Ergebnisoffene Maßnahmen

7 12 2017

„… dass die Durchsuchungen generell gegen Extremisten gerichtet seien. Man habe nur mit einer Razzia gegen Linke begonnen, da diese in den letzten Monaten vermehrt im Fokus der…“

„… kein milderes Mittel eingesetzt werden könne. Gerade eine Hausdurchsuchung, bei der auch Kinder von Polizeigewalt betroffen seien, übe eine besondere pädagogische Wirkung für die politische Bewusstseinsbildung des…“

„… vermisse auch die Bundeswehr größere Bestände an Spähpanzern und Flugabwehrraketen. Solange nicht geklärt sei, ob sich Linksradikale Waffensysteme für den bundesweiten Einsatz gegen demokratische Umtriebe angeeignet hätten, müsse man in alle Richtungen…“

„… und sich deshalb nicht über körperliche Auseinandersetzungen beschweren könne. Plan der Polizeiführung sei schließlich ein Schlag gegen die…“

„… könne auch eine ergebnislose Fahndung letztlich als Ergebnis gewertet werden. Damit sei gesichert, dass der Staat die mutmaßlichen Terroristen wegen gezielter Vernichtung von Beweismitteln vor das…“

„… müsse man die Fahndungen auf jeden Fall als legal bezeichnen, solange noch kein gerichtliches Verbot von…“

„… zahlreiche gespitzte Bleistifte sichergestellt worden seien. Da diese nicht zur Ausfertigung rechtlich bindender Dokumente verwendet werden dürften, liege der Verdacht nahe, dass damit Betrug, Urkundenfälschung oder eine…“

„… nur auf Befehl gehandelt habe. Es sei während der Durchsuchung zu zahlreichen schweren psychischen Beeinträchtigungen der Beamten gekommen, die durch die Brutalität ihrer Kollegen nachhaltig traumatisiert worden seien. Dies sei ein erschwerendes Moment, für das man die Linksextremisten mit der vollen Härte des…“

„… dass der Tatvorwurf des schweren Landfriedensbruch durchaus aufrecht erhalten werde. Wer die aktuellen Verhaltensauffälligkeiten bei Vorschulkindern kenne, der wisse sehr genau, dass es auch minderjährige Verdächtige im…“

„… im Umkehrschluss das Auffinden von Bleistiften ein Indiz für die linksradikale politische Ausrichtung von Personen sei, die bisher noch nicht strafrechtlich in…“

„… müsse es für die zahlreichen spontanen Aktionen zwingend eine gemeinsame Planung gegeben haben. Auch der Bundesminister des Innern könne bei der Auswertung von Straftaten durch Polizisten keinen…“

„… vermute die Polizei vorwiegend ausländische Täter, weshalb auch die Suche in Göttingen und…“

„… dessen ungeachtet jede Art von Schreibgerät zwingend als Waffe zu betrachten sei. Der Staat habe daher das Recht und die Pflicht, jeden, der als Terrorist in diesem Sinne in der…“

„… eine Baumsäge beschlagnahmt habe. Da der Baumbestand auf der Elbchaussee allerdings bisher nicht angetastet worden sei, gehe man von einer weiteren, möglicherweise in der Vorweihnachtszeit geplanten…“

„… zur Verfügung stellen müsse. Öffentlich-rechtliche Medien, die ihr Bildmaterial nicht an die Bundespolizei lieferten, seien Verräter, die von der Volksgemeinschaft nur eine…“

„… ein Verurteilter zwar aus der Untersuchungshaft habe entlassen werden müssen, was aber nicht im Sinne einer rechtsstaatlichen…“

„… auch nach zwei Tagen keinen der unbekannten Täter identifiziert habe. Dennoch habe die Aktion bewiesen, dass die Polizei keinerlei Einmischung in…“

„… nicht im Vorfeld geklärt werden müsse, ob es sich um eine sinnvolle Aktion handeln müsse. Vielmehr könne eine ergebnisoffene Maßnahme ebenso für die politische Entscheidung einer…“

„… Bäume absägen könne, um aus dem Holz gefährliche Tatwerkzeuge in Form von Bleistiften und…“

„… sei ein Großteil der verdächtigen Personen der Polizei bereits namentlich bekannt. Die Hausdurchsuchungen hätten daher nur den Zweck gehabt, den Aufenthaltsort und das Umfeld der Beschuldigten informell zu…“

„… für die Baumsäge aber keine Quittung beibringen könne oder wolle. Da es sich nach Einschätzung der Polizei dabei auch um ein Eigentumsdelikt handeln könne, müsse man von einer international agierenden kommunistischen…“

„… es sich bei der linksradikalen Verschwörung um ein durch moderne Kommunikationsmittel gesteuertes Komplott handele, dem nur durch eine anlasslose Speicherung sämtlicher…“

„… sich Scholz eindeutig geäußert habe. Er werde alle linken oder als links anzusehenden oder als politisch zu verstehenden Aktivitäten oder deren Versuche oder Neigungen, die man als Aktivitäten, die als Versuch oder eine Art einer Form, die man als Form, die links oder versuchsweise oder gegen das Bürgertum oder auf eine Art, die als Form, die als eine Art von Versuch von Form als…“

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Umfassend gewährleistet

5 12 2017

„… jede Person ein potenzieller Terrorist sei. Der Bundesminister des Innern plane vor diesem Hintergrund die Überwachung von Wohnräumen und elektronischen Geräten durch eine lückenlose Ausspähung aller in Deutschland befindlichen…“

„… nicht ausgenommen werden könnten. Das Beichtgeheimnis sei zwar theoretisch nicht gefährdet, man müsse jedoch vor dem Hintergrund der Verwicklung in zahlreiche Missbrauchsfälle auch die Kirche als relevante Zielgruppe für…“

„… nicht alle Ausländer in ein Scoring zu überführen gedenke. Beispielsweise könne man alle guten Wirtschaftspartner wie Dänemark, Saudi-Arabien oder die…“

„… man moderne Digitalgeräte wie MP3-Spieler vernetzen müsse, um herauszufinden, ob sich durch radikale Inhalte islamistische Attentäter in Deutschland…“

„… dass eine Einstufung als sicheres Herkunftsland nicht gleichzeitig bedeute, dass von diesem Staat keine erhöhte terroristische Gefahr…“

„… es für Mitglieder der Regierugsparteien keinen Anlass gebe, von genereller Kriminalität auszugehen. Es habe zwar vereinzelt Fälle von Vorteilsnahme und Steuerhinterziehung gegeben, doch sei eine pauschale Vorverurteilung eine unzulässige und…“

„… das Scoring in Zusammenarbeit mit den potenziellen Koalitionspartnern auf Bundes- und Länderebene erstellen wolle. Der rechte Flügel der Union wolle auch für zukünftige Kooperationen der AfD inhaltlich eine Basis des…“

„… prüfe das Bundesjustizministerium ein Verbot analoger Schreibmaschinen. Bei einer vollständigen Umstellung auf elektronische Datenverarbeitung im Postverkehr sei umfassend gewährleistet, dass Anschlagspläne zeitnah an die zuständigen Stellen im…“

„… dass diplomatisches Personal immer ausgenommen sei. Die Maßnahmen sollten nach Ansicht von de Maizière stets für Bürgerinnen und Bürger, die keinen…“

„… alle in Deutschland geführten Telefonate mitschneiden müsse. Es sei nicht notwendig, das dadurch entstandene Material auch auszuwerten, da auch das Bundeskriminalamt sich keinerlei Erkenntnisgewinn von der…“

„… Autofahrten bereits im Vorwege behördlich angemeldet werden müssten, so dass jede Abweichung von der genehmigten Route in Abhängigkeit von der aktuellen Verkehrslage bereits Rückschlüsse auf die…“

„… nach dem allgemeinen Verbot von Glühlampen nur noch WLAN-fähige Leuchtmittel verkauft werden dürften, deren Betriebszeiten in einer zentralen Datenbank…“

„… es aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei, Schusswaffen mit einem GPS-Sender auszustatten. Dies sei ein Eingriff in die Rechte der Staatsbürger, der nicht durch das Grundgesetz…“

„… mit einer nicht übertragbaren Chipkarte ausgestattet werden müsse, die vor der Benutzung eines Kraftfahrzeugs in ein Lesegerät eingeführt werde. Eine bundeseigene Firma, die sich schon auf Hardwarelösungen für Hartz-IV-Empfänger und andere soziale Randgruppen spezialisiert habe, werde eine technisch befriedigende…“

„… auch Smart-TV-Geräte überwache. Die Software kontrolliere, wann genau die Nutzer mit systemkritischen Medieninhalten aus den öffentlich-rechtlichen…“

„… könne durch einen Waffen-Tracker lediglich festgestellt werden, ob eine illegale Schusswaffe benutzt oder bewegt werde. Da man aber nicht wisse, wer mit dieser Waffe umgehe, sei eine Kontrolle ein sinnloses…“

„… ob mediale Darstellungsformen wie Theater oder Lichtspiel gesetzeskonform zu einer digitalen Darbietung gezwungen werden könnten. Es reiche nicht aus, den Besuch dieser Veranstaltungen zu kontrollieren, es müsse auch aufgezeichnet werden, wer sich mit welchen anderen Personen eine…“

„… den Datenbestand der Krankenkassen nur für einzelpersonenbezogene Fahndungsmaßnahmen verwenden wolle. Dies schließe jedoch nicht die Auswertung von DNA-Daten zur Klärung der Zugehörigkeit zu Rassen, Hautfarben oder…“

„… von den Kontrollen ausgenommen werden müssten. Dies gelte nicht nur für V-Personen, sondern auch für Mittelsmänner, ausgespähte Personen und…“

„… ob auch Kleidungsstücke oder Schuhe ohne eine Möglichkeit der Deinstallation zur Ortung der Träger genutzt werden könne. Dadurch sei es auch möglich, auf die elektronische Fußfessel ohne eine richterliche Genehmigung zu…“

„… nicht willentlich riskiere, durch Zielfahndungsmaßnahmen den Verdacht einer Observierung von Rechtsradikalen zu erwecken. Diese Personen würden unter Umständen sogar in der Lage sein, die rechte Szene zu verlassen, wodurch wertvolle Kontakte in die…“





Gnadenlos

30 11 2017

„Bei einer Kohleausstiegsaufhebungsquote oder so, da hätten wir diskutieren müssen, aber so!? Bazis, das wollen wir doch nicht. Das müssen wir aus der Schusslinie räumen. Sonst geht diese Regierung genau so den Bach runter wie alle anderen davor!

Wenn wir als Christsoziale schon andere Parteien neben uns in einer Koalition dulden, dann müssen wir auch dafür Sorge tragen, dass wir die Zügel in der Hand behalten. Und da hat der Schmidt Christian alles richtig gemacht, verstehen Sie? Man kann nicht immer nachfragen, sonst ist es doch auch kein Alleingang mehr.

Also abgesprochen war es schon, nur mit Seehofer eben. Wir können nicht auch noch mit der SPD koordinieren, wo wir der Kanzlerin vors Knie treten. Das führt jetzt wirklich zu weit. Das läuft nicht mal als Sorge um Deutschland durch. Und das ist das Letzte, was wir gerade gebrauchen können.

Ein generelles Dieselfahrgebot außerhalb Bayerns, auf solche Ideen muss man erst mal kommen! Dafür braucht es die CSU! Wenn das die Sozen akzeptieren, dann sind sie einfach zu heiß gebadet, und wenn sie es nicht akzeptieren, dann läuft alles nach Plan. Wir brauchen hier eine Emser Depesche, sonst landen wir wieder in einer Konstellation, in der wir von Berlin aus regiert werden und nicht aus München. Das können wir uns nicht bieten lassen, damit wäre zumindest die nächste Landtagswahl vergeigt.

Das ist doch eine traumhafte Situation für den Schmidt Christian. Der hat eigentlich keine große Amtsbefugnis mehr, weil er seine politische Zukunft größtenteils hinter sich hat, fachlich hat er eh nichts zu melden, rausschmeißen kann man ihn nicht, es würde aber auch nichts bringen, weil der Schaden bereits entstanden ist, und jetzt warten alle gemeinsam, bis er vom Stuhl kippt. Also Seehofer ohne die Modelleisenbahn, wenn Sie so wollen. Und jetzt müssen Sie sich das mal praktisch vorstellen: der Schmidt Christian ist unsere absolute Allzweckwaffe. Mit dem kriegen Sie alles weg, was nach vernünftiger Regierungsarbeit aussieht. Und das ist derzeit eine Menge.

Den können Sie natürlich gegen das deutsche Reinheitsgebot einsetzen, aber jetzt stellen Sie sich mal vor, der fährt auf einmal dem Steinmeier in die Parade. Oder Gabriel, jedenfalls außenpolitisch. Also überall da, wo nicht Bayern ist, wir definieren die Außengrenze ja ein bisschen anders als der Rest des Landes. Jetzt stellen Sie sich mal vor, jemand wie der Schmidt Christian ruft bei der EU an und sagt zu denen: Buam, sagt er, seid‘s nicht bös, aber wir würden auch gerne raus. Bayxit oder so. Das ist nicht mit der Kanzlerin abgesprochen, welche Meinung sie da vertritt, dürfte auch klar sein, aber wenn das Vertrauen in die Bundesrepublik erst mal ordentlich angeknackt ist, was meinen Sie, was da in Brüssel passiert? Die werden sich alle auf den Bauch schmeißen vor dem Schmidt, in Wehklagen werden die ausbrechen, allesamt, und wenn sie uns dann richtig sauer sind, weil es nur Theaterdonner war, da wird Gabriel das ausbaden müssen, und wir sind fein raus.

Sie müssen ja wissen, der Mann ist eigentlich Experte für Außen- und Sicherheitspolitik. Der weiß, wie er sie aus dem Gleichgewicht bringt. Und das nutzen wir natürlich gnadenlos aus. Gnadenlos an die Macht – eigentlich ein Titel für einen guten Wahlkampfschlager, finden Sie nicht? Der ist so gut, damit könnte sogar der Söder Ministerpräsident werden. Dobrindt eher nicht, aber für Söder würde es reichen. Wahrscheinlich sogar für Aigner.

Im Verteidigungsministerium war der Schmidt Christian übrigens auch, und jetzt überlegen Sie sich mal, was man da theoretisch alles rausholen könnte. Diplomatische Verwicklungen, Irrungen und Wirrungen, und er ist als evangelischer Franke ins Kabinett gekommen. Der genießt derart viel Minderheitenschutz, den können Sie sogar auf Trump hetzen. Das ist immer ganz angenehm, wenn man sich die Leute zu verpflichten weiß. Man muss ihnen dann nicht immer alle Aufgaben diktieren, man gibt ihnen einmal kurz die Direktive, und dann drehen die Deppen durch. Wir haben den Schmidt dazu gebracht, die Grünen wegen des veganen Schnitzels anzupöbeln. Wahrscheinlich würde er auch in den Abendnachrichten erzählen, dass er sich nie die Füße wäscht, wenn man ihn nur deutlich genug an die Belange der Partei erinnert. Wir könnten ihn auch losschicken, dass er in der Öffentlichkeit behauptet, die SPD habe Lindner geschmiert, weil sie unbedingt in eine Koalition mit Merkel will. Dann kriegt er hinterher einen netten Aufsichtsratsposten oder wird in den Rundfunkrat entsorgt. Das muss ja auch nichts Schlechtes sein, wenn man so wie der Chef für die Landespolitik keine große Rolle mehr spielt.

Wie meinen Sie das, die SPD findet das klasse? weil eine geschäftsführende Regierung auf keinen Fall rechtlich bindende Entscheidungen für die Nachfolgerin trifft? Und die Sozen verlangen jetzt von der Kanzlerin, dass sie den Schmidt Christian kurz vor dem Ende noch zum Rücktritt drängt, was er aber nicht tun wird, weil er sonst ein Problem mit der Partei bekommt, und wenn sie es nicht tut, dann verlangen sie eine Kompensation von ihr? Am Ende noch auf Kosten der Christsozialen? Weil das den Preis nach oben treibt? Kann ich das mit den Grünen noch mal sehen!?“





Dramenbart

20 11 2017

„… verboten werden müsse. Die Dänische Volkspartei spreche jedoch nur Muslimen das Recht ab, einen Vollbart im…“

„… sofort protestiert habe. Bartwuchs an sich sei in Skandinavien weit verbreitet und dürfe nicht mit …“

„… mit einem Bartpass erledigt werden könne, der jeden Träger eines amtlich beglaubigten Bartes innerhalb von Dänemark zu…“

„… keine rechtliche Handhabe gegen einen Vollbart habe. Insbesondere sei es schwierig zu definieren, was als Vollbart im Sinne des…“

„… Touristen nicht betroffen seien. Diese könnten sich ein Bartvisum ausstellen lassen, das mit geringen Kosten in ganz Dänemark…“

„… als nicht geschlechtsneutrale Gesetzgebung bezeichnet habe. Das Gesetz müsse, um als verfassungskonform zu gelten, auch weibliche Personen als Staatsbürgerinnen im Sinne des…“

„… einen Bartwuchs von mehr als zwei Fingern Breite unter dem Kinn nicht mehr erlaubt werde. Dies werfe jedoch die Frage auf, wie breit ein durchschnittlicher dänischer…“

„… gesetzlich definiert werden müsse, ob ein von ultraorthodoxen Juden getragener Bart ebenfalls als religiös im Sinne des…“

„… man zahlreiche Abbildungen dänischer Gestalten der Geschichte aus der Öffentlichkeit entfernen müsse, da die Vollbärte den Fehlschluss zuließen, es handele sich dabei um muslimisch…“

„… man jedoch ganz klar erkennen, wenn ein Vollbart nicht aus modischen, sondern aus religiösen Gründen getragen werde. Dies sei immer dann der Fall, wenn sich besonders religiöse Personen nicht rasierten oder den…“

„… in Kombination mit Hut und Schläfenlocken als dänische Tradition durchgehe, die der Gesetzgeber durch eine Klausel im…“

„… geklärt werden müsse, ob bei einer repräsentativen Erhebung der Fingerbreite dänischer Männer nur Muslime, auch Muslime oder sämtliche Männer bis auf die…“

„… als erstes ein Vollbartverbot in Krankenhäusern und öffentlichen Gesundheitseinrichtungen durchsetzen werde. Die dänische Regierung wolle sofort ein Verbot für muslimisches Personal, ob bereits mit Vollbart oder noch nicht im…“

„… nicht auszuschleißen sei, dass Männer nur deshalb einen gestützten Vollbart trügen, um nicht sofort als religiös motiviert zu…“

„… in öffentlichen Verkehrsmitteln untersagt werden müssten. Primäres Schutzgut sei dabei die Volksgesundheit, da Bärte gerade in der nasskalten Jahreszeit ein erhebliches Infektionsrisiko…“

„… noch nicht eindeutig erforscht sei, ob der Vollbart schon eine religiöse Motivation in sich trage, also der religiösen Einstellung des Trägers damit quasi vorausging und ihn…“

„… Werbung mit bärtigen Männern verboten werden müsse. Dies sei letztlich legale religiöse Indoktrination, die einen Islamisierung Dänemarks voranschreiten lasse und den…“

„… zu einer ersten Festnahme gekommen sei. Der Krankenpfleger Jesper U. (45) sei jedoch schon nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß gesetzt worden, da es sich bei ihm um einen streng gläubigen evangelikalen Christen…“

„… eine Vermummung des Vollbartes hinter einen Schal oder Halstuch bereits als Terrorismus gelten müsse. Die Öffentlichkeit werde so bewusst hinters Licht geführt und könne sich nicht vor den Gefahren eines religiösen…“

„… eine zunächst nur dänische, dann jedoch auch auf die EU auszuweitende Bart-Datenbank erstellen müsse, die letztlich nicht nur auf Flugreisen zur Sicherheit des internationalen…“

„… gerade in der Adventszeit verstärkt darauf achten müsse, dass Terrorverdächtige ihren echten Bartwuchs nicht hinter einem Weihnachtsmannkostüm…“

„… nicht durchgesetzt werden könne. Ein generelles Bartverbot sei verfassungsrechtlich nicht realisierbar, ein allgemeines Religionsverbot könne kaum gegen die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Akteure und…“

„… eine Rasurpflicht ab dem 16. Lebensjahr nicht gesetzlich festgelegt werden könne. Zudem sei der Südländer wesentlich früher entwickelt, so dass mit der Senkung der Strafmündigkeit auch eine Durchsetzung der Rasurpflicht für Kinder die…“

„… dass ein Verbot des Islams in Dänemark durchaus wünschenswert, aber ebenso wenig durchsetzbar sei. Eine Änderung des gesellschaftlichen Klimas dagegen können auf lange Frist im…“

„… eine Barterkennung im Eingangsbereich der öffentlichen Gebäude sämtliche Mitarbeiter vor drohender Terrorgefahr warne. Leider sei die Software so eingestellt, dass sie auch dunkle Gesichtshaut, Schals und Krawatten als…“

„… sich von Dänemark aus die Herrenburka als modisches Accessoire der Hipster durchsetze. Der Gesetzgeber sei insofern machtlos, als er bei der Verschleierung nicht dem österreichischen Modell gefolgt sei, sondern einen geschlechtsspezifischen Sonderweg…“





Psychologische Kriegsführung

16 11 2017

Das Ding gab keinen Mucks von sich, und das war auch sehr gut so. Herr Breschke hatte die Alarmanlage, jenen unablässig heulenden Apparat, auf gutes Zureden seiner Frau, dann auf den leicht gereizten Bescheid der Nachbarschaft wieder abgebaut. „Aber irgendwie muss man sich doch schützen“, verkündete er, „es wird doch letztens so viel eingebrochen.“

Die Fenstergriffe waren frisch poliert, der Sperrriegel hinter der Eingangstür ebenso geölt und daher leichtgängig. Der Hausherr wollte es den Dieben nicht eben einfach machen. „Schräg gegenüber bei Schneidereits haben sie einen Stein in die Fensterscheibe geschmissen“, berichtete er, „und als die Familie nach vorne lief, müssen die Einbrecher das Fahrrad aus dem Garten entwendet haben.“ „Aber wenn sie nur im Garten waren“, überlegte ich, „hat es sich ja nicht um Einbrecher gehandelt.“ Das leuchtete ihm nicht ein, der alte Herr beharrte auf seine Theorie. „Sie haben dafür das Grundstück betreten müssen, das ist ja quasi wie eine Art Einbruch. Das hat mir der Doktor Schneidereit selbst so gesagt.“ Woraus ich schloss, dass die Angelegenheit mindestens zwanzig Jahre zurückliegen musste; der alte Zahnarzt der Familie hatte kurz danach das Zeitliche gesegnet. „Das Rad fand sich zwar wieder an, aber die Scheibe war hinüber – stellen Sie sich das mal vor!“

Das kleine Gitterchen hinter dem Kellerfenster war ebenfalls frisch gestrichen. „Man muss auch auf die kleinen Dinge achten“, meinte Breschke. „Der Einsteigedieb, der sieht, dass hier Sorgfalt angewendet wurde und erstklassige Technik, wird bestimmt unverrichteter Dinge umkehren.“ Das schien logisch; jenes Gitterwerk war durchaus stabil und ließ sich nicht einfach mit der Kneifzange entfernen. Sollte der Einbrecher eine dressierte Katze durch dies Fenster in den Keller schleusen wollen, denn mehr gab die zwanzig mal zwanzig Zentimeter große Öffnung nicht her, sie würde bereits an den Metallstreben scheitern. „Vielleicht wäre es auch ratsam, die Tür abzuschließen.“ Der pensionierte Finanzbeamte schaute mich verwirrt an. „Aber warum das?“ „Wer auch immer durch dies Fenster in den Keller gelangt, ist über die Kellertreppe sofort im Erdgeschoss.“ Er rieb sich das Kinn. „Und wenn ich abschließe“, überlegte Breschke, „wird der Einbrecher im Keller nach einem geeigneten Werkzeug suchen und die Tür aushebeln – nein, das wäre ja ein zusätzlicher Schaden, ich weiß nicht, ob das die Versicherung so einfach zahlt?“

Ein eher provisorisch gemeintes Schild hatte der Alte bereits am Vortag am Zaun befestigt. Warnung von dem Hunde stand darauf, und mit einem Restchen Bindfaden war es an den Latten vertäut. „Das macht sicher Eindruck“, gab ich zu. Er nickte. „Die meisten werden bereits durch diesen einfachen Hinweis abgeschreckt“, meinte Breschke. „Das klärt die Situation bereits im Vorfeld.“ Bismarck, der also angesprochene Haus- und Wachhund, spazierte ungerührt die Auffahrt entlang in Richtung Rosenbeet. Er würde keinen Bösewicht hereinlassen, so viel stand fest.

„Ich würde übrigens auch diesen Schlüssel entfernen.“ In der Pflanzschale vor dem Eingang, unterhalb der herbstlichen Hortensienreste, glänzte ein Sicherheitsschlüssel in der Vormittagssonne. Das Ding war regelrecht einladend drapiert, man hätte es wenigstens in die Erde stecken oder unter einem flachen Stein verbergen können. „Das ist doch der Trick“, erläuterte Horst Breschke. „Der Schlüssel ist vielleicht ein wenig auffällig, aber wissen Sie, was passiert, wenn man ihn ins Schloss steckt?“ Da die Warnanlage nicht mehr existierte, fiel mir nichts ein. „Gar nichts“, feixte er. „Der Schlüssel passt nämlich in kein Schloss, nicht mal in die Garage und erst recht nicht zum Auto. Das wird den Einbrecher so ärgern, dass er wieder abzieht.“ In Sachen psychologische Kriegsführung konnte ich vermutlich eine Menge von ihm lernen.

Unterdessen hatte ein junger Mann die Pforte geöffnet und kam stracks auf die Tür zugelaufen. Die Tatsache, dass er eine blau und gelbe Jacke mit entsprechendem Emblem trug und unschwer als Briefträger zu erkennen war, ließ Breschke jedoch sofort aufatmen. „Einschreiben für den Herrn“, rief er und hielt ihm einen Umschlag hin, „und dann habe ich noch eine Büchersendung.“ Während Herr Breschke seine Unterschrift leistete, kam Bismarck, der dümmste Dackel im weiten Umkreis, gemächlichen Schrittes aus dem Garten zurück in Richtung Haustüre. Der Bote schaute erschüttert nach dem Hund. Er bekam weiche Knie, ein leises Zittern in seinen Händen zeigte an, dass er eine starke Abneigung gegenüber Hunden haben musste. Geradezu fluchtartig verließ er das Anwesen. „Er ist ja ein braver Hund“, sagte Breschke und streichelte dem Dackel übers Köpfchen, „aber Sie sehen, er macht Eindruck. So leicht kommt uns hier keiner ins Haus hinein.“

Er brachte mich noch bis ans Gartentor. „Morgen werde ich dann eine neue Birne in die Lampe schrauben“, erklärte Breschke, „dann wird in dieser Jahreszeit jeder, der nach Einbruch der Dunkelheit…“ Da fiel es auch ihm auf. Das Schild war verschwunden. „Wie ist das nur möglich? Mir ist gar nichts aufgefallen!“ Ich sammelte ein Ende Schnur vom Gehweg auf. „Sie sollten Ihr Haus viel besser sichern“, befand ich. „Vielleicht lassen Sie Bismarck öfter mal in den Garten.“





Demokratischer Widerstand

14 11 2017

„… zum wiederholten Male den deutschen Militärattaché einbestellt habe, um sich über die Verteidigungsministerin zu beklagen. Diese habe Polen als Teil der EU bezeichnet, was für eine enorme Entrüstung in der…“

„… die Unabhängigkeitsbewegung die Oder-Neiße-Grenze in Frage stelle. Es sei angesichts der deutschen Weigerung, Reparationen zu zahlen, immer noch die Frage, ob man nicht durch eine Annexion von…“

„… den Deutschen vorwerfe, illegale jüdische Einwanderer einzuschleusen, die den Islam in Polen verbreiteten und die…“

„… als schlechten Einfluss betrachte. Solange die Bundesregierung ein Verfassungsgericht toleriere, das nicht auf Befehl der Kanzlerin urteile, sei sie nicht befugt, Minister nach Polen zu…“

„… dass von der Leyen als Generalsekretärin die NATO in eine linksextremistische, von Arabern und homosexuellen Negern geführte Organisation zur Zerstörung des christlichen…“

„… ein Einreiseverbot für deutschstämmige Bürger erlassen wolle. Dies sei notwendig, da man eine offene Unterstützung oppositioneller Kräfte im Inland…“

„… die jüngsten Ausschreitungen gegen die Polizei sehr bedauert habe. Die Ministerpräsidentin habe jedoch betont, es habe auf beiden Seiten…“

„… den demokratischen Widerstand in Polen stärken wolle. Dies sei eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Republik, die schwere Spannungen zwischen der polnischen Demokratie und dem faschistischen…“

„… Waszczykowski als dümmstes Arschloch seit Ribbentrop bezeichnet habe. Andere Mitglieder der Regierung wollten ihn jedoch vorerst im Amt belassen, bis sich ein…“

„… die Regierung Beweise habe, dass die ersten Polen bereits im Mittelalter im Weltall…“

„… sie Deutschland offen mit der Entfernung aus der NATO drohten. Das Verteidigungsbündnis würde dann unter osteuropäischer Führung und…“

„… drohe das Außenministerium der deutschen Versicherungswirtschaft, keine Kraftfahrzeuge mehr aus der BRD zu besorgen. Man werde auch keine Einbrecherbanden mehr schicken, so dass das Sicherheitsgewerbe mit schweren Einbußen und…“

„… gelassen sehe. Von der Leyen werde auf dem Ministertreffen in Brüssel keine Gespräche mit dem polnischen Kollegen führen, da dieser erst noch von der Regierung informiert werden müsse, was er innenpolitisch zu…“

„… die Entdeckung und Christianisierung Amerikas durch polnische Seefahrer bereits vor über dreitausend…“

„… Rückständigkeit vorgeworfen habe. Die ethnische Säuberung der Nation von unpolnischem Blut sei ein dem europäischen Rassenseparatismus vorauseilendes…“

„… ob die Regierung rückwirkend Klage gegen mehrere deutsche Fernsehunterhalter anstrenge. Die Beschädigung der polnischen Nationalehre sei nicht mit dem Tod der betroffenen Personen…“

„… nicht begriffen habe, dass alles, was nicht von der Regierung veranlasst werde, automatisch staatsfeindlich sei und mit entsprechender Härte…“

„… alle in Deutschland lebenden Polen aufgefordert habe, eine Teilnahme an den Wahlen zum Sejm von der Bundesrepublik aus zu fordern. Der Präsident werde dazu zehn bis fünfzehn Termine in…“

„… dass die Bundesregierung mit jüdischem Kapital den von den Illuminaten und Schalke 04 im Auftrag des IS inszenierten Flugzeugabsturz in Smolensk finanziert und technisch vorbereitet habe. Von der Leyen selbst habe eine unsichtbare Atombombe in der Maschine gezündet und sei dann mit Hilfe eines Fallschirms…“

„… androhe, Konzentrationslager für die ruthenische Minderheit zu errichten. Warschau werfe ihnen die Unterdrückung des polnischen…“

„… Berlin sein Volk nicht mehr im Griff habe. Solange es in Deutschland andere als staatlich organisierte Demonstrationen gebe, müsse man über den Ausschluss aus der EU und alle damit verbundenen…“

„… sämtliche Dinosaurier Polen gewesen seien. Dies ergebe sich aus molekulargenetischen…“

„… warne die polnische Regierung davor, ihre Landleute in Deutschland so zu behandeln, wie die polnische Regierung dies in ihrem Land mit den…“

„… über eindeutige Belege verfüge, dass Polen nicht freiwillig der EU beigetreten sei. Der Staat müsse sich jetzt durch nationalen Widerstand aus dem Würgegriff des…“

„… die Bundesrepublik vor dem Europäischen Gerichtshof auf mehrere hundert Trilliarden Euro Schadenersatz verklagen werde. Die AfD nehme der polnischen Regierungspartei die ihr zustehende Opferrolle mit unlauterem…“

„… die Zahlungen an Polen mit sofortiger Wirkung eingestellt würden. Anders als im Falle der Türkei werde die Bundeskanzlerin einen sofortigen Ausschluss aus sämtlichen…“

„… zu schwersten Ausschreitungen gekommen sei, obwohl die Kundgebung auf Anordnung des Außenministers und seiner…“

„… zur Ritterin des Weißen Adlerordens geschlagen werde. Als künftige Amtsinhaberin wolle sich von der Leyen auch mit polnischen…“





BA-BA-Banküberfall

13 11 2017

„Das wäre dann quasi mal so eine von unseren Kassen, an denen wir das machen. Sie können sich jetzt Geld auszahlen lassen, gleich so beim Einkauf, und dann verrechnen wir Ihre Gutschrift mit dem Beleg, und dann können Sie wieder einkaufen. Nein, so einfach ist das nicht. Sie müssen schon arbeitslos sein, um in den Genuss dieser Leistungen zu kommen.

Da sehen Sie auch mal wieder, dass das mit den ganzen Vorurteilen, mit den Schikanen und der sozialen Ausgrenzung, dass das einfach nicht stimmt. Die Politik kümmert sich schon um die Unterschicht, die Unterschicht will das nur nicht immer annehmen. War bei den Chipkarten damals dasselbe, bis vors Bundesverfassungsgericht sind die gelaufen. Da machen Sie mal serviceorientierte Kundenpolitik, die auch noch sozial verträglich ist mit dem Rest der Bevölkerung, die das ganze Zeug finanzieren darf.

Und hier haben wir auch schon unseren ersten Fall. Bon vorzeigen, davon gehen drei Euro dreißig ab für ein paar Lebensmittel, von denen sich ein Mensch, der statt zu arbeiten die ganze Zeit zu Hause herumliegt, sicher tagelang satt wird. Und der Rest wird dann eben ausbezahlt. Es hält sich ja hartnäckig das Gerücht, Springer hat das neulich mal wieder als Schlagzeile verbraten, dass man die Bons dann bei der Bank einreichen kann, damit das Konto wieder aufgefüllt wird. Ist natürlich Quark, die Leute haben ja gar kein Konto, sonst müssten sie ihr Geld nicht im Laden holen. Den Beleg reicht man beim Amt ein, das ist doch klar.

So unterschiedlich ist das nun nicht, Sie zeigen Ihren Bescheid vor, dann zeigen Sie Ihren Ausweis – die Kassiererinnen sind selbstverständlich zu strenger Diskretion verpflichtet, die sagen das keinem weiter. Es sei denn, Sie sind beispielsweise aus der direkten Nachbarschaft. Oder Sie kommen häufiger mal zum Einkaufen. Oder waren früher mal Erwerbslos und zahlen jetzt bar, das kriegen Sie einfach nicht mehr weg. Sie können nicht jedes Mal mit der Gehaltsbescheinigung an die Kasse gehen und denen zeigen, dass Sie keine Leistungen mehr beziehen.

Die junge Dame ist hier ein Sonderfall, da muss der Filialleiter Rücksprache halten, weil die sich ihren Regelsatz vollständig auszahlen lässt. Das ist legal, aber wir machen den ganzen Aufstand hier ja auch gerade, um den Leuten den Umgang mit ihrem eigenen Geld ein bisschen, sagen wir, prekär zu gestalten. Zielgruppengerecht halt. Sie sollen ja nicht an der Kasse einfach so Geld abheben, wie das anständige Menschen am Automaten tun, der Unterschied soll spürbar bleiben. Vor allem für die anderen Kunden hier in der Kassenschlange.

Die Banken freut das ungemein, und das ist ja auch der Sinn der Sache. Die können ab jetzt reine Guthabenkonten für ihre Kunden führen, in entsprechender Höhe versteht sich, und die Hartzer dürfen bei ihren Kreditinstituten mit den hohen Gebührensätzen unter sich bleiben. Ganz davon abgesehen schafft das natürlich auch jede Menge Jobs. Sehen Sie die beiden Herren da am Eingang? Nein, nicht die mit den Kornflaschen, die im Kampfanzug. Was meinen Sie, was wir seit der Einführung hier an Bargeldbestand lagern müssen – da lohnt sich doch kein Banküberfall mehr, die Räuber kommen gleich in den Discounter, einmal Kippen holen, dann die Knarre auspacken, und die Tragetasche ist auch noch umsonst!

Dass die Bundesagentur übrigens das Verfahren unter dem Projektnamen ‚Banküberfall‘ geplant hat, ist nur ein Witz. Das können Sie mir glauben.

Die technischen Schwierigkeiten haben wir inzwischen in den Griff gekriegt, diese Schilder da oben haben Sie gesehen? nicht? Gut, dann läuft es nach Plan. Wir müssen die da hinhängen, wie in der Apotheke oder auf der Post, damit die anderen Kunden Diskretionsabstand halten. Wenn Sie einen Brief an die Schufa schicken oder Warzensalbe kaufen, soll das auch keiner wissen. Aber die da hängen so weit oben, da liest sie keiner. Und wenn sie einer liest, dann ist es den Leuten auch egal, und unser Betriebsablauf wird durch rechtstreue Kunden nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen.

Sehen Sie, der macht’s richtig. Großeinkauf für exakt 137,66, alles Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke, das muss man einmal am Monatsanfang machen, da spart man die Kontoführungsgebühr und belastet nicht noch die Kassierer durch sozial unverträgliche Mehrarbeit, dafür wird man eben von der Gesellschaft belohnt, weil man nur einmal im Monat als Kostgänger des Systems den Ablauf der Konsumgesellschaft stören muss. Das ist auch ein wenig ein Anreiz, sich einen Arbeitsplatz zu suchen, statt sich ständig an der Kasse zu outen. Stellen Sie sich das mal vor, Sie kommen hier kurz vor Geschäftsschluss, vor Ihnen sind zwei Rentner, die einem die Einkaufswagen in die Hacken schieben und dann Kleingeld zählen, und dann hält Sie einer für einen Obdachlosen. Da können Sie Ingenieur sein oder Philosoph, da wünschen Sie sich aber ganz schnell in die Produktion!

Also Sie kaufen immer noch gerne ein hier? Das hören wir gern. Als Discounter ist man immer froh, wenn man vom Schmuddelimage wegkommt, auch wenn die Bundesagentur sich sicher Gedanken gemacht hat, warum sie gerade uns beauftragt hat mit der Einführungsphase. Doch, es ist eine Einführungsphase. Wer würde denn sofort übergehen zu Lebensmittelmarken?“