Morgenmagazin

4 12 2018

„Nehmen Sie sich einen Kaffee.“ Selten hatte ich Siebels so müde gesehen, und es lag nicht an seiner langen Anfahrt vom Flughafen; er hatte schon zwei Tage vorher nicht richtig geschlafen, und es war nicht seine Absicht gewesen, unseren Einsatz damit besonders gut vorzubereiten.

Ihn fröstelte; Siebels knautschte seine Hände tief in die Manteltaschen, und ganz wie aus alter Gewohnheit griff er stumm zu, als ihm einer der Kabelträger mitleidig ein Päckchen Filterzigaretten hinhielt. Dass der Produzent, manche nannten ihn die graue Eminenz des deutschen Fernsehens, seit Jahren schon nicht mehr rauchte, fiel ihm erst auf, als er in den Taschen kein Feuerzeug fand und mich hilflos ansah. „Zu früh“, murmelte er. „Also für mich. Es fängt ja auch gleich an.“ Die Stahltür der Halle öffnete sich knirschend, die Aufnahmeleiterin nickte, drückte uns stumm die Besucherausweise in die Hand und zeigte mit dem Daumen nach rechts, wo die Garderobe stand. Es war unangenehm warm in diesen Räumen, es roch nach Bohnerwachs und Weichspüler, und irgendjemand hatte meinen Becher frisch mit schwarzem Kaffee aufgefüllt. „Da hinten“, flüsterte die Leiterin, „der Wettermann ist da und die Moderatoren kommen auch gleich.“

Auf dem Kontrollmonitor sahen wir, wie die Sendung angejingelt wurde. Jens-Peter Lüderich, Sprecher bei irgendeinem Privatsender, und Hanna Kieseritzky, ebenfalls ohne nennenswertes Talent, hockten krumm auf der Biegung einer rostroten Couch, stets um Contenance bemüht und doch klar ersichtlich am Rande ihrer Möglichkeiten. „Hier sind die Nachrichten“, murmelte Kieseritzky, „und dann das Wetter von…“ Sie vollführte eine Geste, die so gut wie alles bedeuten konnte. Am anderen Ende jubelte eine frisch ausgeschlafene Newsfrau die Schlagzeilen herunter, Wirtschaft und andere Kriegsberichte, Bilder von den schönsten Erdbeben der Saison und einem drogensüchtigen Fettsack, der sich für den Präsidenten der Vereinigten Staaten hielt. „Nur eine Minute“, stöhnte Lüderich, „bitte – Sie dürfen mich auch wieder…“ „Nichts da“, zischte die Aufnahmeleiterin, „wir haben ein Konzept, das ziehen wir jetzt durch!“ Er krümmte sich wimmernd auf der Couch und drohte schon herunterzurollen, doch flink wurde er von zwei starken jungen Männern daran gehindert, die ihn mit einem Klettverschluss an der Rückenlehne befestigten. „Wie Sie sehen“, teilte die Leiterin mit tiefer Befriedigung mit, „haben wir alles im Griff.“

Der Wettermann schwankte ein bisschen, um ein Haar hätte er sich an der Videowand festgehalten. „Bis eben hatte er ja auch noch den Stehtisch“, murmelte Siebels. „Und wenn Schlaf im Stehen auch nicht immer besonders angenehm ist, es ist immerhin Schlaf.“ Sah er sich gerade nach einem Stehtisch um? Nein, das hatte ich mir wohl nur eingebildet. Routiniert spulte der Meteorologe seine Vorhersage ab, im Grund hätte er es auch im Liegen machen können, aber dann wäre er nicht im Bild gewesen. Der Zuschauer, hatte man uns erklärt, wolle das nämlich so.

„Sehen Sie sich das nicht auch jeden Morgen an?“ Die Leiterin winkte der Regieassistenz, um die Übergabe an den Sport abzuwickeln. „Ich schalte den Fernseher im Halbschlaf an“, gestand ich, „und dann höre ich mit einem halben Ohr Nachrichten, während ich den Kaffee durchlaufen lasse.“ Sie nickte. „Sie befinden sich in bester Gesellschaft, so halten es die meisten unserer Zuschauer.“ Auf einen weiteren Wink kam der junge Mann mit der Kanne und füllte noch einmal die Becher nach. Siebels winkte ab. Sogar ihm wurde es zu viel.

Kieseritzky hatte glücklicherweise einen Tisch vor sich und konnte sich auf die Platte stützen, dafür stand sie einem Experten gegenüber, der ihre hilflos genuschelten Fragen zum europäischen Außenhandel mit mehr oder weniger entnervten Antworten versah. „Ich hatte es mir nicht so schlimm vorgestellt“, stöhnte Siebels, „aber um so besser. Wenigstens weiß ich jetzt, dass man das den Leuten zumuten kann, wenn sie es denn wirklich sehen wollen.“ Ich war irritiert. „Was soll das alles denn bedeuten?“ Siebels schloss für einen Moment die Augen; er sah aus, als würde sich unter ihm alles drehen. „Dieses Frühstücksfernsehen“, murmelte er, „dies verdammte Frühstücksfernsehen wird seit Jahren von jubilierenden Moderatoren präsentiert, die einem chronischen Morgenmuffel wie mir schrecklich auf die Magenschleimhaut gehen. Ich brauche das nur einen Tag lang zu gucken und habe für eine Woche schlechte Laune.“ Lüderich war tatsächlich gerade vom Sitz gesackt und musste in Position gebracht werden, solange der Filmeinspieler noch lief. „Also haben wir das Programm mit Leuten besetzt, die zu dieser Uhrzeit eigentlich noch nicht verhandlungsfähig sind. Und das Ergebnis sehen Sie hier.“ „Schön“, antwortete ich, „wenn ich morgens nicht aus dem Bett komme, helfen mir schlaftrunkene Mattscheibengesichter bei der Orientierung, richtig?“ „Zumindest fühlen Sie sich dann nicht mehr so alleine.“ Er gähnte und hielt sich dabei am Garderobenständer fest. Drüben war Kieseritzky schnell eingesprungen und haspelte einen Text herunter; sie wirkte plötzlich hellwach und hatte alles im Griff, wedelte erregt mit den Armen vor dem Gesicht und verlor dabei eine ihrer Moderationskarten. Sicher war das für die Leiterin schon wieder zu viel. Der Wettermann lehnte an der Wand und drohte jeden Augenblick umzukippen. Leise knirschte die Tür. Draußen war es bitter kalt. Der Mond stand bleich am Himmel. Was sonst musste man noch wissen von diesem Tag.

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Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXXXVIII): Nazi-TV

2 11 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Jede Wette, es sind fünf bis zwölf Männerchen, alle nicht mehr frisch, aber sie hocken nun mal auf den respektiven Hintern um diesen Tisch herum und nagen sich die Ellenbogen ab. Früher hätten sie noch leichtes Spiel gehabt und wären ihrem Auftrag nachgekommen, des Deutschen Glotzkasten mit Buntbewegtbildern zu befüllen, Fußball oder ein literarisches Quartett, aber seitdem Ballsport nur noch dazu dient, korrupten Funktionären die Gefahr des frühzeitigen Ablebens zu versüßen, gibt es keinen nachvollziehbaren Grund mehr, vor einer Flimmerkiste zu sitzen. Das Interwebnetz und die anderen Kanäle überschwemmen die Hirne der Masse längst mehrdimensional mit Serien, an die kein mit Bordmitteln zusammengeschwiemeltes Zeugs à la Lindenstraße mehr reicht. Die Evolution wurde offenbar nicht im Fernsehen gezeigt. Die Affen liegen immer noch auf dem Sofa, kratzen sich oder wen auch immer an der Rückseite, und nichts wird sie als treue Junkies in den warmen Schoß der Verbrauchergemeinschaft zurückholen. Höchstens Nazi-TV.

Es sollte längst einen eigenen Knopf auf der Fernbedienung geben für die Gruselgrütze vom Oberschmalzberg, der den Mageninhaltsauswurf von hinten unten flutet. Einmal eingeschaltet, zack! brettert ein Blitzkrieg Adolfs verseiften Kleister in die Wohn- und Wahnzimmer. Hitlers Helfer, Hitlers Hunde, Hitlers Hackfresse rülpst sich im Dauerstakkato aus dem Gerät. Als wäre es nur noch zu ertragen, wenn wir nicht alle ganz genau gewusst hätten, dass der Bettnässer aus Braunau in Wahrheit ein entspanntes Verhältnis zu Grießpudding hatte, seinen Schreibkräften die Backen tätschelte und gewaltig einen an der Wunderwaffel hatte. Ja, er hat ganz Europa in einen unsinnigen Krieg getrommelt, aber wie hätten wir weiterleben sollen, wenn wir nicht gewusst hätten, dass er Eva eine Handtasche geschenkt hat?

Wird die deutsche Geschichtsbesessenheit, falls es sie denn tatsächlich geben sollte, als Argument für den Braunfunk ins Feld geführt, warum berieselt man die intellektuelle Unterschicht nicht mit Karl dem Großen? Karls Frauen, Karls Kriege, Karls Bildungsreformen und was davon übrig blieb – viel wird’s nicht gewesen sein, sonst wäre es in die Top Ten der Fragen an die Historie eingegangen. Hatte Bismarck Läuse im Bart? Konnte Napoleon unter dem Tisch durchlaufen? War Augustus ein mieses Arschloch im Gewand des moralinsauren Mieslings – oder war’s umgekehrt? Gerne hätte der geneigte Zuschauer auch die finanzpolitischen Verheerungen vor der Französischen Revolution begriffen, an denen der verschwendungssüchtige Hof ebenso beteiligt gewesen war wie das Militär. Ebenso wäre er am Niedergang des mittelbyzantinischen Reichs interessiert gewesen, das nicht durch die Expansion des Islams von der Platte geputzt wurde, sondern der blutigen Barmherzigkeit mordender Christen zum Opfer fiel. Freilich ließe sich eine Sendung über das Ende des Prager Frühlings auch gut in die Agenda schmuggeln, oder lustige Anekdoten über die RAF. Aber man muss auch die Quote denken.

Sie sprechen mit gespaltener Zunge. Denn einerseits ist der ständige Faschismusblubber die Reduktion der Historie auf die Hysterie, auf omnipräsenten Nervenkitzel, der mit wohligem Schauer konsumiert werden kann. Uns geht’s ja gold, wir haben Apfelsinen und müssen uns im Frieden nicht mit dem Hirnplüsch der Berufsirren auseinandersetzen, es ist vorbei, es taugt schon für die gröberen Entertainmentformate. Womit dann andererseits die grassierende Normalisierung des NS-Irrsinns einsetzt, denn so schlimm kann es ja gar nicht gewesen sein, wenn die Leute noch Zeit gefunden haben, den Führer beim Verspeisen der arischen Herrenkartoffel zu filmen. Und so gerinnt die Aufnahme eines Karnevalszuges mit SS-Tröten – als hätte dies einen Neuigkeitswert – zur quasi folkloristischen Schilderung unserer Leidkultur, immer auch offen für eine Opferhaltung, da man sich damals nicht hatte aussuchen können, ob man den Nazis eine reinzimmert oder aus Gründen des Überlebenswillens lieber nur den rechten Arm hebt.

Und weiter klömpert der Quatsch aus der Röhre, emotionaler Schmodder über den Polenfeldzug, die uninteressantesten Aufnahmen aus Wolfsschanze und Reichssicherheitshauptamt, und nur, dass es sich um Schwarzweißbilder handelt von Typen in Heinrich-Himmler-Gedenkschädelfräse, sorgt noch für ein pelziges Verfremdungsgefühl, wenn man einmal einen Moment nicht genau aufgepasst hat, was da aus dem Volksempfänger suppt. Es geht nicht um den Gewinn, es geht um zielgerichtete Vernichtung von Erkenntnis, falls es die jemals gegeben haben sollte. Bis dahin wird der Brüllmüll mit dem lustigen Bart zum launigen Märchenonkel, der für uns alle auf den Schlussstrich geht, damit das Tätervolk endlich in die ewigen Jagdgründe verschwinden kann. Und sollte er eines Tages wiederkommen, er wird nicht sagen: ich bin wieder da, er wird sagen: ich war nur mal kurz weg. Ich habe den Sender gewechselt. Ihr wolltet doch den totalen Krieg. Wir haben da mal etwas vorbereitet.





Auf eigene Gefahr

9 10 2018

„Wenn die Journalisten das wollen, dann machen wir das. Schließlich haben wir in Deutschland eine verfassungsmäßig garantierte Pressefreiheit, die wir als Polizei auch mit verteidigen. Deshalb geht ein Polizeischutz für Journalisten mit uns auch völlig in Ordnung.

Wir sind natürlich nicht nur Ansprechpartner für die Berichterstatter, wir schützen sie aktiv vor Ort. Das wird für die Damen und Herren jetzt etwas ungewohnt sein, dass wir sie dann zur Vorsicht in unsere Kampfmontur mit Helm und Protektoren stecken – Selbstschutz geht immer vor, das sollte ihnen geläufig sein – und dass sie nur noch an ihrer Uniform als Pressemitarbeiter erkennbar sind. Ist ja klar, sonst könnte man sie auf einer Demo für Polizei halten und sie versehentlich zum Einsatz abkommandieren. Will ja auch keiner.

Das Konzept des eingebetteten Journalismus ist ja nun auch nicht mehr ganz so neu, in bisherigen Kriegssituationen hat das immer gut funktioniert. Man kommt direkt mit an die Front, hat immer sehr gute Bilder, alle Informationen aus erster Hand, in der Regel können Sie als Journalist eine Aktion auch schon vorher ungefähr abschätzen und müssen im Grunde nur noch raus, ein bisschen filmen, dann schneiden Sie Ihren Beitrag zusammen, fertig. Für die Berichterstattung ist das ein enormer Vorteil, das bedeutet für uns zum Beispiel, dass wir für authentisches Material bei politisch brisanten Veranstaltungen nicht mehr auf Linksradikale angewiesen sind, sondern einfach Medienfuzzis in die Schusslinie stellen und sie ihre Arbeit machen lassen.

Sie müssen dann natürlich vorsichtig sein, wenn Sie teure Geräte mitnehmen. In einer Hundertschaft Polizei, die gerade von besorgten Musikfreunden mit Flaschen und Steinen beworfen wird, ist so ein Stativ nicht gerade besonders einfach zu handhaben und könnte in einigen Fällen von uns auch schon mal verboten werden, weil es die Polizisten in einer Gefechtssituation gefährdet. Wenn wir für die Sicherheit der Journalisten verantwortlich sind, dann müssen wir den Auftrag auch ernstnehmen, das geht dann eben einmal nicht ohne technische Einschränkungen. Auf der anderen Seite sind Sie immer ganz vorne mit dabei, und die Zeiten, wo man Sie attackiert, weil Sie für so ein kritisches Scheißblatt schreiben, das die Kirche verstaatlichen will und fleischfreie Kantinen fordert, die sind dann vorbei. Also ich könnte damit leben.

Nein, das haben Sie falsch verstanden. So geht das natürlich nicht, dass Sie Ihren Polizeischutz anfordern wie bei einer Demonstration, das ist nicht unsere Aufgabe. Dann müssen wir als Polizisten am Ende Journalisten schützen vor linken Chaoten und Hausbesetzern, die Autos in Brand stecken und die Presse am besten auch gleich. Das heißt ja, wir müssen Sie vor denen schützen, die wir aber aus ganz anderen Gründen unschädlich machen wollen. Das ist polizeirechtlich nicht so einfach, wie Sie sich das vorstellen. Wenn Sie schon eingebettete Berichterstattung haben wollen, dann halten Sie sich einfach an unser aktuelles Angebot, das wir den Medienvertretern machen. Da ist immer wieder etwas dabei, Schweigemarsch für das deutsche Reh, Aktionärsversammlungen, wenn Sie in Dresden arbeiten oder in Chemnitz, dann sollte jede Woche ein bunter Strauß volkstümlicher Kundgebungen darunter sein – was man als Polizei halt so macht. Und wir garantieren Ihnen, es wird nicht langweilig mit uns.

Wir wollen ja auch nicht, dass Journalisten das Fehlverhalten unbeteiligter Bürger provozieren, und so eine Kamera kann man durchaus als Provokation verstehen. Es kann doch nicht Aufgabe der Polizei sein, dass wir Bürger, die sich einfach nicht filmen lassen wollen, mit Gewaltmaßnahmen davon abhalten müssen, ihre persönliche Meinung auf physische Art auszudrücken. Außerdem haben wir Einsatzkräfte meistens auch einen geschulten Blick dafür, wer beispielsweise aus den übergeordneten Behörden kommt und den einen oder anderen Hitlergruß in Ausübung seines Berufs zeigt. Wenn Sie da als Journalist draufhalten, fliegt die Tarnung möglicherweise auf, und das kann ja nicht Sinn der Übung sein.

Und Sie müssen auch berücksichtigen, dass wir dann als Schutztruppe immer direkt bei Ihnen sind. Wenn Sie also mal ein polizeikritisches Interview führen wollen – noch haben wir ja Pressefreiheit, das dürfen Sie jederzeit versuchen – dann machen Sie das auf eigene Gefahr, und Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass Sie neben einem Polizisten stehen. Oder der Polizist steht halt neben Ihnen. Lässt sich nicht vermeiden.

Das Beste ist sowieso immer, wenn Sie eine Armlänge Sicherheitsabstand halten. Und dann vertrauen Sie einfach darauf, dass die Polizei das Richtige tut. Eigenmächtigkeiten können wir in diesem Zusammenhang nicht dulden, dann müssen Sie leider auf unseren Schutz verzichten. Wenn Sie da einzelne Demonstranten ins Visier nehmen oder nicht sicher sind, ob es sich wirklich lohnt, eine Hetzjagd zu filmen, obwohl wir die noch gar nicht als solche eingeordnet haben, dann ist das sicher nicht sehr hilfreich. Und wir sind als Polizisten auch den Demonstrierenden verpflichtet, das sind ja schließlich auch Menschen, die einen Anspruch auf Durchsetzung ihrer Grundrechte haben. Wenn Sie sich damit arrangieren können, dann sollte Ihrer Berichterstattung über die letzten Tage der Demokratie in Deutschland eigentlich nichts mehr im Wege stehen.“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXXXII): Die Lähmung der Medien

21 09 2018
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Relevante Forscher halten ihn für den ersten verbürgten Fall seiner Art, dabei ist nicht einmal sein Name bekannt. Der neolithische Kasper, ein in die Seitenlinie gekrochener Nachfahre aus Ugas Schwippneffenbrut, hatte das zweifelhafte Talent, die Art zu imitieren, mit der der Stammeshäuptling Luft aus den Körperöffnungen entweichen ließ, die ihm dafür zur Verfügung standen. Eine seiner nicht gerade schmeichelhaften Parodien, an der nackten Wirklichkeit bis zur Übelkeit geschult, traf diese eine Idee zu genau auf den Kopf, was zum Verlust desselben führte. Die Ehre des unerschrockenen Wortes hat einen hohen Preis, stets in Abhängigkeit von den Begleitumständen, doch weder Reichtum noch Heiligkeit garantieren, dass in Gesellschaft von Hohlbratzen die Rübe auf dem Rumpf bleibt. Und so schweigt, wer ansonsten etwas zu sagen hätte, und sei es auch nur dem Rechte nach.

Seitdem Zeitungen als Macht gesehen wurden, die objektiv ernsthaft gearbeitet haben, wussten sie um ihre Abhängigkeit von den Mächtigen. Nicht die Leser aber, gehetzte Laufkundschaft, hetzende Abonnenten, nichts knebelte die freie Presse so nachhaltig wie die Entscheidung der Inserenten. Mit ihnen stand und stolperte jedes Monopol, sei es noch so autonom in seiner Ausdruckskraft oder in der politischen Richtung maßgeblich. Dass neben den ökonomischen Zwängen auch die natürliche Neigung zu Schublade und Scheuklappen die Beziehung zu den Lesern stolpern ließ, war nicht immer beabsichtigt, ergibt sich aber aus der unverbrüchlichen Präferenz des Publikums, nichts zu fressen, was es nicht schon geschluckt hat. Man liest keine Zeitung, um etwas Neues zu erfahren, man will sein Weltbild bestätigt sehen. Alles, was da nicht kritiklos ins limbische System suppt, ist erst einmal gefährlich.

Vollends schlägt das Framing zu, das die laute, als Mehrheit erscheinende Deppendeponie wirr überkreischt, die Monstranz der eigenen Meinung vor sich herträgt und den Diskurs der national schmerzbefreiten Zone zum Mainstream befördert. Die Lähmung erfolgt reflexartig, weil die Macht jede geistige Auseinandersetzung – wie denn auch – unmöglich macht und für schädlich erklärt. Wie Wortwertdiskutierer beim Scrabble plärrt das um Begriffe, will seine eigenen Fakten und hastig aus ihnen gestrickte Deutungsmuster bestätigt haben und mietet sich springereske Ressentimentsorgane, um den Sott auf Papier zu reiben. Woher aber diese peinliche Angst, im Versagen den eigenen Verrat zu rechtfertigen, als handelte es sich bei diesem braungespülten Verbaltofu um den Normalzustand, nicht um eine Ersatzhandlung ad usum Adolfini?

Je mehr der Leisetreter in der Redaktion die Wirklichkeit mit Flauschbegriffen verschwiemelt, in denen man besorgt ist, wenn man es anderen noch besorgen will, desto ärger ist die Verspannung in den halbwegs normalen Echokammern, die derlei nur noch zwischen Tisch und Kopf lesen, und so umgekehrt. Das Männchenmachen vorauseilender Untertanen aus der Schreibstube in den nationalen Furor hinein wirkt nicht nur apokalyptisch, das trifft den Verdacht ziemlich genau. Als jagte sich die ganze kritzelnde Kaste solidarisch Kugeln durch die Birne aus Angst vor dem Tod, so verteidigt sich die gesamte Branche tapfer in ethischem Völlegefühl: sie tun es für die Nation, die ja irgendwie auch die ihre ist, in prätraumatischer Belastungsverstörung und der halbwegs sicheren Annahme, dass man ihnen nach der nächsten Machtergreifung nicht gar so böse ist.

Fast nachvollziehbar ist, dass die Medien, zumal die intellektuell einigermaßen anspruchsvollen, im Kontrast zum populistischen Geschmarr dumpfer Düsen sogar mit Schweigen noch besser klängen, allein sie halten nicht die Klappe, sondern liefern lieber ein Kontrastprogramm für die Egoleptiker von der Hirnabgabeanstalt. Wer nur in Gegensätzen denken kann, also nur Extreme sieht, links gegen rechts, schwer vermögend oder obdachlos, ist kaum geeignet, differenziert zu denken, geschweige denn die Information in eine komplexe Sicht der Dinge einzuspeisen, und hier endet das Dilemma: wer sich nicht nur der Möglichkeiten begibt, ein Publikum überhaupt anzusprechen, sondern es auch nach Belieben anlügt, um seine Haut zu retten, bis die nächste Sau durchs Dorf quiekt, der öffnet seine Fenster bereitwillig für die Brandsätze, die in die Bude fliegen.

Wo zwischen Machterhalt und Gemeinwohl nur ein berührungsloser Abgrund gähnt, auch und vor allem in den Medien, die sich wirklich als Macht begreifen können, wenn sie sich für eine Seite entscheiden, wo hier ein Ressentimentsorgan artig seinen Kotaus vollzieht und dabei doch in der Pose des Herrschers erscheinen will, unterstützt es mehr als die Lüge. Die Verängstigten mögen es ihnen danken, dass man ihnen Waffen in die Hand gibt, mit denen sie umzugehen nicht gelernt haben. Aber wer stirbt schon gern alleine, wenn es sich nicht verhindern lässt? wenn man schon mitschießt?





Freistaat mit Herz

29 08 2018

„Ausgeschlossen. Das kann man so nicht schreiben. ‚Rechtextremistische Kräfte‘, ich weiß ja nicht. Da werden sicher auch ein paar Nazis drunter gewesen sein, klar, aber die meisten von denen waren eher harmlos. Also von den Nazis.

Wir dürfen uns jetzt nicht auseinanderdividieren lassen, da ist es ganz gleich, ob wir aus Sachsen kommen oder aus der Deutschen Demokratischen, jedenfalls ist das noch unser Deutschland, auch wenn nur noch wir die Demokratie hier verteidigen können, mit dem Herzen in der, naja, auf der Sohle halt. Deutschland gehört uns, und das lassen wir uns von keinem nehmen, aber das ist auch unser Konsens. Wenn Sie anderer Meinung sind, wir haben da Mittel und Wege.

Das würde ich jetzt nicht so einfach abtun, wir haben eine Situation. Es wurde in Chemnitz ein Bürger ermordet, die Staatsanwaltschaft sagt zwar, es seien keine Mordmerkmale, aber wir als Presse wissen das natürlich besser, so ein Staatsanwalt kann juristische Konstruktionen am Volkswillen vorbei durchsetzen, aber wir sind von einer Auflage abhängig, und da wollen wir mal sehen, wer das gesunde Volksempfinden besser repräsentiert. Wir sind auch nicht perfekt, aber wir tun immerhin nicht so, als seien diese Gesetze nur für uns gemacht. Wir müssen doch mal zur Kenntnis nehmen, das war auch ein Migrant, ein erklärter Antifaschist – dass dieser Schmarotzer, der wohl zehn bis mindestens hundert Deutschen den Ausbildungsplatz geklaut hat, Todesdrohungen von sozial benachteiligten und eher erlebnisbetont einzustufenden Jungsachsen erhält, das muss einen unter der herrschenden Linksideologie doch nun wirklich nicht wundern. Umso erstaunlicher ist es doch, dass sich national gesinnte Landsleute dazu entschieden haben, diesen unbescholtenen Mann als Vorbild zu betrachten. Nein, nicht so. Für einen Suizid für Volk und Vaterland ist diese Generation ja meist nicht mehr mutig genug. Traurig, wirklich traurig.

Es wurde in nicht verbandsmäßig organisierten Presseorganen, also Facebook und so, da wurde die Nachricht von einem zweiten Toten verbreitet und wegen der offiziellen Mitteilungen der Polizei als nicht korrekt bezeichnet. Es soll sich auch nicht um einen Ausländer gehandelt haben, und da frage ich: wenn es nachweislich keine zweiten Toten gegeben hat, wie kann dann so schnell ausgeschlossen werden, dass es sich um einen Ausländer handelt oder eben nicht? Wenn jetzt die Polizei, die wir bisher immer als einen Teil der Lösung betrachten konnten, sich schon so eklatant auf Fakten verlässt, die nur sie selbst kennen kann, was bedeutet das denn dann für die Glaubwürdigkeit im Volk?

Polarisierung, Polarisierung – habe ich eine rechte und eine nicht rechte Hand? Dann kann man das auch genauso schreiben. Das waren rechte Demonstranten und Linke. Man darf doch nicht die Tatsachen verfälschen, weil man Sprachregelungen einhalten will. Soll ich da den Linksextremen noch so ein Gendersternchen hinschreiben, damit sich feministische Terroristen auch angesprochen fühlen und mir nicht das Auto in Brand setzen? Ich sage, wenn man für etwas auf die Straße geht, dann muss man auch mit den Konsequenzen rechnen. Das war schon immer so, und genauso funktionieren halt die Grundrechte. Wenn das jetzt schon Polarisierung bedeutet, dass man nur noch Angriffe auf die Werte des christlichen Abendlandes von einer Seite so nennen darf, dann läuft hier aber einiges falsch.

Und wir dürfen als überregionale Medien auch die sächsischen Interessen nicht vernachlässigen. Die Wirtschaft zum Beispiel, die ist ja auch nicht ohne Grund sehr interessiert daran, ihr Land als eine weltoffene und moderne, also wie soll man sagen, also ein Freistaat mit Herz, wie Bayern, nur mit einer demokratisch gewählten Regierung. Bis jetzt zumindest.

Unser Landesvater hat schon dazu aufgerufen, sich genau anzuschauen, wer die Urheber dieser rassistischen Krawalle sind. So viel Selbstkritik hätte man ihm gar nicht zugetraut. Das muss man auch mal stehen lassen, wenn der Mann sagt, für Extremismus sei in Sachsen kein Platz. Dass eine Landesregierung, und wir sprechen hier ja nicht von der offiziellen Agenda, sondern eher von den Faktoren, warum diese Partei so tief im Herzen der Wähler verankert ist, sich so entschieden für einen massenkompatiblen Rechtsradikalismus ohne ein menschliches Antlitz ausspricht, das muss man auch mal zu würdigen wissen.

Vor allem müssen wir als Presse hier eine klare Haltung einnehmen, dass wir für einen Rechtsstaat sind. Das ist möglicherweise mit Einschränkungen der Pressefreiheit verbunden, aber für eine freie und demokratische Gesellschaft muss man eben auch mal Opfer bringen. Dass durch überregionale Berichterstattung unser Standort für Extremisten attraktiver und interessanter geworden sei, das kann man uns doch nicht ankreiden – wir haben ja keine Werbung für Sachsen gemacht, sondern für die spezifischen Eigenheiten, die dies Land ausmachen, und wir lassen jetzt nicht zu, dass das Bild unseres Landes durch Chaoten beschädigt wird. Eine ganz klare, aber trotzdem gesprächsbereite Haltung, durchaus kämpferisch, aber kompromissbereit, wo es die politische Vernunft erfordert, und immer an den Werten unserer Heimat orientiert. Das zeichnet uns als gute Demokraten aus. Also sollten wir jetzt einen Weg finden, in einer sehr schwierigen Situation Recht und Ordnung durchzusetzen. Immer schon mal schön, dass wir da eine gemeinsame Vorstellung haben. Oder ist einer von Ihnen da etwas nicht unserer Meinung?“





In Bausch und Boden

14 08 2018

„Drei Minuten!“ Schwatzke fuchtelte erregt mit den Händen vor seinem Gesicht herum. „Haben Sie eine Vorstellung davon, was das bedeutet?“ Der Mann war offensichtlich in seinem Element. Und ich war einfach nur zu früh gekommen.

„Unsere Redaktion sorgt für die richtige Wirkung“, erklärte Schwatzke. „Sie meinen, Sie bauschen alles auf.“ Er schüttelte den Kopf. „Nein, das sehen Sie falsch. Ich würde eher sagen, wir machen die Nachrichtenlage interessanter für eine Zielgruppe, die uns als Endverbraucher besonders am Herzen liegt.“ „Also die, die nicht nachdenken, sondern nach Lautstärke sortieren?“ Befriedigt lehnte er sich in seinen Drehsessel zurück. „Das ist vollkommen übertrieben, mein Lieber. Vollkommen übertrieben. Also absolut richtig.“

Schwatzke kramte eine Liste aus dem Stapel auf seinem Schreibtisch. „Da haben wir’s ja. Sehen Sie mal, 34 Prozent Diebstahl von Rumänen – das lässt sich doch brillant verwerten.“ Er zeichnete mit der offenen Hand bereits die Schlagzeile in die Luft. „Was halten Sie davon? ‚Klauen uns die Zigeuner bald die Ferienhäuser?‘“ „Gar nichts.“ Meine Antwort irritierte ihn. „Worauf beziehen Sie das jetzt?“ „Sie hatten mich gefragt, was ich davon halte, ich habe Ihnen wahrheitsgemäß geantwortet.“ Er sah mich angestrengt an; wahrscheinlich wusste er längst nicht mehr, was Wahrheit ist. „Zunächst mal geht es in dieser Statistik um Kriminalität in Rumänien.“ Schwatzke nickte. „Schlimm. Die Quote der Straftaten liegt konstant bei 100 Prozent, das ist doch nicht hinnehmbar.“ „Es handelt sich um Diebstähle, die alle Personen, möglicherweise nur Rumänen, an anderen begehen, die sich in Rumänien aufhalten.“ „Interessante Formulierung“, grübelte er. „Sie wollen damit andeuten, es könnte sich um Ausländerkriminalität handeln, weil andere Leute dazu gezielt nach Rumänien einreisen, um kriminelle Handlungen auszuführen? Interessant!“ Ich überhörte es. „Sie lesen hier eine Statistik, die sich ausschließlich um Rumänien dreht. Von den Straftaten, die in diesem Land begangen werden, sind etwa ein Drittel…“ „34 Prozent“, protestierte Schwatze, „das sind sehr viel mehr als ein Drittel! Bleiben Sie gefälligst bei der Wahrheit, wir wollen doch keine Falschmeldungen in die Welt setzen!“

Ein Assistent hatte Papiere reingereicht, war schnell wieder verschwunden und hatte uns mit der Meldung alleine gelassen. „Wie gesagt“, sagte Schwatze, wie er es ja schon gesagt hatte. „Diese 34 Prozent sind…“ „Egal“, fiel ich ihm ins Wort, „ob es hundert, tausend oder hunderttausend Verbrechen sind, 34 Prozent bleiben 34 Prozent.“ „Sie sind mir zu spitzfindig“, moserte Schwatzke. „Wenn man Ihnen das Fahrrad hundert oder tausendmal klauen würde, das würden Sie merken, mein Lieber!“ Er warf fast seine Kaffeetasse um, machte einen Fleck auf die Statistik, aber das schien ihn überhaupt nicht zu stören. „34 Prozent sind Diebstähle, der Rest teilt sich auf die…“ „Das ist mir völlig egal“, schrie Schwatzke plötzlich, „Tatsache ist doch: es handelt sich bei diesen Ausländern um…“ Schwatzke hätte sich fast verschluckt, so hickste er nur und sprach normal weiter. „Also alle diese Rumänen sind ja auch Ausländer, zumindest vom Inland aus gesehen, wobei wir als Inland natürlich nicht unbedingt diese Ausländer, die aus dem Ausland – egal, es sind böse, gefährliche Ausländer, die Sachen tun, die in unserem Inland gar keine Relevanz haben! Was im Ausland stattfindet, das ist…“ „Wenn zwei von drei Rumänen Bratkartoffeln essen“, gab ich ungerührt zurück, „dann ist das für Deutschland bereits eine Gefahr?“ Schwatzke wedelte hektisch Linien in die deutsche Luft. „Wie finden Sie denn ‚Vorsicht!‘“, kreischte er, „‚Der balkanische Kindergeldkassierer will an Dein politisch korrektes Sintischnitzel!‘ Na, wie finden wir denn das, Herr Gutmensch!?“

Ein Paket Papiertaschentücher später hatte er sich beruhigt. Schwatzke blättere seine Papiere durch, als sei nichts geschehen. „Natürlich muss man hier und da ein bisschen leserorientiert mit den Fakten umgehen, auch dann, wenn es keine sind. Fakten, nicht Leser.“ „Sie setzen damit die Moral der gesamten Presse aufs Spiel“, warf ich ein. Er lächelte tatsächlich. „Ach. Moral.“

„Ihre Redaktion ist nur damit beschäftigt“, befand ich, „Zusammenhänge zu verfälschen und einen Eindruck zu erwecken, der mit der Wirklichkeit nicht mehr viel zu schaffen hat.“ Schwatzke nickte, mehr nicht. „So ähnlich steht das in meinem Vertrag. Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern, weil ich immer nur das lese, was ich lesen will. Aber genau deshalb wurde ich ja auch engagiert.“

Ich hatte es nicht übers Herz gebracht, einen so idealistischen Redakteur vom Fleck weg zu kündigen. Vor der Tür herrschte geschwätziges Treiben, keiner nahm niemanden zur Kenntnis. Der Chefredakteur stürmte auf mich zu, einen Stapel Papiere in der Faust schwenkend. „Passen Sie auf“, brüllte er mich an. „Passen Sie auf, es hat wieder einen Skandal gegeben mit Asylbetrügern. Alle rechtmäßig in Deutschland!“ Er schlug mir die Papiere in den Bauch. „Sie wissen, was Sie zu tun haben, Schwatzke?“





Sondersendung

17 07 2018

„… weiterhin über die wichtigsten politischen und sozialen Themen debattieren werde, um dem Bildungsauftrag des Senders gerecht zu werden. Illner habe zu einer Folge über die Finanzierbarkeit der Renten aus Steuergeldern internationale…“

„… sich mehr und bessere Recherchearbeit leisten könne, da die Glaubwürdigkeit der Medien in Deutschland in den vergangenen Jahren gelitten habe. Die FAZ könne durch ihre Berichterstattung zum regionalen Fachkräftemangel vieles für die deutsche…“

„… dürfe das zwangsfinanzierte deutsche Fernsehen nicht ohne die größte deutsche Partei senden, die als einzige die als einzige die Belange der deutschen Nation wahrnehme. Weidel werde vor dem Bundesverfassungsgericht klagen, um die Beteiligung von AfD-Politikern in jedem…“

„… nicht einseitig berichten wolle. Die Zeitung habe das Thema Fachkräftemangel bisher zu sehr unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet, die wesentlichen Motive der Arbeitnehmer, vor allem in der Pflege, seien dabei allerdings noch nicht ausreichend in den…“

„… es teilweise stundenlang keine Sendungen gebe, in denen die Rassenschande negroider Scheinasylanten mit rassereinen Müttern deutscher Herkunft gezeigt werde. Höcke werde die vom internationalen Islam angezettelte Verschwörung mit militärischen und…“

„… die Abgabensenkung zu den wichtigsten Aufgaben der Politik gehöre. Er als Sprecher der Leistungsträger wisse das und werde nicht ruhen, bis es Steuergerechtigkeit für die Stützen der Gesellschaft gebe. Reichelt wolle mit der BILD-Kampagne ‚Die muslimischen Milliardäre wollen Deinen Kinderfreibetrag abgreifen!‘ das Volk in seinem Kampf um die…“

„… gemeinsam mit der Redaktion von Anne Will ein Bündnis für bezahlbaren Wohnraum gründen wolle. Da die Bundesminister sich bereits in der kommenden Sendung zu einer konzertierten Aktion verabredet hätten, könne auch die Durchführung schon in diesem…“

„… echte deutsche Medien nicht den von der Kanzlerdiktatorin propagierten Klimawandel als wissenschaftlich belegbare Wahrheit verbreiten dürfe. Zwar sei nach Meuthens Ansicht die Beteiligung jüdischer Physiker an der Hetze gegen deutsche Ofenbesitzer nicht hinreichend…“

„… breite Medienpartnerschaften entstünden. Die von Maischberger und der ZEIT-Redaktion angedachte Konferenz zur Stärkung Alleinerziehender habe auf die Unterstützung zahlreicher gesellschaftlicher und…“

„… sei auch die Politik willens, eine kollegiale Zusammenarbeit mit den Medien anzustreben. Seehofer wolle darauf wirken, dass eine 50:50-Besetzung der Talkshows jeweils mit Mitgliedern der CSU und der AfD im öffentlich-rechtlichen…“

„… dürfe es keine Denkverbote geben. Plasberg fordere in der Diskussion mit der Ärzteschaft, dass die psychosoziale Situation erwerbsloser Menschen mehr in den Fokus der Förderung gerückt werde, um den Betroffenen einen einfacheren Umgang mit den Anforderungen des…“

„… es sich um Fälle aus den vergangenen 150 Jahren gehandelt habe, von denen keiner durch vollständige Gerichtsakten belegbar sei. Reichelt bleibe jedoch dabei, dass die Schlagzeile ‚VORSICHT MOHAMMEDANERMONSTER! DIESE ZEHN ISLAM-BESTIEN HABEN EINEN MENSCHEN GEKILLT!‘ inhaltlich absolut…“

„… brauche es vielfältige, niederschwellige Aktionsangebote, um Jugendliche aus sozialen Brennpunkten für den Schulbesuch zu motivieren. Die vom SPIEGEL initiierten Projekte seien insgesamt gut angelaufen, auch dank der prominenten Fürsprecher wie Spahn und Dobrindt habe sich eine vorbildliche…“

„… es mehr Sondersendungen über den linksextremistischen Mainstream geben müsse, der national gesinnte Landsleute durch Zwangsstudium des Korans zur Homosexualität und Veganismus treibe. Steinbach fordere die sofortige Neueröffnung des Volksgerichtshofs als Talkshow und wolle selbst als…“

„… in die öffentliche Diskussion eingebracht werden müssten. Mit der Folge über den nationalen Wasserverbrauch der Industrie und die Vergleiche zu anderen EU-Ländern habe sich jetzt ein ganz neues Bild ergeben, das der Bayerische Rundfunk so nicht habe erwarten können. Die Kooperation mit der Anstalt sie schon deshalb außerordentlich wünschenswert, weil sich dadurch die politische Aufklärung in einem Format aus dem Unterhaltungsfernsehen leichter und einprägsamer im Bewusstsein der meisten…“

„… eine Themenwoche über den Verbraucherschutz geplant habe. Besondere Glaubwürdigkeit erhalte das Format durch die Tatsache, dass Stefan Raab als Anchorman die…“

„… wolle Plasberg öfter Experten einladen, die den juristischen Hintergrund der Terrorbekämpfung auch dank ihres Fachwissens verstünden. Da sich die Revision des NSU-Prozesses noch verzögere, werde er bereits im Vorfeld die Themenfelder Nationalismus, Identitäre Bewegung und Naziterror in seinen…“

„… bisher nur unzureichend bekannt sei. Die Verteilungsgerechtigkeit müsse allerdings im Handelsblatt ab sofort eine der zentralen Fragen für die Entwicklung einer krisensicheren sozialen…“

„… Altersarmut eine zentrale Rolle spielen müsse bei der Neugestaltung der Börsensendung. Da sich viele Senioren durch die Versprechungen der kapitalgedeckten Altersvorsorge hätten überreden lassen, Geld nicht nachhaltig anzulegen, sei man für das Thema Fake News besonders sensibel und wolle…“

„… sei das Bündnis Grundeinkommen jetzt! vor allem durch die Doppelspitze aus Tagesspiegel und Kölner Stadt-Anzeiger einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Die Publikumsdiskussionen im Berliner Ensemble hätten als Live-Übertragung in mehr als zwanzig…“

„… auch die Staatsschulden verringern werde. Das von Brigitte, kicker und Superillu gegründete Kuratorium werde das Volksbegehren noch in diesem Jahr als ersten Schritt einer bürgerorientierten…“

„… ohne Beteiligung von Springer-Medien stattfinde. Um gleichzeitig mehr für Kinder und Familien tun zu können, werde man die Redaktion des Magazins ausschließlich mit betroffenen Bürgern aus allen…“

„… dass BILD ab sofort auch offiziell als Parteiorgan der Alternative für…“