In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (DCVIII)

27 08 2022

Henri, der lag wach in Revelles.
Er wurde beinahe schon hell.
Er kann bei den Schafen
gewöhnlich gut schlafen,
es lag nur am Hundegebell.

Gennadi frisierte in Parkent,
da er von der Kundin das Haar kennt,
wobei er sich richtet,
wenn dieses sich lichtet,
was er von dem Haar, wo es war, kennt.

Bernard, der lag schwitzend in Thennes
im Bett. „Wenn ich jetzt nicht bald penn,
so muss ich mich kühlen,
den Fahrtwind zu fühlen,
weil ich dann ums Haus herum renn.“

Grigoriy, der suchte im Quva
sein Häuschen. Wo er eine Kuh sah,
da ging er rasch weiter.
So fand er dann heiter
sein Haus, wo er auch schon im Nu war.

Thierry briet sich oft in Rebecques
ein Pfännchen Kartoffeln mit Speck.
Hat er dann vergessen,
ob er schon gegessen,
sucht er auf dem Latz einen Fleck.

Rosalija reiste von Xiva
gern überall, wo sie noch nie war.
„Es gibt so viel Ziele,
doch bleiben nicht viele:
es doch nur schön, wo ich Ski fahr.“

Eugène, der ruht nicht gut in Dives.
„Bei offenen Fenstern ich schlief,
so lärmt’s auf der Gasse,
was ich wirklich hasse,
doch sind sie zu, stört mich der Mief.“