Bares für Rares

7 05 2020

„Mehr als tausend Euro würde ich da aber auf gar keinen Fall veranschlagen, Frau Merkel. Nein, das sehe ich gar nicht ein. Belebung nach den Folgen der Corona-Krise, gut und schön – aber so eine hohe Abwrackprämie halte ich für falsch. Und mal ehrlich, wer zahlt viertausend Tacken für Klöckner?

Jetzt haben Sie endlich mal die Chance, mit der Kohle einen zukunftssicheren Staat zu schaffen, das dürfen Sie sich doch nicht entgehen lassen! Ihre Freunde von der Autolobby heulen Ihnen die Ohren voll, gewiss, aber was wollen die denn? dass sich die Leute alle paar Jahre einen Neuwagen kaufen, obwohl der alte sich noch nicht einmal amortisiert hat? Das sind die Autos, die dann im nächsten Jahr nicht gekauft werden. Und es wird halt viel weniger Binnenkonsum geben, weil so eine Prämie für ein neues Auto halt allein nicht ausreicht. Aber bei den Jungs war das Milchmädchen ja vorher schon außer Betrieb, oder?

Sie rechnen das nämlich falsch. Wir reden hier von einer sinnvollen Investition, aber die Höhe der Prämie bemisst sich nicht anhand der subjektiven Notwendigkeit, sondern immer noch am Wert. Also können Sie jetzt nicht den Preis auf zehntausend hochtreiben, damit Sie im Gegenzug Seehofer in die Endablagerung schicken. Der frisst zwar im Moment Kreide, weil er heilfroh ist, die ganze Pandemie auf die Länder abschieben zu können, aber das ändert nichts daran, dass er nach vor zum Billigsortiment in der Bundespolitik zählt. Was hat der Ihnen nicht alles vorgeworfen – Grenzöffnung, Unrechtsregime, Verfassungsbruch. Wenn Sie für den tausend Euro kriegen, dann schmeißen Sie eine Party, und von dem, was übrigbleibt, kaufen Sie einen Kartoffelsack. Der macht seinen Job auch nicht schlechter als Seehofer.

Natürlich ist so ein Existenzkampf unschön, da braucht man manchmal jemanden, der einem unter die Arme greift. Aber diese Betrügerbuden haben doch gerade erst wieder bewiesen, dass sie im Grunde nur ihren Großaktionären den Arsch retten wollen. Und den Vorständen Boni zahlen, weil die ja eine 50.000 Diesel auf Halde bauen lassen, die sowieso keiner mehr kauft – strategisch die Karre an die Wand fahren und dann warten, bis der Steuerzahler sich bei diesen Versagern bedankt? Das können Sie gleich mal vergessen. Und dann schmieren Sie sich auch die fünftausend für Spahn in die Haare. Seien Sie froh, wenn Sie für den noch fünfhundert kriegen. Das ist doch ein intellektueller Totalschaden. Auspacken, einschalten, geht nicht. Gleich wieder zurück an den Absender. Der kann meinetwegen Kleinkredite in seiner Bankfiliale durchkauen, alles andere überfordert den doch.

Ja, dann wird’s halt eng, Frau Merkel. Mir müssen Sie das nicht sagen. Ich war in den letzten fünfzehn Jahren dabei. Es war nicht alles schlecht, aber ich rede hier gerade nicht von Ihrer Partei. Wenn Sie richtig Geld brauchen, dann stellen Sie die CDU auf den Recyclinghof und lassen sich die Rohstoffe rauspopeln. Oder dachten Sie, wir sind hier bei Bares für Rares?

Überhaupt ist das eine bodenlose Frechheit, in der Krise noch mal ordentlich die guten alten Verbrenner anzupreisen, als gäbe es kein Morgen. Haben Sie die Klimakatastrophe gerade per Dekret verschoben, Frau Merkel, und wir haben es bloß im Eifer des Gefechts nicht mitbekommen? Gab es da nicht mal den Plan der Bundesregierung, hier in Deutschland Elektromobilität besonders zu fördern? Kann ja sein, dass ich wirklich was verpasst habe, man liegt ja manchmal so zwei, drei Jahre im Tiefschlaf, denkt sich, ach, wann waren denn noch mal die nächsten Wahlen, muss ich mir da den Wecker stellen oder werde ich von dem Getöse dann schon rechtzeitig von alleine wieder wach?

Sie müssen auch mal das Preisgefüge sehen, Frau Merkel. Für Karliczek wollen Sie fünftausend Euro, und ein Kind bekommt einhundertfünfzig, um sich ein digitales Gerät anzuschaffen, das ihm die Teilhabe in der Bildungsgesellschaft sichern soll. An einer Schule, an der Digitalisierung nicht das größte Problem sein dürfte, solange es da nicht mal warmes Wasser und Seife gibt, um die Vorschriften zur Hygiene überhaupt umsetzen zu können. Das ist ein Witz. Und Marktverzerrung dazu. Dass die deutschen Autobauer gerade in die Knie gehen, liegt nicht zuletzt daran, dass die ausländischen Märkte wegbrechen. Wollen Sie die ganzen Gutscheine nach China schicken? Dann schicken Sie doch am besten gleich Spahn mit. Ein komplett beratungsresistenter, arroganter Knalldepp, der Ärzte anpöbelt, wird da sicher dringend gebraucht. Also eigentlich überall außerhalb Deutschlands.

Sie können ja schon mal überlegen, ob Sie demnächst Postkutschenmanufakturen oder einen Schreibmaschinenbauer empfangen, weil sich deren Produkte einfach im Moment nicht mehr so gut am Markt behaupten. Und Sie können sich sicher sein, das liegt an Corona. Wird Ihnen jeder Postkutscher mit einer lückenlosen Argumentation nachweisen, Frau Merkel. Da können Sie dann nicht mehr diese Studierenden vorschieben oder die Gastronomie oder diese Künstler, das sind ja größtenteils Leute, die nicht einmal etwas Vernünftiges gelernt haben. Sonst wären es ja keine Künstler.

Wenn Sie die Beträge schon in den Haushalt eingepreist haben sollten, dann haben Sie halt Pech gehabt. Mehr gibt es nicht. Und das heißt natürlich auch, dass Sie sofort einen Nachfolger aus dem Hut zaubern. War Ihnen hoffentlich klar, und noch was: die Prämie für Scheuer können Sie auch knicken. Bei dem zahlen Sie drauf.“





Kollapskreislauf

15 06 2009

Er klopfte den Papierstoß erst einmal auf den Schreibtisch, bevor er ihn durchblätterte. Aber so ist Birnberger, ordentlich, akkurat, man könnte es auch als kleinlich bezeichnen. Dafür hat man aber auch einen Steuerberater.

„Gut, dann wollen war mal sehen, was wir rausholen.“ Mit pinzettenhafter Grazilität lupfte er die Ecken, um ja keine Eselsohren in den Blätter zu hinterlassen. Hier und da machte er eine kleine Notiz auf dem Schreibblock. Und schon hatte er etwas entdeckt, das ihm ein freudiges Lächeln entlockte. „Ah ja, Sie haben sich mal wieder von Ihrer, wie soll ich sagen…“ Das stimmte, Hildegard war vergangene Woche ausgezogen, und ich hatte die Angelegenheit – drei Stunden nächtliches Geschrei, denn ich war ja daran Schuld, dass Herr Breschke sie wegen seiner Magenverstimmung nicht zur Geburtstagsfeier eingeladen hatte, und so warf sie das zweite Murano-Schälchen auf den Küchenboden – als außergewöhnliche Belastung deklariert. Was Hildegard betrifft, so ist sie an sich schon jenseits jeglicher Zumutbarkeitsgrenze, steuerrechtlich ungefähr mit den Aufwendungen für Fluchthilfe zu vergleichen.

Birnberger schlug in der Loseblattsammlung nach und hatte im Nu den Passus gefunden. „Das ist jetzt die Neuregelung des Ehegatten-Splitting, wo Sie außereheliche Verbindungen als abwrackfähig angeben können.“ Ich stutzte. „Das heißt, ich bekomme eine Prämie, wenn ich… also bitte, das ist doch albern! Wer hat sich denn diesen Unfug bloß ausgedacht?“ „Meine Güte“, sagte Birnberger mit erstauntem Augenaufschlag, „Sie haben wohl den kompletten Wahlkampf verpasst? Was die sich alles an Geschenken ausgedacht haben – lassen Sie bloß das Geld nicht auf der Straße liegen!“

Er reichte mir die Verordnung, und tatsächlich: gegen eine Quittung würde mir der Fiskus den erlittenen Schaden erstatten, falls ich eine generelle Neuverbindung nicht ausschließen wolle. Und bei Hildegard weiß man das nie; eine Woche später könnte sie schon wieder Hals über Kopf bei mir einziehen, wenn sie in ihrer neuen Bleibe nicht genug Platz für ihre Handtaschensammlung hätte.

„Das ist ein Paradigmenwechsel. Früher wurde der Bürger für mehrheitskonformes Leben belohnt – brav arbeiten, viel konsumieren und jede Menge Eigenheime in die Gegend bauen – heute hat sich die Sache umgekehrt.“ „Sie meinen, man wird jetzt für Fehlverhalten belohnt? So wie Manager mit Boni?“ „Sie begreifen“, bestätigte Birnberger, „die Zusatzleistungen werden jetzt nach neuen Kriterien vergeben. Ein Einkaufsgutschein für 50 Euro, wenn Sie eine illegale Waffe zurückgeben – früher wären Sie dafür vor Gericht gekommen. Schauen Sie mal auf Ihre Krankenversicherung. Die könnten Sie doch auch einsparen.“ Sollte ich etwa ohne Versicherungsschutz leben? „Wenn Sie sich dieses Quartal noch freiwillig abmelden, bekommen Sie den Kassenverweigerungsbonus. Macht im Monat für Sie gut 400 Euro.“ „Das ist doch purer Unsinn, da kassieren die Leute das Geld und stecken es in eine private Krankenversicherung.“ Er korrigierte mich. „Das freilich dürfen Sie nicht. Die Prämie ist nämlich zweckgebunden. Was Sie aber mit der Zweitwagen-Nichtbesitzprämie machen, das ist Ihre Sache. Die können Sie der Krankenversicherung geben. Danach kräht kein Hahn.“

So lief der Hase. Deutschland wird heimlich abgewrackt und die Steuerlast verteilt sich von unten nach oben um.

„Wenn Sie ganz auf Ihre Steuererklärung verzichten, bekommen Sie ja auch einen Bonus. Das lohnt sich für Sie natürlich nur, wenn Sie sowieso vorhatten, Steuern zu hinterziehen. Eine völlig neue Form von negativer Einkommenssteuer, nicht wahr?“ Da war etwas dran. Außerdem hatte ich neulich ein paar alte Bücher nicht zum Flohmarkt getragen, sondern sie der hiesigen Volkshochschule gestiftet und kam somit für die Rückerstattung nach Kochs Konjunkturpflegestufe in Frage. Zusammen mit dem Einkaufsgutschein für die Entsorgung meines alten Rasenmähers könnte ich mir von dem Geld fast eine neue Couch leisten – falls ich die alte in Zahlung geben würde. „Wenn Sie auch noch Ihre Rentenversicherung ein bisschen kürzen, könnte das reichen“, rechnete Birnberger, „auf jeden Fall sollten wir auch den Solidaritäts-Zuschlag mit berechnen. Der kommt dann zwar hintenrum doch irgendwie wieder mit rein, aber das bezahlen dann die Rentner als Aufschlag für die Steuern auf ihre entgangenen Bankzinsen. Oder irgendwie so, genau blicke ich da auch nicht mehr durch.“ Und er kratzte sich wirklich ein bisschen ratlos am Kopf.

„Also, mein lieber Birnberger“, fragte ich, „jetzt erklären Sie mir doch mal, wie die ganze Sache denn nun eigentlich funktioniert. Es wird uns auf der einen Seite aus den Taschen gezogen, auf der anderen Seite wieder rein gesteckt, und der ganze Aufwand ist völlig umsonst?“ „Umsonst nicht“, knurrte er, „aber vergeblich. Die Staatsfinanzen sind marode, und als Therapie schlägt man einen kollabierenden Kreislauf vor. Inzwischen bekommen Sie sogar Ausgaben für Flaschenpfand erstattet.“ „Nun gut, was würden Sie denn als Fachmann vorschlagen, um die Sache zu rationalisieren?“ Birnberger ließ den Bleistift fallen. „Schicken Sie das ganze Geld doch gleich an die Bundesbank. Da landet es ordnungsgemäß im Schredder.“





Vabanque

16 04 2009

Männer können nichts wegschmeißen. Wann immer ich meine Einkommenssteuererklärung von 1996 noch einmal benötigen sollte oder mir in den Kopf setzte, einen Weinalmanach aus dem vergangenen Jahrtausend in Augenschein zu nehmen, ich wüsste nach kurzer Suche, wo sie sich befänden. Hildegard ist da anders. Sie bewahrt gesprungene Tassen und abgebrochene Löffel nur deshalb auf, um gegen den herrschenden Konsumterror zu protestieren, der Wegwerfen und Neukaufen gebietet, statt das Alte liebevoll zu bewahren. So weigerte sie sich standhaft, meinen hinfälligen Messbecher auf die letzte Reise zu schicken und dafür einen neuen anzuschaffen. Das Gefäß hatte seinem irdischen Verwendungszweck gemäß etliches zu verkraften, mitunter auch heiße Brühe, so dass die Unterseite von einem sich verbreiternden Riss durchzogen wird, der für Pfützenbildung sorgt. Oben aber, beharrt Hildegard, sei er doch noch sehr schön.

Tief in ihrem Herzen ist sie wohl doch eine Ästhetin. Noch tiefer darin verbirgt sich, ich weiß es aus jahrelanger Erfahrung, ein untherapierbarer Dachschaden. Sie hat in ihr Auto den dreifachen Neuwert an Reparaturkosten gesteckt – Sitze, Türen und Motor sind erheblich jünger als das Fahrgestell – und ich war inzwischen geneigt, die Karre mit der halbwegs blinden Frontscheibe Cher zu taufen und Überlegungen anzustellen, ob nach dem letzten Transplantationsvorgang nicht doch eine Neuzulassung dieses kosmetisch aufgehübschten Schrottsammelsuriums angebracht wäre. Doch all das kümmerte Hildegard nicht. Sie fuhr weiter.

Ausgerechnet da, wo das rotgoldene Schild Autoparadies am Stadtpark prangt, verreckte der Blechhaufen. Gemeinsam schoben wir ihn auf den Stellplatz – ich schob, während Hildegard aus dem Wageninneren zu erkennen gab, dass ich für diese Tätigkeit intellektuell ungeeignet wäre – und ich beschloss, die Volkswirtschaft zu retten. Einer muss es ja machen.

Mit einem tiefen Diener empfing mich Klönzke, Juniorchef der Autohalde, und geleitete mich in den Showroom. „Hatten Sie etwas Bestimmtes im Auge?“ Ich ließ ihn wissen, dass ich um einen Neuwagen gekommen sei. „Schauen Sie sich um – jedes dieser Schmuckstücke wartet nur auf Sie.“ Benzinkutschen en masse, eine hässlicher als die andere. Gut, dass es um Hildegard ging.

Vor einer asiatischen Miniatur blieb ich stehen. „Gute Wahl, wird sehr gern genommen.“ Allerdings sagte mir der Preis weniger zu. „Haben Sie nicht etwas, wie soll ich sagen…“ „Ah, verstehe“, und er lächelte gewinnend, „Sie sind Kenner. Für den anspruchsvollen Kunden haben wir natürlich einige ausgesuchte Extras im Sortiment.“ Klönzke hüpfte wie eine Heuschrecke um mich herum und wedelte den Zubehörkatalog um meine Ohren. „Wenn Sie mal schauen möchten, wir haben da die einige kleine Annehmlichkeiten für Ihren Bedarf.“ So blätterte ich das Buch durch, das vorwiegend überflüssigen Stuss abbildete, vom beheizbaren Aschenbecher bis zur Vollverspoilerung in Pink. Schon schielte ich nach rechts, wo die Metallic-Mittelklasse gleißte. Klönzke kapierte. „Da kommt nur unser Spitzenmodell in Frage“, säuselte er, „mit dem Märserati XXXGLT sind Sie absolut up to date, was Technik und Komfort betrifft, und die Werte, die Werte!“ Das Ding sagte mir durchaus zu. Optisch entsprach es dem Eichensarg Modell Adenauers Rache: wertbeständige Klobigkeit gepaart mit dem sicheren Gefühl, die Nachbarn in besinnungslosen Neid zu versetzen.

„Wie gesagt“, gab mir Klönzke zu verstehen, „die Werte: trotz sportlicher Fahreigenschaften nur anderthalb Liter, dazu rundum sicher – Sie möchten probesitzen?“ Die Ledersitze des Flugzeugträgers auf Rädern waren bequem, ebenso konnte ich dem griffigen Sportlenkrad Sympathie abgewinnen. Ich befand mich in transportablem Schnickschnack-Ambiente, das ein Innenarchitekt offensichtlich als Strafarbeit absolviert hatte.

„Ich komme Ihnen noch ein bisschen entgegen: wenn Sie auf den Einbau der beiden Zusatzairbags verzichten, erlasse ich Ihnen 1.500 Euro. Na?“ Ich stutzte. „Moment, Sie wollen mir gerade zwei Prallkissen zu je 750 Euro verkaufen.“ „Nein, das haben Sie falsch verstanden“, korrigierte Klönzke, „Sie bekommen eine Ermäßigung, wenn Sie darauf verzichten. Ist das zu kompliziert?“ „Für Sie anscheinend ja“, erwiderte ich ungerührt, „der Wagen kostet 1.500 Euro weniger ohne die Beutel. Die sind der Aufpreis, den Sie verlangen, kapiert?“ Klönzke begriff, dass ich Recht hatte, und ich führte den Gedanken zu Ende. „Wir könnten doch dieses luxuriöse Gefährt“, meinte ich, während ich auf die Firlefanzaufzählung tippte, „um ein paar unnötige Zusatzleistungen erleichtern.“ Denn wer legt schon Wert auf Alusportpedale, ein kabelloses Rückfahrvideosystem, Computer-Diagnoseeinheit, heizbare 5.1-Lautsprecherboxen, platinbeschichtete Felgen und Fußmatten im Ed-Hardy-Design.

Klönzke kalkulierte. „Wenn wir alles abziehen und die Abwrackprämie mitrechnen, kriegen Sie noch 6.500 Euro raus.“ Ich bin nun mal ein Mann der schnellen Entschlüsse, und so besiegelten wir das Geschäft per Handschlag.

Als ich anderntags den wenigstens äußerlich feudalen Straßenkreuzer abholte, wartete Klönzke mit einer kleinen Freundlichkeit auf. „Ich erlaube mir“, wobei er einen monströsen Schlüsselring in Blattgold mit Hildegards Monogramm überreichte, „dies als kleines Präsent des Hauses anzunehmen.“ Alles in allem also ein fairer Handel. Vom Wechselgeld steckte ich ihm einen Hunderter in die Brusttasche. „Für die Bank“, sagte ich jovial, „Sie sollen ja auch nicht leben wie ein Hund.“

Übrigens nahm Hildegard mir die Sache übel. Die Nackenheizung Polar III sei doch das Mindeste, was man in dieser Karre verlangen könne. Sie teilte mir mit, dass sie auch weiterhin auf getrennte Schlafzimmer bestehe. Was soll man da machen. Männer können nichts wegschmeißen.