Alle kein Kanzler

26 11 2019

„… ein positives Fazit des Parteitages gezogen habe. Die Vorsitzende sei nun sicher, dass es eine Zukunft gebe, auch wenn die aktuellen Zeichen sich eher als…“

„… übereinstimmende Meinungen gebe. Merz habe versprochen, sich gegenüber Kramp-Karrenbauer loyal zu zeigen, solange diese nicht mehr als den Parteivorsitz für sich…“

„… die drängendsten Probleme für ein gesamtes Jahrtausend anpacken müsse. Die Partei wolle zunächst beschließen, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, um die politische Heimat des…“

„… die Junge Union nicht die Deutschen spalten wolle. Dies gelinge laut Ziemiak allerdings nur, wenn die Hälfte der Deutschen, die gerade Deutschland spalten wollten, sofort aus Deutschland…“

„… werde Merz auch Söder nicht den CSU-Vorsitz oder die Ministerpräsidentenwürde streitig machen. Dass man dies ernst nehmen dürfe, habe Söder nur wenige Stunden später einem Reporter des…“

„… verpflichtende Sprachtests für Migranten einführen wolle. Dies sei zwar nicht zielführend, da es bisher weder Sprachkurse noch Testverfahren gebe, die Junge Union wolle damit aber die Invasion durch minderwertige Fremdrassen abschaffen, die die von Merkel mit jüdischem Kapital finanzierte Umvolkung des…“

„… habe man Laschet nicht erreichen können, es gebe aber derzeit keine Anzeichen dafür, dass er sich als Kanzlerkandidat der…“

„… gegen eine Urwahl spreche, da Merz befürchte, dass die Parteibasis sich dann für eine Kandidatin ausspreche, die sie nach der Wahl nicht mehr wirklich als…“

„… dass die Grünen nichts von Verteidigung, Wirtschaft, Finanzen, Rechtspolitik, Energie und Industrieförderung verstünden und daher die größte Gefahr für die Union darstellten, da die meisten Wähler dies als eine sehr gute Voraussetzung für eine erfolgreiche und…“

„… es nur da Diskussionsbedarf gebe, wo Söder nicht die Kanzlerkandidatur für sich in Betracht ziehe. Auch Merz habe dies für sich ganz klar ausgeschlossen, wolle aber vorab sicherstellen ,dass sich dies unanhängig von Söders Entscheidung in der gemeinsamen…“

„… in einem Strategiepapier der Fraktion mehr als die Hälfte der Punkte als Aufgaben angekreuzt worden seien, die von Merkel während des kommenden Bundestagswahlkampfes zu erledigen seien. Es sei wahrscheinlich noch nicht ausreichend kommuniziert worden, dass sie nicht mehr im…“

„… zu heftigen Protesten gekommen sei, da auch Kramp-Karrenbauer inoffiziell verkündet habe, nicht Kanzlerin werden zu wollen. Söder habe dies entschieden zurückgewiesen, da er bereits entschieden zurückgewiesen habe, Kanzler der…“

„… neue soziale Ziele in Deutschland setzen wolle, um die Wähler wieder für die Union zu begeistern. So könne die Zuverdienstgrenze bei Hartz IV erneut angehoben werden, was aber nicht heißen dürfe, dass man Erwerbslosen damit eine Perspektive schaffen wolle, die mehr als die…“

„… nicht mehr zur Verfügung stehe. Bis zur Stunde sei jedoch nicht bekannt, ob von der Leyen aus freien Stücken oder auf Druck des…“

„… habe Söder nochmals vor den Grünen gewarnt. Die Ökopartei sei kurz davor, sich mit populistischen Wahlgeschenken wie einer großen Steuersenkung für Reiche und Unternehmenserben die sozial verheerenden Folgen einer…“

„… Sprachförderkurse auch innerhalb der Bundesrepublik angeboten werden müssten. Nach dem Willen des Landesverbandes Sachsen habe man in den neuen Bundesländern allerdings auch Bedarf an Denkförderkursen, wenn diese sich nicht negativ auf die Wahlergebnisse für die…“

„… könne Merz sich mit dem Gedanken tragen, offiziell nicht Kanzlerkandidat zu werden, solange er davon ausgehen könne, dass auch Kramp-Karrenbauer offiziell nicht als…“

„… die Partei sich bald in AKK umbenennen könne. Beobachter hätten dies jedoch lediglich als Abkürzung für ‚Alle kein Kanzler‘ interpretiert und die weiteren Beschlüsse des…“

„… sich Merkel zu den Themen nicht geäußert habe. Dies sei nach Medienvertretern der Tatsache geschuldet, dass sie bereits mehrere Stunden zuvor den Parteitag verlassen habe, um in der Uckermark den letzten…“

„… wolle Kramp-Karrenbauer sich aber nur dann nicht zur Kanzlerkandidatin ausrufen lassen, wenn sie auf keinen Fall durch Merz oder den…“

„… die Urwahl doch stattfinden könne, wenn die Junge Union sich maßgeblich an der Gestaltung des Wahlverfahrens beteiligen dürfe. Eine nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Petition, nach der nur ein Verfahren, in dem auch Angela Merkel wieder als Kandidatin antreten dürfe, für die…“





Räder müssen rollen

12 08 2019

„Gut, es ist nachhaltiger als Fliegen, man macht nicht so viel Kohlendioxid in die Atmosphäre, und es schon auch den Haushalt. Das ist die Ministerin alles bereit hinzunehmen, notfalls würde sie sogar darauf verzichten, dass die Soldaten zwangsweise zwei Pfund Schweineschnitzel verzehren auf der Heimreise. Hauptsache, der Bürger in Uniform kann endlich in vollen Zügen… nee, streichen Sie das mal bitte wieder.

Wir haben wirklich alles schon gehört. Die Deutsche Bahn gibt ja inzwischen schon zu, dass ihre eigenen Züge ihnen viel zu unpünktlich sind, und dass das zu einem schweren Imageschaden für die Truppe würde, wenn man die am Wochenende auf die Schiene bringen würde. Als der Vorstand dann irgendwann witzig wurde und von ‚auf die schiefe Bahn bringen‘ anfing, sind wir einfach rausgegangen. Das ist nun mal ein Staatskonzern, deshalb funktioniert da auch nichts richtig, aber wir sind als Bundesregierung immer noch mehrheitlich daran beteiligt. Deshalb sollte sich die Deutsche Bahn mal mit dem Gedanken anfreunden, dass der deutsche Soldat in Zukunft wieder vermehrt zum Zug kommt, wenn Sie wissen, was ich meine.

In Uniform natürlich, immer in Uniform. Darauf legt die Ministerin sehr großen Wert, schließlich muss man die Truppe doch erkennen. Das hat ja auch seine Vorteile. Stellen Sie sich mal vor, es gibt wieder irgendwelche Auseinandersetzungen auf dem Bahnsteig, irgendein Kulturbereicherer fühlt sich psychisch unwohl und hat aus reinem Zufall ein Küchenmesser in der Jackentasche – wollen wir da erst lange verfassungsrechtliche Bedenken ausdiskutieren oder den Bundeswehrwehreinsatz im Innern einfach mal machen? Sie können ja noch ein paar Tode abwarten, wenn da plötzlich wieder ein Kind ins Gleis geschubst wird, aber das sage ich Ihnen, wir sind effektiver als Seehofer. Das ist die ordnende Kraft des uniformierten Auftretens. Wenn Sie nämlich Mitfahrgelegenheiten für die Soldaten organisieren würden, damit die auch am Heimatort ankommen und nicht irgendwo zehn Kilometer entfernt oder einen Tag später, dann hätten Sie nicht diesen Sicherheitseffekt, den wir heute brauchen. In Vierreihe zum nächsten Hauptbahnhof, dann hätte sich auch so manches Problem mit unerwünschter Zuwanderung schnell erledigt. Oder was, meinen Sie, hätte das für eine Wirkung, wenn man sich übers Mittelmeer schleppen lässt, und dann wird man hier statt von Bahnhofsklatschern erst mal von einem ganzen Bataillon in Flecktarn empfangen?

Sie meinen doch nicht ernsthaft, dass sich die Bundeswehrangehörigen von der Deutschen Bahn abschrecken lassen? Das haben die ernsthaft ins Feld geführt, man muss sich das mal vorstellen! Wir haben Truppenteile, die waren in Afghanistan und auf der Gorch Fock, denen können Sie weder mit einer defekten Klimaanlage noch beschissenen sanitären Einrichtungen Angst machen. Wenn Sie meinen, dass unsere Soldaten vor dem Bordbistro wegrennen, weil sie keinen Quinoasalat mehr sehen können, dann haben Sie sich aber geschnitten. Die kennen den Feind, oder was meinen Sie, warum wir jahrelang den Laden heruntergewirtschaftet haben? Wenn der Laden jetzt denkt, weil ab und zu ein paar Triebköpfe nicht funktionsfähig sind, weil die Türen entweder nicht schließen, nicht rechtzeitig aufgehen oder sowieso komplett blockiert sind, dann haben die sich geschnitten. Wir überhaupt nichts, was auch nur halbwegs funktionsfähig fliegt oder fährt oder schwimmt, klar!?

Früher hat man ja noch ganze Kompanien ins Theater geschickt, wenn das Haus nicht ausverkauft war. Wenn Sie sich heute ansehen, wie die Züge ausgelastet sind, dann ist es doch viel vernünftiger, dass man sie auch bis zum letzten Stehplatz mit Fahrgästen belegt – so ein Zug, der mit 140 Prozent Belegung auf der Strecke bleibt, ist immer noch viel umweltfreundlicher als hundert Mofas, mit denen man sowieso nicht auf die Autobahn darf.

Wenn wir nämlich jetzt diese ganzen Kosten, die durch die Truppentransport entstehen, auf das Militärbudget anrechnen lassen, dann kommen wir auf die zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes und die NATO ist zufrieden – wobei wir dabei ja genau genommen auch das Bruttoinlandsprodukt steigern, so dass wir mehr Zug fahren müssen, um die zwei Prozent zu erreichen, und immer so weiter. Aber das ist ein logisches Problem, damit dürfen Sie der Ministerin nicht kommen. Und wenn Sie jetzt noch berücksichtigen, dass die Truppe ja auch irgendwie an die Front kommen sollte, dann haben wir schon mal eine Einnahmequelle für die Bahn gefunden, die einem Einfaltspinsel wie Scheuer nie in den Sinn käme. Mit dem ICE bis an die Front – Räder müssen rollen, na ja, wie auch immer. Und wenn die Bundeswehr bisher immer dazu gedient hat, um der Wirtschaft das Geschäft aufrecht zu erhalten, dann wird man das doch von der Politik auch mal für die Bundeswehr erwarten dürfen, nicht wahr? Da kann die Ministerin in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende der größten Regierungspartei gerne mal die Weichen stellen. Wir müssen rauskriegen, wie man in der Berufsarmee kostenlose Fahrten als geldwerte Leistung versteuert – das kann uns nun wieder der Scheuer verraten, irgendwas muss da bei der Ausländermaut auch gewesen sein in die Richtung – und welche Uniform man da tragen muss, damit die als Fahrkarte gilt. Und ob es da Sitzplätze gibt. Aber so weit sind wir noch nicht. Die Ministerin weiß nicht, was das soll und wie es geht, aber sie weiß wenigstens, dass Deutschland untergeht, wenn wir das nicht schaffen. Wenn das nicht Fortschritt ist, ich frage Sie: was denn dann?“





Swaglos

3 06 2019

„Hi, liebe Kids, ich habe voll die megakrasse Message für Euch und…“ „Stopp, stopp, stopp!“ „Mach den mal einer weg.“ „Aber…“ „Wer schreibt denn hier die scheiß Texte, das ist doch nicht Ihr Ernst?“ „Der Pressereferent hat…“ „Wie jetzt, der Pressereferent? sonst nichts, Amthor!?“

„Merz wollte den Job jedenfalls nicht.“ „Dann haben Sie nicht richtig mit ihm geredet, für Geld macht der alles.“ „Der Pressereferent hat mir aber eine Liste mitgegeben, was ich nicht sagen soll.“ „Aha, und da steht was drauf?“ „So Wörter wie ‚durfte‘ und ‚urst‘.“ „Er hat die Große Vorsitzende nach ihrem Lieblingsvokabular gefragt.“ „Klingt logisch.“ „Und wer hat diese Flitzpiepe dann hier hingesetzt?“ „Aber…“ „Tippe mal, es liegt am Alter.“ „Wieso, der ist doch auch erst 26?“ „Am gefühlten Alter. Bei dem fühlt die Kernzielgruppe sich einigermaßen verstanden.“ „Also Ü60.“ „Genau.“ „Aber…“ „Sie halten jetzt erst mal die Klappe, solange wir keinen Text haben.“

„Hallo Kids, ich drehe jetzt den Swag auf und erzähle Euch mal von der…“ „Stopp, stopp, stopp!“ „Das hat sich doch die Kramp-Karrenbauer aus den Fingern gelutscht, um die Parteijugend komplett zu kastrieren.“ „Unsere Übergangsvorsitzende?“ „Ob Über- oder Untergang, das werden wir noch sehen.“ „Ich hab da auch eine CD dabei, davon können wir im Hintergrund ein bisschen…“ „Zeigen Sie mal.“ „Helene Fischer!?“ „Wie viel Dreck passt eigentlich in einen einzigen Schädel?“ „Der Pressereferent hat gesagt, das sei jetzt total angesagt.“ „Das ist das Album von 2006.“ „Sind wir jetzt konservativ oder sind wir nicht konservativ?“ „Können Sie vielleicht einfach mal die Fresse halten?“ „Er lernt es nicht mehr.“ „Dann drehen Sie mal schön Ihren Swag auf, wir gucken uns inzwischen nach einem geistig geeigneten Kandidaten um.“ „Darf ich?“ „Wie gesagt, er lernt es nicht mehr.“

„Vielleicht sollten wir’s mal mit krassen News zum Klimaschutz in Deutschland probieren.“ „Das dürfte ähnlichen Erfolg haben wie die Sextipps vom Papst.“ „Vielleicht sollten wir ganz einfach diesen massenmedialen Scheiß hinter uns lassen und auf die direkte Ansprache setzen.“ „Das hat ja bisher im Straßenwahlkampf auch immer dufte geklappt.“ „Seit wann sagen wir ‚dufte‘?“ „Seitdem die Große Vorsitzende das will.“ „Ich stelle mir da eher so eine Eins-zu-eins-Kommunikation vor.“ „Toll, und das funktioniert technisch noch mal genau wie?“ „So also Telefonnummer, wo man anrufen und…“ „Wer ruft denn bitte Amthor an? und das auch noch freiwillig!?“ „Aber…“ „So viele Masochisten gibt es gar nicht in der BRD.“ „Vielleicht wird es ja gerade dadurch Kult?“ „Also Sie meinen, der ist am Telefon derart scheiße, dass es schon wieder cool ist?“ „Das ganze endet dann doch wieder nur als Radikalisierungshotline, weil der Vorstand hier die ganze Zeit Kontrollanrufe tätigt und den Knilch auf Linientreue trimmt.“ „Schreckliche Vorstellung.“ „Er kann ja zwischendurch den Swag aufdrehen.“

„Dann kann er doch mal erklären, warum sich das Präsidium megakrass gegen die CO2-Steuer ausgesprochen hat und jetzt die Flugtaxi-Nummer bis zum bitteren Ende durchzieht.“ „Voll fly für so Technikdödel.“ „Crazy.“ „Ja, voll lol!“ „Schnauze, Amthor!“ „Aber…“ „Die Grünen stehen gerade vor der feindlichen Übernahme des Staates, und Sie wanzen sich an ein paar Teenagerversteher ran, die jedes Jahr meinen, die Jugendsprache jetzt aber endlich gerafft zu haben, wie?“ „Die machen das aber wissenschaftlich, ich hab’s genau gelesen!“ „Sonst hält doch das Präsidium auch nicht viel von Wissenschaft, oder?“ „Wie wär’s mal mit einem Ideenwettbewerb, wer die coolste Entwicklung gegen Mikroplastik im Meer hat?“ „Oder die tollsten Tipps zum Energieeinsparen im Privathaushalt?“ „Amthor, wenn Sie eine Wohnung mit Küche im Plattenbau gemietet haben, dann können Sie da nicht einfach einen neuen Kühlschrank einbauen.“ „Außerdem bezahlt den keiner.“ „Der Vermieter muss sogar zustimmen.“ „Aber…“ „Haben Sie Text?“ „Nein, warum?“ „Dann wissen Sie ja, was Sie zu sagen haben.“

„Können wir das Ding hier nicht lieber als PDF veröffentlichen?“ „Haben Sie sich die Haare extra blau gefärbt, nur damit wir das in einen Text reinschreiben?“ „Aber…“ „Wer hat den eigentlich hier reingelassen?“ „Ich will es gar nicht wissen.“ „Die Große Vorsitzende ruft gerade an.“ „Und?“ „Sie will wissen, ob wir vorankommen und mit welchen Stimmverlusten wir bei den nächsten Wahlen rechnen müssen.“ „Sagen Sie ihr, das wird ganz groß?“ „Was jetzt genau?“ „Sagen Sie’s einfach, sie hört sowieso nur, was sie hören will.“ „Schnelle, prägnante Argumente?“ „Billiger kriegen Sie es nicht hin?“ „Das war jetzt die Vorgabe aus dem Expertengremium.“ „Wir hätten ‚Da kann ja jeder kommen‘.“ „Oder ‚Das haben wir schon immer so gemacht‘.“ „Also damit könnte ich mich sogar anfreunden.“ „Schnauze jetzt, Amthor!“ „Aber…“ „Das sind doch keine Argumente, das ist dasselbe hirnlose Gestammel, das das Präsidium sonst auch schon abliefert!“ „Und das ganz ohne schlechte Musik.“ „Und dann hoffen wir, dass die Große Vorsitzende sich hinterher eine Kugel durch den Kopf jagt.“ „Wieso das denn?“ „Aber…“ „Muss ich das verstehen.“ „Meinungsmache im Internet? Das geht ja gar nicht.“





Boykotthetze

28 05 2019

„… schwere Konsequenzen haben werde. Kramp-Karrenbauer habe angekündigt, dass kritische Berichte über die Union bei der nächsten Wahl mit einschneidenden Maßnahmen gegenüber den…“

„… die Ergebenheitsadresse unterzeichnet hätten. Reichelt selbst werde dafür Sorge tragen, dass nie wieder ein Angestellter des Springer-Konzerns auch nur ein Widerwort gegenüber der von Gott eingesetzten…“

„… von Zensur keine Rede sei. Dies werde von Minderheiten ins Feld geführt, wenn deren irrelevante Denkkonstrukte publik gemacht würden, in diesem Fall handele es sich aber um die führende Regierungspartei, die auch den Mainstream der…“

„… erste Hausdurchsuchungen stattgefunden hätten. In der Laubenkolonie Amadeu Antonio sei die Bereitschaftspolizei von Eberswalde nur aufmarschiert, weil hier eine nicht genehmigte Festveranstaltung zur Feier des Verfassungstags in der…“

„… sich der Bayerische Rundfunk sofort einverstanden erklärt habe. Die Redaktion sei absolut und mit allem einverstanden, was die Regierung als ministeriell verbriefte Wahrheit bezeichnen wolle. Ausnahmen gebe es nur da, wo ein CSU-geführtes Ministerium im Widerspruch zu den…“

„… einen Tobsuchtsanfall und sich an seiner Whiskyflasche lebensgefährlich verletzt habe. Wagner habe im Entwurf seiner Kolumne darauf hingewiesen, dass die CDU-Vorsitzende laut ihrer eigenen Parteiauffassung als Frau gar nicht das Recht besäße, sich in die öffentliche…“

„… bis zu den nächsten Bundestagswahlen ein Handbuch der parteipolitisch korrekten Propaganda publizieren wolle. Ziemiak habe darin eine Liste von Adjektiven erstellt, die straflos in Verbindung mit der Vorsitzenden der…“

„… nur die sozialen Medien und nicht gleich das öffentlich-rechtliche Fernsehen zensieren zu wollen. Dass sich Seehofer so deutlich distanziert habe, erstaune selbst die…“

„… nehme sich die CDU-Vorsitzende heraus, die dreizehn Plagen der linksversifften Heerschar zu kritisieren, da sie selbst am neunten Tage…“

„… sich Altmaier moderierend vor die Fronten stelle. Die freie Meinungsäußerung sei seiner Ansicht nach ein hohes Gut, es müsse aber im Sinne eines ungehinderten Wirtschaftswachstums immer sichergestellt werden, dass die Wähler sich nicht leichtfertig…“

„… die Fresse zu halten hätten. Kramp-Karrenbauer wolle nicht, dass sich die Wähler in politische Angelegenheiten einmischten und drohe bereits jetzt mit schwerwiegenden…“

„… Meinungsäußerungen lediglich regulieren, nicht aber verbieten zu wollen. Söder sehe hier eine deutliche Parallele zur österreichischen Regierung, die lange erfolgreich gewirkt und deutliche soziale Einschnitte hinterlassen habe, so dass man das Modell auch in den deutschen…“

„… auch von der FDP unterstützt werde. Allerdings sei nicht ganz geklärt, ob Lindners Aussage, die Politik Profis zu überlassen, auf den Ausschluss der CDU oder die…“

„… die Meinungsfreiheit nicht eingeschränkt werde, wie Altmaier nochmals betont habe. Die Meinung anderer Bürger interessiere sowieso keinen CDU-Politiker, deshalb könne man auch nicht von einer…“

„… sich die Boykotthetze gegenüber der Führerin aus dem Saarland in den Grundzügen so sehr ähnele, dass man mit den Mitteln des Urheberrechts eine völlig neue staatsrechtliche…“

„… ein Regelwerk als gemeinsamen Konsens der demokratischen Kräfte in der Bundesrepublik erlassen wolle. Wer sich nicht an die Regeln der Regierungspartei halte, könne sich später auch nicht an die…“

„… dass Minderheiten auch Spaß verstehen sollten. Kramp-Karrenbauer habe sich bereit erklärt, homophobe und transfeindliche Witzeleien sowie den Begriff Nigger nur noch im…“

„… sofort und uneingeschränkte Treue in allen verfassungsrechtlich wichtigen und nicht wichtigen Angelegenheiten zugesichert habe. Nahles werde den Fortbestand der Koalition durch keinerlei Beeinflussung der…“

„… die CDU durchaus verstanden habe, deshalb werde man die Zensur nicht nur in den digitalen Medien, sondern auch im…“

„… das Bundesverfassungsgericht anweisen wolle, Wahlergebnisse nur noch dann für rechtmäßig zu erklären, wenn es keine messbaren Meinungen unter den Bürgern der…“

„… eine russische Oligarchennichte sich dazu bereit erklärt habe. Die finanziellen Mittel seien der überzeugende Faktor gewesen, weshalb bereits jetzt eine regierungsfreundliche Demonstration mit mehr als hunderttausend Teilnehmern durch die…“

„… unter dem Motto Annegret befiehl Wir folgen Dir bis in den Endsieg vor dem Reichstag aufmarschiert seien. Bis auf Reichelt, Poschardt und Altenbockum seinen nur wenige andere Schwerstalkoholiker aus der AfD-Führung erschienen, um die…“

„… politischen Klimaschutz nicht richtig kommuniziert habe. Die CDU werde dies bis zu den nächsten Wahlen nachholen, um eine dauerhafte Sicherheit vor schädlichen Einflüssen aus der…“





Schmutz und Schund

10 03 2019

Die Stühle hoch! Die Reihen dicht!
Die Putzfrau kommt gefahren.
Was weiß die und was kann die nicht,
sie macht es ja seit Jahren.
Sie fegt und feudelt der Partei
die arg verstaubten Böden,
treibt dabei manche Narretei,
macht allerhand auch Schäden.
    Und keiner sieht, die Zugehfrau
    nimmt’s mit dem Unrat nicht genau.
    Was sie auch anfasst, wird beschmutzt.
    Besser, sie hätt nur geputzt.

Sie schwingt sich auf schwingt darein
viel hohl und dumme Reden.
Ihr selbstgefällig greller Schein
erhebt sich über jeden.
Nur bleibt die Arbeit weit und breit
jetzt bis auf Weitres liegen.
Sie hat dazu halt keine Zeit
und will sich nicht verbiegen.
    Der Besen schweigt. Der Boden klebt.
    Die Bude stinkt. Der Teppich lebt,
    weil sie den Klopfer anders nutzt.
    Besser, sie hätt mal geputzt.

Jetzt ist sie oben mit dabei.
Wer spuckt, kriegt keine Keile.
Volk und Partei sind einerlei.
Das geht jetzt eine Weile.
Die Putzfrau und ihr Regiment
sind nicht mehr zu vermeiden.
Was sie bisher am besten kennt,
wird nun, was wir erleiden.
    Was für sie zählt im Erdenrund
    ist ganz ausschließlich Schmutz und Schund,
    das sieht der Bürger ganz verdutzt:
    Besser, wenn sie endlich putzt.





(m/w/d)

4 03 2019

„Dann haben wir die Nummer 389: Kommt eine Frau zum Arzt und…“ „Nee!“ „Geht ja gar nicht!“ „Nächster.“ „Aber…“ „Wir hatten die Diskussion doch schon vorhin, das ist dann wieder ein Fall für die Gleichstellungsbeauftragte, und Sie wissen, wie gerne ich die blöden Kuh sehe.“

„Wir haben doch aber hier noch gar nichts Geschlechtsspezifisches über die Frau gesagt.“ „Es könnte auch genderspezifisch sein, oder?“ „Wir könnten eventuell mit ‚Frau (m/w/d)‘ arbeiten.“ „Oder ankündigen, dass wir alle Bezeichnungen nur genderneutral meinen.“ „Sie kapieren es nicht, oder?“ „Ich habe doch hier keine diskriminierende Äußerung über die…“ „Doch!“ „Er kapiert es eben nicht mehr.“ „Was denn, verdammt!“ „Arzt, Sie Trottel – wir haben hier wieder so ein typisches Geschlechterklischee, dass die Patientin natürlich als Frau…“ „Sie haben doch eben noch gesagt, dass das gar kein…“ „Fallen Sie mir jetzt nicht ins Wort, dazu ist so ein Karnevalsprogramm zu ernst.“ „Ich…“ „Wenn wir den Arzt als männliche Rolle in den Diskurs einbringen, haben wir sofort das Problem, dass wir Geschlechterklischees breittreten und die Gleichstellungsbeauftragte auf den Plan rufen, die uns fragt, warum es sich nicht um einen alten Mann handelt, der zu seiner Ärztin geht.“ „Wäre ein alter Mann nicht auch diskriminierend?“ „Ja, gleich doppelt, weil er wegen seines Alters nicht anders behandelt werden darf, aber darum geht es auch nicht. Wir können das mit dem Arzt nicht bringen, weil wir sonst richtig Stress haben wegen der gesellschaftlichen Position des Berufs.“ „Ist das ein Problem?“ „Wissen Sie doch, Halbgott in Weiß und so.“ „Gucken Sie keine Krankenhausserien?“ „Ich wusste jetzt nicht, dass man bei so einem Witz automatisch an die Schwarzwaldklinik denken muss.“ „Damals konnte man den noch bringen, aber heute würde man Ihnen dafür die Ohren abreißen.“ „Weil das ein Arzt ist?“ „Hören Sie mir überhaupt noch zu?“ „Er kapiert es eben nicht mehr.“ „Weil es keine Ärztin ist.“ „Aber die müsste doch dann auch als ‚Ärztin (m/w/d)‘ in den Diskurs eingeführt werden.“ „Macht man das nicht immer nur mit der männlichen Form?“ „Mit der weiblichen ist ja nicht gleich klar, dass da alle mitgemeint sind.“ „Wieso nicht?“ „Fühlen Sie sich etwa angesprochen von so einem Quatsch?“

„Wenn wir den Witz jetzt in die erlebte Rede überführen, dann hätten wir auch noch Storytelling drin und könnten das Problem etwas entschärfen.“ „Machen Sie mal einen Vorschlag.“ „Also neulich in der Arztpraxis, da…“ „Schon faul.“ „Nee!“ „Geht ja gar nicht!“ „Was ist denn jetzt wieder nicht in Ordnung?“ „Es könnte sich doch um eine Praxis handeln, die von einer Ärztin geleitet wird, oder?“ „Möglich.“ „Und warum sagen Sie das nicht in der Bezeichnung?“ „Soll ich das ‚Ärztinnenpraxis‘ oder wie jetzt nennen?“ „Wenn man das generische Femininum als genderneutrale…“ „Wir könnten die Bestandteile auch auseinandernehmen, also ein Arzt (m/w/d) ist ein Praktizierender im…“ „Also eine praktizierende Person?“ „Natürlich immer nur im genderneutralen Sinn, versteht sich.“ „Versteht sich.“ „Aber das sagt doch noch nichts aus über die tatsächlichen Rollenkonflikte in diesem Witz, es ist doch auch sehr schwierig, wenn man den Arzt hier nur als Hintergrundfigur…“ „Könnte man dann nicht die Handlung personalisieren?“ „Verstehe ich jetzt nicht.“ „Geh ich doch neulich zum Arzt, und der…“ „Schon wieder!“

„Ich will jetzt nicht auf die Metaebene gehen, aber…“ „Dann machen Sie es bitte kürzer als sonst.“ „Kann man das im Karneval überhaupt?“ „Das ist doch die gesellschaftliche Funktion.“ „Von Ärzten?“ „Vom Karneval.“ „Dass der auf die gesellschaftliche Metaebene geht?“ „Nein, dass man da auch Witze machen kann, die nicht so ganz okay sind.“ „Die machen die Leute doch sowieso, oder?“ „Deshalb ja die gesellschaftliche…“ „Oder haben die Ärzte etwas dagegen?“ „Nein, aber…“ „Wieso dann Karneval?“ „Weil man sich da für die doofen Witze auch noch doofe Kostüme anziehen kann.“ „Damit man dann nicht mehr merkt, dass man auch ohne die doofen Kostüme lächerlich ist?“ „So ungefähr.“ „Ich hatte mir das irgendwie anders vorgestellt.“ „Sie haben noch nie einem Politiker eine Karnevalsrede geschrieben.“ „Machen die das nicht selbst?“ „Ich möchte mir das nicht vorstellen müssen.“ „Jedenfalls ist es unsere Aufgabe, diese Witzreden zu schreiben.“ „Leider.“ „Wobei die Verwendung zwischen Karneval und Nichtkarneval auch eher zufällig ist.“ „Ist sie sonst auch witzig?“ „Nee, aber auch eher selten ernst zu nehmen.“

„Wollen wir dann Nummer 390 mit dem Pferd und den…“ „Reitsport, das ist doch mal gut!“ „Der geht eher in Richtung Land- und Forstwirtschaft.“ „Nee!“ „Geht ja gar nicht!“ „Nächster.“ „Aber…“ „Wieso kommt da die Gleichstellungsbeauftragte?“ „Die Landwirtschaftsministerin, die ist aber auch nicht viel klüger.“ „Was kein Kunststück ist.“ „Wir müssen doch irgendwie noch ein bis zwei Witze in die Rede einbauen, bis jetzt haben wir nichts.“ „Und wenn wir etwas klimaneutral antirassistisch angehauchtes über Topfblumen…“ „Gucken Sie lieber im Koalitionsvertrag nach, ob das geht.“ „Ich habe keine Ahnung.“ „Dann doch lieber irgendwie richtig daneben.“ „Zotig?“ „So richtig igitt.“ „Klo?“ „Genial!“ „Alaaf! Helau!“ „Sehr gut“ „Also: Geht ein Schwuler aufs Klo und…“ „Warten Sie, ich will mitschreiben!“ „Brauchen Sie nicht, wir haben die Vorsitzende in der Leitung.“ „Hallo, hören Sie? Wir haben noch einen, Frau Kramp-Karrenbauer. Total Ihr Niveau.“