Sankt Nimmerlein

20 11 2022

für Robert Gernhardt

Mir träumte jüngst, dass eine Kathedrale
ich erbte, da ein Vetter jäh verschied.
Jetzt habe ich das Ding mit einem Male
am Hals, was ich so liebend gern vermied.

Sie steht nur da und ragt bis in den Himmel.
Es wird georgelt, dass man’s draußen hört.
Am schrecklichsten jedoch ist dies Gebimmel,
vor allem sonntags, was den Schlaf zerstört.

Mir will der Bau einfach zu gar nichts nutzen.
Im Winter ist es kalt, da unbeheizt.
Man muss wohl an die tausend Fenster putzen
und Säulen, da der Raum damit nicht geizt.

Und dann die Pfaffen – ach, man möchte speien!
Mir ist Architektur auch einerlei,
darum werd ich den Kasten schnell entweihen.
Mit etwas Glück ist dann der Traum vorbei.





Glück

17 11 2022

„Richtig die Nase gebrochen, Krankenhaus, OP, das volle Programm. Die Ärzte haben aber gesagt, sie kriegen das wieder hin. Kein Unterschied zu vorher, und er kann schon wieder Fußball spielen. Naja, man kann eben nicht alles haben.

Also verstehen Sie mich nicht falsch, das ist ein netter Kerl, letzten Sommer, als ich Rücken hatte, ist er zum Rasenmähen rübergekommen. Das mit der Nase tut mir irgendwie auch total leid, aber dass er da jetzt auch noch einen Vorteil daraus zieht, das ist mir unverständlich. Gut, es ist jetzt nicht direkt ein Vorteil, dass er keine schiefe Nase hat, ich habe auch keine, und genau darauf kommt es ja an: dass ich im Vergleich zu ihm keinen Vorteil habe, weil er im Vergleich zu mir keinen Nachteil hat, verstehen Sie? Es ist doch schon schwer genug, sich in der Gesellschaft gegenüber anderen eine Nasenlänge… – Okay, das war jetzt daneben.

Mal anders, wenn wir uns jetzt beide um einen Job bewerben würden, was natürlich schwierig ist, weil er ist Filialleiter im Supermarkt und ich bin als Klempner die hart arbeitende Mittelschicht, aber jetzt mal nur theoretisch: wenn wir uns beide um denselben Job bewerben würden, und der hat keine krumme Nase, dann habe ich ja abgesehen von den Vorteilen, die er vielleicht durch seine Ausbildung mitbringt, auch noch einen Nachteil, weil der eben keinen Nachteil hat. In solchen Situationen muss man neben dem großen Ganzen die entscheidenden Details im Auge haben, und auf die kommt es eben an. Wenn wir beide dieselbe Frau kennenlernen, dann guckt die auf seine Nase, und schon ist er wieder im Vorteil, obwohl er doch dafür gar nichts geleistet hat. Im Gegenteil, das war bei ihm pures Glück, und dafür wird er auch noch belohnt. Das können Sie jetzt natürlich alles als sehr subjektiv betrachten, aber man hört es halt überall, dass man für seine eigene Verantwortung verantwortlich ist, oder so, und wo will man da anfangen?

Das hat nämlich etwas zu tun mit Resilienz zu tun, dass man optimistisch in die Zukunft blicken kann, zumindest optimistischer als die anderen, die eventuell eine kaputte Nase haben. Wenn man nicht so viele Ressourcen hat, aus denen man sich mehr Selbstbewusstsein verschaffen kann, dann muss man die kleinen Dinge zusammenzählen, damit es für die richtige Durchsetzungsfähigkeit reicht. Ich habe mir jetzt natürlich Hoffnungen gemacht, dass er mit einer schiefen Nase aus dem Krankenhaus kommt, aber ein bisschen eben schon. Man weiß ja nie, wann man in eine Konkurrenzsituation kommt, und dann steht man plötzlich da und hat keine Argumente mehr, warum man den Job nicht kriegt oder die Frau oder die Kleingartenparzelle, und mit einem Mal ist auch die ganze Resilienz flöten. Das kann einem das ganze Leben versauen, ist Ihnen das eigentlich klar?

Sie müssen mir jetzt nicht mit dem christlichen Menschenbild kommen, das wird einem oft genug vorgeworfen – man kann doch auch ein anständiger Mensch sein, wenn man nicht in die Kirche geht. Ich finde es auch gut, wenn man sich hier in der Nachbarschaft ein bisschen Solidarität erhält, zum Beispiel, wenn man für jemanden den Rasen mäht, der das aus gesundheitlichen Gründen gerade mal nicht kann. Es ist ja nicht dauernd, da müsste man sich dann schon mal Gedanken machen: wenn einer nicht seinen Rasen mähen kann, wozu braucht er dann ein Einfamilienhaus mit Vorgarten? Ist das für die Gesamtgesellschaft tragbar? Gibt es denn nicht genug andere, für die dieses Einfamilienhaus mit Vorgarten viel besser geeignet wäre, weil sie es aus Eigenverantwortung besser bewirtschaften würden? Da setzt dann eben schnell die soziale Kälte ein, wenn man immer nur auf nebensächliche Details schaut, statt das große Ganze im Auge zu behalten.

Sie müssen mir jetzt auch erst recht nicht mit Rassismus oder irgendwelchen anderen Vorurteilen kommen, wir wissen doch beide, wie das läuft. Da macht man einmal eine schlechte Erfahrung mit einer Person mit unnormaler Hautfarbe, oder wie das jetzt korrekt genannt werden soll, und schon gilt man als Nazi, nur weil man öffentlich darüber spricht. Im Gegenteil, das sind ja meistens wir, die Mehrheit, die hier diskriminiert wird, weil immer der Vorwurf mitschwingt, wir würden alle Rassisten sein. Natürlich kriegen wir häufiger einen Job oder eine Wohnung als einer von denen, aber das liegt ja auch daran, dass wir nun mal mehr sind, wenigstens im Augenblick noch. Ich habe mir das nämlich nicht ausgesucht, das mit der Hautfarbe, also gibt es auch keinen Grund, mich dafür zu diskriminieren. Und wenn ich die Wohnung kriege und der nicht, dann liegt das vielleicht daran, dass ich mehr Glück gehabt habe, aber dafür kann man mich doch nicht verantwortlich machen, oder?

Andersherum ist das nämlich ganz genau so. Als Millionär können Sie häufig auch nichts für Ihren Reichtum, weil Sie das Geld geerbt haben. Man macht die Menschen dafür verantwortlich, dass sie einmal im Leben Glück gehabt haben, und dann müssen die sich ein Leben lang diese Neiddebatten anhören. Das zerstört doch erst recht den sozialen Zusammenhalt, und dann wundern sich wieder alle, dass diese Gesellschaft so gespalten ist. Wir müssen viel mehr aufeinander zugehen, Verständnis für die anderen Menschen entwickeln, sonst werden wir mit unseren Problemen nie fertig.

Aber ich will mich nicht beschweren, im Großen und Ganzen bin ich doch mit meiner persönlichen Lebenssituation recht zufrieden hier in diesem Umfeld. Stellen Sie sich mal vor, hier würden Arbeitslose wohnen.“





Kampfmittel

16 11 2022

„… die Bundesregierung nicht mehr unterstützen könne, da sie in der Sache falsche Entscheidungen treffe. Merz werde weiter darauf dringen, dass der Kanzler die Bundeswehr mit E-Panzern und…“

„… dass kein Rüstungskonzern sich in der Lage sehe, schwerste Kampffahrzeuge mit elektrischen Motoren zu bauen. Der Vorstoß der Union sei mit Abstand die dämlichste Äußerung seit dem…“

„… die Regierung Wehrkraftzersetzung betreibe und die Verteidigungsfähigkeit der hart arbeitenden Mitte vor ausländischen Heeren bewusst schädige. Die CDU werde daher bis auf Weiteres alle im Bundesrat vorgelegten Gesetze ohne Möglichkeit auf eine inhaltliche Vermittlung entschieden…“

„… auch in der Truppe nur Befremden ausgelöst habe. Abgesehen von der Reichweite seien die von Merz projektierten Panzer für einen Einsatz im Verteidigungsfall technisch gar nicht in der Lage, die notwendigen mechanischen Belastungen zu…“

„… die Finanzierung des Rüstungsprojekts mit einem Sondervermögen fordere. Für den CDU-Finanzexperten Spahn komme ein zeitlich nicht befristeter Tank-Rabatt, den der Wirtschaftsminister an die Waffenhersteller zahle, die sich die nötige…“

„… sich seit Jahrzehnten zeige, dass Benzin als Treibstoff für Kampfpanzer keine optimale Lösung darstelle. Czaja betrachte daher die Weigerung der Hersteller, neue Waffensysteme zu entwickeln, als politisch motivierte Unterwerfung unter die von China ausgehende Doktrin einer sozialistischen…“

„… der Bundesregierung Lügen vorgeworfen habe, für die er eine Bitte um Entschuldigung in aller Form erwarte. Söder bekräftige nochmals, er wisse aus absolut sicherer Quelle, dass 800 Staaten ihre Armeen mit E-Panzern ausgestattet hätten. Eine Produktion solcher Kampfmittel wäre in Bayern ohne Verzögerung möglich gewesen, wenn sich die Regierung nicht durch den vorsätzlichen Boykott eines Stromtrassenbaus für die…“

„… sich Merz bei diesem Projekt von Experten beraten lasse, die die Waffen der modernen Armeen in Hinblick auf Mobilität und Antrieb beurteilen könnten. So habe die Union als Sachverständigen für die kommenden Eroberungsfeldzüge der Truppe den Wehrmachtsspezialisten Gauland gebeten, ein Gutachten zur Verfügbarkeit von…“

„… die Batterieentwicklung nur deshalb nicht in Brandenburg habe angesiedelt werden können, weil mit Laschet der falsche Parteichef gewählt worden sei. Linnemann habe die jetzige personelle Lösung gegen jede Kritik verteidigt, die seiner Meinung nach nur von Erwerbslosen stammen könne, die nicht in der Rüstungsindustrie zur Verteidigung der deutschen Territorien ihren Beitrag im…“

„… aus Einzelteilen gefertigt werden könnten. CDU-Technikexperte Spahn sehe große Chancen, dass bereits in Serie gegangene SUV-Komponenten durch einfache Kombination mit Waffenteilen und Modifikationen im Antrieb für perfekte Modelle im Kampfbetrieb sorgen könnten, die beispielsweise durch private Testkäufe aus Aserbaidschan, die er selbst in der Fraktion organisieren werde, in der…“

„… große Versäumnisse aufweise und deutlich zeige, dass es den Grünen einmal mehr nicht um den Umweltschutz, sondern um Verbote gehe. Für Merz sei die Ladesäuleninfrastruktur in potenziellen Aufmarschgebieten der Bundeswehr noch nicht ausreichend entwickelt, so dass militärische Stärke nur durch konventionelle Systeme und mit den…“

„… dass es jetzt an der Zeit sei, die Einfuhr von Erzen in die EU zu forcieren. Linnemann beklage, dass Scholz und Habeck aus einer langjährigen Geschichte von Kolonialismus und Ausbeutung offensichtlich nichts gelernt hätten. Es sei für die Bundesregierung dringend geboten, Aluminium für leichtere Kampfpanzer aus den…“

„… der Streckbetrieb einiger weniger Reaktoren bis April 2023 bei Weitem nicht mehr ausreiche. Die CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag habe sich für einen Neubau von bis zu 150 Kraftwerken ausgesprochen, um die notwendigen Mengen an speicherbarem Atomstrom für den Bündnisfall in naher Zukunft bereitzustellen, da man nicht mit einer Entspannung in der chinesisch dominierten Fotovoltaikbranche rechne, die in den Großen Koalitionen auch dank der verantwortungslosen SPD-Beteiligung bis auf eine minimale…“

„… die linksgrüne Regierung schwere Schuld auf sich lade, wenn sie nicht den Ansturm ostischer Feindrassen in die deutschen Sozialsysteme mit dem Einsatz der Bundeswehr im Innern begegnen wolle. Wenn nicht sofort der Bau von E-Panzern in der Bundesrepublik beschlossen werde, führe für Merz nur noch der Gang nach Karlsruhe sowie zum International Gerichtshof für…“

„… führe die SPD die Bundesrepublik ohne E-Panzer sowohl militärisch als auch technologisch in den Abgrund. Für den Sozialexperten Spahn sei nur die umgehende Erhöhung der Forschungsmittel zur Entwicklung eines E-Panzers vernünftig, die sich auch leicht durch die eine Streichung sämtlicher Sozialleistungen gegenfinanzieren lasse, wodurch als sekundärer Gewinn die Einwanderungsgründe für unerwünschte Afrikaner, Arbeitssuchende und andere nicht überdurchschnittliche reiche Personen erheblich verringert und in der Folge auch…“

„… eine Blockadehaltung nicht dem Anspruch der Union auf eine verantwortungsvolle Opposition gerecht werde. Für Merz, der damit untermauern wolle, dass Deutschland nur unter seiner Führung eine auf Vernunft, Realismus und Sicherheit für alle Bürger beruhende Demokratie sein könne, stelle sich so drängend wie nie die Frage, ob das Land in der aktuellen Lage der Unregierbarkeit nicht ein…“





RAF-Gier

15 11 2022

„Sie könnten sich vom Arzt eine posttraumatische Belastungsstörung attestieren lassen, das wird noch ein paar Wochen danach nachweisbar sein. Ja, das unterliegt der freien Beweiswürdigung. Wenn der Richter der Ansicht ist, Sie hätten sich vor ein paar Jugendlichen am Straßenrand so erschreckt, dass Sie tagelang Gewaltfantasien gehabt hätten, dann ist das sicher ein Notfall.

Wir machen das hier inzwischen zu dritt, weil der Beratungsbedarf in letzter Zeit so gestiegen ist. Früher habe ich ja für Versicherungsunternehmen gearbeitet und Kunden betreut, die einen Betrug anmelden wollten – doch, das musste man machen, sonst wäre es ja aufgekippt. Dass man sein Auto mit Absicht gegen einen Poller fährt, weil man den Kotflügel zerkratzt hat, das ist ja ganz normal, aber ich hatte die professionellen Fälle. Das waren die besseren Kunden, bei denen wurde angeblich in Häuser eingebrochen, die sie gar nicht besaßen, und dann wurden da Kunstwerke und Schmuck geklaut, die es gar nicht gab. Heute lässt man sich Steuern zurückzahlen, die man gar nicht entrichtet hat, aber das nur am Rande. Wie gesagt, wir haben neue Einsatzgebiete, und jetzt sind wir bei Schadenersatz angekommen, wenn man von Klimaaktivisten im Straßenverkehr behindert wird. Da kann unheimlich viel passieren, wenn man nicht aufpasst.

Taxiunternehmen machen wir auch. Hatten Sie denn einen Fahrgast? Das ist nicht gut, weil Sie da die Rechnung ja schon kassiert haben und jetzt gar keine Verdienstausfälle hatten. Wenn Sie nämlich wegen einer Blockade im Stau standen und gerade keinen Fahrgast hatten, dann könnten wir etwas für Sie tun. Möglicherweise hätten Sie eine Tour über die Autobahn aufnehmen können oder ins Ausland, das Gegenteil lässt sich ja immer schwer beweisen. Hat Ihr Fahrgast eventuell Anstalten gemacht, die Fahrt vorzeitig abzubrechen? Ich fürchte, dass ich Ihnen da nicht helfen kann. Für wahrheitsgemäße Auskünfte sind wir nicht zuständig.

Das muss man verstehen, die Leute sind alle wie wild hinter Entschädigungen her. In der Opferrolle sind sie sowieso, weil sich jetzt alle einschränken müssen, und wenn man dann eine neue Erzählung von Klimaterroristen erfinden kann, dann sind alle sofort betroffen. Die reinste RAF-Gier, es würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn die Springer-Zeitungen demnächst noch mehr solche Märchen in die Schlagzeilen bringen würden. Die Kombination aus Hass und Selbstmitleid zieht immer, vor allem verkauft sich das prima.

Ringstraße Ecke Eichendorffweg war das? Mittwoch? Also vormittags haben wir da gar nichts auf dem Plan, wann genau waren Sie denn da? Ach so, Sie hätten theoretisch Ringstraße fahren können, wenn Sie nicht Urlaub gehabt hätten. Dann wäre es möglich gewesen, rein theoretisch natürlich, dass Sie im Berufsverkehr gestanden hätten. Ich würde sagen, Berufsverkehr ist da sowieso, aber wenn es eine Sitzblockade gegeben hätte, dann wäre die Wahrscheinlichkeit für einen Stau noch größer als sonst gewesen, deshalb können wir es nicht ganz ausschließen, dass Sie sich verspätet hätten. Ja, das rechtfertigt selbstverständlich eine Klage, Sie sind ja beruflich auf Ihr Auto angewiesen, deshalb wird das von uns auch präventiv unterstützt.

Mein Großvater hatte damals einen Acker, der direkt am Fliegerhorst lag. Da kam alle paar Tage ein Starfighter runter, und dann haben wir die Reste für die Versicherung fotografiert. Mein Onkel hat dann einen Teil in Weideland angelegt, da waren nach den Herbstmanövern regelmäßig Flurschäden zu beklagen. Lief sehr gut, man durfte den Schaden nur nicht aus Versehen vor dem Manöver melden. Und seitdem hat sich Versicherungsbetrug eher zum Volkssport entwickelt, aber die richtigen Profis sind natürlich wir. Uns macht da keiner etwas vor.

Deshalb beraten wir auch zu Risikoinvestments, falls Sie das nötige Kleingeld haben. Früher hat man Oberklassewagen gekauft und sie am 1. Mai in linken Stadtvierteln an den Straßenrand gestellt, in der Hoffnung, dass sie angezündet wurden. Also die Autos, nicht die Stadtviertel. Falls die Karre optisch noch einigermaßen in Schuss war, gab es ordentlich Kohle, aber heute lohnt sich das nicht mehr – diese jungen Leute stecken nichts mehr in Brand, weil das hohe CO2-Emissionen verursacht, da müssen Sie schon mehr aufwenden. Wir haben gute Kontakte zu internationalen Museen, wenn Sie einen Picasso auf den Gehweg stellen, dann haben Sie den ersten Tomatensuppenanschlag nach dreißig Minuten. Garantiert.

Wir hoffen ja, dass das gesellschaftliche Klima insgesamt noch ein bisschen auffrischt, weil es bis jetzt schon in die richtige Richtung geht. Sobald es für Falschparker lebensgefährlich wird, weil dann die Klimaaktivisten einem sofort mit der Axt die Scheiben einschlagen, sind wir zur Stelle. Dashcam, mobile Überwachungsteams, das ganze Programm. Wenn Ihnen einer die Limousine zu Klump haut, wird die Polizei wohl auch ein Auge zudrücken und Ihnen das Ticket wegen der Ordnungswidrigkeit ersparen. Wir machen dann auch das komplette Handling mit der Versicherung, Ersatzwagen, alles aus einer Hand. Mehr Service kriegen Sie nie aus einer Hand. Und die Zeit arbeitet für uns, wer hätte vor zwei, drei Jahren gedacht, dass man so einfach den Klimawandel refinanzieren könnte?

Einfamilienhaus? Sie müssen schon ein wenig genauer werden, das sagt mir nichts. Tiefgarage? Mit Tischlerei und allen Maschinen? Abgesoffen? Ach so, Ahrtal. Bevor Sie mich weiter volljammern, mein Mitleid hält sich in Grenzen. Lieber Herr, das nennt sich Lebensrisiko. Schon mal gehört?“





Missbrauch der strafrechtlichen Mittel

14 11 2022

„… sich als rechtlich klarer Fall erwiesen habe. Karlsruhe sei zu dem Urteil gekommen, dass die fossile Brennstoffindustrie, die Energieerzeuger sowie weite Teile der Automobilbauer und ihrer Lobbyisten als terroristische Vereinigung eingestuft werden müssten, die geeignet sei, den Fortbestand der Bundesrepublik Deutschland in der…“

„… nicht hinnehmbar sei. Buschmann habe ein vollkommen anderes Rechtsverständnis und werde dies als Bundesjustizminister auch mit mehreren handwerklich sehr gut gemachten Gesetzen gegen die Klimaaktivisten, die kein Verständnis für die Sorgen und Nöte der börsennotierten…“

„… seine Strafanzeige gegen die Bundesverfassungsrichter als erfolglosen Versuch erkannt habe. Einerseits sei der von Dobrindt genannte Straftatbestand des Volksverrats nicht in der Strafrechtslehre bekannt, andererseits stelle sein Aufruf an die Bayerische Landesregierung, sämtliche Bundesgesetze ab sofort nicht mehr zu befolgen, einen tatsächlichen Verstoß gegen die…“

„… werte das Gericht die Vernichtung des kulturellen Erbes eines Volkes zur Durchsetzung einer menschenverachtenden Ideologie als Akt des Terrorismus. Der Abriss des Immerather Doms St. Lambertus sei nicht weniger als die Sprengung der Buddha-Statuen von Bamiyan ein Verbrechen, das geeignet sei, Furcht und Schrecken innerhalb und außerhalb der Landesgrenzen des…“

„… insofern umsetzbar sei, dass sich präventive Haft beim Verdacht der Planung und Durchführung schwerer staatsgefährdender Straftaten ansetzen lasse. Die Ankündigung Söders, auch weiterhin Repressalien gegen Jugendliche zu erwirken, die im Widerspruch zur Parteilinie der Christsozialen stünden, sei daher als strafrechtlich eindeutige…“

„… gebe es in der Justizgeschichte nach 1945 Belege für den Missbrauch der strafrechtlichen Mittel gegen Andersdenkende. Da die Union auf Bundesebene nicht an der Regierung beteiligt seien, dürfe man zur Brauchtumspflege erwarten, dass diese als kriminelle Vereinigungen im Sinne des…“

„… sich nicht relativieren lasse. So dürfe man Subventionierung klimaschädlicher Technologien bei gleichzeitiger Verhinderung von nachhaltiger Energieerzeugung nicht gegen Sonntagsfahrverbot für ausländische Lastkraftwagen aufwiegen, wie auch die besonders schwere Brandstiftung in einer Flüchtlingsunterkunft nicht dadurch aufgewogen werde, wenn man deutschstämmigen Senioren ihre Einkaufstaschen bis ins dritte Stockwerk ihrer…“

„… öfter zu Gewalt gegen Demonstrierende aufgerufen habe, zuletzt mit der Mutmaßung, es werde nicht mehr lange dauern, bis Autofahrer die Teilnehmer einer Sitzblockade überrollen würden. Das zeitnahe Verbot von BILD und Welt als kriminelle Vereinigungen sei insbesondere durch ihre ständige Unterstützung von Verbrechen gegen die…“

„… die Störung des Individualverkehrs eine größere Gefahr darstelle als eine Politik, die Gewalt gegen Minderheiten legitimiere. Werde eine Anstiftung zu schweren Straftaten nicht eindeutig bewiesen, habe die Justiz laut Buschmann keine Handhabe, sich gegen eine staatlich organisierte…“

„… sich in die Diskussion eingeschaltet habe. Wer Gesetze breche, so der Bundeskanzler, müsse im Rechtsstaat Deutschland selbstverständlich mit einer tat- und schuldangemessenen Bestrafung rechen, um den Rechtsfrieden wiederherzustellen. Unklar sei in diesem Zusammenhang geblieben, ob Scholz dies lediglich für andere Bürger als selbstverständlich ansehe oder ob er auch für seine bisherigen Handlungen in der…“

„… lehne Buschmann ganz entschieden ab, da er selbst gesetzgeberische Befugnisse habe. Eine Regierung, die selbst Gesetze erlasse, könne diese nicht gleichzeitig brechen, woraus sich für ihn ein logischer Widerspruch in der…“

„… auch betont habe, dass die Beförderung des Klimawandels durch eine verfehlte Politik nicht nur gefährlich für den Fortbestand der Bundesrepublik Deutschland sei, sondern auch in erheblichem Maße einen Eingriff in die territoriale Integrität anderer Staaten, die durch eine Auslöschung ihrer…“

„… in weiteren Gesichtspunkten verwirklicht werde. Die Organe des Springer-Konzerns würden sich durch Anwerbung neuer Sympathisanten für ihre Organisation strafbar machen, was trotz sinkender Verkäufe und einer stagnierenden Zahl von Abonnements in eine eindeutige…“

„… im Gegenteil die Pflicht habe, auch die Überlebensfähigkeit anderer Völker in ihren Staatsgebieten zu sichern oder zumindest diese nicht durch Unterlassen zu gefährden. Es sei daher in weiteren Verfahren etwa vor dem Internationalen Strafgerichtshof zu klären, ob bei der derzeitigen Klimapolitik ein Akt der kriegerischen Aggression gegen Nationen vorliege, die in der Folge dieser…“

„… sich der Unionsexperte für internationales Seehandels-, Arzthaftungs- und Strafrecht mit dem Urteil befasst habe. Spahn sehe die Klimaaktivisten als Terroristen, da diese ihre Taten ohne Hinsicht auf konkrete Opfer planen würden. Die Unterstützer der Wirtschaft, hätten durch selbstlose Tätigkeit jedoch immer das gesamte Volk unter besonderer Berücksichtigung einiger Boykotthetzer im…“

„… dass zunächst eine signifikante Anzahl an Strafverschärfungen vorgenommen werden müsse. Buschmann könne zwar noch nicht abschätzen, wer in welcher Weise von den Folgen betroffen sein werde, es könne aber für die öffentliche Meinung durch eine Steigerung der Gesetzesverstöße zu einer eindeutigen…“





Gernulf Olzheimer kommentiert (DCXL): Überwachungskapitalismus

11 11 2022
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Früh am Morgen steht der Arbeitnehmer auf und widmet sich der Körperpflege. Sollte der Proband noch nicht Qualität und Quantität seines Schlafs in die elektronische Handfessel eingespeist haben, so bleibt ihm wenigstens dieses kleine Geheimnis. Der Verbrauch an Zahnpasta allerdings, die Intensität seiner Dentalhygiene und das anschließend in die Waage getretene Nettogewicht gibt er freiwillig preis, um diverse Kosmetika günstig und schnell in den Haushalt geliefert zu bekommen. Ein kleiner, nervender Jingle erinnert ihn beim ersten Kontakt mit dem Smartphone daran, dass er schon seit zwei Wochen keine neuen Klamotten geshoppt hat, was für seine Alterskohorte gar nicht statthaft ist – auch deshalb nicht, weil er sonst der regelmäßigen Angebote seines Onlinehändlers verlustig ginge, in der Öffentlichkeit negativ auffiele oder sogar den notwendigen Sozialkredit verlöre, der ihm Zutritt zu angesagten Clubs verschafft. Er ist glücklich, er merkt es nur nicht. Aber vielleicht ist es auch nur diese eigenwillige Definition von Glück, die den Überwachungskapitalismus so kratzig macht.

Der Hominide ist nicht nur das Produkt, das sich unbeirrt selbst verkauft, er lässt sich bereitwillig kapitalisieren und entmündigen, denn die Datenspur determiniert sein Dasein. Wie immer steht am Anfang seiner Tragödie die Unfähigkeit, alleine in einem Zimmer glücklich und genügsam zu leben, da er seine Lieblingsmusik, alle 239.481 Stücke in zufälliger Reihenfolge, unbedingt überall und zu jeder Tages- und Nachtzeit hören will, auch auf den Plastebömmeln, die ihm einst als Fernsprecher ans Ohr genietet wurden von einer Marketingabteilung auf schlechtem Koks. Wir kommunizieren, wo wir Dinge sehen und nicht sehen, wie selbstverständlich im Trachten, nicht nicht kommunizieren zu können und es auch gar nicht zu wollen. In der gehässigen Antwort, die geheimdienstliche Durchleuchtung sei auch nicht schlimmer als ständiger Verhaltenscheck durch die marktbeherrschenden Konsumschleudern, zeigt sich ein profundes Wissen kapitalistischer Politik, die Überwachen und Strafen von allen Seiten gleichermaßen nutzt, wo die von WLAN, Smart Home, Auto und Gesichtserkennung unsubtil gesammelten Einbrüche in die Privatsphäre in eine gemeinsame Verarbeitung durch die Maschine münden, die uns noch im hintersten Winkel der zivilisierten Welt mit Sonderangeboten und Klatsch zumüllt, damit die Trennlinien zwischen Ich und Markt sanft verschwimmen. Einmal mehr ist Freiheit das, was wir Grützbirnen aushalten müssen – kein Wunder, wir haben uns selbst eingebrockt, was wir als ubiquitäre Verfügbarkeit der Produkte feiern, auch wenn wir nichts mehr verstehen.

Das systematische Abschöpfen aller Daten aus dem Inneren unserer Verbrauchssteuerung liefert Paybackpunkte aus dem Immunsystem, dass auch Schopenhauer stolz wäre, wie wir den freien Willen der Markregulierung übertragen, die uns als Großer Bruder die Sorgen des Daseins abnimmt. Was ist eigentlich an einer übermächtigen Wirtschaft noch Nichtregierungsorganisation? Mit der Frage werden die Objekte einer neoliberalen Ordnung allein in der Wüste aufgestellt, wo sie nicht mehr finden, das an eine Gesellschaft erinnert, und hier lohnt sich dann auch Egoshopping, will moralisches Handeln längst in die Frage nach Besitz verschwiemelt ist.

Aber die Zivilgesellschaft schlägt zurück. Weiß der Algorithmus eventuell früher als wir selbst, ob eins schwanger ist, einen Tumor mit sich durch die Gegend schleift oder eine Sucht – alles, was die Finanzberatung interessiert, auf dem Jobmarkt oder für die Sozialversicherungen relevant wird – kann bereits die biestige Weigerung, irgendeiner Firma das Jagen und Sammeln zu erleichtern, Sand im Getriebe sein. Die Asymmetrie der Konzerne beruht auf ihrer Intransparenz, die erst in die Knie geht, wenn Gerichte sich damit befassen und Ansprüche auf Auskunft, Löschung und Betriebsgeheimnisse einklagbar machen. Auf den Putsch von oben lässt sich nur mit Ungehorsam antworten, nicht zuletzt in einer Ära, die potenziell gewaltsame Konflikte um Sicherheit und Ressourcen heraufbeschwören wird, obwohl das Wachstumsgeseier der Ökonomen auch mit brutalem Entsolidarisierungszwang nicht mehr durchzusetzen ist. Wir wollten die Digitalisierung, also haben wir sie auch bekommen, mitsamt der beidseitigen Öffnung aller Schleusen für Schmutz und Dämlichkeit. Wenn wir den Faschismus wieder als denkbare Alternative ansehen, wird er sich beim nächsten Aufschlag sicher nicht als Faschismus zu erkennen geben; es ist gut möglich, dass er zehn Prozent Rabatt auf die private Krankenversicherung verspricht, wenn wir allen verbliebenen Freunden unsere Lieblingsdroge empfehlen.

Und doch, wir sind gesegnet mit der Ignoranz, die einmal mehr nicht von Bonzen ausgeht, sondern von der heilsamen Beklopptheit der Deppen, die uns in Parlamenten ein Paradies aus Schmierkäse zu schnitzen versprechen, je um je, und es dann doch nicht auf die Reihe kriegen. Die Erlösung ist das Funkloch, ist der bescheuerte Algorithmus, der uns alles zum Kauf vorschlägt, was wir soeben erworben haben. Wenn das künstliche Intelligenz sein soll, was ist dann künstliche Dummheit?





Schonvermögen

10 11 2022

„… eine befristete, aber deutliche Anhebung des Spitzensteuersatzes empfohlen hätten, um die für ein sinnvolles Entlastungspaket notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Wirtschaftsweisen seien der Ansicht, dass die Steuerpläne aus dem Bundesministerium der Finanzen nicht zu einer…“

„… als linksextremistische Hasspropaganda bezeichnet habe, deren Urheber die Zerstörung der deutschen Rasse betreiben würden. Der ebenfalls in der Springer-Presse verbreitete Vorwurf, es handle sich um eine konzertierte Aktion des internationalen Finanzjudentums, sei auch in der AfD und den…“

„… aus technischen Gründen nicht umsetzbar sei. Um beispielsweise einen Energie-Soli von den Besserverdienenden zu erheben, müsse Lindner eine gerichtsfeste Definition dieser Bezeichnung sowie eine Höchstgrenze für die gesamten…“

„… eine klare Absage erteilen müsse. Söder sei irritiert über Detailfragen im Jahresgutachten des Gremiums, beispielsweise über den Weiterbetrieb des Kraftwerks Isar 2 über den 15. April hinaus. Der CSU-Chef habe moniert, dass dies schon wegen eines Mangels an spaltbarem Material für neue Brennstäbe gar nicht möglich sei, abgesehen von den jahrelangen Vorlaufzeiten zur Produktion, Anpassung und Inbetriebnahme kerntechnischer Elemente. Wer bereits bei energiewirtschaftlichen Fragestellungen so umfassende Wissenslücken offenbare, der dürfe sich nicht anmaßen, die für den Fortbestand Deutschlands wichtigen…“

„… vermutlich erst im folgenden Jahr für die Berechnung der Einkommensteuer heranziehen könne. Lindner habe nur die Möglichkeit, jeden Tag bis zu zehn Steuerzahler anzuschreiben, da es in der Bürokratie der Oberfinanzdirektionen noch keine gemeinsamen…“

„… die Bundesregierung sich nicht von diesem Anschlag auf die Zivilgesellschaft erpressen lassen dürfe. Merz fordere vom Bundeskanzler eine rasche und umfassende Ablehnung, da sonst bald auch der Mittelstand nicht mehr in Lage sei, das notwendige Wirtschaftswachstum durch eine inflationsbedingte Steigerung der Steuerleistungen in der…“

„… auch bei anderen FDP-Politikern scharfe Kritik hervorgerufen habe. Kubicki beklage eine in der Gesellschaft vorherrschende Zwangssolidarität, die letztlich nur zur Spaltung führe. Dabei stehe es beispielsweise auch Grundsicherungsempfängern oder Armutsrentnern frei, für die Beheizung ihrer Schwimmbecken einen Antrag beim Jobcenter zu stellen und einen Teil der Regelsätze für andere…“

„… die Förderung bisher nicht gezielt genug gewesen sei. Wissing lehne insbesondere die Kritik am Tankrabatt als ungerechtfertigt ab, nur weil ein großer Teil der Einkommensschwachen keine Autos besitze. Man könne jedoch schon dann, wenn man sich ein Auto leihe oder ein Taxi bezahle, mit der wachsenden Armut in den wohlhabenden Schichten konfrontiert werden und brauche dazu einen sehr ausgewogenen Plan, der die Spaltung der…“

„… die falschen Anreize setze. Merz sehe sich in seiner Ablehnung der Regierungspläne für die Einführung des Bürgergeldes einmal mehr bestärkt, da angesichts einer katastrophalen Abschöpfung der Leistungsgewinne innerhalb kurzer Zeit ein hohes Einkommen sich nicht mehr lohnen werde. Es sei nicht mit dem christlichen Menschenbild der Union zu vereinbaren, wenn sich diese Haltung des…“

„… ein Grundsatzpapier der FDP ankündige. Wenn man die bisherige Benachteiligung ärmerer Menschen als Fehler der Regierung ansehe und sie nun durch eine Benachteiligung der reicheren Bevölkerungsteile ausgleichen wolle, sei dies nicht zielführend. Lindner betone, dass dies umgekehrt bisher immer zur Zufriedenheit der Wirtschaft und des Finanzwesens funktioniert habe, so dass es keinen Grund für eine überstürzte…“

„… dass auch die oberen Einkommensgruppen einen Teil ihrer Einkünfte für notwendige Güter wie Champagner, Austern oder Sportboote ausgeben müssten, um die daran hängenden Arbeitsplätze zu erhalten. CDU-Armutsexperte Spahn fürchte, dass die immer weiter verarmenden Millionäre bald aus Deutschland abwandern würden, da sie die Last der unaufhaltsam steigenden Belastungen für die…“

„… weil auch proportional weniger arme Bürger geschröpft würden. Czaja habe nach seinem Modell errechnet, dass Mindestlohnbeschäftigte dann eine zehnmal so hohe Abgabenlast zu entrichten hätten, damit im Gegenzug Ausländer, Arbeitsunwillige und Klimaterroristen mit einem Freibetrag von…“

„… unsozial und unlogisch sei. Wenn Scholz und Habeck eine Umverteilung nach oben als nicht zielführend ablehnten, dürfe es nach Ansicht der AfD auch keine Umverteilung von oben nach…“

„… werde die Oberschicht geradezu bestraft für ihre Leistungsbereitschaft. Merz befürchte, dass die nominelle Belastung mit einem Klima-Soli auch die Unternehmensgewinne angreife, so dass die Firmen innerhalb von 50 Jahren völlig ohne eine Rücklagen für etwaige…“

„… werde Buschmann die Steuergesetzgebung durch eine Reihe handwerklich sehr gut gemachter Verordnungen stärken. Dies ermögliche es, den Spitzensteuersatz durch Abschreibungen so zu modifizieren, dass nur die belastet würden, die noch Steuern zahlen würden, was dann jedoch juristisch als Eigenverschulden in der jeweiligen…“

„… die Bundesregierung alle leistungsbereiten Arbeitnehmer in die Armut treiben werde. Merz werde derartige Veränderungen im Steuerrecht nicht mittragen, wenn für den gehobenen Mittelstand nicht ein Schonvermögen von einer Million Euro pro Person und Lebensjahr vor der…“





Die Relativität der Zeit

9 11 2022

„So sieht man sich wieder.“ Nun hatte ich schon mehrmals im Funkhaus zu tun gehabt, auch schon mit Siebels, aber noch nie war es ein Ortstermin gewesen. Ein Irrtum? Der TV-Produzent ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Er zeigte mir den Brief, der uns beim Pförtner Einlass gewähren sollte: der Programmdirektor selbst hatte uns beordert. Das konnte ja heiter werden.

Zwei Minuten standen wir in der opulent mit Grünpflanzen und billigem Marmor ausstaffierten Halle, bevor der gläserne Aufzug endlich kam. Ich schaute verstohlen nach der Uhr, aber er beruhigte mich. „Wir sind eh eine Stunde zu spät, weil wir neunzig Minuten auf dringende Termine warten müssen, denn irgendetwas ist immer noch viel dringender als eine Besprechung mit Beratern, die nach Stunden abrechnen.“ Wir glitten sachte empor, es klingelte leise, hier war der zwanzigste Stock. Die Türen surrten und öffneten sich, die Dame am Empfang begrüßte uns. „Herr Knobelsdorff ist noch nicht im Hause.“ Siebels seufzte. Immerhin hatte er noch einen Rest von dem billigen Automatenkaffee, den es in der Kantine gab. Wir würden wohl den halben Vormittag mit dem Ausblick auf die Stadt verbringen müssen, bevor wir in der anderen Hälfte den Klagen eines Intendanten lauschen dürften.

Die Mappe auf der Sitzbank sah tatsächlich so aus, als hätte man sie zufällig hier hingelegt. Ich war einen Blick hinein. „Genau das hatte ich schon erwartet“, erklärte Siebels. „Es geht mal wieder um Selbsterfahrungsversuche von Journalisten, die ihre anekdotische Evidenz zur Erkenntnis aufblasen.“ Ich verstand nicht gleich. „Denken Sie jetzt nicht an Enthüllungsstories, die in der Autofabrik spielen, um Rassismus in der Belegschaft, Lohndrückerei oder katastrophalen Arbeitsschutz anzuprangern.“ Langsam begriff ich. „Es geht um das Experiment, sich täglich eine Flasche Schnaps reinzugießen, um sich wie ein Alkoholiker zu fühlen.“ Er nickte. „Mit dem Unterschied, dass sich Ihre Leber nach einer Woche erholt, während der Stoffwechsel eines Suchtkranken nach zehn Jahren mit einer Flasche schon noch mehr genug hat.“ Das Exposé bot dann auch alles auf, was auf anderen Sendern bereits mit wechselndem Erfolg gezeigt worden war: drei Tage wach, eine Woche ohne Internet, zehn Schichten als Industriereiniger im Fleischzerlegebetrieb. Siebels klappte angewidert den Deckel zu.

Ich suchte in den Manteltaschen, fand aber kein Pfefferminzbonbon. Gelangweilte Menschen liefen so langsam wie möglich die Flure entlang, als hätte der Tag noch endlos Zeit. Nicht einmal die Uhr an der Wand tickte hörbar. Vielleicht wurde hier das Rohmaterial für ein neues Testbild aufgezeichnet, das den molekularen Zustand in Nahtodnähe zeigen sollte. Die Empfangsdame telefonierte, offenbar jedoch nicht mit dem Intendanten.

Mit einer nachlässigen Bewegung schlenzte Siebels den Becher in einen Papierkorb. „Ich habe ja damals noch die Anfänge des dokumentarischen Fernsehfilms miterlebt“, knurrte er. „Allerdings hat die Redaktion vor allem auf den dokumentarischen Aspekt bestanden, mit dem Ergebnis, dass wir eine Folge über drei Tage in der Mordkommission nicht zeigen durften.“ „Ging es um Täterwissen oder um Datenschutz?“ Er schüttelte den Kopf. „Die beiden Kommissare haben nur am Schreibtisch gesessen und Akten gelesen.“ Die Zusammenstellung der Themen ließ allerdings ganz anderes erwarten. „Und genau das ist so dumm, dass ich diesen Zirkus schon nicht mehr mitmachen will, obwohl es leicht verdientes Geld ohne anspruchsvolle Arbeit wäre.“

Ich klappte die Liste wieder auf. „Wie oft haben bisher körperlich und geistig einigermaßen fitte Redakteure in einer Fabrik geputzt?“ Siebels grinste schief. „Keine Ahnung, die meisten hier machen mir nicht diesen Eindruck.“ Was jedoch blieb, war der Eindruck, dass es nicht auf die Fabrik ankam. „Ob Sie in einem Bahnhof die Toiletten putzen oder im Schlachthof die Reste von getöteten Tieren mit der Schaufel beseitigen, ist letztlich vollkommen egal, solange die Botschaft, dass miserabel bezahlte Schwerstarbeit einem nicht das Fernsehvergnügen verderben soll, mit dem Mist ausgestrahlt wird.“ „Und der sozialkritische Effekt?“ Er sah mich an wie einen Idioten. Sicher nicht ohne Grund.

Keine Ahnung, warum ich auf die Armbanduhr blickte, schließlich hing die große Uhr direkt über uns. „Zeit“, sagte Siebels. „Denken Sie immer an die Relativität der Zeit.“ „Was hat denn Einstein mit diesem Fernsehmüll zu tun?“ Er runzelte kurz die Stirn. „Wenn Sie ganze zwei Wochen ohne Internet verbringen, werden Sie es überleben, da sie wissen, es geht vorbei.“ Das leuchtete mir ein. „Wenn sich ein Politiker zwei Wochen lang von Regelsätzen der Grundsicherung ernährt, wird er es auch lustig finden und nicht einmal merken, dass er sich von den Kollegen auf einen Kaffee einladen lässt, ohne den Betrag als geldwerten Vorteil abzuziehen – von den Einschränkungen bei Wohnraum, Energie und Mobilität einmal abgesehen.“ Ich begriff. „Dafür fahren Menschen in den Urlaub, um einmal in den ärmsten Ländern der Welt unter unhygienischen Begleitumständen den Sonnenuntergang zu sehen, und sie nennen denselben Dreck malerisch, der im Fleischzerlegebetrieb bei ihnen Brechreiz auslöste.“

Unvermittelt stand Siebels auf. „Wir haben hier nichts mehr verloren, solange sich das Programm nicht ändert.“ „Meinen Sie nicht, man kann solche Formate sinnvoll nutzen?“ Er überlegte nicht lange. „Wir haben eine Kollegin in den Heimwerkermarkt geschickt, als Verkäuferin.“ „Was ist passiert?“ „Sie wurde nie wieder gesehen.“ Und da kam auch schon der Aufzug.





Umerziehung

8 11 2022

„… härtere Strafe fordere, da der Bestand von Staat und Demokratie auf eine nie zuvor da gewesene Form menschenverachtenden Terrors gefährdet sei. Die Klimaproteste seine für Merz eine…“

„… sich die Richter keine Vorschriften machen lassen würden. Die Unabhängigkeit der Justiz sei ein in der Bundesrepublik Deutschland wichtiges Rechtsgut, das durch Empörung einiger Politiker nicht ausgehebelt oder in seiner Bedeutung…“

„… fortan genehmigt werden müssten. Czaja wolle durch ein bereits im Vorfeld ausgesprochenes Verbot von Verkehrsblockaden den Rechtsfrieden auf den Autobahnen und Bundesstraßen im Sinne einer friedlichen und wirtschaftsfreundlichen…“

„… da es Dobrindt nicht als möglich ansehe, dass Klimaproteste im Rahmen geltender Gesetze ablaufen könnten. Jede Kundgebung sei seiner Ansicht nach bereits eine weitere Anstachelung zu weiteren Demonstrationen, bei denen sich dann eine Gesetzesübertretung feststellen lasse, so dass hier die Schwelle zur fahrlässigen Anstiftung immer…“

„… lasse der CDU-Vorsitzende mit sich reden, wenn die Bundesregierung ihrerseits einen raschen Vorschlag zur Gefahrenabwehr unterbreite. Für die Union sei eine ohne Anklage und Urteil verhängte zehnjährige Haftstrafe denkbar, die bei guter Führung um einige Monate verkürzt und mit einer gründlichen Umerziehung in der…“

„… dadurch schwere Schäden an der deutschen Volkswirtschaft zu befürchten seien. Linnemann sehe die reale Gefahr, dass eines Tages hunderte Kilometer Stau entstehen würden, die zu einem logistischen Kollaps einschließlich eines Blackout, zum Tod von vielen Millionen Fachkräften und damit auch zum Rückgang einer börsennotierten Unternehmen an den internationalen…“

„… dass die Schlagzeile HITLER HÄTTE DIESE DRECKSCHWEINE VERGAST keine Aufforderung zu Straftaten darstelle. BILD-Chefredakteur Boie habe großen Wert darauf gelegt, dass die Mitarbeiter seines Blattes ausdrücklich Menschenrechtsverletzungen während der Zeit des Nationalsozialismus weder gutgeheißen noch zur Nachahmung empfohlen hätten. Außerdem halte er es für unwahrscheinlich, dass sich Bürger heute ohne technische Kenntnisse ein komplettes Konzentrationslager einschließlich der dazu erforderlichen Apparaturen zur…“

„… weise die CSU anekdotische Erkenntnisse von Berufsfeuerwehren zurück, die Routinefahrten durch ihre Einsatzgebiete unternommen hätten und wegen vorsätzlich falsch geparkter Autos nicht zu einem Einsatzort gekommen seien. Söder lehne sämtlichen Populismus in dieser Angelegenheit ab, für ihn seien es außerdem Kraftfahrzeuge, die nicht in der Absicht abgestellt worden seien, Schäden an einer bestimmten Person zu…“

„… verteidigt habe. Merz sehe in den Protesten eine Gefährdung aller Bundesbürger, so dass er von einer schweren staatsgefährdenden Straftat ausgehe. Diese müsse als Massenmord, wenigstens aber als fahrlässigen Volksverrat in Tateinheit mit…“

„… sich CDU-Menschenrechtsexperte Spahn mit der Frage befassen werde, ob die Todesstrafe in diesem Sonderfall verfassungskonform angewandt werden dürfe. Für eine Wiedereinführung fehle die Bundestagsmehrheit, es sei seiner Ansicht nach aber in absehbarer Zeit durch eine Koalition mit der AfD eine viel einfachere…“

„… vom Verfassungsschutz beobachten lassen wolle. Für Linnemann sei der provokative Verzicht auf Gewalt viel verwerflicher als Gewehrsalven, so dass nur eine sofortige Zerschlagung und ein Verbot durch das Bundesinnenministerium die…“

„… nach dem gesunden Rechtsempfinden der deutschen Autofahrer bestraft werden müsse. Merz fordere daher, dass Straftaten, auch solche, die mit den Straftatbeständen des Strafgesetzbuches noch nicht erfasst seien, mit Hilfe einer Rechtsanalogie angeklagt werden sollten. Nur so könne man noch verhindern, dass die drohende Anarchie durch eine linksfaschistische Todesschwadron, die bald den gesamten Staat und seine Organe durch ihren…“

„… auf dem Rücken der Polizei abgeladen werde, die nicht die Berechtigung habe, potenzielle Straftäter anlasslos zusammenzuschlagen oder ohne Hinweis auf einen geplanten Terroranschlag in Gewahrsam zu nehmen. Wendt fordere präventive Erschießungen von Personen, die den Eindruck erwecken würden, einen Eindruck zu erwecken, der eine präventive Erschießung rechtfertige. So könne mittelfristig die Straftatendichte gesenkt und das Vertrauen der Bürger in die Rechtssicherheit im…“

„… für eine Zusammenarbeit gewinnen könne. Wagenknecht werde gemeinsam mit Merz und Meuthen Hilfestellung bei der Gründung einer klimaradikalen Partei geben, so dass ein Verbot in Karlsruhe sich analog zur NPD auf eine…“

„… nicht habe bestätigen können. Der CDU-Experte für Verfassungsrecht Spahn plädiere für V-Leute in den wichtigsten Klimaprotestbewegungen, um mit Straftaten wie Bombenanschlägen, Mord und Ladendiebstahl die öffentliche Meinung über die linken Chaoten nachhaltig zu…“

„… absichtlich eine Rentnerin überfahren habe, die auf dem Fußgängerüberweg gestolpert und auf die Knie gefallen sei. Dobrindt habe jedoch zum Tatzeitpunkt eine Blutalkoholkonzentration gehabt, die ihm als strafmindernd, zumindest als mildernder Umstand während des reflexhaften mehrmaligen Vor- und Zurücksetzens mit seinem…“





Mustererkennung

7 11 2022

„Das sind die Nerven. Sagt der Arzt, und der muss das ja wissen. Jedenfalls haben die mich jetzt im Krankenhaus endlich mal genau untersucht, das Bett war auch schnell frei, hat nur anderthalb Jahre gedauert, und dann haben sie festgestellt, dass es die Nerven sind.

Ich kriege nämlich einfach nichts mehr mit. Das ist auch nicht mit normaler Altersvergesslichkeit zu erklären, bei mir kommt nämlich gar nicht erst etwas an. Manchmal dreht man so das Radio auf für die Nachrichten, da kommt dann die Meldung, dass ein Rechtsextremist anlässlich einer Kundgebung für demokratiefeindliche Gruppierungen leider von der Polizei festgenommen werden musste, nachdem er die Beamten mit einer Schusswaffe bedroht hat. Und dann dreht man und dreht man, es gibt ja viele Sender, überall Nachrichten, und irgendwo muss ja die Nachricht kommen, dass die Polizei sich einmal rechtfertigt, weil sie bei einer angemeldeten Demo von Demokraten den bereits verbotenen Protest von Nazis gedeckt und dabei ein paar Journalisten krankenhausreif geschlagen hat, weil das wohl nicht anders ging, organisatorisch oder so. Man möchte das wenigstens verstehen können, wenn man schon nicht dabei war. Aber dann drehe ich und drehe, da ist irgendein Rauschen, aber ich höre nichts.

Der eine Doktor meint, das sei Reizüberflutung. Man hört zu viel, irgendwann ist irgendwas voll, und dann schaltet sich das Gehirn ab. Das würde ja zumindest erklären, was manche Politiker so von sich geben, auch wenn ich bei einigen eher den Verdacht habe, dass sich da vorher gar nichts hatte anschalten können, aber egal – es scheint irgendwie ein Problem zu sein, dass man gar nicht mehr weiß, was man schon doppelt und dreifach gehört hat und was gar nicht. Zum Beispiel diese Nachricht, dass nach dem Attentat auf die Synagoge in Halle ein Hakenkreuz vor dem Tatort von Polizisten entfernt wurde, um nicht wegen einer Straftat ermitteln zu müssen, und in Hanau wurden die Notrufe wegen eines Terroranschlags nicht durchgestellt und zur Sicherheit auch nicht aufgezeichnet, und in den späteren Untersuchungen haben sich die Beamten attestiert, wenn sie tatsächlich ausgerückt wären, hätten sie sich möglicherweise nur selbst gefährdet, aber keine weiteren Morde verhindert. Das ist ganz schön viel Reiz, darauf muss man erst mal reagieren und sich nicht überfluten lassen, aber dann höre ich und höre, und dass da jemand sich mal kritisch über rechtsextremistische Chats in Polizeikreisen äußert, das muss dann an mir vorbeigegangen sein.

Sowieso, dieser Umgang mit Menschen, denen man auf den ersten Blick ansieht, dass das Fremde sind. Ich zum Beispiel hatte hier jahrelang einen Nachbarn, der kam aus Schweden. Hatte er mir nie gesagt, deshalb kriegte ich das erst beim Auszug mit. Die Therapeutin hat gesagt, ich sollte doch mal so ein Training machen, Mustererkennung, das soll Stresssituationen vermeiden helfen. Wenn man eine bestimmte Kombination von Faktoren erkennt, dann droht Stress, und den soll man ausschalten, statt gleich wieder in einen Konflikt zu gehen. Aber irgendwie hat sich das nicht herumgesprochen, ich höre immer und höre, und dann höre ich immer mal wieder: Racial Profiling. Da sind dann so komische Kombinationen plötzlich ganz gefährlich, zum Beispiel hat jemand eine bestimmte Hautfarbe, der sieht total unverdächtig aus, und das macht den natürlich erst recht verdächtig, weil man ja in jeder Polizeistatistik nachlesen kann, dass Menschen mit einer bestimmten Hautfarbe viel öfter kontrolliert werden. Und dann höre ich, aber es kommt nicht, dass die Vorschriften, die es dazu gibt, von den Gerichtsurteilen mal ganz abgesehen, dass die von der Polizei auch ernst genommen werden. Das sind garantiert die Nerven.

Weil man bei solchen Sachen immer mit diesen kognitiven Dissonanzen zu tun hat, das sagt die Psychiaterin. Man nimmt das eine wahr, und dann muss man das Gegenteil davon auch verarbeiten. Das bildet dann ganz merkwürdige Strukturen, und dann weiß man gar nicht mehr, was man glauben soll oder ob man überhaupt noch etwas glaubt. Wenn man Polizisten fragt, warum sie bei Einsätzen nicht durch eine Rückennummer gekennzeichnet sind, dann erfährt man, dass der kleinste Verstoß gegen den Datenschutz quasi ein Todesurteil für Beamte darstellt – wenn einer mitkriegt, dass da ‚B23/1020/EG1‘ auf dem Rücken steht, kann man die Uhr danach stellen, bis irgendwelche Terroristen den Namen und die Wohnanschrift rauskriegen, und dann droht uns mindestens ein Staatsstreich. Aber diese Interferenzen, das ist ganz schlimm – dass da teilweise auf der Wache ganze Datensätze aus dem Polizeicomputer gezogen werden, wo sich nicht mal nachweisen lässt, welcher Polizist sich da nicht abgemeldet hat, damit Unbekannte die Anschrift von Helene Fischer rausfinden können, das finde ich schon bedenklich. Gerade aus medizinischer Sicht. Vielleicht haben ja Polizisten, die das als Lüge abtun, obwohl sich das leicht beweisen lässt, auch ein hirnorganisches Problem. Man weiß nicht mehr, was man noch glauben soll. Und wenn ich da mal den Fernseher anmache, ich gucke und gucke, aber nichts. Keiner erklärt einem noch etwas.

Dass Polizisten sich inzwischen juristische Fachkenntnisse anmaßen: geschenkt. Damit kann man sogar Gewerkschaftsprimat werden in dem Laden, oder wie das heißt, und muss noch nicht mal Polizist sein. Diese Bundesinnenmarionette fordert härtere Strafen, falls kein Tatverdacht vorliegt. Aber ich kann das verstehen, meine Nerven liegen auch schon blank. Da braucht man Schutzmechanismen, sagt der Arzt. Und der muss das ja wissen.“