Freistaat mit Herz

29 08 2018

„Ausgeschlossen. Das kann man so nicht schreiben. ‚Rechtextremistische Kräfte‘, ich weiß ja nicht. Da werden sicher auch ein paar Nazis drunter gewesen sein, klar, aber die meisten von denen waren eher harmlos. Also von den Nazis.

Wir dürfen uns jetzt nicht auseinanderdividieren lassen, da ist es ganz gleich, ob wir aus Sachsen kommen oder aus der Deutschen Demokratischen, jedenfalls ist das noch unser Deutschland, auch wenn nur noch wir die Demokratie hier verteidigen können, mit dem Herzen in der, naja, auf der Sohle halt. Deutschland gehört uns, und das lassen wir uns von keinem nehmen, aber das ist auch unser Konsens. Wenn Sie anderer Meinung sind, wir haben da Mittel und Wege.

Das würde ich jetzt nicht so einfach abtun, wir haben eine Situation. Es wurde in Chemnitz ein Bürger ermordet, die Staatsanwaltschaft sagt zwar, es seien keine Mordmerkmale, aber wir als Presse wissen das natürlich besser, so ein Staatsanwalt kann juristische Konstruktionen am Volkswillen vorbei durchsetzen, aber wir sind von einer Auflage abhängig, und da wollen wir mal sehen, wer das gesunde Volksempfinden besser repräsentiert. Wir sind auch nicht perfekt, aber wir tun immerhin nicht so, als seien diese Gesetze nur für uns gemacht. Wir müssen doch mal zur Kenntnis nehmen, das war auch ein Migrant, ein erklärter Antifaschist – dass dieser Schmarotzer, der wohl zehn bis mindestens hundert Deutschen den Ausbildungsplatz geklaut hat, Todesdrohungen von sozial benachteiligten und eher erlebnisbetont einzustufenden Jungsachsen erhält, das muss einen unter der herrschenden Linksideologie doch nun wirklich nicht wundern. Umso erstaunlicher ist es doch, dass sich national gesinnte Landsleute dazu entschieden haben, diesen unbescholtenen Mann als Vorbild zu betrachten. Nein, nicht so. Für einen Suizid für Volk und Vaterland ist diese Generation ja meist nicht mehr mutig genug. Traurig, wirklich traurig.

Es wurde in nicht verbandsmäßig organisierten Presseorganen, also Facebook und so, da wurde die Nachricht von einem zweiten Toten verbreitet und wegen der offiziellen Mitteilungen der Polizei als nicht korrekt bezeichnet. Es soll sich auch nicht um einen Ausländer gehandelt haben, und da frage ich: wenn es nachweislich keine zweiten Toten gegeben hat, wie kann dann so schnell ausgeschlossen werden, dass es sich um einen Ausländer handelt oder eben nicht? Wenn jetzt die Polizei, die wir bisher immer als einen Teil der Lösung betrachten konnten, sich schon so eklatant auf Fakten verlässt, die nur sie selbst kennen kann, was bedeutet das denn dann für die Glaubwürdigkeit im Volk?

Polarisierung, Polarisierung – habe ich eine rechte und eine nicht rechte Hand? Dann kann man das auch genauso schreiben. Das waren rechte Demonstranten und Linke. Man darf doch nicht die Tatsachen verfälschen, weil man Sprachregelungen einhalten will. Soll ich da den Linksextremen noch so ein Gendersternchen hinschreiben, damit sich feministische Terroristen auch angesprochen fühlen und mir nicht das Auto in Brand setzen? Ich sage, wenn man für etwas auf die Straße geht, dann muss man auch mit den Konsequenzen rechnen. Das war schon immer so, und genauso funktionieren halt die Grundrechte. Wenn das jetzt schon Polarisierung bedeutet, dass man nur noch Angriffe auf die Werte des christlichen Abendlandes von einer Seite so nennen darf, dann läuft hier aber einiges falsch.

Und wir dürfen als überregionale Medien auch die sächsischen Interessen nicht vernachlässigen. Die Wirtschaft zum Beispiel, die ist ja auch nicht ohne Grund sehr interessiert daran, ihr Land als eine weltoffene und moderne, also wie soll man sagen, also ein Freistaat mit Herz, wie Bayern, nur mit einer demokratisch gewählten Regierung. Bis jetzt zumindest.

Unser Landesvater hat schon dazu aufgerufen, sich genau anzuschauen, wer die Urheber dieser rassistischen Krawalle sind. So viel Selbstkritik hätte man ihm gar nicht zugetraut. Das muss man auch mal stehen lassen, wenn der Mann sagt, für Extremismus sei in Sachsen kein Platz. Dass eine Landesregierung, und wir sprechen hier ja nicht von der offiziellen Agenda, sondern eher von den Faktoren, warum diese Partei so tief im Herzen der Wähler verankert ist, sich so entschieden für einen massenkompatiblen Rechtsradikalismus ohne ein menschliches Antlitz ausspricht, das muss man auch mal zu würdigen wissen.

Vor allem müssen wir als Presse hier eine klare Haltung einnehmen, dass wir für einen Rechtsstaat sind. Das ist möglicherweise mit Einschränkungen der Pressefreiheit verbunden, aber für eine freie und demokratische Gesellschaft muss man eben auch mal Opfer bringen. Dass durch überregionale Berichterstattung unser Standort für Extremisten attraktiver und interessanter geworden sei, das kann man uns doch nicht ankreiden – wir haben ja keine Werbung für Sachsen gemacht, sondern für die spezifischen Eigenheiten, die dies Land ausmachen, und wir lassen jetzt nicht zu, dass das Bild unseres Landes durch Chaoten beschädigt wird. Eine ganz klare, aber trotzdem gesprächsbereite Haltung, durchaus kämpferisch, aber kompromissbereit, wo es die politische Vernunft erfordert, und immer an den Werten unserer Heimat orientiert. Das zeichnet uns als gute Demokraten aus. Also sollten wir jetzt einen Weg finden, in einer sehr schwierigen Situation Recht und Ordnung durchzusetzen. Immer schon mal schön, dass wir da eine gemeinsame Vorstellung haben. Oder ist einer von Ihnen da etwas nicht unserer Meinung?“

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In Bausch und Boden

14 08 2018

„Drei Minuten!“ Schwatzke fuchtelte erregt mit den Händen vor seinem Gesicht herum. „Haben Sie eine Vorstellung davon, was das bedeutet?“ Der Mann war offensichtlich in seinem Element. Und ich war einfach nur zu früh gekommen.

„Unsere Redaktion sorgt für die richtige Wirkung“, erklärte Schwatzke. „Sie meinen, Sie bauschen alles auf.“ Er schüttelte den Kopf. „Nein, das sehen Sie falsch. Ich würde eher sagen, wir machen die Nachrichtenlage interessanter für eine Zielgruppe, die uns als Endverbraucher besonders am Herzen liegt.“ „Also die, die nicht nachdenken, sondern nach Lautstärke sortieren?“ Befriedigt lehnte er sich in seinen Drehsessel zurück. „Das ist vollkommen übertrieben, mein Lieber. Vollkommen übertrieben. Also absolut richtig.“

Schwatzke kramte eine Liste aus dem Stapel auf seinem Schreibtisch. „Da haben wir’s ja. Sehen Sie mal, 34 Prozent Diebstahl von Rumänen – das lässt sich doch brillant verwerten.“ Er zeichnete mit der offenen Hand bereits die Schlagzeile in die Luft. „Was halten Sie davon? ‚Klauen uns die Zigeuner bald die Ferienhäuser?‘“ „Gar nichts.“ Meine Antwort irritierte ihn. „Worauf beziehen Sie das jetzt?“ „Sie hatten mich gefragt, was ich davon halte, ich habe Ihnen wahrheitsgemäß geantwortet.“ Er sah mich angestrengt an; wahrscheinlich wusste er längst nicht mehr, was Wahrheit ist. „Zunächst mal geht es in dieser Statistik um Kriminalität in Rumänien.“ Schwatzke nickte. „Schlimm. Die Quote der Straftaten liegt konstant bei 100 Prozent, das ist doch nicht hinnehmbar.“ „Es handelt sich um Diebstähle, die alle Personen, möglicherweise nur Rumänen, an anderen begehen, die sich in Rumänien aufhalten.“ „Interessante Formulierung“, grübelte er. „Sie wollen damit andeuten, es könnte sich um Ausländerkriminalität handeln, weil andere Leute dazu gezielt nach Rumänien einreisen, um kriminelle Handlungen auszuführen? Interessant!“ Ich überhörte es. „Sie lesen hier eine Statistik, die sich ausschließlich um Rumänien dreht. Von den Straftaten, die in diesem Land begangen werden, sind etwa ein Drittel…“ „34 Prozent“, protestierte Schwatze, „das sind sehr viel mehr als ein Drittel! Bleiben Sie gefälligst bei der Wahrheit, wir wollen doch keine Falschmeldungen in die Welt setzen!“

Ein Assistent hatte Papiere reingereicht, war schnell wieder verschwunden und hatte uns mit der Meldung alleine gelassen. „Wie gesagt“, sagte Schwatze, wie er es ja schon gesagt hatte. „Diese 34 Prozent sind…“ „Egal“, fiel ich ihm ins Wort, „ob es hundert, tausend oder hunderttausend Verbrechen sind, 34 Prozent bleiben 34 Prozent.“ „Sie sind mir zu spitzfindig“, moserte Schwatzke. „Wenn man Ihnen das Fahrrad hundert oder tausendmal klauen würde, das würden Sie merken, mein Lieber!“ Er warf fast seine Kaffeetasse um, machte einen Fleck auf die Statistik, aber das schien ihn überhaupt nicht zu stören. „34 Prozent sind Diebstähle, der Rest teilt sich auf die…“ „Das ist mir völlig egal“, schrie Schwatzke plötzlich, „Tatsache ist doch: es handelt sich bei diesen Ausländern um…“ Schwatzke hätte sich fast verschluckt, so hickste er nur und sprach normal weiter. „Also alle diese Rumänen sind ja auch Ausländer, zumindest vom Inland aus gesehen, wobei wir als Inland natürlich nicht unbedingt diese Ausländer, die aus dem Ausland – egal, es sind böse, gefährliche Ausländer, die Sachen tun, die in unserem Inland gar keine Relevanz haben! Was im Ausland stattfindet, das ist…“ „Wenn zwei von drei Rumänen Bratkartoffeln essen“, gab ich ungerührt zurück, „dann ist das für Deutschland bereits eine Gefahr?“ Schwatzke wedelte hektisch Linien in die deutsche Luft. „Wie finden Sie denn ‚Vorsicht!‘“, kreischte er, „‚Der balkanische Kindergeldkassierer will an Dein politisch korrektes Sintischnitzel!‘ Na, wie finden wir denn das, Herr Gutmensch!?“

Ein Paket Papiertaschentücher später hatte er sich beruhigt. Schwatzke blättere seine Papiere durch, als sei nichts geschehen. „Natürlich muss man hier und da ein bisschen leserorientiert mit den Fakten umgehen, auch dann, wenn es keine sind. Fakten, nicht Leser.“ „Sie setzen damit die Moral der gesamten Presse aufs Spiel“, warf ich ein. Er lächelte tatsächlich. „Ach. Moral.“

„Ihre Redaktion ist nur damit beschäftigt“, befand ich, „Zusammenhänge zu verfälschen und einen Eindruck zu erwecken, der mit der Wirklichkeit nicht mehr viel zu schaffen hat.“ Schwatzke nickte, mehr nicht. „So ähnlich steht das in meinem Vertrag. Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern, weil ich immer nur das lese, was ich lesen will. Aber genau deshalb wurde ich ja auch engagiert.“

Ich hatte es nicht übers Herz gebracht, einen so idealistischen Redakteur vom Fleck weg zu kündigen. Vor der Tür herrschte geschwätziges Treiben, keiner nahm niemanden zur Kenntnis. Der Chefredakteur stürmte auf mich zu, einen Stapel Papiere in der Faust schwenkend. „Passen Sie auf“, brüllte er mich an. „Passen Sie auf, es hat wieder einen Skandal gegeben mit Asylbetrügern. Alle rechtmäßig in Deutschland!“ Er schlug mir die Papiere in den Bauch. „Sie wissen, was Sie zu tun haben, Schwatzke?“





Sondersendung

17 07 2018

„… weiterhin über die wichtigsten politischen und sozialen Themen debattieren werde, um dem Bildungsauftrag des Senders gerecht zu werden. Illner habe zu einer Folge über die Finanzierbarkeit der Renten aus Steuergeldern internationale…“

„… sich mehr und bessere Recherchearbeit leisten könne, da die Glaubwürdigkeit der Medien in Deutschland in den vergangenen Jahren gelitten habe. Die FAZ könne durch ihre Berichterstattung zum regionalen Fachkräftemangel vieles für die deutsche…“

„… dürfe das zwangsfinanzierte deutsche Fernsehen nicht ohne die größte deutsche Partei senden, die als einzige die als einzige die Belange der deutschen Nation wahrnehme. Weidel werde vor dem Bundesverfassungsgericht klagen, um die Beteiligung von AfD-Politikern in jedem…“

„… nicht einseitig berichten wolle. Die Zeitung habe das Thema Fachkräftemangel bisher zu sehr unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet, die wesentlichen Motive der Arbeitnehmer, vor allem in der Pflege, seien dabei allerdings noch nicht ausreichend in den…“

„… es teilweise stundenlang keine Sendungen gebe, in denen die Rassenschande negroider Scheinasylanten mit rassereinen Müttern deutscher Herkunft gezeigt werde. Höcke werde die vom internationalen Islam angezettelte Verschwörung mit militärischen und…“

„… die Abgabensenkung zu den wichtigsten Aufgaben der Politik gehöre. Er als Sprecher der Leistungsträger wisse das und werde nicht ruhen, bis es Steuergerechtigkeit für die Stützen der Gesellschaft gebe. Reichelt wolle mit der BILD-Kampagne ‚Die muslimischen Milliardäre wollen Deinen Kinderfreibetrag abgreifen!‘ das Volk in seinem Kampf um die…“

„… gemeinsam mit der Redaktion von Anne Will ein Bündnis für bezahlbaren Wohnraum gründen wolle. Da die Bundesminister sich bereits in der kommenden Sendung zu einer konzertierten Aktion verabredet hätten, könne auch die Durchführung schon in diesem…“

„… echte deutsche Medien nicht den von der Kanzlerdiktatorin propagierten Klimawandel als wissenschaftlich belegbare Wahrheit verbreiten dürfe. Zwar sei nach Meuthens Ansicht die Beteiligung jüdischer Physiker an der Hetze gegen deutsche Ofenbesitzer nicht hinreichend…“

„… breite Medienpartnerschaften entstünden. Die von Maischberger und der ZEIT-Redaktion angedachte Konferenz zur Stärkung Alleinerziehender habe auf die Unterstützung zahlreicher gesellschaftlicher und…“

„… sei auch die Politik willens, eine kollegiale Zusammenarbeit mit den Medien anzustreben. Seehofer wolle darauf wirken, dass eine 50:50-Besetzung der Talkshows jeweils mit Mitgliedern der CSU und der AfD im öffentlich-rechtlichen…“

„… dürfe es keine Denkverbote geben. Plasberg fordere in der Diskussion mit der Ärzteschaft, dass die psychosoziale Situation erwerbsloser Menschen mehr in den Fokus der Förderung gerückt werde, um den Betroffenen einen einfacheren Umgang mit den Anforderungen des…“

„… es sich um Fälle aus den vergangenen 150 Jahren gehandelt habe, von denen keiner durch vollständige Gerichtsakten belegbar sei. Reichelt bleibe jedoch dabei, dass die Schlagzeile ‚VORSICHT MOHAMMEDANERMONSTER! DIESE ZEHN ISLAM-BESTIEN HABEN EINEN MENSCHEN GEKILLT!‘ inhaltlich absolut…“

„… brauche es vielfältige, niederschwellige Aktionsangebote, um Jugendliche aus sozialen Brennpunkten für den Schulbesuch zu motivieren. Die vom SPIEGEL initiierten Projekte seien insgesamt gut angelaufen, auch dank der prominenten Fürsprecher wie Spahn und Dobrindt habe sich eine vorbildliche…“

„… es mehr Sondersendungen über den linksextremistischen Mainstream geben müsse, der national gesinnte Landsleute durch Zwangsstudium des Korans zur Homosexualität und Veganismus treibe. Steinbach fordere die sofortige Neueröffnung des Volksgerichtshofs als Talkshow und wolle selbst als…“

„… in die öffentliche Diskussion eingebracht werden müssten. Mit der Folge über den nationalen Wasserverbrauch der Industrie und die Vergleiche zu anderen EU-Ländern habe sich jetzt ein ganz neues Bild ergeben, das der Bayerische Rundfunk so nicht habe erwarten können. Die Kooperation mit der Anstalt sie schon deshalb außerordentlich wünschenswert, weil sich dadurch die politische Aufklärung in einem Format aus dem Unterhaltungsfernsehen leichter und einprägsamer im Bewusstsein der meisten…“

„… eine Themenwoche über den Verbraucherschutz geplant habe. Besondere Glaubwürdigkeit erhalte das Format durch die Tatsache, dass Stefan Raab als Anchorman die…“

„… wolle Plasberg öfter Experten einladen, die den juristischen Hintergrund der Terrorbekämpfung auch dank ihres Fachwissens verstünden. Da sich die Revision des NSU-Prozesses noch verzögere, werde er bereits im Vorfeld die Themenfelder Nationalismus, Identitäre Bewegung und Naziterror in seinen…“

„… bisher nur unzureichend bekannt sei. Die Verteilungsgerechtigkeit müsse allerdings im Handelsblatt ab sofort eine der zentralen Fragen für die Entwicklung einer krisensicheren sozialen…“

„… Altersarmut eine zentrale Rolle spielen müsse bei der Neugestaltung der Börsensendung. Da sich viele Senioren durch die Versprechungen der kapitalgedeckten Altersvorsorge hätten überreden lassen, Geld nicht nachhaltig anzulegen, sei man für das Thema Fake News besonders sensibel und wolle…“

„… sei das Bündnis Grundeinkommen jetzt! vor allem durch die Doppelspitze aus Tagesspiegel und Kölner Stadt-Anzeiger einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Die Publikumsdiskussionen im Berliner Ensemble hätten als Live-Übertragung in mehr als zwanzig…“

„… auch die Staatsschulden verringern werde. Das von Brigitte, kicker und Superillu gegründete Kuratorium werde das Volksbegehren noch in diesem Jahr als ersten Schritt einer bürgerorientierten…“

„… ohne Beteiligung von Springer-Medien stattfinde. Um gleichzeitig mehr für Kinder und Familien tun zu können, werde man die Redaktion des Magazins ausschließlich mit betroffenen Bürgern aus allen…“

„… dass BILD ab sofort auch offiziell als Parteiorgan der Alternative für…“





Bitte rechts freundlich

7 06 2018

„Also dann über Mieten. Da schlage ich einen Kardinal vor, im Angebot ist dieser Typ aus Köln, den kriegen Sie im Doppelpack mit Spahn, der redet sowieso über jedes Thema, und wenn ihm die Themen ausgehen, redet er weiter, und dann noch einen von der AfD.

Wollten Sie nichts über Wohnungsnot machen wegen der Zuwanderung? Ach so, Sie machen jetzt problemorientierte Kommunikation. Nicht mal mit einem Ex-Rechten? Frauke Petry? Islamismus-Experte? Meinen Sie denn, dass die Leute dabei einschalten? Sie wollen eine Sendung, die die Zuschauer interessiert? Ja, aber das ist noch nicht gleich die Einschaltquote. Sie können eine gute und vernünftige Diskussion über das Thema Mieten zeigen, aber das wird doch nach fünf Minuten auch langweilig. Da entsteht nichts.

Wir können ja erst mal mit den anderen weitermachen. Für die Montagsschiene haben wir noch Sportler, die sind immer gut bei sozialen Themen, dieser Fußballer da ist Ausländer und kommt aus Berlin, Brennpunkt, wenn Sie wissen, was ich meine, und Sie wollten doch irgendwas über Facharbeitermangel machen? Arbeitsmarkt? Passt doch prima, wir haben Scheuer und diese andere Schauspielerin, wie heißt sie noch, der kann dann den Part über misslungene Integration und schnelle Abschiebung übernehmen. Sie müssen in der Sendung schon herausarbeiten, dass der Mangel an Facharbeitern daran liegt, dass wir ungebremste Zuwanderung und… –

Jetzt verstehen Sie mich aber auch mal. Wir haben so viele große Fernsehtalente, gut, der eine oder andere Rohrkrepierer ist auch dabei, die CSU braucht halt die Kohle, und wir garantieren Ihnen eine einwandfreie Produktion. Die Sendung steht in einem Durchlauf, das kann man im Halbschlaf wegmoderieren, wenn da doch mal der eine oder andere intellektuelle Tiefgang drin sein sollte, das versendet sich, und vor allem mit den Themen machen Sie Quote. Das zählt doch. Zählt nicht? Also für uns zählt das.

Nächsten Mittwoch wollten Sie die Folge über mangelnde Schulbildung machen. Da laden Sie sich einen Imam ein, der das deutsche Schulsystem in den Gebetsteppich einwickeln will, dazu eine Nachwuchsschauspielerin, mittwochs sagt Sahra Wagenknecht auch immer so merkwürdige Sachen, vielleicht können wir Bosbach noch exhumieren, auf jeden Fall eine gute Mischung. Explosiv. Macht mindestens zehn Prozent mehr. Sie müssen dann aber schon noch so einen migrationspolitischen Drall reinkriegen, klar. Sie können da nicht einfach einen vom Finanzausschuss hinsetzen, der sagt: wir haben leider keine Mittel, um die Schulen zu renovieren, das mit den Wasserhähnen ging schon vierzig Jahre lang gut, das muss auch die nächsten siebzig Jahre halten, Sie brauchen da Widerspruch, einen, der das Thema wieder interessant macht. Mit einem Bildungsexperten, der Ihnen erklärt, dass das alles von homöopathischer Handystrahlung kommt, kriegen Sie nichts gerissen.

Ich mache Ihnen mal ein Angebot. Spahn und noch eine Schlagersängerin, dazu einen Bischof, Gauland und… –

Doch, probieren Sie das aus. Machen Sie ein ganz einfaches Thema, ‚Ist Deutschland noch zu retten?‘ oder so, und dann schauen Sie mal zu, in welche Richtung sich das Thema entwickelt. Sie müssen den Zuschauer auch mal da abholen, wo Sie ihn in den letzten zehn Jahren hingebracht haben. Sie haben doch mit Ihrem Programm auch eine inhaltliche Verantwortung. Erst anfixen und dann im Regen stehen lassen, das geht gar nicht. Die sind in der Lage und schalten zu den Privaten um. Und da wartet dann Strunz.

Wollen Sie jetzt, oder wollen Sie nicht? Es ist doch letztlich alles eine Frage des Preises. Und die AfD ist nicht mal billiger als andere, die haben auch Kredite zu bedienen. Manche auch anderes. Jedenfalls liefern wir Ihnen eine Sendung, die Sie bedenkenlos ausstrahlen können. Sie wollen doch an der politischen Meinungsbildung in diesem Land gestaltend teilnehmen, oder? Na sehen Sie, dann ist das doch das beste Mittel dazu.

Dann nehmen Sie eben nicht Spahn, wir haben auch noch Lindner, der ist nicht ganz so billig, kostet aber weniger. Da fällt der Ministerbonus weg, und dann haben wir ihn auch nicht mehr so oft im Einsatz. Dazu Höcke und ein Anschlagsopfer vom Breitscheidplatz, und das Thema können Sie frei wählen. Mir würde spontan etwas einfallen wie ‚Dauerthema Islam – Wie sehr dominiert die linke Mainstreamkultur die schweigende Mehrheit?‘. Oder ‚Messermänner, Ehrenmorde Veggie-Day – Ist Deutschland schon eine salafistische Republik?‘. Das zieht. Davon sprechen die Leute am nächsten Tag. Nicht nur im Rundfunkrat.

Nein, das ist unappetitlich. Da machen wir nicht mit. Ich meine, hier wird Deutschland wirklich gefährdet. Nicht nur in finanzieller Hinsicht, hier geht es auch um ein Stück nationaler Ehre, wenn Sie wissen, was ich meine. Und da werden Sie außer den üblichen Verdächtigen auch keinen finden, der sich äußern will. Das wird für alle Beteiligten unangenehm, und ich wüsste auch nicht, wie wir das Ding nennen sollten. ‚Deutschland am Scheideweg‘ oder ‚Wie lange haben wir uns selbst in die Tasche gelogen?‘ Das muss eine andere Produktionsfirma für Sie übernehmen. Wir machen das nicht. Doping im Fußball – ohne uns!“





Unter deutschen Dächern

11 04 2018

„Nachbarn, eins, die erste.“ Die Klappe klappte. Der Mikrofongalgen zitterte vor dem blassblauen Morgenhimmel, Siebels wippte in den Knien. „Ton läuft!“ „Und ab“, kratzte die TV-Legende, die graue Eminenz des deutschen Unterhaltungsprogramms, worauf sich alles in Bewegung setzte.

„Der Verfremdungseffekt“, erklärte Siebels und ließ den Zahnstocher vom linken zum rechten Mundwinkel wandern, „liegt ja im sozialen Sujet, und das wollen wir deutlich herausarbeiten.“ Ich begriff; zumindest hatte ich den Eindruck, etwas begriffen zu haben. „Sie wollen die Handlung auch zeigen, aber die eigentliche Bedeutung hat der Gang der Handlung.“ Er runzelte nur eben die Stirn. „Sie mögen sich mit Brecht auskennen, aber nicht mit seinen Voraussetzungen. Stellen Sie sich am besten da hinten hin, da sehen Sie gut.“ Nicht, dass er verärgert gewesen wäre. Aber er war noch eine kleine Spur kaltschnäuziger als sonst.

Zwei neugierige Mieter hatten den Bürgersteig vor der Wohnhauskolonne betreten, ein mittelalter, leicht verschlafener Herr in Sportkleidung, eine dickliche, in einen Wollmantel gehüllte Matrone mit fettig blondiertem Haar. „Weinsteins?“ Sie musste einen Moment überlegen. „Ja, das ist eine nette Familie. Er ist, glaube ich, Installateur, und sie ist zu Hause. Aber die Kinder, immer adrett und sauber, sehr angenehm.“ „Die haben kein Auto“, blubberte der unrasierte Mann in der Fußballkluft dazwischen. „Normalerweise wäscht man hier in der Siedlung am Samstag sein Auto. Die haben aber kein Auto.“ „Aber nett“, ließ sich die Blondierte wieder vernehmen, „vor allem die Kinder sind ja immer sehr nett angezogen, die Tochter hat so ein rotes Kostüm, ich glaube, es ist eine Schuluniform, aber sehr nett.“

Der mittelältere Mieter war schon zum Büdchen gezogen, das gleich öffnen musste – sicher war es die Bierflasche, die er umtauschen musste – da wandte sich die Dame an Siebels. „Die geht immer erst nach acht aus dem Haus“, zischte sie. „Die denkt wohl, wir merken das nicht, aber Holzauge!“ Sie klopfte sich geräuschvoll auf die umfangreiche Brust. „Der ist auch nur Klempner, da verdient man nicht genug, um seinen Kindern elegante Kleidung zu kaufen. Aber ich will nichts gesagt haben!“ Wie zur Abwehr hob sie die Hände. Das hatte die beiden älteren Anwohnerinnen im Hintergrund nicht gestört, bereits Aufmerksamkeit heischend in die Kamera zu winken, als müssten sie einem Unfall die passende Note verleihen. Aber vielleicht war es auch genau das.

„Sie haben den ersten Durchgang gesehen“, flüsterte Siebels, „weiter geht’s.“ „Neger“, keifte die eine, worauf die andere zusammengezuckt war. „Wir haben ja nichts gegen Neger – also im Prinzip, es muss ja jeder selbst wissen. Aber dass die hier in unserem Viertel wohnen, das ist schon schlimm. Es gibt doch so viele, die sind negerfeindlich – wenn jetzt ein Anschlag auf unsere Siedlung ausgeübt wird, dann heißt es doch gleich…“ „Vor allem“, fiel ihr die erste ins Wort, „wer kommt dann für die Schäden auf?“

Auch hier herrschte Einigkeit, dass es an den wesentlichen integrativen Maßnahmen mangelte. Man wusch seinen Wagen am Wochenende. Auf dem Balkon war augenscheinlich mehrmals eine größere Menge Wäsche getrocknet worden. „Das macht man doch nicht!“ „Aber Sie haben doch da auch einen…“ Das Gespräch war rasch beendet; es war wohl nicht nur das Gespräch am Ende.

„Nein“, erläuterte der burschikos gekleidete Jungspund, „sie passen nicht in diese Gemeinschaft. Wir haben nichts gegen sie, aber ihr Verhalten ist integrationsunfähig.“ Er sah den Kameramann provozierend an. Der blickte über den Rand seiner Brille zurück, bis unser Nachwuchsnazi begriff: die Kamera lief. Unter wüsten Verschwörungen ließ er die Szenerie zurück. „Wie gesagt“, dozierte Siebels, „wir verfremden. Es muss dazu aber klar sein, dass es für den Zuschauer auch erkennbar bleibt.“ Eine resolute Endvierzigerin mit Einkaufstasche hatte sich in den Vordergrund gedrängt, wahrscheinlich war ein Filmteam in dieser Gegend die Ausnahme und weckte ein enormes Mitteilungsbedürfnis. „Die haben diesen großen schwarzen Wagen da an der Straßenecke.“ Sie konnte sich gar nicht beruhigen. „Und das von Sozialhilfe – das weiß doch jeder, dass da keiner arbeitet!“ Jedenfalls hatte sie nie einen gesehen, der früh das Haus verlassen hat. „Sie führt erst mittags die Kampfhunde aus. Dass man das nicht verbietet!“ „Die mittags auszuführen?“ Siebels hatte sie irritiert. „Hunde? Das müssen wir von unseren Steuern bezahlen!“ „Und Sie gehen einkaufen, weil sie ansonsten berufstätig sind?“ Da mopste sie sich. „Rausschmeißen“, schrie sie noch, „diese Schmarotzer sollte man an der Grenze schon rausschmeißen.“

„Danke“, rief der Tonmann. „Sehr gut“, sagte Siebels mit tiefer Zufriedenheit. „Das reicht für heute auch aus.“ „Sie wollten doch einen Film drehen über diese Familie?“ Er schmunzelte. „Ja, auch das. Aber wie gesagt, mir reicht eine gewisse Verfremdung nicht aus.“ Er schritt auf den Eingang zu, riss den Namen vom Klingelschild und steckte das kleine Stück Folie in seine Rocktasche. „Seit Monaten schon ohne Mieter“, kommentierte er trocken. „Wer würde schon gerne hier leben – in dieser Nachbarschaft?“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDVIII): Irgendwas mit Hitler

6 04 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

In Mosambik kann man abends die Glotze anknipsen und bekommt eine astreine Telenovela. In Litauen wird’s nicht anders sein, es hängt halt vom Anbieter ab. Auch in Österreich besteht noch Hoffnung, beschränkt, aber Hoffnung. In der BRD hockt man vor der Mattscheibe und drischt sich unmittelbar die schönsten Bilder aus dem Bunker in die Birne. Ohne Gnade wird jede Sendelücke mit dem Bettnässer aus Braunau verfüllt. Ob als Sand- oder Gasmännchen, Architekt und Kanzelredner, bis zum weißen Rauschen in der Rinde wird der Deutsche zu einer seltenen Form von Selbstverletzung angehalten, sieben Tage in der Woche, ständig, es gibt ja genügend Sender für den ganzen Müll. Wenn gar nichts mehr geht, geht immer noch irgendwas mit Hitler.

Vermutlich werden um den Gruselclown mit der Zahnbürste im Gesicht ganze Kulturlandschaften in die Geschichte gefräst. Anders ist nicht zu erklären, dass der Diktator sich zum Protagonisten eines ganzen Genres gemausert hat – die Wunderwaffe aus Archivdreck und pseudomoralischem Klarlack über den dialektischen Rissen treibt noch immer die Deppen auf die Couch. Religion und Sport müssen schweigen, wo das Geschwiemel über den Gröfaz jede Dino-Doku plättet. Sie haben die Zuschauer im Blitzkrieg um Marktanteile erobert, jetzt bauen sie eine Festung gegen den angeblich linken Zeitgeist, der sich auch nur noch mit Adolf abgibt, aber von der Unterseite.

Da Hollywood vor dem schreienden Scheitel nicht Halt macht, wurden wir langsam, dafür umso nachhaltiger konditioniert, auf die Wiederkehr des Braunen zu achten in vielerlei Gestalt. Manche Apokalypse des miserablen Geschmacks hätte man durch frühzeitiges Wegbomben noch verhindern können, doch die Brut hat im kortikalen Flokati die ersten Muster eingescheuert. Ein Volk, ein Reich, ein Guckreiz für die Schimmelhirne, die ihre tägliche Gleichschaltung nicht einmal merken.

Dabei ist die Sache doch ein ganz hübscher Wirtschaftsfaktor geworden, dem die Nation blendende Umsätze verdankt, immer neu verpackter Braunbrei in der alten Geschmacksrichtung für nachwachsende Generationen, deren Rezeptoren immer weiter gerundet werden, abgestumpft, ausgelaugt, so dass nur höhere Dosen helfen, mehr Brei, mehr Hitler in allen Variationen. Aus jedem Buch ein neuer Film, aus jedem Film ein neues Buch, das dann, ganz im Sinne einer historisch-unkritischen Aufarbeitung, wieder neu analysiert und eingeordnet und diesmal aber wirklich ganz und gar abschließend beschieden, wie der Führer seinen Pudding aß. Gäbe es für die Abhandlungen über bayerischen Brückenbau, die Schwanzlurche auf der Nordhalbkugel und die Geschichte der deutschen Damenmoden kein Marktpotenzial, mit Hitler und… wächst zack! dem Ding ein Barscheck aus den Rippen, Stoff für drei neue Folgen auf dem Spezialsender oder mindestens eine spektakuläre Headline in der Zeitung mit den dicken Buchstaben.

Manches aus diesem Mustopf wird gar als investigativer Journalismus verkauft, der muffelnde Unterton fix sandgestrahlt und überlackiert, schon steht das komplette Elaborat als stundenlanger Dokuseifenschaum der Schmodderanstalten im Nachmittagsprogramm. Wer dann Zeit hat, sich den Krempel in die Hirnrinde zu drücken, hat diese nicht ohne Grund. Einher geht mit der intellektuell eher schlicht möblierten Dachkammer auch eine Nähe zu zerfahrenem Synapsengebrauch: hätte der Führer Fisch gefressen, vielleicht wäre der Russe an der Elbe stehen geblieben. Der arische Aluhut, das ist mal sicher, wusste immer schon, dass wir in Stalingrad eigentlich gewonnen haben. Aber das darf man ja nicht mehr sagen.

Zumindest nicht in diesem, unserem Lande. In anderen Staaten geht man mit dem Nazi noch scheulos um: sie zeigen, dass es Arschlöcher waren, Schicklgruber inklusive, und pusten sie nicht auf zu Dämonen, die vom Himmel fielen, uns alle in den Untergang gezwungen haben, unter denen nicht alles schlecht war und die wir demnächst dringend wieder brauchen. Zum Aufräumen. Kein lähmender Bannstrahl trifft das Publikum. Es herrscht kein Bildverbot, davon abgesehen wird keine aus reinem Riefenstahl geschmiedete Farbkulisse hinter der Ostfront vorbeigezogen, keine Aufmarschmusik schmettert sich das Zäpfchen wund – diese wohlige Angst, dass das, was wir alle so gern wieder hätten, tatsächlich noch mal alle Maschinen auf Todestrieb umstellen könnte, diese Gänsehautkrankheit kennt nur der Deutsche, der sich höchstens noch dagegen wehrt, dass man seine Hitlerverehrung gleich als nationalsozialistisch auslegt. Er will die intimen Momente, die alltäglichen, in denen er Krieg und KZ ausblenden kann, ewigen UFA-Eintopfsonntag, menschelnden Kitsch im Säurebad. Karies aus der Tube. Der nette Drecksack von nebenan. Man sollte mal etwas machen, um ihm als Individuum näher zu kommen. Vielleicht ein Tagebuch.





Im Fokus

5 02 2018

„… zu unserer heutigen…“ „Sie haben ja wieder den Mainstream eingeladen, aber die schweigende Mehrheit hat auch ein Recht!“ „Und deshalb sind wir für eine Obergrenze, die…“ „Meine Damen, meine Herren, unsere Frage heute: macht uns die Landwirtschaft krank?“

„Zunächst mal muss man sagen, dass diese ganzen Pflanzenschutzmittel gar nicht die Pflanzen schützen, sondern in erster Linie nötig sind, um die Aussaat von genetisch veränderten Arten…“ „Und die haben in Deutschland nichts zu suchen!“ „Da sind aber auch deutsche Firmen daran beteiligt.“ „Deshalb müssen wir den Export stärken, damit wir den Fachkräftemangel abstellen können.“ „Aber auch andere Pestizide sind gefährlich für die Verbraucher, das müssen wir abstellen.“ „Ich möchte die jedenfalls nicht in meiner Nachbarschaft haben.“ „Es zwingt sie auch keiner.“ „Doch, die fallen in Horden ein in Deutschland und machen hier alles kaputt und werden vom Staat bezahlt, damit wir bald kein rein deutsches Erbgut mehr im Land haben.“ „Also wenn man die Wirtschaft fragen würde, oder die Börse, das ist auch ein ganz erheblicher Teil, wo wir als Staat für die Steuern arbeiten, da muss das Geld, und da kommt es doch her.“ „Sie sind ja wieder vollkommen am Thema orientiert.“ „Sie bezeichnen mich und meine Partei als Nationalsozialisten, aber wir fordern einfach nur eine erbgesunde deutsche Tomate, das wird man doch sagen dürfen in Ihrem linken Hetzsender!“

„Deshalb kann uns mehr Europa helfen, nicht weniger Europa.“ „Aber auch da gilt, dass eine Obergrenze sich an der Aufnahmefähigkeit unserer Wirtschaft orientieren muss.“ „Das ist schon von der Verfassung her sehr…“ „Wir brauchen einen atmenden Deckel, notfalls auf dem Grundgesetz.“ „Lassen Sie uns den zweiten Punkt beleuchten, der gerade durch die Regierungsbildung wieder in den Fokus gerückt ist: Massentierhaltung.“ „Das ist mit emotionalen Dingen wie Wissenschaft nicht zu beantworten, hier muss auch die Wirtschaft ein Wort mitreden dürfen, denn die ist schließlich in einem Land, in dem Steuerzahler leben.“ „Ich will das auch nicht in meiner Nachbarschaft.“ „Dann müssen Sie mithelfen, das in Europa zu…“ „Ich will nicht, dass es einem deutschen Huhn schlechter geht als einem arbeitsscheuen Islamfaschisten, der nur nach Europa gekommen ist, um die deutsche Frau zu vergewaltigen!“ „Wir müssen überall da eine Obergrenze anbringen, wo sie zur Erhaltung der deutschen Leitkultur dient.“ „Wo sehen Sie denn in der Geschichte Massentierhaltung als ein schützenswertes Kulturgut?“ „Wir haben einen Leberkäs und eine Weißwurst, und was meinen Sie, wo die Wirtschaft ihr Fleisch einkauft?“

„Mal abgesehen von der Fleischproduktion, wir sind in Deutschland noch nicht so weit in der Bio-Landwirtschaft, wie wir das noch vor Jahrzehnten sein wollten.“ „Ihre Zwangsislamisierung durch Kantinenessen ohne Schwein haben Sie ja schon zur Genüge im Staatspropagandafunk gebracht, die schweigende Mehrheit lässt sich das aber nicht mehr länger gefallen!“ „Wir brauchen hier mehr Europa, das ist Ihnen doch auch klar.“ „Das sind die Kulturbereicherer, die uns mit veganen Rezepten aus dem vorderen Orient beglücken wollen.“ „Das wird von den Deutschen ganz gut angenommen, die Wirtschaft hat jedenfalls…“ „Ich will das aber nicht in meiner Nachbarschaft!“ „Jetzt bleiben Sie mal auf dem Teppich!“ „Als Deutsche können wir uns das nicht leisten, wir holen uns doch jede Menge Antisemiten ins Land.“ „Sie widersprechen mir gar nicht, auch das lässt sich ganz verfassungskonform mit einer Obergrenze regeln.“

„Bleiben wir doch noch mal einen Augenblick in Europa.“ „Eben, wir brauchen viel mehr…“ „Wie sieht’s mit der Umsetzung von EU-Richtlinien aus?“ „Deutschland darf sich keine weiteren Strafen leisten, wir setzen das konsequent um, da es in der Bundesrepublik keine rechtsfreien Räume geben darf.“ „Dann sollten Sie aber auch Verordnungen umsetzen, die auf eine artgerechte Haltung in allen Betrieben bestehen.“ „Wir haben nie bestritten, dass wir eine Obergrenze auch mit viel Augenmaß und Verständnis gegenüber den Betroffenen…“ „Solange ein antisemitischer Asylant einschließlich Familiennachzug mehr Raum zur Verfügung hat auf deutschem Boden als ein von Ökofaschisten zum Nationalsymbol erklärtes Huhn, werden wir diese Regierung jagen!“

„Die Exporte beispielsweise nach Afrika…“ „Wir können uns nicht immer über Obergrenzen unterhalten, jedenfalls nicht außerhalb unserer Wirtschaft.“ „Genau, und mehr Europa heißt nicht automatisch mehr Entwicklungshilfe.“ „Wir haben aber den Markt für Geflügelzucht in Afrika schon komplett zerstört.“ „Mit weniger Europa lässt sich das jedenfalls nicht beheben.“ „Was würden Sie denn tun, wenn man Ihre Volkswirtschaft gezielt an der Wurzel zerstört? Das sind doch die Ursachen für die Flucht übers Mittelmeer!“ „Die Neger sollen gefälligst zu Hause bleiben und ihr Land wieder aufbauen, das haben wir doch nach dem Krieg auch gekonnt!“ „Aber wir führen den Krieg gegen die afrikanischen Volkswirtschaften!“ „Sagen Sie Ihren Nafris, die sollen einmal pro Woche in die vegane Kantine gehen, damit ist jedes Problem gelöst!“ „Als rohstoffarmes Land muss sich Deutschland gegen Wirtschaftspartner wehren, die einseitig nur auf Exporte setzen.“ „Das ist jedenfalls nicht meine Nachbarschaft!“ „Meine Damen und Herren, macht uns die Landwirtschaft krank? Vielen Dank fürs Zuschauen, morgen Abend sehen Sie die…“