In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DLXXVII)

22 01 2022

Maurycy begoss in Molditten
im Winter die Stufen. Dort glitten
nun aus auf dem Eise
mehr lautstark als leise
die Leute, die sonst mit ihm stritten.

Im Frühling schmückt Carlo in Eyrs
den Christbaum. „Mir gleich, denn ich feier’s
wie andere Länder
nicht streng nach Kalender
und achte auch nicht des Geseiers.“

Zum Skatspiel braucht Bohdan in Narthen
bekanntlich ein ganzes Blatt Karten.
Da er seins verloren,
kam ihm jüngst zu Ohren,
es wächst, wenn man’s pflanzt, auch im Garten.

Man fand Pfarrer Fulvio in Jaufental
so ganz überraschend beim Taufen kahl.
Dies stört ihn zu Bette,
doch nach einer Wette
passierte ihm dies jüngst beim Saufen mal.

Es ärgert sich Max in Mareese.
„Wie ich’s Telefonbuch auch lese,
es ist nicht recht schlüssig.
Ich bin überdrüssig,
es hat nicht einmal eine These.“

Domenicos Katzen in Gfrill,
sie schreien meist nachts ziemlich schrill.
Eins fürchtet er mehr noch,
das ängstigt ihn sehr doch:
am Tag ist es unheimlich still.

Der Koch Mikołaj spricht in Natelfitz:
„Da ich statt des Löffels den Spatel spitz,
kann ich besser rühren,
denn Löffel zu führen
hilft nicht beim Gelingen von Tafelspitz.“


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