Aktionismusplan

23 01 2020

„… wolle die Bundesregierung mit dem Nationalen Aktionsplan Integration ein Maßnahmenpapier vorlegen, das ebenso wie die bisherigen Aktionen für mehr Steuergerechtigkeit, Arbeitnehmerschutz, Klimawahrung und eine gesamtgesellschaftlich gesehen verträgliche Einigung mit gewaltbereiten Rechtsextremisten, die sich für eine erneute…“

„… nicht erwünscht seien. Widmann-Mauz setze auf eine transparente Kampagne, damit die nach Deutschland vermittelten Fachkräfte bereits vor ihrer Ankunft wüssten, dass ihre Ausreise nach einem befristeten Aufenthalt nicht auf persönliches Verschulden, sondern auf die allgemeine…“

„… die Botschaftsangehörigen geschult werden müssten, um die Bundesrepublik als klassisches Einwandererland repräsentieren zu können. Nach dem Vorbild der USA wolle man jedoch eher auf den Transfer ausländischer Gelder für den Aufenthalt als auf die Einreise nach…“

„… werde auch der Wohnungsmarkt als wesentlicher Faktor bei der Integration in die deutsche Gesellschaft berücksichtigt. Wer drei Jahre lang vergeblich von seinem Heimatland in Afrika oder Ostasien aus versucht habe, ohne Kenntnisse der deutschen Sprache eine Wohnung für zwölf Personen kautionsfrei anzumieten, könne mit der Unterstützung der Behörden in der…“

„… wolle die Bundeswehr vor Ort mitwirken. Kramp-Karrenbauer unterstütze die Idee, dass Fachkräfte schon vor der Einreise erste Erfahrungen von Gewalt und Diskriminierung mit Staatsbürgern in deutschen Uniformen sammeln könnten, die für eine reibungslose…“

„… die Sozialgesetzgebung allerdings noch sehr deutlich angepasst werden müsse. So sei die Suche nach der geeigneten Stelle mit dem Auslandsdienst der Bundesagentur für Arbeit erheblich erschwert, da diese nur gesucht werden könne, wenn der Arbeitssuchende sich innerhalb weniger Stunden am Arbeitsplatz melde, was an den ostasiatischen Standorten nicht nur an der Datumsgrenze…“

„… den Aufenthaltsstatus wesentlich flexibler gestalten müssten. Die Bundesregierung erwarte den Arbeitnehmer, der dank einer Sonderregelung auch ohne gültigen Aufenthaltstitel sofort eine Berufstätigkeit aufnehmen könne, die allerdings bei einer Abschiebung auch umgehend wieder…“

„… würden die Fachkräfte im Aktionsplan von der Politik, von Arbeitgebern und Sozialverbänden ausdrücklich als Bereicherung bezeichnet. Für die Integrationsbeauftragte sei es nun nur noch die notwendige Eigenleistung der Einwanderer, sich selbst als Bereicherung für den…“

„… sich die Wirtschaftsverbände sehr zufrieden zeigten. Die Bahlsen GmbH & Co. KG habe mit einem neuen Unternehmenszweig für gehaltsfrei beschäftigte Arbeiter eine für den Standort sehr günstige Lösung geschaffen, die sich nachhaltig auf den gesamten…“

„… sich die sogenannten Engpassberufe nicht über die Quote der offenen Stellen definieren sollten, sondern über die Anzahl der deutschen Arbeitnehmer, die nicht mehr bereit seien, zu den gebotenen Löhnen und Gehältern in diesen Berufen zu arbeiten. Da beispielsweise in der Pflege eine dauerhafte Unterbesetzung drohe, könne eine quasi unbegrenzte Einwanderung für die…“

„… auch landestypische Werte wie etwa die Gleichstellung vermittelt werden. Für Altmaier reiche es allerdings aus, wenn die Bereitschaft vorhanden sei, seine Frau zu einem geringeren Gehalt auf einer Teilzeitstelle zu…“

„… auch Partikularinteressen betroffen seien. So habe sich Söder zusichern lassen, dass keine Arbeitsmigranten in Schützenvereinen oder Fußballmannschaften Mitglieder würden und auch nicht das Ziel hätten, in lokalen Kirchengemeinden zu ministrieren. Dies könne schnell zu einer nicht artgerechten Haltung der prekär Beschäftigen führen, die sich in ländlichen Gebieten nur als…“

„… analog der üblichen EU-Regeln gelte. Ein Fremdarbeiter, der wie von der Bundesregierung die Union zuerst über deutschen Boden betrete, verwirke damit automatisch sein Recht auf einen Arbeitsplatz in einem anderen Staat und könne auch bis auf Weiteres nicht mehr die Freizügigkeit für sich in Anspruch nehmen. Auch dies diene der Stärkung des Standorts, da die EU-Nachbarn bisher nicht in der Lage gewesen seien, die Migranten mit ausreichend finanziellen…“

„… die Integration auf Bewährung erfolge. Seehofer halte die lebenslange Kontrolle einer Eindeutschung im Abstand von zwei bis drei Jahren für eine gute Maßnahme, um die Schläfer, die keinen Schweinebraten zubereiten und in eine Gewerkschaft eintreten wollten, für einen notwendigen Schritt, den er bis zur letzten Patrone…“

„… keine ausländischen Abschlüsse anerkennen wolle. Die deutschen Handwerkskammern hätten große Bedenken, wenn etwa Gebäudereinigung oder Müllsortierung nach nicht in Deutschland geltenden Standards vorgenommen würden, da dadurch mittelfristig ein Ende der christlich-abendländischen Kultur und sowie aller damit verbundenen…“





Systemkonformer Blackout

15 01 2020

„… unabdingbar sei. Schäuble werde die Pflicht zur Nennung des Klarnamens im Internet auch dann durchsetzen, wenn das Bundesverfassungsgericht dieses wie bereits im Urteil vom…“

„… müsse die Kommunikation von den als erstes greifbaren Verantwortlichen leben. So könne man etwa bei politischen Diskussionen schnell einen persönlichen Ansprechpartner für eine sehr viel intensivere…“

„… werde die Gefahr von Online-Bankraub durch die Namensnennung erheblich gesenkt. Seehofer fürchte, dass sich viele Bürger im Darknet eine Internet-Burka kaufen würden, mit denen Bitcoins im Wert von vielen…“

„… die Gerichte entlastet werden könnten. Wenn bei ansteigender Anzahl von Privatklagen der Weg zur Ermittlung der Prozessgegner immer noch durch die Telekommunikationsbetreiber und die sozialen Medien erschwert werde, müsse man die juristischen Möglichkeiten erheblich in den…“

„… müssten sich eher die Politiker schützen, da sie immer öfter von offensichtlich linksextremen Chaoten mit dem Tode bedroht würden, da sie die arische Herrenrasse durch Umvolkung ausrotten. Als allerletzte Konsequenz befürchte Schäuble Brandanschläge auf SUVs, was sich gerade aus verfassungsrechtlicher Sicht nicht mit dem…“

„… sich Hans-Hermann Mueller-Luedenscheid durch die Verkürzung durch Umlaute schuldig gemacht habe. Die Verurteilung sei daher eine…“

„… fremdländische Terroristen nicht mehr dadurch unterschieden werden könnten, wenn die Personen nur als Ali Ali oder Muhammad Muhammad registriert seien. Die deutsche Namenskonvention müsse sich zur Not zwangsweise auf die…“

„… größere Transparenz herstelle. Spahn befürworte die Klarnamenspflicht gerade auch für nicht geoutete Homosexuelle und Transpersonen. So könne sich ein erheblich intensiverer Kontakt mit den Nachbarn, aber auch mit den nicht so…“

„… selbst verantwortlich seien. Ein Kinderwunsch könne entweder direkt über eine Institution gemeldet werden oder durch eines der inzwischen mit De-Mail assoziierten…“

„… hetze die Mehrheit der Rechtsradikalen, die Polizei und Staatsschutz bereits hinlänglich bekannt sei, auch unter Nennung ihrer Klarnamen. Dies halte Schäuble jedoch für vertretbar, da sich durch eine Ausweitung des öffentlich Sagbaren vielleicht die Rückführung potenzieller Rechtsterroristen in die christlich-demokratische…“

„… sei der Staat zwar nicht direkt mit der Kontrolle der Online-Profile betraut, müsse aber langfristig durch die Sicherstellung eines nur in Deutschland verwendbaren Einheitsprofils die…“

„… nicht mit der Spam-Abwehr in Verbindung gebracht werden dürfe. Es sei ein nicht zu rechtfertigender Eingriff in die Vertriebswege eines Großhändlers, wenn dieser nicht die Anschriften seiner…“

„… dass Ausländer gar keine Berechtigung hätten, sich in Deutschland in deutschen oder auch nur deutschsprachigen sozialen Medien durch einen eigenen Account zu betätigen. Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch Bundeskanzler Kurz sei allerdings nur wegen einer rein…“

„… mit Buttersäure angegriffen worden sei. Der türkischstämmige Kreistagsabgeordnete habe schon damit gerechnet, dass von seinem Bundesverband keinerlei…“

„… besser sei, dass nur die in Deutschland registrierten Deutschen sich in sozialen Netzwerken betätigen dürften. Dies sei zwar schwierig, da der regierungsseitig programmierte Algorithmus Namen wie Cohn oder…“

„… leichter ausfindig gemacht werden könne, da die Einwohnermeldeämter ihre seit 1934 nicht mehr geänderten Vorschriften nun einer kritischen Bestandsaufnahem unter zogen hätten. Es gebe in den…“

„… die Meinungsfreiheit für Berufsgruppen wie Journalisten für die Bundesregierung nicht ersichtlich sei. Diese könnten sich auch gefahrlos in ihren berufsbedingt genutzten Medien äußern, wo dies nicht der Fall sei, müsse man ohnehin von einer geschäftsschädigenden Absicht in der…“

„… private und berufliche Meinung nicht immer übereinstimmen müssten. Dies könne der normale Bundesbürger aber auch an Stammtischen oder in Initiativen wie PEGIDA zum Ausdruck bringen, um die…“

„… von persönlich Verantwortlichen lebe. Da Schäuble sich gerade nicht erinnern könne, wer ihm den Briefumschlag überreicht habe, nehme er sein Recht auf den systemkonformen Blackout in Anspruch, da er nicht die Absicht habe, die Geschichte der…“

„… müssten sich Nutzer schon deshalb durch eine von der Bundesregierung genehmigte Stelle beglaubigen lassen, da sie sonst nicht durch eine von der Regierung registrierte Stelle beglaubigt seien. Für Seehofer reiche dies vollkommen aus, um Strafverfahren gegen alle, die sich nicht im…“

„… zunächst durch die Steuer-ID geschehen könne. Schäuble habe in Aussicht gestellt, dass es eventuell eine Lockerung der Namenswahl geben könne, wenn im Gegenzug die hoheitlichen Bezeichnung in jedem Profil von…“

„… Ausnahmen geben müsse, die aber strenge Kriterien der Behörden geregelt seien sollten. Angehörige der Parteien, die in Bund, Ländern und Gemeinden durch öffentliche Tätigkeiten beschäftigt seien, sowie deren Angehörige, Freunde, Bekannte, Nachbarn, abhängig Beschäftigte, namentlich bekannte Nichtbekannte im Verhältnis eines Bekanntschaftsverhältnisses, nicht näher bekannte Unbekannte, deren Verhältnis zu den Nichtbekannten sich in einem unbekannten oder noch nicht bekannten…“

„… dass der neue Personalausweis auch eine elektronische Funktion zur Anmeldung im deutschen Internet beinhalte. Das Innenministerium habe damit endlich den vollen Zugriff auf die Kommunikation im Netz und könne sich bei drohender Gefahr zeitnah einschalten. Als neuer Koordinator zur Abwehr des Linksterrorismus werde Maaßen eine eigene Behörde im…“





Bleiberecht

13 01 2020

„Natürlich erinnern wir uns noch sehr gut an den Vorfall, der wird ja demnächst drei Jahre alt. Die Berliner Polizei hat viel zu tun, hier brennen Autos oder wir müssen Leute im Brunnen erschießen, da kann man nicht immer alles auf dem Schirm haben. Aber das wissen wir schon, da ging es ja um nicht direkt einheimische Bevölkerung.

Das war Berlin Union, das muss man nicht ganz so ernst nehmen. Das ist ungefähr so, als würde man einen Hamburger beim HSV verhaften, weil der nicht die erforderliche Promillegrenze überschritten hat. Wir nehmen da schon Rücksicht, schließlich haben die Innenminister von uns immer wieder Kultursensibilität gefordert. Aber wenn das soweit kommt, dass wir die Einwanderer anders behandeln, dann können wir da auch nichts anderes machen. Die Hetzpropaganda ist zwar schlimm, aber man kann das als Organ des Staates auch nicht ganz ignorieren.

Außerdem sehe ich hier eine sehr unsaubere Verwendung des Begriffs Fremdenfeindlichkeit. Der Typ soll laut unserer eigenen Pressemitteilung fremdenfeindlich beleidigt worden sein – meines Wissens nach stammte der aus Berlin, es kann sich also nicht um einen Ortsfremden oder anderweitig Zugereisten handeln, und den kann man dann auch gar nicht fremdenfeindlich beleidigen. Was Sie meinen, das ist Rassismus, aber den hat es laut der Pressemitteilung eben nicht gegeben. Zumal es ja laut neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen gar keinen Rassismus gibt, weil das mit den Rassen nicht wissenschaftlich ist. Es gibt halt Menschen, die sind mehr wert als andere, weil die in der richtigen Leitkultur geboren wurden und nicht mit einer Hautfarbe, die hier nicht hingehört. Die fallen auch überall gleich auf, und zwar jedem. Bei einer ganz normalen Polizeikontrolle fallen die gleich auf, und wenn es noch keine Kontrolle ist, dann macht man eben eine daraus. Aber das kann man nicht als Fremdenfeindlichkeit bezeichnen.

Eigentlich hat sich diese Diskussion sowieso schon erledigt, wir können gar keine Rechten sein, weil wir selbst von denen bedroht werden. Denken Sie an den Polizeichef von Oldenburg. Gut, man hat als Polizeichef keine Politiker zu kritisieren, und wenn, dann diese linke Marionettenregierung unter der Terrorkanzlerin. So ein Nestbeschmutzer muss sich gar nicht wundern, wenn ein paar patriotische Bürger ihn daran erinnern, dass eine einzige Kugel reicht, um ihn loszuwerden. Das darf man zwar auch nicht sagen, immerhin wird hier eine Straftat angekündigt, aber möglicherweise ist da am Ende auch nur Fahrlässigkeit im Spiel. Der Lübcke, der soll ja auch nur sehr unglücklich gestanden haben, als die Pistole auf seinen Schädel gerichtet war.

Da muss man mit den Bezeichnungen schon sehr genau bleiben. Die ausländische Person hat sich natürlich auch nicht durch Sprachkenntnisse hervorgetan, und dass er Bundesfreiwilligendienst in einer Kita geleistet hat, das zeigt doch nur, dass er hierher gekommen ist, um den Deutschen auch noch soziale Betätigungen streitig zu machen. Das sind doch die Fakten!

Jedenfalls wurde diese Person, offensichtlich ein Afghane, im Verlauf ihrer Infiltration in deutsches Hoheitsgebiet erheblich an der Schulter und am Kopf verletzt, wobei wir zu den Kopfverletzungen gar nichts sagen können. Das war wie gesagt ein Afghane, da kommt so was vermutlich häufiger vor. Die laufen da ja sowieso alle mit dem Turban durch die Gegend, es kann also auch eine reine Schutzbehauptung sein. Der Mitarbeiter, der ihn nun so wie behauptet verletzt haben soll, der hat zu dem Zeitzpunkt überhaupt keine Uniform getragen. Da frage ich Sie: war das denn dann überhaupt ein Polizist? Dieser Ausländer kann sich doch gar nicht durch den tätlichen Angriff eines Polizisten auf ihn traumatisiert fühlen, wenn der gar nicht als Polizist zu erkennen gewesen ist. Möglicherweise hat er die Uniform ja auch nicht getragen, weil er gedacht hat, das würde sich nicht mit seinem Hobby vertragen. Das war also die reine Rücksichtnahme, verstehen Sie? Das kann man doch einem Beamten nicht zum Vorwurf machen, dass er Dienst und Freizeit so säuberlich trennt, oder?

Es ist eine gemeinschaftlich begangene schwere Körperverletzung, aber das muss man doch nicht als rassistischen Übergriff werten. Ansonsten haben wir hier einen Fall von Hasskriminalität, und das heißt für das Opfer: Bleiberecht. Wo soll das denn bitte hinführen? Da provoziert einer eine Kontrolle durch offensichtlich nicht normale Hautfarbe, lässt sich dabei rassistisch beleidigen, der darf dann für den Rest seines Lebens bleiben, und schon haben wir durch den die nächsten, die ständig Kontrollen provozieren. Irgendwann haben wir dann in unserer Heimat als Weiße ein Problem auf dem Bahnhof, nur weil wir als Fremdvolk in Deutschland ständig in rassistisch motivierte Kontrollen von diesen Prügelbullen reingeraten – das kann doch nicht im öffentlichen Interesse sein!

Natürlich sind wir für Bleiberecht, aber für das Bleiberecht der Deutschen hier in Deutschland! Und deshalb muss der Kollege natürlich auch im Polizeidienst bleiben. Wenn Linksextremisten Ihr Auto anzünden, dann würden Sie doch auch nicht warten wollen, bis mal irgendein Polizist sich zu Ihnen bequemt, Sie wollen doch eine ausreichende Personaldecke und genug tatkräftige Polizisten, die ihren Beruf noch ernstnehmen, oder? Polizei, das ist kein Job, den man nach Schichtende an den Nagel hängt. Das muss man leben, verstehen Sie?“





Oma ihr klein Häuschen

8 01 2020

„Wobei ich jetzt nicht verstehe, was das soll.“ „Das versteht keiner, aber bis dahin können wir die SPD weiterhin als Feind der deutschen Arbeiter an den Pranger stellen.“ „Seit wann haben denn Arbeiter Grundbesitz?“ „Seitdem diese linken Schweine mit ihren Villen im Tessin den verdammten Hals nicht mehr voll kriegen!“

„Offenbar haben Sie das Prinzip nicht kapiert.“ „Wenn man die Zeitungen betrachtet, haben das noch ein paar mehr nicht.“ „Es geht denen darum, dass die Grundstücke enteignet werden! Nicht mal hat sich getraut, was diese Linksfaschisten mit den deutschen Wählern vorhaben!“ „Das ist doch…“ „Das ist verfassungsfeindlich!“ „Wann haben denn Sie zuletzt das Grundgesetz von innen gesehen?“ „Dann wüsste er auch, dass Eigentum verpflichtet.“ „Sie werden mich mit Ihren Spitzfindigkeiten hier nicht aus dem Konzept bringen, Sie nicht!“ „Wenn Sie das schon fürchten, warum glauben Sie dann, dass Sie ein Konzept haben?“ „Wir machen hier eine anständige Zeitung, die wird nicht dieses linke Gesindel an die gleichgeschaltete Macht bringen!“ „Was ist denn heute mit Ihnen los?“ „Verstehe ich auch nicht, sonst hetzt er doch bloß gegen Merkel?“

„Jedenfalls wollen diese stalinistischen Säue die Wähler enteignen, und die einzige Antwort von uns ist der nationale Widerstand!“ „Haben Sie seine Tabletten versteckt?“ „Ich bitte mir Respekt aus!“ „Warum schreiben Sie dann so einen Unsinn?“ „Die SPD wird mit der Bodenwertzuwachssteuer die Eigenheimbesitzer in den Ruin treiben.“ „Warum?“ „Wir werden Verhältnisse haben wie in Amerika, wo die Banken mehr Geld von den Hausbesitzern zurückhaben wollten, als sie ihnen geliehen hatten.“ „Das nennt man Kredit.“ „Und früher gab es auch mal Zinsen im positiven Bereich.“ „Und da ging es auch nicht um Grundstücke.“ „Die SPD ist die Fortsetzung des Nationalsozialismus!“ „Bleiben Sie bei der Äußerung?“ „Ich nehme das zurück, aber meine Meinung wird sich nicht ändern!“

„Es geht doch gar nicht um Immobilien.“ „Aber um die Grundstücke!“ „Ah, langsam sieht er es ein?“ „Und wenn die Grundstücke immer höher besteuert werden, dann kann man sich auch die Immobilien nicht mehr leisten.“ „Also doch keine Einsicht.“ „Allerdings.“ „Es geht um Bauland!“ „Nein.“ „Es geht um Bauland, das der Staat…“ „Die Steuer wird von den Kommunen erhoben.“ „Das ist doch dasselbe!“ „Er lebt offensichtlich in einem anderen Staat.“ „Das Bauland wird vom Staat durch die Kommunen jedes Jahr neu…“ „Nein.“ „Ihre leninistischen Diskutiererei wird Ihnen nicht weiterhelfen, Ihre Revolutionsgarden werden Ihnen das Eigenheim schon noch unter dem Arsch wegpfänden, und dann sitzt Ihr alle aus Solidarität mit Nordkorea auf der Straße! Na, wie schmeckt Euch Klimaspasten das!?“

„Abgesehen davon, dass es um Brachland geht, das erst bei der Umwandlung durch einen neuen Bebauungsplan…“ „Aha, da habe ich Sie schon bei der ersten Lüge erwischt!“ „Dieser Gesetzentwurf will nur eine einmalige Zahlung beim Verkauf an die Kommune besteuern.“ „Das sagen die jetzt – wenn Ihre Oma dann ihr klein Häuschen verkauft, dann ist…“ „Es geht doch nur um das Land.“ „Meine Oma hat das jedenfalls nicht auf Bauland errichtet, oder was meinen Sie, wie man reich wird?“ „Sie denken also, dass die…“ „Sie wollen mir unterstellen, dass ich die illegalen Methoden mancher Bauspekulanten gutheiße, nur weil ich mich gegen die linksextremistische Enteignung der SPD unter Adolf Walter Dings und seiner sicher aus Russland stammenden Parteisekretärin wende?“ „Sie sollten sich einfach mal den…“ „Ich muss mir diese sozialistischen Gleichschaltungsfantasien gar nicht erst durchlesen, meine Meinung steht fest: dieses rote Pack gehört aus Deutschland entfernt, die wollen den Wähler in die Armut treiben!“

„Und deshalb schreiben Sie diese Artikel gegen die Steuerpläne der SPD?“ „Davon verstehen Sie ja offensichtlich nichts.“ „Erklären Sie es uns.“ „Man nennt das journalistische Sorgfaltspflicht.“ „Wie bitte!?“ „Der Journalismus als politische Kraft muss dafür sorgen, dass die Wähler ihren Besitz nicht unter dem Arsch…“ „Welchen Besitz?“ „Welche Grundstücke?“ „Das hat doch der Lindner schon so oft gesagt, wenn man von der Armut bedroht ist und sich keine Miete mehr leisten kann, dann muss man eben Wohneigentum kaufen.“ „Also erstens…“ „Lassen Sie es gut sein, er kapiert es nicht.“ „War mit schon klar.“ „Hören Sie mal, wenn Sie eine Eigentumswohnung kaufen, dann gibt es gar keinen Grundbesitz.“ „Die meisten prekär Beschäftigten können oder wollen, das über lasse ich jetzt mal Ihnen, auf jeden Fall wollen die sich das nicht mehr leisten können – diesem leistungslosen Wohlstand, alle diese parasitären Arbeiter, die in diesem Land leben dürfen, obwohl sie immer noch so arm sind, dass sie sogar Steuern zahlen müssen?“ „Sie haben nicht einmal die…“ „Wenn die Investitionsgewinne aus Bodenspekulation nicht den Leistungsträgern zugute kommen, dann wird sich bald niemand mehr auf das Geschäft einlassen, und dann fließen die hinterzogenen Steuern eben nach England, oder was meinen Sie, wozu wir den Brexit brauchen?“ „Und deshalb muss die deutsche Presse den Wählern Schauermärchen über die SPD erzählen?“ „Sie haben ja noch nicht einmal…“ „Doch.“ „Aber eins würde mich jetzt ja brennend interessieren.“ „Na, dann erzählen Sie mal.“ „Meinen Sie, seine Oma war eine Nazisau?“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CDXCV): Verteidigung ohne Angriff

3 01 2020
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Sie haben es wieder getan. Sie werden es wieder tun. Seit Rrt beobachtet hatte, dass die Männer vom anderen Stamm, der gerade über die Savanne zog, viel schneller auf die Buntfruchtbäume klettern und sie in wenigen Stunden abernten konnten, grübelte er verbittert über einen Grund, diese Invasoren zu vernichten. In seiner Horde hatte sich allmählich eine Allergie gegen das Obst herausgebildet, von der kaum jemand verschont wurde. Nur wenige vertrugen das süßliche Fruchtfleisch, und auch die nur in geringer Menge. Außerdem wuchsen an der westlichen Felswand noch genug Buntfruchtbäume, es gab also keinen wirtschaftlichen Druck. Rrt rang sich wirre Erklärungen ab, spitzfindige Kasperaden ohne Sinn und Verstand, nichts, was einer genauen Prüfung oder Nachfrage würde standhalten können, doch das befriedigte ihn nicht. Und so trampelten noch am nämlichen Tag die brüllenden Hominiden das Gras nieder und hieben mit Steinen auf die wehrlosen Buschmenschen ein. Später würde man sich erzählen, es sei auf Grund unterschiedlicher Sprachen zu schweren Missverständnissen bei der Verhandlung gekommen, aber das war natürlich nur vorgeschoben. Keiner hatte verhandelt. Sie mussten eine Großmutter beleidigt haben. Das wurde von der Rotte allgemein akzeptiert.

Zwar wurde auch hier nicht geklärt, um wessen Großmutter es sich gehandelt hatte – keiner besaß einen Überblick über Verwandtschaftsverhältnisse in der unbekannten Gruppe – und man einigte sich schließlich darauf, dass es eine der zahlreichen Großmütter gewesen sein müsse, die aber für die anderen Großmütter, von denen man auch weder Namen noch Anzahl kannte, stellvertretend stehen sollten. Das war insofern bemerkenswert, als dass lange vor der offiziellen Erfindung der Moral schon ein hoch abstraktes moralisches Empfinden als Grund für einen Präventivschlag durchging. Wer eine Großmutter beleidigte, so ging die Überlegung, beleidigte damit sämtliche Großmütter über den sozialen Zusammenhang der eigenen Gesellschaft hinaus, da das moralische Empfinden durch eine Absolutsetzung das primitive Welt- und Ichbild der Sippenkasper sowie deren Handlungen rechtfertigt, jetzt und in alle Ewigkeit, über Gut und Böse. So wird jeder, der nicht angegriffen wird, trotzdem und a priori angegriffen und hat damit jedes Recht auf Verteidigung.

Nun braucht niemand sich einzubilden, es gehe den Dumpfdüsen tatsächlich um Anstand; zwar ist der Ruf der eigenen Familien-Bande vordergründig für sie von Belang, doch eben nur dort, wo er als Abzeichen von Macht herhalten kann, die eigene Aggression zu rechtfertigen, wenn sie wie üblich jeden Anstrich von Sittlichkeit vermissen lässt. Die Primaten haben ein ausgeprägtes Drohverhalten, das von außen betrachtet meist lächerlich wirkt. Es ist im Stammhirn verankert und wird ausgelöst, wo die Impulskontrolle durch einen zu schwachen Intellekt versagt. Auf eine einfache Kränkung reagiert der Stärkere durch demonstrative Ruhe; wo er sich aber nicht als Stärkere zeigen darf, sondern sich angegriffen fühlen muss, bedarf es stets einer Sanktionierung des nicht hinnehmbaren Verhaltens, vor allem bei einer narzisstischen Kränkung, die aus dem Rudelverhalten heraus zwangsläufig die eigene Position der ambivalenten Stärke in der Unterlegenheit unterstreichen muss. Vollkommen nebensächliche, im weiteren Verlauf gerne auch frei erfundene Grenzverletzungen werden zum casus belli hochgeziegelt, da in dieser Wirklichkeit doch nur sein darf, was nicht ist. Oder umgekehrt.

Es liegt an der brüchigen Identität, die den Tierversuchsresten mangels Individualbewusstsein nicht zur Verfügung steht. Wo bei anderen die Autonomie als denkendes Wesen sitzt, haben sich die Spielfäden einer Marionette verhakt. Für sie ist es praktischer, sich einen absurden Feind aus ad hoc zusammengestammelten Versatzstücken zu kreieren, als sich ihr eigenes Scheitern an einer idiotischen Ideologie zu gestehen. Der Blödföhn auf Sündenbocksuche ist zum Erfolg verdammt, und er findet ihn auch; seine Existenz ist Jammern über den verlorenen Krieg, und er sorgt dafür, dass das so schnell nicht aufhört.

So baut sich der humanevolutionäre Ausschuss munter einen Popanz nach dem anderen auf, der seine Niederlagen an sich selbst verantworten soll, statt die Wirklichkeit zur Kenntnis zu nehmen, die auch ohne sie auskommt. Ob Sippe oder Volk, mittelfristig pfeift die Population auf den marschierenden Brüllmüll, der durch mangelnde Anpassung an die Koexistenz innerhalb des Habitats unangenehm auffällt und sich letztlich ohne Not aus der ökologischen Nische herauskickt. Die anderen werden ihn nicht vermissen. Solange der Aggressor immer einen findet, der sich mit besseren Mitteln verteidigt, bleibt es ein blutiges Nullsummenspiel, an dem nur die jeweilige Gesellschaft zugrunde geht. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.





CDU SA SS

18 12 2019

„… plane Seehofer die Zentralstelle zur Aufklärung rechtsextremistischer Umtriebe im öffentlichen Dienst gemeinsam mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz, da hier verstärkt personelle Kompetenzen und Erfahrungen mit faschistischer Ideologie und…“

„… gebe es aus dem Innenministerium zum ersten Mal deutliche Anzeichen, dass die geplante Zusammenarbeit zwischen Polizei und Armee nicht weiter verfolgt werde. Behördensprecher hätten versichert, dass dies nichts damit zu tun habe, dass im Falle organisationsübergreifender Ermittlungen zu rechtsextremistischen Kräften auch eine gemeinsame…“

„… weiter an der Personalie Möritz festhalte. Stahlknecht habe den Verdacht, dass die Angriffe auf seinen Parteifreund eine in der jüdischen Presse entstandene Verleumdung seien, die als Boykotthetze auf den…“

„… werde sich der Verfassungsschutz ab sofort nur noch auf Landesebene mit rechten Strukturen beschäftigen. Dies verhindere eine Überschneidung der Kompetenzen mit dem BKA, das ab sofort wieder eigene Akten anlegen, führen und vernichten könne, um sich im Falle eines Terroranschlags auf dem…“

„… mehr demokratisch eingestellte Kämpfer für Frieden und Freiheit braucht. Stahlknecht weise in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es in Sachsen-Anhalt signifikant weniger Invasoren mit negroiden Rassemerkmalen gebe, seitdem die national aufgestellte…“

„… diskutiert werde, ob die Zentralstelle für Rechtsextremismus im Ressort Sachsen (SS) oder Sachsen-Anhalt (SA) eingerichtet werden solle. Seehofer halte einen Standort im Osten aus Gründen der Kompetenz für eine…“

„… auch aus anderen Ministerien Unterstützung erhalten werde. Die bisher für Exit und den VVN-BdA bereitgestellten Gelder könnten nun direkt in den Verfassungsschutz fließen, um die Beobachtung der aktuell rasch anwachsenden nationalsozialistischen Gruppen in einer sofortigen…“

„… dass die Zentralstelle im Osten auch aus logistischen Gründen eine bessere operative Abwicklung gewährleisten könne. Da mit rechten Anschlägen eher in den neuen Bundesländern gerechnet werden müsse, könne ein schnelles Erscheinen vor Ort für mehr…“

„… es auch in anderen Bundesländern ein paar zehntausend Einzelfälle gebe. Rechtsextremistisch motivierte Straftaten seien Teil der Alltagskultur im Osten, daher fordere der sächsische Landesverband ein Ende der Stigmatisierung durch die…“

„… und für etwa 12.000 Rechtsextremisten mit genereller Gewaltbereitschaft zuständig sei. Diese alle in die Bundeswehr zu integrieren sei jedoch auch für ein gemeinsames Bündnis aus BKA, Werte-Union und…“

„… dass die Hälfte der politisch motivierten Gewalttaten von Rechtsextremisten verübt würden. Dies bedeute für Stahlknecht zwingend, dass die andere Hälfte der Gewalttaten von Linken und Linksextremisten verübt werden müssten, was eine noch viel größere Gefahr für die nationale…“

„… seien 600 neue Stellen bewilligt worden. Diese könne Seehofer zwar nicht besetzen, er kenne auch keine Anforderungsprofile, sei aber durchaus zuversichtlich, dass sich bis 2050 ein möglichst klimaneutraler Abbau des Extremismus im…“

„… gelte nur eine Verurteilung wegen der Straftatbestände Mord, Totschlag und Brandstiftung als Ausschlusskriterium, außerdem dürfe die Tat nicht nach Jugendstrafrecht verurteilt worden sein. Man wolle zusätzlich jede verbüßte Haftstrafe aus der Bewertung herausnehmen, um die politischen Strukturen der Christdemokraten nicht durch eine bewusst resozialisierungsfeindliche…“

„… würden die ostdeutschen Landesverbände der Union einer Mitarbeit in der Zentralstelle nur dann zustimmen, wenn sie gezielt linksextreme und antifaschistische Verbrechen wie das Aufbringen von Aufklebern, das Abreißen von Hakenkreuzen in Privatbesitz oder andere Gewalttaten, die als Angriff auf die nationale Ehre des…“

„… setze die Zentralstelle zunächst auf maximale Transparenz. Seehofer begrüße es, wenn die vom Verein Uniter erstellten Listen mit Adressen von Volksverrätern auch in den Landesämtern für Verfassungsschutz untersucht und abgeglichen würden, um herauszufinden, ob die dort genannten Anschlagsziele in der bisherigen Sicherheitsarchitektur der polizeilichen…“

„… sich die beiden Landesverbände zum Gesamtverbandverband CDU SA SS zusammenschlössen, um einen Austausch von Mitarbeitern und Daten für die Bekämpfung antifaschistischer Straftaten im öffentlichen…“

„… da sich die Personalsituation nochmals erheblich zuspitzen werde. Falls Seehofer plane, sämtliche Bundes- und Landesministerien der regierenden Sicherheitsbehörden auf die politische Gesinnung ihrer Mitarbeiter zu prüfen, werde es zu einem völligen Stillstand in der…“

„… schlage die kommissarische Leiterin der Zentralstelle vor, rechte Behördenmitarbeiter ins Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu versetzen, um wenigstens diesmal die beschleunigte Abschiebung von bis zu 69 Personen an einem…“

„… eine weitere Privatisierung der deutschen Sicherheitsbehörden befürworte. Maaßen habe ein kostenneutrales Strategiepapier vorgelegt, das eine Überführung des Verfassungsschutzes bis 2021 in marktorientierte Trägerschaft vorsehe und damit jede Verpflichtung zu Entnazifizierungsmaßnahmen vom öffentlichen Dienst als…“

„… den Straftatbestand der Holocaustleugnung aus dem deutschen Strafrecht entfernen müsse. Stahlknecht sehe eine von einzelnen Juden immer wieder befeuerte Debatte, die nur zum Ziel habe, die nationalen Interessen des deutschen Volkes mit ihrer zersetzenden…“

„… als Sonderberater der Zentralstelle im Amt bestätigen könne. Seehofer werde Maaßen sofort in seiner Dienststelle mit den erforderlichen…“





Schadensbegrenzung

17 12 2019

„Glüh… Glühwas? Glühwein? Da sind wir nicht zuständig. Weihnachtsmärkte macht eigentlich das Wirtschaftsministerium, und die drogenbedingten Ausfälle sind beim Kollegen Scheuer. Ach so, Sie meinten Glyphosat? Ja, wir wissen ganz genau nicht, was das ist.

Das war hier ein Mehrgenerationenproblem. Klöckner vertritt noch immer das klassische Bild, dass man als Frau wartet, bis der Vorgesetze des Vorgesetzen des Vorgesetzen des Vorgesetzen des… wenn ich jetzt weitermache, sitzen wir in zwei Jahren noch hier, und nichts hat sich geändert. Wenn ich es lasse, ändert sich nichts, aber sie hat in zwei Jahren wenigstens noch ihren Job und muss nicht Generalsekretärin werden wie die anderen Bildungsversager in ihrem Laden. Wir müssen die beschäftigen, damit sie die Fresse hält. Wenn Sie mal richtiges Fachpersonal sehen wollen, dann kann ich Ihnen einen Besuch in unserem Bereich für Schadensbegrenzung empfehlen.

Der hier zum Beispiel, der hat zehn Jahre lang in der SPD gearbeitet. Dann wurde er plötzlich abgelöst, und auf einmal kam in der Presse auf, dass die für Hartz IV verantwortlich waren. Das hatte ja vorher keinen interessiert, auch wenn es genug Beweismaterial gegeben haben soll – wir interessieren uns ja nicht so dafür, wir interpretieren immer nur die Wahlergebnisse, also für uns passt es irgendwie immer. Dann wollte Klöckner neulich mal eine Pressekonferenz abhalten, es ging da um Knusperflockenmüsli und die regierungsseitige Bestätigung, dass der Hersteller freiwillig darauf verzichtet hat, keine illegalen Bestandteile in sein Zeug zu mischen. Das sind so Sachen, die man in der Bundespressekonferenz einfach nicht macht.

Wir hatten kürzlich mal eine Nachfrage zur Lebensmittelampel, das war jetzt etwas peinlich. Klöckner hätte das zwar beantworten müssen, aber sie wusste nicht mehr, von welchem Hersteller sie die Produktproben bekommen hatte. Aus Gründen der Wettbewerbsneutralität sind die Verpackungen immer neutral gehalten, da weiß man dann vorher nie, ob Marmelade drin ist oder Champagner. Für den Verbraucherschutz muss man halt auch mal das eine oder andere Opfer bringen, das bringt die Position so mit sich.

Wir sind ja inzwischen froh, wenn Greta sich im Zug den Arsch platt sitzt, das erspart uns elendige Diskussionen mit Bürgern, die mehr von ihrem Handwerk verstehen als Klöckner. Wenn hier einmal ein Diplomphysiker auf der Matte stünde, ich sage es Ihnen – unsere Türsteher hätten am nächsten Tag einen Hausmeisterjob bei der AfD! Das lassen wir einfach nicht zu, und damit sind wir als Regierungspartei bis auf weiteres alternativlos die erste Wahl, weil wir anderen bis auf gewisse Kompetenzgebiete überlegen sind.

Das Bewerbungsschreiben für diesen Konzern ist noch nicht fertig, wir brauchen noch ein paar Arbeitsproben. Deshalb mussten wir neulich diesen Werbespot mit der Schokomilch durchgehen lassen, auch wenn das grenzwertig war. Der Hersteller wollte unbedingt, dass sie bar bezahlt wird, damit das nicht durch die Parteienfinanzierung läuft – wenn das durch die Schweiz geht, kriegt man da auch Ärger, das wissen wir inzwischen – und wir konnten es ja schlecht privat abrechnen, also haben wir uns auf Aktien geeinigt. Jetzt kann sie ja schlecht mit Absicht den Aktienkurs abschmieren lassen, das würde ja Millionenwerte vernichten, vor allem bei den wirtschaftlich wichtigen Leuten, die unsere Partei sonst finanzieren, aber sie darf auch nicht zu schnell Gesetze, die im Auftrag dieses Konzerns… –

Dann hatten wir hier natürlich noch ein Problem mit dem Glyphodings, Glyphosat, ich weiß nicht mehr, wie das hieß. Wir wollten das verbieten, aber die rechtlichen Vorgaben waren so eindeutig nur für die EU bestimmt, dass das nur andere Länder einschränken konnten, und davon auch nur die Franzosen, weil sie von uns wussten, dass die Genehmigung in Deutschland auch ausläuft. Da kann man mit Blut und Boden argumentieren, aber das würde ja heißen, dass hier einer nur an die EU denkt und nicht an die deutsche Wirtschaft. So kurz vor Weihnachten, wollen Sie da den nationalen Sonderweg austesten?

Wenn wir jetzt die Erzeuger einschränken, die die Rohstoffe für unsere Produkte, mit denen wir auf dem Aktienmarkt – oder andersherum, wir können ja nicht die Kontinuität der Agrarpolitik, die mit der Parteienfinanzierung der, ich möchte mal sagen, wichtigen und… – Jedenfalls profitieren wir von der stabilen Landwirtschaft, die keine großen Verluste hat, die sie an die Verbraucher weitergeben kann, und die wird im Gegensatz die Unterstützung aus der Politik, die auch gleichzeitig im Sinne einer stabilen… –

Jedenfalls hat man ihr bisher nichts nachweisen können, das wollen wir mal festhalten. Gut, so viel hat sie bisher nicht gemacht, aber wir sind ja auch noch nicht fertig. Und unsere Schadensbegrenzung arbeitet wirklich gut, denn sonst hätten Sie es schon gemerkt. Glauben Sie es mir. Das kommt von oben. Von ganz oben. Wenn die nicht ihre Finger im Spiel hätten, was meinen Sie, dann würden die alle irgendwann als Kanzlerkandidaten drohen. Klöckner, Spahn, alle. Und jetzt fragen Sie uns noch mal, ob wir den Laden hier im Griff haben.“