In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DLXXX)

12 02 2022

Mathieus Restaurant in Pouillon
bekam in die Küche den Bon
für zwei Teller Suppe.
Dem Koch war das schnuppe,
denn er serviert nichts als Bouillon.

Sung-dong bekam jüngst in Pohang
zwei Schälchen von recht feinem Klang,
die man ihm vererbte.
Der Hang dazu färbte
auf ihn ab und dauert wohl lang.

Cédric, der als Kellner in Piennes
die Gäste versorgt, sprach: „Ich renn
vom Morgen zum Abend,
die Leute stets labend,
obwohl ich den meisten nichts gönn.“

Ata in Tekatirirake
sieht unter dem Tisch eine Schnake.
Zu sinnvollem Nutzen
will er sofort putzen
mit Essig, Benzin und mit Lake.

Jean-Pierre sammelt Kunst in Outines.
„Es auch so leicht, wie es schien,
denn keiner hat Wissen,
so mag ich’s nicht missen,
dass ich daran recht viel verdien.“

Hye-jeong suchte sich in Ansan
zum Ball einen passenden Mann.
Der konnte mit Tänzen
und Aussehen glänzen,
ansonsten war nichts an ihm dran.

Maurice, der verzehrte in Osches
zum ersten Mal auch einen Frosch.
Schon durch die Gerüche,
die Liebe zur Küche
aus Frankreich dabei schnell erlosch.