Zu doof für Pflege

29 05 2022

Manche haben es vielleicht schon bemerkt, andere sind immer noch der Ansicht, der Markt würde das alles schon regeln: die Logistik ist im Eimer, die Lieferketten finden nur noch in der Theorie statt, die Personalsituation reitet mal wieder eine neue Berufsgruppe in die Grütze. Diesmal Kraftfahrer, die für einen Hungerlohn unsere Einkäufe in den Discounter kutschieren, mit sofortiger Kündigung rechnen müssen, wenn sie sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten wagen, und ansonsten für die zu teuren Lagerhaltungskosten in Lkws Güter auf der Straße spazieren fahren, die im Regal zu viel Kohle fressen. Der Landtag von Niedersachsen hat schon die Lösung parat: Lkw-Führerschein ab 17. Gut, dass der Güterverkehr auf der Schiene damit nicht belästigt wird, dass die technischen Fähigkeiten der Fahrer nicht mehr der dreijährigen Ausbildung des Berufskraftfahrers bedürfen, wir schicken ab jetzt die Trottel, die als Schulversager zu doof für Pflege waren, in den Brummi. Was bei genug Betten und zu wenig Pflegern irgendwie klappt oder nicht, wird bei zu wenig Fahrzeugen auch irgendwie hinhauen. Notfalls geht so eine Ausbildung sicher am PC, wie bei den üblichen Ballerspielen. Hauptsache, wir müssen keine Löhne erhöhen. Eine gut durchdachte Idee bei drohender Jugendarbeitslosigkeit. Alle weiteren Anzeichen, dass wir als Autoland kein Tempolimit brauchen, um den ganzen Laden an die Wand zu fahren, wie immer in den Suchmaschinentreffern der vergangenen 14 Tage.

  • affenpocken kosten: So ähnlich wie Drucker: die Anschaffung ist quasi geschenkt, die Folgen werden teuer.
  • masken fdp: Die meisten Visagen hält man jetzt schon nicht mehr aus.
  • reichsbürger afd: Mit etwas Glück nimmt das Russische Großreich sie auf.
  • tempo fdp: Sollen sie doch in den Ärmel heulen.
  • scholz kommt zurück: Die Frage ist ja: wohin?
  • benzinpreis steuern: Was auch Steuerverschwendung wäre.
  • zensur internet: War mal wieder jemand nicht Ihrer Meinung?
  • porsche verkaufen: Dann können Sie sich wenigstens den Sprit dafür leisten.
  • buschmann rücktritt: Für Hoffnungen ist es jetzt zu spät.