Hexenverfolgung

1 04 2020

„Also haben sie erst einen gesehen, noch einen, und dann noch einen. Aha. Gut. Aber da kann ich nichts machen, weil das drei einzelne Personen waren, und wenn Sie nicht mal wissen, um wen es sich dabei gehandelt haben könnte, dann weiß ich auch nicht, was ich jetzt noch dagegen tun könnte.

Stressfest, haben sie gesagt. Also ich habe schon eine ganze Menge gemacht, Beschwerdestelle bei der Bahn, technische Hotline für Geräte, die man eigentlich nur einschalten muss, aber das hier ist wirklich hart. Die Leute wollen mitarbeiten, was ja auch grundsätzlich erst mal in Ordnung ist, aber sie sind wie kleine Kinder, die alle Nummernschilder von den parkenden Autos aufschreiben und sie dann bei der Polizei abliefern, weil vielleicht ein Räuber darunter sein könnte. Es ist nicht zu fassen.

Infektionsschutzpolizei, womit kann ich Ihnen helfen? Ihre Nachbarin hält sich also im Park auf? Und was soll sie Ihres Erachtens nach sonst im Park tun, etwa die Bäume absägen? Sich bewegen? Das würde ja schon mal beinhalten, dass sie sich dort auch aufhält. Wenn Sie es nicht sehen konnten, dann waren Sie unter Umständen nicht dicht genug an ihr dran. Es ging nicht, weil Sie ja den Abstand einhalten mussten, aha. Gut. Und dann haben Sie keine Bewegung feststellen können. Sind Sie sich sicher, dass es sich nicht um Joga gehandelt hat? Aha, das macht man nicht im Park. Wusste ich auch noch nicht, aber wenn Sie das sagen, wird es wohl stimmen. Ja, behalten Sie die Sache ruhig im Auge.

Das ist Ihnen ja wohl klar, wie das hier läuft. Die einen liegen auf der Fensterbank und gucken nach, was die Nachbarn im Vorgarten machen, die anderen stehen hinterm Baum und verpfeifen, wen sie zu fassen kriegen. Das hatten wir alles schon, die Geheimpolizei hieß nur immer anders, und sie kam nicht mehr nach damit, die Denunziationen der braven Bürger abzuarbeiten. Schaffen Sie einen Polizeistaat, schaffen Sie rechtliche Grauzonen, in denen selbst die Polizisten nicht mehr wissen, was noch legal ist und was nicht, und schon kriecht das Heer der Schnüffler und Petzer aus allen Ritzen.

Infektionsschutzpolizei, womit kann ich Ihnen helfen? Zwei Personen? Nicht verheiratet? Ja, das soll vorkommen, und wenn Sie mir jetzt noch verraten, woher Sie wissen, was die beiden sonst so tun, dann… Das haben Sie falsch verstanden, wir nehmen hier keine Sittlichkeitsverbrechen auf, und ich kann Ihnen auch versichern, dass ein Abstand von unter einem halben Meter definitiv keine gemeingefährliche Körperverletzung darstellt, wie Sie das nennen. Mit Hund waren es schon drei? Sie sind sich ganz sicher? Haben Sie auch nachgesehen, ob vielleicht einer der beiden einen Hamster in der Hosentasche hatte? Hallo? Hallo?

Ich würde nicht sagen, dass wir als Deutsche hier ein Monopol haben, aber wir sind ganz gut im Training. Heutzutage müssen Sie noch nicht mal Systemkritiker sein oder Ausländer, es reicht, wenn Sie durch gesundheitsgefährdendes Verhalten eine Gefahr für das auf Kante genähte Finanzsystem eines Krankenhausbetreibers darstellen, weil sie ein Intensivbett belegen, in dem zur selben Zeit drei bis vier Senioren abkratzen und für bessere Rendite sorgen könnten. Das möchte der gute Staatsbürger natürlich nicht, aber das ist nur ein Motiv. In Wirklichkeit will er natürlich jemanden reinreißen und zusehen, dass der andere leidet. Da haben wir auch kein Monopol, aber in der Vergangenheit ganz gut vorgelegt.

Wenn Sie so wollen, können Sie die ganze Psychodynamik auf die Hexenverfolgung zurückführen. Die Gesellschaft war ein bisschen anders aufgebaut, aber nicht unbedingt besser dran als heute. Neid und Missgunst sind immer gute Triebfedern, das Verhalten mag damals noch ein bisschen irrationaler gewesen sein, weil Aberglaube als wissenschaftlich bestätigt galt, und wenn man persönliche Einschränkungen an einer sich ad hoc anbietenden Bevölkerungsgruppe abreagieren kann, dann macht man das halt. Was meinen Sie, wie oft ich hier Leute dran habe, die eine Hundertschaft anfordert, weil auf der Straße ein Chinese läuft.

Infektionsschutzpolizei, womit kann ich Ihnen helfen? Es hat gehustet. Aha. Gut. Und wo hat da wer gehustet? Wissen Sie nicht. Soll ich das jetzt etwa herausfinden, wer da wo gehustet hat? Und wann hat es gehustet? Gestern? Dann ist es ja gut, dass Sie uns gleich heute informieren. Das war, weil Sie keine Ansteckung riskieren wollten. Ja, das verstehe ich. Alle festnehmen? Kann man machen, aber wieso eigentlich? Bösartiges Husten? Es hat sich also bösartig angehört, interessant. Nein, mir war bisher noch nicht bekannt, dass man bösartig husten kann. Ist es möglich, dass es sich dabei um ein vorsätzliches Husten gehandelt haben könnte, und wenn ja, können Sie das auch beweisen? Aha, gut. Dann müssen wir das wohl als fahrlässiges Husten betrachten, unter Umständen könnte es eine leichte Fahrlässigkeit sein, und da würden wir es bei einer Ermahnung bewenden lassen, weil da auch keine Ordnungswidrigkeit vorliegt. Ja, aber immer vorausgesetzt, dass wir die Person auch eindeutig als tatbeteiligt identifizieren, sonst ist es schwierig, eine Ermahnung auszusprechen, das werden Sie sicher verstehen. Wissen Sie was? Sie finden heraus, wer das gewesen ist, und dann schicken Sie die Person zur Befragung zu uns.

Wissen Sie, wovor mir graut? Wenn dieser Zirkus noch monatelang weitergeht, ziehen sich diese Idioten irgendwann Karnevalsuniformen an und terrorisieren das ganze Land. Aber das ist nun mal die Krise: sie zeigt den Charakter eines ganzen Landes.“





*

17 03 2020

Es roch muffig, die Papierkörbe waren voll, es gab kaum Sitzgelegenheiten. Ich hätte es sofort für ein Arbeitsamt gehalten, hätte ich nicht genau gewusst, dass ich ins Universitätsklinikum gekommen war.

Die Helferin nahm meine Einladung – es war eigentlich eine Vorladung, aber man nannte sie selbst im Arbeitsamt nicht mehr so – entgegen und musterte meinen Ausweis. „Wir haben Sie gar nicht in der Kartei.“ Ich zuckte die Achseln. „Sie müssen doch in den letzten Jahren wenigstens einmal in ärztlicher Behandlung gewesen sein?“ „War ich“, bestätigte ich. „Allerdings ist das über zehn Jahre her, und es war auch nicht so schlimm.“ „Sind Sie jetzt immun?“ Wieder gab ich meinem Nichtwissen Ausdruck. „Es war eine Prellung am rechten Knie. Keine Ahnung, wie lange das vorhält.“ Sie reichte mir den Ausweis zurück und drückte mir einen Papierstreifen in die Hand. Vorerst durfte ich mein Leben weiterführen, nur nicht mehr in ihrem Raum.

„Wir haben für Sie noch keinen Wert ermitteln können.“ Der Arzt war tatsächlich einer, nur bekam ich den Gedanken vom Arbeitsamt nicht mehr aus dem Kopf. Vielleicht ging es aber doch um eine medizinische Frage. Er reichte mir einen Stern. „Man schaltet ihn dort an, und so können Sie ihn an Ihre Jacke stecken.“ Das Gerät, etwa so groß wie meine Handfläche, verhielt sich ordnungsgemäß. Es leuchtete gelb. „Sie brauchen noch ein paar Tage, bis es wechselt. Vielleicht noch länger.“ Er wusste es also selbst nicht, und das war auch schon alles, was ich wissen musste.

Das Abzeichen sollte ermitteln, wie sicher der Umgang mit mir war. Grün bedeutete, dass von mir keine Gefahr ausginge. „Wobei wir natürlich nicht wissen, wie lange das anhält.“ Ich hielt den Stern in der Hand. „Und Sie stufen mich dann zurück?“ Er schüttelte energisch den Kopf. „Eben nicht. Unser Urteil ist viel zu unsicher, deshalb überlassen wir es dem System.“ Ich blickte ihn an. „Nun ja“, sagte er unbeholfen, „dem System eben – Sie verstehen?“ Immerhin wusste ich schon vorher, dass wir alle vernetzt waren. Sie hatten Zugriff auf die Sterne, je nachdem, wo ich mich aufhielt, würden sie mich von der neutralen zur kritischen Person machen und mich aus dem Verkehr ziehen. Ich würde es selbst merken, wenn die Farbe plötzlich umschlüge. „Sie müssen sich dann selbstverständlich noch einmal melden“, informierte er mich. „Wir wissen schon, dass Sie dann als kritisch eingestuft sind, aber das System setzt selbstverständlich auf den mündigen Bürger, der eigenverantwortlich handelt, um keine Sanktionen zu erhalten.“

Ich steckte das Ding an meinen Mantel. „Gibt es offizielle Hinweise, wie ich mich verhalten muss, um nicht als kritisch eingestuft zu werden?“ Er schüttelte den Kopf. „Natürlich sollten Sie sich von Menschengruppen fernhalten, wenn Sie nicht die negativen Werte übertragen haben wollen. Aber wir berechnen das ja auch nur anhand eines…“ „Wir?“ Er war wie zuvor verlegen und krümmte sich, damit ich ihm nicht ins Gesicht sehen musste; gut, dass ihm mein Wohl so am Herzen lag. „Ich weiß ja nie so richtig, was in diesem System wie gewichtet wird, aber wir müssen das irgendwie…“

Ich wollte schon gehen, aber er ließ es noch nicht zu. Vielleicht hatte er aus vielschichtigen Gründen gefolgert, dass ich nicht überzeugt war. „Sie sollten doch noch ein paar Sicherheitsregeln lernen, damit Sie…“ Er entnervte mich, und ich ließ mich nicht bitten. „Wahrscheinlich hat man Ihnen erzählt, dass ein gewisser Prozentsatz der Bürger nicht an die Virusinfektion glaubt. Sie sind an diesen lustigen Aluhüten zu erkennen.“ „Sie wissen das also schon?“ Nichts wunderte mich, dass ihn das nicht wunderte. „Sie müssen vor allem große Menschenansammlungen meiden“, schärfte er mir ein, „ich würde an Ihrer Stelle jetzt nicht mehr mit der S-Bahn fahren.“ Ich musterte ihn, doch mit recht wenig Erfolg. „Warum“, fragte ich, „hat man dann nicht die gesamte Bahn stillgelegt?“ „Es ist ja Ihre freie Entscheidung“, stammelte er, „ob Sie nun durch die Bahn zur kritischen Person werden oder durch den Kontakt durch zu viele Arbeiter, das ist gesetzlich nicht vorgesehen.“

Irgendetwas piepste plötzlich. Auf dem Monitor erschien eine Zahlenkolonne. Der Arzt drehte sich kurz um und kniff die Augen zusammen. „Das sind meine Werte“, murmelte er. „Wir aktualisieren sie alle paar Minuten, aber diesmal scheint es einen Fehler gegeben zu haben.“ Er drückte einige Tasten, worauf sich der ganze Bildschirm erneuerte. „Das ergibt keinen Sinn.“ Zwar wusste ich nicht genau, was ihn störte, doch mein Stern wechselte die Farbe und wurde rot. „Ich kann mir das nicht erklären.“ „Soll ich’s versuchen?“ Er sah mich an, verängstigt und verwirrt. „Vielleicht ist Ihr Urteil zu unsicher, weil Sie sich nicht auf das System verlassen.“ Mechanisch drückte er ein paar Tasten und wartete, bis sich die Zahlen auf dem Bildschirm bewegten. „Ich kann das hier nicht ändern.“ „Natürlich nicht“, wandte ich ein, „das System eben. Das müssen Sie schon verstehen.“

Die Helferin führte mich den Gang entlang zu einer Treppe, die ins Untergeschoss führte; dort würde man mir alle weiteren Schritte erklären, wie ich mich nach einer Einstufung als kritische Person würde verhalten müssen. Als sie mich durch die Tür schob, sah ich, wie der nächste Patient das Sprechzimmer betrat. Das System machte keine Fehler.





Selbstamputation

16 03 2020

„Da haben Sie bestimmt etwas falsch verstanden. Wir beobachten erst einmal nur den Flügel, aber auch das ausschließlich ergebnisoffen. Man würde uns sonst Voreingenommenheit vorwerfen können, und dann würden wir die Ergebnisse hinterher nicht mehr verwerten dürfen. Das will doch keiner.

Natürlich muss man hier differenzieren, es ist ja nicht jeder in der AfD Rechtsextremist. Und nicht jeder, der rechtsextremistische Überzeugungen hat, ist auch Mitglied in diesem Flügel. Das ist sowieso sehr schwierig, weil es keinerlei Mitgliederlisten für diese Gruppierung gibt. Wenn wir von der Chefetage den Befehl bekommen hätten, sämtliche Nazis in der Partei zu beobachten, dann hätten wir uns ein Mitgliederverzeichnis schicken lassen, und fertig ist die Laube. Aber so? Ich würde jetzt nicht gleich sagen, dass wir die AfD beobachten und gleichzeitig nicht beobachten sollen, aber ein bisschen paradox ist diese Situation schon.

Vor allem, weil man ja auch nicht weiß, ob es jetzt viele Mitglieder gibt, die eine Beobachtung abschreckt oder die sich jetzt Gedanken machen, ob sie nicht eventuell doch mit einer demokratischen Einstellung besser leben können. Dazu müssen Sie gar nicht Beamter sein, manche Leute möchten halt nicht jeden Morgen in ihren Rasierspiegel kotzen. Die würden wir als Verfassungsschutz dann einfach so mitbeobachten, obwohl wir gar nicht wissen, wie die denken. Schwierig. Auf der anderen Seite ist so eine Mitgliederliste nicht erschöpfend, da kann es durchaus passieren, dass einer gar nicht öffentlich gesagt hat, dass er Teil des Flügels ist, dass er die rechtsextremistische Einstellung dieser Leute teilt oder sich eventuell erst noch radikalisiert, weil er dazugehören will, bevor alles verboten wird. Da können wir gar nichts machen. Stellen Sie sich mal vor, man würde diese Menschen diskriminieren, sie durch gesellschaftliche Ächtung oder Berufsverbote ausgrenzen – schrecklicher Gedanke, das möchte ich nie verantworten müssen.

Stellen Sie sich mal vor, in der Partei gäbe es jetzt eine Art Selbstamputation: die Führung sägt alle ab, die sich nicht mehr auf dem Boden der Verfassung befinden, und verlangt von sämtlichen Mitgliedern ein schriftliches Bekenntnis zum Grundgesetz und zur Genfer Flüchtlingskonvention, und dann kündigt sie an, dass sie mit diesen ganzen demokratiefeindlichen Spielchen wie in Thüringen aufhört und nur noch konstruktive parlamentarische Sacharbeit leistet. Dann würde sich eine weitere Beobachtung natürlich erübrigen. Also nicht, weil sie dann in der demokratischen Gesellschaft angekommen ist, sondern weil sie mit ihren paar Hasardeuren, Pleitiers und Schreihälsen so etwas gar nicht auf die Kette kriegt und innerhalb von wenigen Jahren wieder aus den Parlamenten kippt. Dann hat sie nicht mehr den politischen Einfluss, den sie für eine tatsächliche Beseitigung der FDGO bräuchte, und damit ist ein Verbot der AfD vom Tisch. Das war es ja, was Karlsruhe an der NPD gefunden hat. Ganz nebenbei müsste die komplette Parteiführung sich selbst vom Hof jagen. Wer macht das schon.

Das mit den linken Provokateuren, das ist auch so eine Sache. Da gibt es ja teilweise Vollidioten in der AfD, wenn Sie hören, was die so alles vom Stapel lassen, gehen Sie sicher nicht davon aus, dass es sich um geistig gesunde, zurechnungsfähige Staatsbürger handelt, die aus Sorge um unsere Bundesrepublik Deutschland in den Grenzen von 1990 politisch tätig sind, größtenteils finanziert von dem Staat, den diese Damen und Herren für nicht existierend halten und von dem sie dennoch ihre Bezüge erhalten. Wenn das nicht irgendwelche Linken sind, die sich als Nazis verkleiden, welche Erklärung sollte es denn dann geben? Es sollen ja auch Ex-NPD-Mitglieder in die AfD eingetreten sein, dann sind das bestimmt die, die sich plötzlich als Linke verkleiden, damit sie gegen eine andere rechtsextremistische Partei angehen können. Das ist doch dann auch sehr unfair, wenn man die ganze Partei nur wegen rechtsextremistischen Mitgliedern ein Verbotsverfahren anhängt, obwohl noch nicht einmal feststeht, ob es echte Rechtsextremisten sind oder nur falsche Linke. Wenn wir als Behörde hier einigermaßen authentisch bleiben wollen, können wir doch gleich echte Linke beobachten, oder aber alle Linken gleich verbieten. So kompliziert kann das doch nicht sein.

Und man muss sich auch mal Gedanken machen um den Staat als Ganzes. Wenn wir die AfD als Ganzes beobachten, dann haben wir auch nur die Möglichkeit, sie als Ganzes zu verbieten. Es gibt da so viele Ausländerfeinde, Holocaustleugner, Leute, die gerne mal jemandem mit einer anderen Religion oder Hautfarbe ein ganzes Magazin in den Schädel ballern wollen, und solche, die als Reichsdeutsche das Privileg fordern, Frauen zu vergewaltigen. Die kriegen Sie nicht zurück ins bürgerliche Lager. Wir haben hier eine staatspolitische Verantwortung, und das ist ja ansonsten auch die Domäne der AfD. Ich bin mir nicht sicher, ob wir da einfach so eingreifen dürfen.

Aber das ist es ja noch gar nicht. Stellen Sie sich das mal vor, Sie sind bei der Steuerfahndung, Sie fangen die bösen Jungs, die den Staat und die ganze Gesellschaft berauben, gemeinschaftsschädigende Elemente, die alle Tricks kennen, um die Ärmsten der Armen aufs Kreuz zu legen und es dann auch noch als Notwehr auszulegen, weil sie sich in einer Opferrolle sehen, und dann drückt man Ihnen eine Adresse in die Hand, und es ist der elterliche Betrieb, in dem Sie lange genug selbst gearbeitet haben. Schon doof, oder?“





Rinks und Lechts

12 03 2020

„… werde die Polizeibehörde ab sofort jede Kritik an ihrem Personal, an Maßnahmen und Gesetzen als linksorientiert werten und dementsprechende juristische…“

„… auf Unverständnis gestoßen sei. Wendt kritisiere den Ansatz, da man daraus fälschlich schließen könne, die gesamte Polizei sei rechts und verfassungsfeindlich, nur weil sie demokratische Volksverräter, die im Auftrag der stalinistischen Kanzlerdarstellerin die arische…“

„… auf kriminalistischer Erfahrung beruhe. Die meisten Personen, die zusammengeschlagen, mit der Dienstwaffe in den Kopf geschossen oder von einem Einsatzfahrzeug überrollt worden seien, hätten sich im Nachhinein als gefährliche Linke herausgestellt, die nicht einmal vor einer Strafanzeige gegen Beamten der…“

„… Kritik an der polizeilichen Überwachung auch eher von Unterstützern des Rechtsstaates geübt werde. Diese müsse die Polizei wegen ihrer Ablehnung einer politisch gewollten polizeilichen Überwachung daher als eindeutig…“

„… dass Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte mit Brandsätzen grundsätzlich kein rechtsextremer Hintergrund unterstellt werden könne. Dieser sei in der Regel auch gegen die Polizei gerichtet, daher sei er immer linksextrem und könne logischerweise nie einer rechten…“

„… müsse natürlich immer von der Polizei selbst beurteilt werden. Das Bundeskriminalamt habe nochmals erläutert, dass das polizeiliche Kameradschaftsgefühl der Beamten nur von ihnen selbst als verletzt angesehen werden, weshalb eine Ermittlung durch unabhängige Juristen nicht nur wegen ihrer fachlichen Eignung, sondern auch ihrer mangelnden charakterlichen…“

„… bereits die Kränkung der deutschen Ehre genüge, um einen Polizisten schwer zu kränken. Wendt sehe abfällige Bemerkungen gegenüber der AfD schon als erhebliche…“

„… sehe es die Polizei als ihren Auftrag, die erlebnisorientierten Rechtsextremisten vor den Folgen ihres eigenen kriminellen Fehlverhaltens zu schützen. Wer sich aus mutmaßlichen politischen Motiven gegen die Ordnungskräfte stelle, müsse sich daher immer gefallen lassen, als gefährlicher Extremist bezeichnet zu werden, der nur in der…“

„… werde Meinungsfreiheit generell nicht von Rechtsradikalen unterstützt. Wer also im Rahmen der verfassungskonformen Meinungsfreiheit die Polizei kritisiere, sei damit als linksradikales…“

„… werde von Seehofer nicht als Aufforderung verstanden, polizeiliche Überwachungsmaßnahmen möglichst verfassungskonform durchzuführen. Der Bundesinnenminister werde sich von linksextremen Terroristen nicht…“

„… Kapitalismuskritik ausdrücklich von dem Verbot ausgenommen sei. Der Kapitalismus sei ein staatlich installiertes Herrschaftssystem, das im Gegensatz zur Polizei nicht zur Stabilisierung der demokratischen…“

„… linke und rechte Extremisten unterschieden werden müssten. Die Polizeiverwaltung wolle sich zunächst auf die Beseitigung mutmaßlich Linker beschränken und den Begriff politisch möglichst weit auslegen, um danach bei der Einschätzung potenzieller rechter Gefahren eine einfachere…“

„… müsse auch vermeintlich demokratisch verstandene Kritik an Wirtschaft und Kultur im Rahmen der Beschneidung der Meinungsfreiheit sehr deutlich beschnitten werden, da sie nicht in die Öffentlichkeit gehörten. Es könne sonst zu ernste Störungen des kulturellen Lebens, unter Umständen sogar einer wirtschaftlichen…“

„… das Grundgesetz als Bedrohung für den Rechtsstaat ansehe. Es werde derzeit beantragt, verdachtsunabhängige Straßenkontrollen in ganz Deutschland durchzuführen, um die Hetzschrift aus dem Verkehr zu…“

„… dürfe man Meinungskundgebungen in Fußballstadien gar nicht mehr zulassen, da sie nicht dem Sport dienten. Die Polizeibehörde werde daher auch die Abwesenheit von Vereinswappen als Straftat werten und habe angekündigt, dies als mutmaßlich linkes…“

„… dass die Polizei im Grundgesetz gar nicht als Gefährder genannt werde und auch im Strafrecht nicht als solche vorkomme. Deshalb sei es von der Meinungsfreiheit gedeckt, wenn Polizisten alle nicht zur Polizei gehörigen Gegner ohne Ansehen der Person als Feinde des…“

„… man von den konservativen Politikern dahin gehend aufgeklärt worden sei, dass es sich bei der NSDAP um eine explizit linke Organisation gehandelt habe. Daher müsse man Veranstaltungen der Linken, die im linksfaschistischen Spektrum beheimatet seien, auch als primär faschistische Aktionen einstufen und könne so einen Ausgleich in der Behandlung extremistischer…“





Großartige Maßnahme

9 03 2020

„Bis jetzt hat es super geklappt. Die internationale Zusammenarbeit ist wirklich überraschend gut, die Bevölkerung macht zuverlässig mit, wir sind von der ganzen Aktion wirklich angenehm überrascht. Es ist wesentlich besser als geplant, und es ist auch wesentlich besser als bei den letzten Versuchen.

Erinnern Sie sich noch an diese Gurkenkeime? EHEC? Alter, das war ein Reinfall! Hätten wir uns eigentlich gleich denken können, aber da hatten wir noch die alte Geschäftsleitung, und die hatten beim Angebot der Massentierhalter sofort Dollarzeichen in den Augen. Ich höre die noch schreien: ‚Gemüse ist der Teufel! Die Radieschen gucken uns von unten an!‘ Und dann haben sie natürlich nur die Hälfte von den Grillwürstchen verkauft, weil es ohne Salatbeilage eben nicht geht. Selten so eine peinliche Pleite erlebt. Voll in die Hose. Da zieht man ja mit jeder Schweinepest den Leuten mehr aus der Tasche, und so schwer ist das wirklich nicht.

Deshalb haben wir Corona jetzt auch so gut organisiert, dass wirklich nichts mehr schief gehen kann. Geradezu generalstabsmäßig, bis ins kleinste Detail. Alles perfekt. Das läuft wie am Schnürchen, wir haben keinen Grund zur Klage. Keine Sau redet mehr über Spahn, diesen Brechreizbeschleuniger, der als Aushilfskanzlette angekündigt hat, dass er die Verfassung weiterhin vorsätzlich missachten wird. Kein Schwein interessiert sich für das Dumm-Dumm-Geschoss Altmaier, diesen aufgeblasenen Vollversager, der gerade für einen Posten als Clown beim Energieerzeuger eine halbe Million Jobs mit Absicht in die Tonne haut, weil er sonst seine gierige Fettfresse nicht schnell genug vollgestopft kriegt? Dass die EU ihren Friedensnobelpreis mit Füßen tritt, merkt auch keiner. Wir sprechen über Corona, da lässt sich wunderbar Panik erzeugen.

Aber eben nicht nur die. Was haben uns diese Nudelmacher in den Ohren gelegen – Absatz im Keller, Produktinnovation in Deutschland kann man sowieso vergessen, die Leute essen nicht mal die Vollkornvariante. Also Hamsterkauf. Das nenne ich Marketing! Da haben wir die Raviolisparte gleich mitgezogen, absoluter Knaller! Und internationale Märkte natürlich gleich mit im Boot. Denken Sie an den Holzschliff. Klingelt’s? nicht? Okay, denken Sie an etwas Blödes. Noch blöder. Noch blöder. Langsam sollten Sie es haben: Brexit. Die Briten sind von EU-Holzschliff abhängig, sie brauchen die Rohstoffe für ihre eigene Zelluloseindustrie. Keine Taschentücher, kein Küchenpapier, keine Klorolle im Königreich ohne EU-Importe. Ohne EU-Importe mit saftigen Zöllen, wenn Sie mittelfristig denken. Hat man alles vorher gewusst, nur den Briten ging das Toilettenpapier halt am Arsch vorbei, hahaha! Und was macht man, um den EU-Lieferanten eine gewaltige Nachfrage zu bescheren?

Globalisierung, gut und schön. Ja, es kann auch mal etwas aus dem Ruder laufen, das gebe ich zu, und irgendwie war das mit den Gesichtsmasken auch anders vorgesehen. Aber jetzt haben wir auf das mangelnde Angebot reagiert und wollen die notwendigen Waren für den medizinischen Bedarf in nationaler Eigenregie herstellen. In nationaler Eigenregie, wie sich das anhört! Damit könnte ein Merz glatt Kanzler werden, ohne zu kapieren, worum es geht – ob der Kanzler wird, ist wumpe, verstehen tut der eh nix von nix – und wenn es dann ordentlich läuft, könnten wir langfristig Monopolist für die EU werden. Das würde uns Sicherheit geben in Deutschland. Was die EU angeht, das müsste man dann mal sehen.

Die Presse berichtet ständig, dass die Wirtschaft unbedingt ein Konjunkturpaket braucht. Lächerlich, was meinen denn die, was das hier gerade ist? In Deutschland gibt es doch sowieso nur eine Branche, die für die Regierung wahlentscheidend ist, und die haben wir sofort berücksichtigt. Was wollen die Leute nicht? Sich infizieren, richtig, und wo kann man sich am besten infizieren? Genau, in Bus und Bahn. Wen haben wir damit also gestärkt? Die Kfz-Industrie, weil sich jetzt jeder auf Teufel komm raus noch einen Zweitwagen zulegt, damit nicht einer mit der Straßenbahn zur Arbeit fahren muss. Die Kraftstoffkonzerne werden so ganz nebenbei auch bedacht, so kurz vor der Einführung der E-Autos kann man die nicht im Regen stehen lassen. Und als Nebeneffekt sinken die Fahrgastzahlen bei der Bahn trotz der Mehrwertsteuersenkung, Scheuer macht eine noch miesere Bilanz und kann sich eigentlich nur noch eine Kugel durch den Kopf jagen. Als angenehmen Nebeneffekt nimmt man das doch gerne mit, oder?

Überhaupt können wir das alles als großartige Maßnahme zur Erreichung unserer Klimaziele verkaufen. Die Lufthansa hat schon die Hälfte ihrer Flüge gecancelt, wenn man das mal ausrechnet, was da alles nicht in die Atmosphäre gepustet wird, da rückt aber Paris ein ordentliches Stück näher! Wenn das Greta wüsste, die würde ohne Mundschutz über den Hauptstadtflughafen tanzen! Und dann noch die Sicherheitsgesetze, Smartphones ohne Anlass orten und Vorratsdatenspeicherung, damit man weiß, wer wann wo war, damit man weiß, wo sich wer wann bei wem infiziert haben könnte! Ich sage Ihnen, da brauchen wir keinen Bundeswehreinsatz mehr im Inneren, das erledigen wir durch die kalte Küche!

Fußball? Ja, das könnte ein Problem geben, ein ernsthaftes Problem. Die Buchmesse absagen, um den Onlinehandel zu stärken, das geht einmal. Die Leute können ja sonst auch fernsehen. Aber wenn die Bundesliga ausfallen sollte? Das könnte echt ein Problem geben. Ich meine, einen Bürgerkrieg, den wollte doch eigentlich niemand.“





Gernulf Olzheimer kommentiert (DIV): Die Lebensangst

6 03 2020
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Wir wissen nicht, wie viele Generationen es gedauert hat, bis Ugas Vorfahren eine halbwegs auf Empirie fußende Risikoabschätzung entwickelt hatten. Monokausale Erklärungen – unreife Früchte vom Buntbeerenstrauch sorgen für Heiterkeit, die alsbald die Atmung beendet, eine Säbelzahnziege mit Nachwuchs ist kein geeignetes Jagdziel, wenn man die Jagd überleben will, und wer die Felsspalte mit Hilfe einer Liane überqueren will, sollte sich vor dem Manöver von der Stabilität ihres Wuchses sowie ihrer Befestigung überzeugen – gingen stets ein bisschen rascher ins allgemeine Wissen ein, je komplexer jedoch die Zusammenhänge wurden, die oft erst aus ihren Erscheinungsweisen erschlossen werden konnten, desto bedrohlicher wurde alles, was sich nicht ad hoc erschloss. Noch bis weit in die Neuzeit hinein waren dem Volk essentielle Kausalitäten in Medizin und Physiologie nicht oder nicht ausreichend bekannt; mitunter schwiemelte es sich aus Zuckerkügelchen und Märchenbüchern ein neues Konzept von Verleugnung zusammen, um das lästige Denken zu vermeiden. Insgesamt aber ist der durchschnittliche Depp nur überlebensfähig, wenn er eine irrationale Angst entwickeln kann, die ihm die ganze Existenz komplett versaut.

So irrational die diffusen Vorstellungen höherer Wesen sind, die den Menschen erschaffen, erhalten und irgendwann wieder von der Platte putzen, so vernunftwidrig diffus sind auch seine Auffassungen von Gefahr. Meist wird sie ihm vermittelt durch die Bilder, die Vorurteile auslösen: finstere Viertel sind Brutstätten der Kriminalität, niemand wird lebend aus ihnen herauskommen, da dort das Gesetz nichts gilt – dass niemand ohne Grund in Problembezirke reiste und sich als Katastrophentourist zu erkennen gäbe, ignoriert der Angstbürger geflissentlich. Dass die Wahrscheinlichkeit erheblich höher ist, an einer handelsüblichen Influenza zu versterben, statt bei einem islamistischen Attentat in Europa in die Luft gesprengt zu werden, irritiert ihn nicht.

Dabei wird grob fahrlässiges Verhalten jeder Art zuverlässig ausgeblendet. Im Vollrausch des autonomen Kontrollverlustes tritt der Bescheuerte neben der Lkw-Kolonne das Gaspedal durch und jodelt zielsicher in die Baustelle, die sich aus purer Gehässigkeit nach den angebrachten Hinweistafeln schnellmaterialisiert. Gern zeigt der Hominide seine intellektuelle Überlegenheit, die in mathematischer Grenzberechnung kulminiert, hier experimentell am Beispiel des Beschreitens von Gleisanlagen im Zwischenbereich heruntergelassener Halbschranken demonstriert, um zu beweisen, dass Darwin seine Theorie der Anpassung ans Habitat nicht auf rein körperliche Merkmale beschränkt wissen wollte. So unwirtlich kann keine Welt sein, dass der Bekloppte ihre Feindlichkeit nicht durch eigene Dummheit noch zu steigern wüsste. Sein Bausparerabitur lässt den Realitätsphobiker selektiv wahrnehmen, was er für gefährlich hält, und dies ist dank des Mythos von der technischen Beherrschbarkeit der Welt die Welt selbst, die sich überraschenderweise Millionen von Jahren ohne den Menschen hat über Wasser halten können. Selbstverständlich ist die Natur kein Kindergeburtstag, immerhin hat sie gefährliche, dämliche und vollkommen lebensfeindliche Bestien wie Homo sapiens sapiens hervorgebracht, der sich samt Habitat nicht nur mit Bordmitteln zu zerstören verstünde, sondern das zur Profitmaximierung auch planvoll unternimmt.

Die wirklichen Gefahren, das klimabedingte Absaufen oder Verbrennen ganzer Landstriche, die Verwüstung im Sturm, die Verseuchung durch aus dem Ruder gelaufene Ökosysteme, alles das aber scheint leicht und lässlich, da sich die gründlich verdübelten Nanodenker nicht mit globalen Größen beschäftigen, wenn in ihrer Vorstellung nur der Gartenzaun als letzte Grenze der Erfahrung bleibt. Auch die Angst muss überschaubar und damit gut konsumierbar sein, durch die tägliche Dosis an Unterhaltung und Drogen gut wegzuklappen ins kollektiv Unerwünschte, als würde das Aufsagen eines Gebetssprüchleins schon genügen, um unser Seelenheil mit dem notwendigen Aufprallschutz aufzupumpen. Gleichzeitig verlangt die Mehrheit der Flusenlutscher ein Rundum-Paket, damit die schrecklichen Wahrheiten nicht mehr so kicken.

Nichts verwundert da weniger als die Rückkehr des vorwissenschaftlichen Zeitalters, in dem der Sinn der Schutzimpfung ebenso angezweifelt wird wie die Existenz von Krankheitserregern als dem fiesen Endgegner der Erdscheibenjünger, die die Mondlandung für Science Fiction halten und die Aufteilung ihrer eigenen Spezies in Rassen für genetisch gesichert. Angst macht nicht zwangsläufig doof, sie verengt nur den Horizont wie kein anderes bewusstseinseinschränkendes Mittel. Nicht einmal eine inhaltlich zertifizierte Religion kann hier mithalten, denn die ist immerhin interpretationsfähig. Wir werden alle sterben, das steht schon einmal fest. Bis dahin werden wir es in dieser unbehaglichen Unsicherheit schon noch aushalten müssen. Auch wenn es länger dauern sollte als ursprünglich befürchtet.





Beobachtungsfall

4 03 2020

„… sich mit dem Virus infiziert habe. Die Wahl des Ministerpräsidenten von Thüringen könne damit auf unbestimmte Zeit…“

„… es sich zunächst nur um einen Verdachtsfall handele. Bisher sei nur ein einziger Abgeordneter der Christdemokraten mit den…“

„… habe keiner kommen sehen. Der Plan, die Infektion durch die Schließung aller deutschen Außengrenzen zu verhindern, sei offenbar nicht mit medizinisch geschultem Personal abgesprochen worden und müsse nun durch eine…“

„… lehne die FDP eine Zwangsinfizierung ihrer Landtagsabgeordneten ab. Sie werde sich nicht an der Wahl des Ministerpräsidenten beteiligen, da sie dies für eine sozialistische…“

„… Ganzkörperschutzanzüge für sämtliche Teilnehmer der Wahl nicht rechtzeitig nach Erfurt zu verlasten. Die CDU mache die Bundeskanzlerin dafür verantwortlich, da bei einer funktionierenden Atomwirtschaft ein Kernkraftwerk in nächster Nähe sicherlich für eine in ausreichender Menge an…“

„… könne der Umbau des Landtags in eine Isolierstation bis zu zwei Wochen dauern. Höcke sehe als einzige Lösung, ihn einstimmig per Akklamation zum Volksführer auf Lebenszeit zu…“

„… gebe es nicht genug Gesichtsmasken für das Landtagspersonal, um die Wahl nach Vorschrift des Infektionsschutzgesetzes durchzuführen. Eine von der SPD vorgeschlagene Regelung, auf private Schals und Halstücher auszuweichen, sei von Kuban abgelehnt worden. Der Vorsitzende der Jungen Union sehe darin einen Versuch, durch die Umgehung des Vermummungsverbots die linke Islamisierung des völkischen…“

„… in das Katholische Krankenhaus St. Johann Nepomuk verlegen wolle. Die CDU-Fraktion habe nichts dagegen, dass die Wahl im Rahmen einer Messe stattfinde und der künftige Ministerpräsident seine Amtseinführung durch den Erzbischof des…“

„… die gesamte CDU-Fraktion in Quarantäne genommen werden müsse, da sie noch am Montag getagt habe. Im Fall eines positiven Testergebnisses sei die Gefährdung für alle Personen, die in den letzten beiden Tagen enge persönlichen Kontakt zu dem infizierten Abgeordneten und seiner…“

„… werde die FDP bis auf Weiteres nicht mehr an den Landtagssitzungen teilnehmen, um nicht versehentlich einen Holocaustleugner in ein hohes Amt zu wählen. Lindner habe dies als eine reine Präventionsmaßnahme bezeichnet, die Gefahr einer Verkeimung oder Infektion habe zu keiner Zeit…“

„… es sich um einen engen, auch körperlichen Kontakt gehandelt habe. Die gesamte AfD-Fraktion sei daher unter dem Aspekt des Infektionsschutzes ebenfalls als erheblich…“

„… selbstverständlich die Sitzungsgelder weiter ausgezahlt werden müssten. Die Freidemokraten unterstützten den Vorstoß der Alternative für Deutschland, dass auch ohne jede Beteiligung an der konstruktiven Arbeit für das Bundesland alle auf demokratische Art gewählten Volksvertreter ein einklagbares Recht auf…“

„… drohe Höcke dem Sozialministerium mit einer Strafanzeige, wenn er oder andere Mitglieder der AfD in Thüringen in diesem Zusammenhang mit der Bezeichnung ‚Beobachtungsfall‘ in den…“

„… habe die CDU gefordert, dass sich Linke, Grüne und Sozialdemokraten nicht aus dem Saal entfernen dürften, wenn der Kandidat von Union und AfD gewählt würde. Dies stehe nur der CDU zu, da sie auch ohne eine demokratisch zustande gekommene Mehrheit einen natürlichen Anspruch auf die Regierung in den…“

„… die Wahl über das Internet durchführen wolle. Es werde derzeit noch nach einer Lösung gesucht, anonyme E-Mails in ein Postfach des Landtages zu senden, wo sie von einer anonymen Person in eine Liste mit…“

„… sich gegen den regierenden stalinistischen Altparteien-Mainstream richten müsse, der das Land islamisieren und das Volk zwangsweise zu Transsexuellen umoperieren wolle. Daher fordere Merz eine komplette Enthaltung der Union bei der Wahl eines für sozialistischen Terror bekannten…“

„… schnellstmöglich nach Sachsen entsendet werde. Eine gemeinsame Delegation von CDU, AfD und per Haftbefehl gesuchten gewaltbereiten Nazis habe am Montag bei PEGIDA demonstriert und damit eine Vielzahl der…“

„… lege Kuban größten Wert darauf, dass die Ablehnung der AfD auf keinen Fall antifaschistisch gedeutet werden dürfe. Die Union sehe lediglich ihren Führungsanspruch in einer Koalition mit FDP und AfD als Partei der bürgerlichen Mitte, die in…“

„… schlage die CDU-Landtagsfraktion vor, dass eines der Mitglieder versehentlich eine Tür hinter sich und den anderen ins Schloss ziehe, die nicht von innen geöffnet werden könne. So schaffe man eine rechtliche Situation, die die Teilnahme an der Wahl verhindere, die jedoch im Nachhinein mit juristischen Mitteln angefochten werden könne, wenn das Ergebnis nicht im Sinne der…“

„… könne die Union auch auf Bundesebene keine Lösungen akzeptieren, da sie sonst keine Probleme mehr hätte, für die sie die Linke verantwortlich machen könne. Eine Auflösung des Landtages dürfe daher unter keinen…“

„… in die Klinik eingeliefert worden seien und dort für unbestimmte Zeit beobachtet werden müssten. Über eine Infektion mit dem Corona-Virus könne das Klinikum Erfurt keine Angaben machen, da sich alle Abgeordneten derzeit in der Psychiatrie des…“