

Hat Arild in Å i Lofoten
mal Stress mit den drei Fischfangbooten,
dann dichtet er Planken.
So ganz in Gedanken
verflucht er das Meer und die Toten.

Jüngst stahl man bei Wim in Driebergen
viel Gold. So sagt er es den Schergen.
Die Diebe sind flüchtig,
sie suchen nun tüchtig
nach Elfen und Einhorn und Zwergen.

Der Schauspieler Håkon in Bryne
verkörpert viel Rollen, auch kühne
und Alte und Helden.
Er hat nichts zu melden,
er traut sich nicht mehr auf die Bühne.

Bei Waldemar, sagt man, in Houten,
bei dem sie ein Segelboot klauten,
da sah man die Masten von Freunden verlasten,
die sie auf dem Laster verstauten.

Kaum Wasser hat Jonas in Straumen.
Die Zunge klebt ihm schon am Gaumen.
Sonst hat er die Flasche
stets in seiner Tasche.
Nun lutscht er aus Durst schon am Daumen.

Bei Boy ist der Tag in De Bilt
recht sonnig und windstill und mild.
So fern von den Fremden
hält er nichts von Hemden.
Er trägt außer Schuhen nur Kilt.