Maximale Distanz

21 08 2017

„Jetzt müssten sich aber alle Hessen distanzieren.“ „Und die Veganer.“ „Wieso denn die Veganer?“ „Wieso die Hessen?“

„So ein schlimmes Attentat – und der Täter hat ja die letzten zehn Jahre in Hessen gewohnt.“ „Er soll aber in Niedersachsen gearbeitet haben.“ „Das macht es nicht besser.“ „Könnten wir dann von den Niedersachsen nicht eine Art von Teildistanzierung verlangen?“ „Wie soll das denn gehen?“ „Moment mal, Sie wollen von allen Hessen…“ „Das habe ich so nicht gesagt!“ „Doch.“ „Ja, aber ich habe das nicht so gemeint.“ „Weil Sie wussten, dass das Unsinn ist und nicht im Ansatz zu realisieren.“ „Ja, aber das wissen doch die Hessen nicht.“

„Was ist eigentlich das Besondere an einem Attentäter, wenn er Hesse ist?“ „Ich habe nichts gegen Hessen.“ „Ich weiß, das haben Sie auch gar nicht gesagt.“ „Habe ich auch nicht!“ „Nein, nicht so.“ „Wie denn dann?“ „Ach, nichts.“ „Sie wollten wissen, ob das etwas Besonderes ist, wenn der Attentäter aus Hessen kommt.“ „Und, ist es das?“ „Sie unterstellen mir eine allgemein gegen Hessen gerichtete Haltung.“ „Nein, ich stelle sie höchstens fest.“ „Das ist doch dasselbe!“ „Eben nicht. Zu einer Feststellung bedarf es nun mal den tatsächlich bestehenden Sachverhalt, in diesem Fall eben, dass Sie gegen alle Hessen eingestellt sind, und zwar vollkommen ohne Berücksichtigung anderer Umstände.“ „Haben Sie noch nie etwas gegen einen Hessen gehabt?“ „Was ist das für eine…“ „Sie haben doch wohl schon mal etwas gegen jemanden gehabt?“ „… bekloppte Frage?“ „Wollen Sie mir jetzt ernsthaft erklären, Sie hatten in Ihrem ganzen Leben noch nie eine ernsthafte Auseinandersetzung mit jemandem? Sie lügen!“ „Das ist eine komplett am Thema vorbeigehende Unterstellung.“ „Das wird ja immer schöner – erst lügen Sie mir hier derart plump ins Gesicht, und dann nennen Sie das eine Unterstellung?“ „Was haben Sie eigentlich gegen Hessen?“ „Gar nichts. Ich habe etwas gegen Attentäter, aber Sie als Gutmenschenarschloch, Sie würden sich das wahrscheinlich noch wünschen, dass alle von hessischen Attentätern umgelegt werden!“ „Haben Sie die Medikamentenausgabe verpasst?“ „Von hessischen Attentätern! Sie nehmen die doch sogar in Schutz, das machen linke Scheißgutmenschen wie Sie!“ „Weiß Ihr Pfleger, dass Sie ohne seine Erlaubnis hier im Stadtpark spazieren gehen?“ „Jetzt werden Sie mal nicht komisch, junger Freund!“

„Sie waren noch nie in Hessen.“ „Was soll ich denn in Hessen? Mr geht’s hier gut, ich habe meine Arbeit, eine schöne Zwei-Zimmer-Wohnung, mit Balkon und Garage, ich kann alle paar Wochen mal meine Kinder sehen, und ich habe viele Freunde.“ „Was Sie nicht sagen.“ „Die kommen von überall her. Von überall!“ „Ach.“ „Meine Nachbarn sind nämlich ursprünglich vom Unterlauf der Ulster, wissen Sie, Kohlbachtal.“ „Kenne ich, das ist ganz dicht an der Grenze zu…“ „Das ist noch nicht Hessen, das ist Thüringen! Das sind noch über drei Kilometer bis zur Grenze! Und das war auch schon immer thüringisches Land, klar!?“ „Und Sie waren auch schon da?“ „Hören Sie mir überhaupt zu? Ich habe keinerlei Veranlassung, zu diesen…“ „Im Kohlbachtal. In Thüringen.“ „Nein, aber ich habe Nachbarn, die kommen da her.“ „Und deshalb fahren Sie nicht mehr ins Kohlbachtal.“ „Sind Sie irgendwie geistig behindert, oder warum kriegen Sie überhaupt nichts mehr mit?“ „Halten Sie es für möglich, dass Ihre Nachbarn mal nach Hessen gefahren sind?“ „Das kann ich mir nicht vorstellen.“ „Warum denn nicht?“ „Das sind ganz normale Leute. Keiner von denen würde einen Anschlag planen. Und im Kohlbachtal ist es doch schön.“ „Deshalb wohnen die jetzt auch in Ihrer Nachbarschaft, richtig?“

„Haben Sie eigentlich gelesen, der hat immer freundlich gegrüßt.“ „Vielleicht macht man da in Hessen so.“ „Der muss doch damals schon etwas im Schilde geführt haben – und dann hat er sich irgendwann gedacht, ich lasse mir jetzt einfach nichts mehr anmerken, dann ahnt keiner etwas von meinen Anschlagsplänen.“ „Das klingt plausibel.“ „Die typische Verschlagenheit, wie man sie bei den Hessen kennt.“ „Nur leider falsch, ich habe mir das eben gerade erst ausgedacht.“ „Aha, und mit diesem Märchen wollten Sie mich aufs Glatteis führen? Sie denken sich irgendwelche Tatbestände aus und wollen damit Verunsicherung schüren? Das sieht Ihnen als typischem Gutmenschen mal wieder sehr ähnlich. Sie denken sich diese ganzen Lügen aus und füttern damit die Presse, die dann kein Wort mehr über die Wahrheit verliert, über die Sie nicht mehr berichten wollen!“ „Meine Güte, sind Sie lächerlich…“ „Mit Ihren ausgedachten Geschichten wollen Sie die Öffentlichkeit manipulieren, und dann wundern Sie sich, wenn das Volk, das sich diese Verräter, wie Sie einer sind, dass sich das Volk diese linksfaschistischen Methoden nicht mehr gefallen lässt, und dann werden wir ja sehen, was mit Euch Volksschädlingen, jawohl, Du bist ein Volksschädling, und ich werde Dir jetzt die…“ „Ihre Mutter wohnt noch in Hessen, richtig?“ „Aber…“





Im Auge des Betrachters

17 08 2017

„Der Verband wollte das so.“ Die junge Dame an der Fleischtheke unterdrückte ein Würgen, bevor sie sich umdrehte und schleunigst in Richtung Ausgang verschwand. Den Einkaufswagen ließ sie stehen. „Schade“, murmelte Kennichkeit, „aber wir kriegen das ersetzt. Hoffentlich.“

Mir war ein wenig flau im Magen, aber das lag wohl daran, dass ich schon seit einer Viertelstunde – anders als Kennichkeit, der seit drei Jahren in dieser Filiale arbeitete – diese Filmschleife sehen musste. Ein Kälbchen wurde in den Schlachthof geführt, vielmehr: mit Gewalt getrieben, nach einer halben Minute wurde das, was übrig geblieben war, fachgerecht zerlegt und unter Schutzatmosphäre in Plastikschalen verpackt. „Absolut hygienisch“, schwärmte der Fachmann, „wir könnten damit jeden Preis gewinnen.“ Direkt neben dem kleinen Bildschirm verkündete eine Tafel Hackfleisch im Sonderangebot. „Ist das nicht ein bisschen krank?“ Kennichkeit lächelte. „Ich bitte Sie – wachsen denn Ihre Schnitzel im Balkonkasten?“

Müßig zu sagen, wie das Eierregal ausgestattet war. Neurotische Hühner pickten sich gegenseitig die Schnäbel blutig, eingepfercht in dreckige Käfige aus scharfkantigem Metall. Zwischendurch sah man Mastgeflügel als gackernden Mahlstrom durch die Freilaufzonen treiben. „Das muss man natürlich auch sauber halten“, erklärte mein Begleiter. „Wenn Sie da nicht alles ausprobieren – aber sonst kann man die Preise von elf Cent im Einzelhandel nicht gewährleisten.“ Auch hier im Supermarkt wurde offensichtlich gespart; dieselben Aufnahmen liefen an der Kühltheke mit abgepackten Hühnerbeinen. „So versteht der Verbraucher die Zusammenhänge besser“, erklärte Kennichkeit. „Zumindest hoffen wir, dass er sie irgendwann bemerkt.“ Ich blickte angestrengt auf den Monitor in Augenhöhe. „Und Sie meinen, dass sich die Kunden überhaupt die Schockfilme ansehen?“ Er nickte. „Schauen Sie mal nach oben – genau da.“ Ich bemerkte die Kamera knapp unter der Hallendecke. „Blickerfassung. Wenn Sie nicht lange genug hingeguckt oder dabei die Augen geschlossen haben, dann öffnet sich die Kühltruhe nicht. Wir setzen schon auf zunehmende Messwerte, sonst hätten wir den Versuch nicht branchenintern so angekündigt. Aber kommen Sie, ich möchte Ihnen gerne ein paar überraschende Dinge zeigen.“

Der Gang ans Schokoladenregal erforderte hohe Konzentration. Drei Dutzend Marken mit einer schier unübersichtlichen Anzahl an Sorten waren bis in äußerste Griffhöhe gestapelt, dazwischen ein grellbunter Bildschirm mit Plantagenarbeitern. „Wir haben hier strikt produktbezogen gearbeitet“, gab Kennichkeit zu wissen. „die Kinder, die hier auf den Plantagen beschäftigt sind, ernten tatsächlich nur Kakaobohnen. Drei Viertel unserer Importe kommen aus Ghana und der Elfenbeinküste, wo die Quoten der Kinderarbeiter konstant steigen. Sehen Sie genau hin.“ Konzentriert betrachtete er den kleinen Bildschirm. „Sehen Sie? Etliche der Kinder sind fünf, sechs Jahre alt. Die Kosten sind gut zu beherrschen, und wenn Sie die Arbeitskräfte in so jungem Alter bereits einsetzen, werden sie auch nie in größerem Umfang wegbrechen, weil sie einfach für nichts anderes zu gebrauchen sind.“ Auch über dem Kaffeeregal waren die Bilder zu sehen. „Aber wie gesagt, rein produktspezifisch. Kakao, Kaffee, Gewürze, Schnittblumen, wir haben für alles einen eigenen Erzeugerweg, die Produktionsbedingungen sind jeweils anders. Bei den Blumen haben wir noch echte Sklaverei, rechtlose Frauen in Kenia und Uganda, die für 500 Tonnen Blumen pro Tag bis zum Hals in toxischen Dämpfen stehen und bei einem Arbeitsunfall entsorgt werden wie ein Stück Einwickelpapier.“ Er zupfte die Plastikfolie um die billigen Rosensträuße zurecht, auf dem Monitor sah man, wie sich eine Frau in zerrissener Schürze in einem Gewächshaus heftig auf den Boden erbrach. Die Blumen waren heute Nacht aus der Kühlhalle des Flughafens in einen Großmarkt verfrachtet und mit reichlich Nachlass verkauft worden; in wenigen Stunden würde die Filialleiterin sie in den Müll schmeißen, weil sie nur noch einen Tag lang haltbar waren.

„Sie meinen, das hilft?“ Kennichkeit blickte mich verwundert an. „Haben Sie das Konzept auch wirklich verstanden?“ „Warum denn nicht“, gab ich zurück, „es geht doch um Verbraucheraufklärung, oder? Oder!?“ Sein Lächeln hatte etwas Hilfloses, mit dem ich gar nicht rechnen konnte. „Natürlich, das ist schon korrekt, nur haben wir eigentlich einen ganz anderen Ansatz.“ Er zog mich am Arm, und leicht widerstrebend folgte ich ihm an die Kassen. Hier lagen Zigarettenschachteln in großen Drahtkörben. Kennichkeit griff ein Päckchen heraus und hielt es mir ins Gesicht. „Und?“ „Verstehen Sie denn nicht?“ Vielleicht fehlte mir der Humor, aber ich begriff nicht, was er von mir wollte. „Wenn Sie rauchen“, fing er an, aber ich musste bedauern: ich rauche ja gar nicht. „Wenn Sie rauchen, dann ist es Ihnen irgendwann egal. Sie haben es so oft gesehen, dass es Sie nicht mehr interessiert. Wir setzen auf die Abstumpfung des Betrachters. Meinen Sie nicht, dass das funktioniert?“





Brrmmm-Brrmmm

14 08 2017

„Das ist da aber nur für den Tundra GLS und die Sondermodelle mit Sportfahrwerk. Der Rest ist im Stadtverkehr vorbildlich, im Stau hört man den kaum, und wenn Sie den Savanna XL mit Benziner bestellen, der ist fast noch besser, wenn er nicht zufällig schlechter ausfällt.

Sie können gerne mal reinhören, wie laut die Dinger im Stand sind, wir haben hier jede Menge auf dem Parkplatz stehen. Da können Sie dann gerne mal eine Probefahrt machen, natürlich nur bei Schrittgeschwindigkeit – regen Sie sich ruhig auf, aber das schreibt die Straßenverkehrsordnung vor, und wir haben nicht vor, aus Sicherheitsgründen unser Personal zu gefährden. In Deutschland gehen wir mit dem Thema sehr sensibel um.

Also der Tundra GLS ist bei 50 Kilometern pro Stunde – und innerhalb geschlossener Ortschaften bewegen sich unsere Kunden auch nur mit dem Tempo, das wissen wir ganz genau, wir haben da nämlich zweimal nachgefragt in den letzten Jahren – bei 50 wie gesagt ist der gar nicht so laut. Der Eingriff in die Klappensteuerung und das mit den Rohren, die mehr oder weniger Störschall filtern, das kommt ja erst, wenn der Wagen schneller fährt. Aber das ist dann eben außerhalb geschlossener Ortschaften, und da frage ich Sie direkt mal: muss man in seiner Freizeit direkt an der Autobahn stehen und sich über die Geräusche aufregen? Das macht hohen Blutdruck, da atmen Sie am Ende noch zu viel Feinstaub ein, und niemandem ist damit geholfen. Außerdem stehen da eh schon die Lärmschutzwände, also können wir uns das auch sparen.

Klar, es gibt auch Grundstücke, die direkt an der Straße liegen, teilweise liegen die direkt an der Autobahn. Also wenn der Makler in der Anzeige etwas von optimaler Verkehrsanbindung schreibt, dann wollen Sie die Wohnung, und wenn auf der Straße aus Versehen Autos fahren, dann ist es Ihnen auch wieder nicht recht? Wie fliegen Sie eigentlich ohne Flugzeug? Und haben Sie keine Kinder, die mal auf den Spielplatz gehen? Reden Sie sich nur raus, das wird alles gegen Sie verwendet!

Jedenfalls ist das technisch gar nicht anders möglich, wenn Sie mit einem Auto, jedenfalls mit einem Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor, wenn Sie da schnell fahren wollen, dann müssen Sie eine gewisse Geräuschentwicklung einfach mit in Kauf nehmen. Und die ist nicht vollständig unerwünscht, die ist im Zuge unserer Mobilitätsgesellschaft zu einem unverzichtbaren Teil öffentlicher Sicherheit geworden. Stellen Sie sich mal jemanden vor, der auf der Straße – da wird nicht nur gewohnt, da bewegen sich Menschen teilweise auch außerhalb der Fahrgastzelle – einem Auto begegnet. Als kleines Kind, als alleinerziehende Mutter über 30, das sind so Zielgruppen, die wir unter unseren Kunden eher selten antreffen, die wollen doch eine möglichst frühzeitige und sicherheitsspezifische Warnung haben, oder? Da hilft ihnen der sonore Sound eines Zwölfzylinders, den ignorieren Sie nicht. Kann sein, dass die Fahrweise auch innerhalb geschlossener Ortschaften das akustische Bild der Straßen prägt, aber zumindest weiß man: wenn da was bollert, dann ist es ein Auto. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie die Unfallzahlen in einer vollständig auf Elektromobilität umgestellten Stadt aussehen.

Und dann natürlich das Fahrgefühl, das ist ja nicht nur das Lederlenkrad oder die elektronische Fahrdynamikregelung. Sie wollen auch dieses auditive Erlebnis, das mit Ihrem Auto kommt, dieses Brrmmm-Brrmmm, das ist wie ein Erkennungsmerkmal von Marke und Fabrikat, und das macht doch das Fahren erst zum Fahren, oder? Das geht bis zum Schallschwingungserlebnis, wenn Sie die Tür zuschlagen, da trennt sich Pappe von männlichem Stahl!

Das kann man auch regeln, wir hatten für den neuen Pampa Gran Tour ein ausgeklügeltes System mit Motoraufhängungsvarianten und zuschaltbaren Krümmern im Ansaugtrakt geplant, aber das Ding reagierte völlig falsch. An der Ampel macht das Teil einen Lärm wie eine Klimaanlage in Kabul, und auf der Schnellstraße müssen Sie alle paar Sekunden nachgucken, ob der Motor noch läuft. Schrecklich, sage ich Ihnen. Unsere Testfahrer hatten traumatische Erlebnisse, manche meinten, sie säßen auf dem Fahrrad. Das kann empfindliche Lücken in die Kundenbindung reißen, und wer erklärt dann dem Dobrindt, wo die Arbeitsplätze hin sind?

Übrigens verfolgen wir nur die offizielle Politik der Bundesregierung, und unsere Kanzlerin ist nun mal Physikerin. Der können Sie nichts vormachen, die weiß nun mal, wie physikalische Prozesse eben so ablaufen. Uran strahlt? Haste nich gesehn! Aus der Braunkohle kommt Kohlendioxid? Wer hätte das gedacht! Ein Explosionsmotor funktioniert mit Explosionen, schon mal gehört? Die Kanzlerin hat das offensichtlich zur Kenntnis genommen und allem Anschein nach hat sie es auch verstanden. Der muss man das nicht erklären, die versteht das von sich aus. Das liegt bei ihr an der Geschichte. Die war mal real-sozial-istisch, sozial ist weg, und mit dem Rest kommt man ganz gut klar. Also wir als Industrie, und das zählt doch, oder?“





Adel verpflichtet

8 08 2017

„Meine Frau will das so“, quetschte Breschke an dem trockenen Keks vorbei. „Sie meint es sicher nur gut“, beschwichtigte ich ihn, „und Sie sagen doch auch immer, man solle seine Nachbarn kennenlernen.“ Er fischte einen Zuckerwürfel aus der Dose und schmiss ihn in den Tee. „Aber deshalb dieser Aufstand?“

Das Billett in den Briefkästen hatte sie als Friedrich Ludwig Reichsgraf Truntz auf Steinheim nebst Gattin ausgewiesen, die des Umzugs in dieses Viertel halber die Umwohner zu einer kleinen Abendgesellschaft einluden. „Stellen Sie sich das mal vor“, grantelte der Alte, „ein livrierter Diener morgens in der Bäckerei. Affig!“ „Sie leben doch zu sehr im achtzehnten Jahrhundert“, schmunzelte ich. „Die wenigsten Edelleute haben Bedienstete, und wer von denen trägt heute noch Livree?“ Er brauste auf. „Dafür muss ich mir jetzt seitenweise Benimmregeln durchlesen!“ Der pensionierte Finanzbeamte griff noch einmal zu den Plätzchen. „Dann kann meine Frau auch gern alleine zu den Grafens gehen, ich muss diese Leute nicht haben. Die passen doch gar nicht hierher!“

Wahrscheinlich lag Horst Breschke damit gar nicht so falsch, aber das änderte ja nichts an seinem Benehmen. Ich reichte ihm die Gebäckschale an. Sofort nahm er sich ein weiteres Stück. „Darf ich Ihnen noch etwas Heidesand anbieten?“ „Ich habe schon“, müffelte er, „danke.“ Geräuschvoll stellte ich die Schale auf den Küchentisch. „Mein Lieber, wir werden ab jetzt arbeiten.“ Ich wies auf die Kanne. „Bedienen Sie sich“, schmatzte er, „ich koche gerne noch nach.“ Anscheinend begriff er nicht. „So geht das nicht. Sie sind hier der Gastgeber!“ „Noch Tee?“ Ich hob die Kanne vom Untersetzer. „Möchten Sie noch ein Tasse Tee, Herr Breschke?“ Verwundert sah er mir zu, wie ich seine Tasse auffüllte. „Und bitte, nehmen Sie doch noch ein – aber doch mit der Zange!“ „So geht das viel schneller“, verkündete er und ließ den Zuckerwürfel in den Tee gleiten. Wie sollte das alles nur enden.

Zunächst übten wir an einem improvisierten Blumenstrauß; ein paar Margeriten aus dem Garten halfen aus, ebenso ein Bogen Packpapier. „Und nun überreichen Sie mir den – aber Herr Breschke!“ „Was denn“, grummelte er, „ich habe den gerade eben eingewickelt, und jetzt soll ich den schon wieder auswickeln? Das ist doch alles überflüssiger Klimbim, das werden Sie doch einsehen!“ Ich seufzte. „Aber Sie werden der Dame des Hauses nun einmal einen Strauß überreichen müssen, es handelt sich doch um eine Abendeinladung?“ Breschke guckte nochmals in die Einladung. „Ja, wir müssen so gegen halb los. U.A.w.g., das sagt doch alles.“ Hatte ich etwas verpasst? „Um acht wird gegessen“, erklärte er, „steht da doch! Dann reicht es ja völlig, wenn wir um halb acht gehen.“

Die Auswahl der Krawatte blieb problemlos, es waren überhaupt nur zwei im Schrank, zuzüglich des Beerdigungsmodells in Schwarz. „Und dann knöpfen Sie die Jacke bitte auf, wenn Sie sich setzen, aber lassen Sie den unteren Knopf bitte auch offen im Stehen.“ Er wand sich. „Also den unteren im Sitzen auch offen?“ Ich nickte. „Das muss ich mir aufschreiben, sonst vergesse ich es. Und den Schlips lockert man wann?“ „Gar nicht“, gab ich zurück. „Denken Se nicht einmal daran.“ „Also auf den Weihnachtsfeiern bei uns im Referat…“ Ich runzelte deutlich die Stirn. „Eben.“

„Wenn ich mir erlauben dürfte, Ihnen ein paar Blumen zu überreichen?“ Etwas hüftsteif, aber nicht ungalant streckte er mir die Margaritenreste entgegen, die nun auch schon ein gutes Dutzend Versuche überstanden hatten. „Nicht schlecht“, lobte ich, „und dann stellen Sie mich Ihrer Gattin vor.“ „Spielen Sie meine Frau?“ Ich guckte kurz nach: nein, noch war ich nicht in einer Doppelrolle. „Wenn ich Ihnen meine reizende Gattin…“ „Aber Herr Breschke!“ „Sie haben ja recht“, murrte er, „so reizend ist sie auch wieder nicht, aber das darf man doch einem Reichsgrafen nicht auf die Nase binden. Meinen Sie, er sagt es weiter?“ „Keinesfalls!“ Ich schüttelte den Kopf. „Adel verpflichtet.“

„Den Schirm lassen Sie ruhig zu Hause, es wird heute vermutlich trocken bleiben, und haben Sie die Blumen?“ Frau Breschke hatte sie natürlich in der Küchenspüle deponiert, mit einem feuchten Tuch um die Stängel, und alles sah so festlich aus, einschließlich des Hausherrn, wie er in seinem sandfarbenen Sommeranzug vor der Garderobe stand und sich im Spiegel betrachtete, die gestreifte Krawatte perfekt gebunden und in Sandalen. „Soirée oder nicht, aber so werden Sie das Haus nicht verlassen.“ „Ich habe es vergessen“, murmelte er, „aber was soll ich denn jetzt machen?“ Voller Angst blickte er mich an. „Diese Hose ist so furchtbar eng, und wenn ich mir jetzt Schuhe zubinde, dann platzt sie am – na, Sie wissen schon.“ Einen Moment überlegte ich, dann hatte ich die Lösung. „Nehmen Sie die Schuhe, und dann gehen Sie auf die Gästetoilette.“ Er stutzte. Frau Breschke hatte es schon verstanden.

„Und jetzt hier läuten, und dann die Blumen, und dann Ihre Frau.“ „Sag doch auch mal was“, fauchte Breschke seine Gattin an. Doch just in dem Augenblick öffnete sich die Tür, ein dicklicher Mann in Cordhosen und einer Grillzange in der Hand winkte die Gäste heran. „Hereinspaziert“, rief er, „auch ein Bierchen?“ „Was ich Ihnen gesagt habe“, zischte Breschke pikiert. „Sie passen nun wirklich nicht hierher!“





History, rewritten

7 08 2017

„… eine historische Gegenoffensive gegen Deutschland gefordert habe. Polen bestehe auf Reparationszahlungen, da die Schäden des Zweiten Weltkriegs noch lange nicht…“

„… dass das Vereinigte Königreich als Rechtsnachfolger anzusehen sei. Die aus dem Siebenjährigen Krieg erwachsenden Folgen seien damit direkt auf den Freistaat Sachsen als…“

„… die innerdeutschen Konflikte bereits seit der Herbstkrise bestanden hätten. Das Fürstentum Reuß älterer und das Fürstentum Reuß jüngerer Linie seien trotz ihres späteren Zusammenschlusses nicht ausreichend in ihrer…“

„… als TV-Ereignis plane. Die dänische Regierung habe bereits angekündigt, Deutschland für den Mehrteiler zahlen zu lassen, der in Erinnerung an den Zweiten Schleswig-Holsteinischen…“

„… den Deutschen Bauernverband gerade im Lutherjahr nicht gehört habe. Die Ausrottung des Adel könne nur durch eine milliardenschwere…“

„… auch Preußen im Kriegsverlauf fast 180.000 Mann verloren habe. Eine Entschädigung durch Russland und Schweden dürfe sich wegen des wesentlich länger zurückliegenden Datums aber nicht auf die im 20. Jahrhundert…“

„… Bayern auf Seiten des Deutschen Bundes in den Krieg eingetreten sei. Es sei damit nicht geklärt, den heutigen Freistaat verfassungsrechtlich überhaupt innerhalb der Grenzen der…“

„… den Grenzübertritt in Schleswig-Holstein sowohl für Deutsche als auch für Österreicher bis auf Weiteres mit kostenpflichtigen Kontrollen der…“

„… dass mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag die weiteren Ansprüche nicht abgegolten seien. Polen sei bereits damals als Marionettenstaat nicht in der Lage gewesen, völkerrechtlich bindende…“

„… unterbrochen worden sei. Da die im Konzil propagierte Unfehlbarkeit des Papstes nicht habe durchgesetzt werden können, werde der Vatikan die Bundesregierung für alle nach 1870 erlassenen…“

„… erst durch eine widerrechtliche Koalition gegen Markgraf Ludwig von Brandenburg möglich geworden sei. Die Anerkennung der Reichsunmittelbarkeit Pommern-Stettins durch Kaiser Ludwig IV. könne aus heutiger Sicht nicht als legitime…“

„… sich die russische Delegation gegen die seinerzeit aus friedenspolitischer Sicht vorteilhafte Einigung in Nikolsburg gewandt hatte. Außenminister Lawrow habe darauf hingewiesen, dass die dem Zarenreich entgangenen sicheren Geländegewinne bei einer zeitnahen Intervention noch heute durch weitere Annexionen im…“

„… ob Tschechien als Einzelstaat oder nur gemeinsam mit Österreich in der Nachfolge der Habsburgermonarchie klageberechtigt sei. Die Entscheidung werde vor dem…“

„…allein Württemberg acht Millionen Gulden an Kriegsentschädigung habe zahlen müssen. Dies sei jedoch, da es weder eine Kapitulation noch eine Annexion der Gebiete durch…“

„… der Schiedsspruch nicht als bindend anzusehen sei. Die Münchener Linie der Wittelsbacher sei ohne das Kufsteiner Land dazu gezwungen gewesen, als Anhängsel des bundesdeutschen…“

„… wenn Deutschland sich bereiterkläre, ein voll funktionsfähiges Vernichtungslager zu bauen. Kaczyński gebe der Bundesregierung drei Monate und wolle danach die deutsche Schuld um zehn Prozent…“

„… die vom Kurfürstentum Sachsen geleisteten Kontributionszahlungen zurückfordern werde. Es sei strittig, ob sich diese Begleichung mit dem aktuellen Negativzins der…“

„… den Krieg getreu der Regel, den Angreifer zuerst zu nennen, als Französisch-Deutschen Krieg zu bezeichnen habe. Steinbach werde nach der Machtergreifung darauf hinarbeiten, das welsche Würstchen und seine angeheiratete Faltentrulla zur bedingungslosen Rückgabe des Elsass sowie der…“

„… sich die Deutsche Bischofskonferenz mit immensen Ansprüchen konfrontiert sehe, da die Wittenberger Kapitulation nicht den Widerstand der Reichsstände gegen die…“

„… da Zahlungen von Sachsen an Brandenburg unrechtmäßig im Sinne des Länderfinanzausgleichs zu betrachten seien und damit durch den Bund…“

„… habe die Verschiebung Polens politische Gründe gehabt. Da die Sowjetunion nicht mehr existiere, werde Warschau nicht auf die Rückgabe der ehemaligen…“

„… dass das Reich für seine Söldner keine Sozialversicherungsabgaben entrichtet habe. Die Interessengemeinschaft der Truppen des Schmalkaldischen Bundes habe ihre Bereitschaft gezeigt, gemeinsam vor dem Bundessozialgericht für die…“

„… nach der Schlacht bei Tannenberg gezwungen worden sei, Reparationen an Polen zu zahlen. Die seit 1411 aufgelaufenen Schulden wegen einer offensichtlichen Urkundenfälschung bezifferten sich auf täglich 875 Trilliarden Euro, die für mehrere Jahrtausende an den Deutschen Orden zu…“





Onkel Hansi

3 08 2017

„… die nordrhein-westfälische Landesregierung ein neues Namensrecht plane, das Einwanderern die schnellere Integration in die…“

„… nicht klar identifiziert worden sei. Der Täter habe die Sparkassenfiliale in Dortmund-Brackel zwar maskiert ausgeraubt, trotzdem sei der Kassiererin der dunkle Hautton, der auf eine Herkunft als…“

„… als gefährliches Signal betrachte. Die Partei sehe die Islamisierung Deutschlands auf dem Vormarsch, wenn nicht mehr kerndeutsche Namen wie Alice, Maik, Enriko, Björn oder…“

„… die Angestellte wolle deutlich gehört haben, wie der Räuber Scheißdeutsche beim Verlassen der Bank gerufen habe. Insgesamt habe sich der Täter durch seine abgetragene Kleidung, die schiefen Schuhabsätze und den billigen…“

„… Teutobold, Aribert, Volkhardt, Siegfried und Björn die Vorhut gegen das Untermenschentum der Immigrantenrasse des…“

„… konzentriere sich die Fahndung seit den frühen Abendstunden auf die als Problemviertel bekannten Bezirke Scharnhorst und Innenstadt-Nord, die sich durch eine stark migrantische…“

„… die Umbenennung auch Familiennamen wie Müller oder Schmidt betreffe, deren Träger dadurch erhebliche Nachteile auf dem Arbeits- und Stellenmarkt zu…“

„… das Fluchtfahrzeug eindeutig identifiziert habe. Der Wagen sei außergewöhnlich gepflegt gewesen und habe sich dadurch im Straßenbild als nicht…“

„… allein im Regierungsbezirk Arnsberg pro Monat fast tausend Familien eine Änderung des Namens in Schulze, teilweise sogar Schultze oder…“

„… eines anonymen Hinweises angehalten worden sei. Mehmet Scholl habe seinen Ausweis nach einer Personenkontrolle zurückerhalten und sei vom Bundeskriminalamt…“

„… zu keinem Ergebnis gekommen sei. Passanten hätten die Person auf dem Phantombild als Nordafrikaner, Bulgaren, Syrer oder…“

„… keinerlei Spuren gesichert worden seien, Ibrahim Böhme habe der Polizei bereitwillig alle…“

„… von anderen als unglaubwürdig bezeichnet worden, da der Täter seine Schmähung in fließendem, akzentfreiem Hochdeutsch mit leichter Neigung zum Soester Platt ausgestoßen habe. Andererseits könne dies auch eine langfristig geplante Maßnahme zur Vertuschung des…“

„… die Möglichkeit der Angleichung nur zu einer Assimilierung der Namen führe. Lejeune wolle der deutschen Lügenpresse beweisen, dass die Taufpraxis der von der SS bewirtschafteten Kliniken bereits eine zwangsweise…“

„… die ins Erdgeschoss führenden Spuren an einer Eingangstür mit dem Namensschild Gitonga geendet hätten. Die Polizei habe zunächst keine andere Möglichkeit gehabt, als einen SEK-Einsatz mit…“

„… nicht als Wahlkampfgeschenk deklariert sei. Die Eltern sollten mit der völkisch korrekten Namensgebung wie Frauke, Beatrix, Erika und…“

„… und die 73-jährige ehemalige Tänzerin schlafend auf dem Sofa vorgefunden habe. Mehrere Dokumente im Inneren der Wohnung hätten dafür gesprochen, dass es sich bei der Primaballerina am Nationaltheater in Nairobi um eine seit 1991 in Dortmund lebende…“

„… man bei der Vermietung einer Wohnung schon anhand der Namen wissen sollte, ob es sich um Menschen erster oder…“

„… die Fahndung auf weitere Bezirke der Stadt ausgeweitet werden müsse. Insbesondere das Melderegister müsse als umfassende Datenbasis für eine Suche nach…“

„… im Bundeskanzleramt beschäftigt worden seien. Einer der Verdächtigen des Namens Zasowk sei im Bundesvorstand der NPD durch eine Verwechslung des Nachnamens entschlüpft, nach Führung des Verfassungsschutzes jedoch durch seinen blutsfremden Vornamen im…“

„… dass der Verdächtige als Onkel Hansi im Quartier bekannt gewesen sei. Der Innenminister habe dies anhand der Sachlage nicht ausschließen können, deswegen sei es so unglaubwürdig wie eine vom…“

„… christliche Vornamen per Parteiprogramm als per se volksfremd ausschließen wolle. Da Höcke den Protest auf dem Sonderparteitag führen wolle, rechne der In-den-Grenzen-von-1942-Flügel mit einem Urteil, das dem gesunden Volksempfinden von…“

„… das Namensschild in der Südkamener Straße bereits hinreichend Auskunft auf blutsfremde Elemente in der…“

„… einen Regierungschef wie Mustafa Hallmackenreuther oder Israel al-Dschihad zur Zerstörung des…“

„… in der Nachbarwohnung der seit 1971 in Nordrhein-Westfalen ansässige Johannes Bacewicz erdrückende Beweise in Form von Fingerandrücken, Blutspuren und…“

„… Personalabteilungen dazu übergehen würden, Bewerber mit dem Namen Meier auch ohne Geburtsort und…“

„… dass der Spätaussiedler Bacewicz als informeller Mitarbeiter des Landesamts für…“

„… die deutsche Staatsangehörigkeit besitze. Er habe aber auch in der Dienststelle stets Misstrauen erregt, da er durch die Vorliebe für Schweinebraten und den FC Bayern München einer überangepasste Art volksfremder Assimilation in Hinblick auf die vom Bundesinnenministerium verordneten…“

„… die Gesetzgebung nicht weit genug gehe. Nur durch gestempelte Passzusätze wie Musel, Nigger oder Polack sei die innere Sicherheit Deutschlands zu…“





Amnesie International

1 08 2017

„… nicht weiter verfolgen wolle, um so kurz vor der Wahl den inneren Frieden der Bundesrepublik zu erhalten. Die Christsozialen hätten dabei an eine vollständige Straffreiheit aller Beteiligten in sämtlichen Automobilkonzernen des…“

„… neu überdenken müsse. Das Auto sei auch ein deutsches Kulturgut, deshalb müsse die Politik mehr tun, um Fahren unter dem Einfluss des deutschen Kulturgutes Alkohol nicht mehr als…“

„… keinesfalls als politisch motivierte Tat anzurechnen sei. Seehofer habe betont, dass sich sein Vorstoß nicht nur auf Bayern, sondern auf ganz Deutschland…“

„… Devisengeschäfte immer strafrechtlich unangetastet bleiben sollten. Im Gegensatz zu Ladendiebstählen seien die Täter vor der Tat meist nicht vorbestraft, weshalb ihnen eine Strafe auch weiterhin nicht…“

„… den Straftatbestand der Steuerhinterziehung zumindest auf Landesebene sofort ersatzlos streichen wolle. Bayern werde natürlich mit gutem Beispiel vorangehen und alle…“

„… dürfe es zwar keine generell Straffreiheit für Dividendengeschäfte geben, die Bundesregierung und sei jedoch auf Wunsch der Banken gerne bereit, Nichtanwendungserlasse sehr individuell und grundrechtsschonend zu…“

„… eine bundeseinheitliche Regelung der Fahrtauglichkeit ausgedient habe. Seehofer lehne insbesondere für Bayern jede Obergrenze ab, da die Bevölkerung hier schon immer sehr viel vertrage und sich nicht zimperlich mit den…“

„… sei auch mit einer Verbesserung der Kriminalstatistik verbunden. Der große Anteil an Steuerstraftaten führe in gewissen Kreisen der Gesellschaft zu einem Makel, den zur Wahrung der sozialen Stabilität kein…“

„… Kombinationsdelikte einführen wolle. So sei nach Dobrindts Wunsch schwere, cyberähnliche Computerkriminalität, die mit einem Interwebnetz ausgeführt werde, automatisch dann straffrei, wenn sie in einem Kraftfahrzeug mit einem Alkoholpegel von mehr als…“

„… die Leistungserschleichung ausdrücklich von den Reformbestrebungen ausgenommen sei. Wer sich kein eigenes Kraftfahrzeug leisten könne, der begehe in Bussen und Bahnen schwerste Straftaten, die zulasten der Allgemeinheit und…“

„… die Wissenschaft seit Einstein verstanden habe, dass jede Geschwindigkeit relativ sei. Daher müsse die Beurteilung vor allem innerstädtischer Tempolimits endlich auf eine physikalische Basis umgestellt werden, die von Bayern aus…“

„… es sich außerdem um eine weit verbreitete und daher menschlich absolut nachvollziehbare Tat handele, die nicht auch noch durch moralisierende Vorwürfe erschwert werden dürfe. Scheuer und Hoeneß seien davon überzeugt, dass niemand besser als sie…“

„… zu den gefährlichsten Substanzen gehöre, deren Erwerb, Besitz und Gebrauch viel härter betraft werden müssten. Beispielsweise habe die Bundesregierung noch nicht genug getan, um den Cannabismissbrauch von Radfahrern, die jährlich mehr als…“

„… dass Grapschen auch außerhalb von Festzelten endlich als Kulturtechnik gewürdigt werden müsse. Zwar wolle Scheuer die generelle Straflosigkeit vorerst nur für deutsche Täter garantieren, er erhoffe sich davon aber eine rasche Versachlichung der…“

„… schwere und gefährliche Körperverletzung oder versuchter Mord noch immer eine zu große Rolle in der Statistik spielten. Aktionen, die aus Liebe zu Volk und Vaterland etwas aus dem Ruder gelaufen seien, könne man ab sofort mit mehr Toleranz und christlicher Barmherzigkeit als…“

„… sich Ampelphasen zum Beispiel durch die Rotverschiebung erst nach dem Quantensprung als Ordnungswidrigkeit herausstellten. Der zügige Abbau der Bußgeldverfahren sei für Seehofer ein Anliegen, das den Wissenschaftsstandort Bayern nachhaltig und…“

„… jeder Bürger des Freistaates das Recht auf eine Doktorarbeit habe. Die rechtlichen Hürden, so Hermann, müssten unverzüglich…“

„… nur dann verfolgen wolle, wenn der Grapscher objektiv den Eindruck gewonnen habe, durch seine Tat sei eine Frau sexuell belästigt worden. Dies könne für eine erheblich größere Rechtssicherheit im…“

„… Strafverschärfungen immer als sehr gut geeignet erschienen seien. Die Landespolitik wolle jedoch deutsche Fabrikate, auch wenn sie im absoluten Halteverbot…“

„… Diebstahl auch oberhalb gewisser Summen straffrei zu stellen, wenn es sich um den Träger eines politischen Mandats oder einen kirchlich…“

„… mit dem Tragen einer Polizistenuniform eine berufsbedingte Amnesie einsetze, die sich auf die Grundrechte sowie alle daraus abgeleiteten gesetzlichen Bestimmungen beziehen dürfe. Der Freistaat werde in enger Kooperation mit Sachsen eine Testphase für den…“

„… im Regierungsbezirk Oberfranken weiterhin gültig sei. Die aus Tunesien stammende Frau habe sonntags vorsätzlich ein frisch gewaschenes Laken in der Öffentlichkeit aufgehängt. Die Abschiebung müsse laut Scheuer sofort geschehen, um allen Einwanderern deutlich zu zeigen, dass in Bayern ohne Ausnahme Recht und Gesetz…“