Sterbebegleitung

5 09 2022

„Und das soll jetzt der große Wurf sein?“ „Sie hatten etwas von Wucht gesagt.“ „Lächerlich.“ „Da stellt sich doch jetzt die Frage, wer das alles bezahlen soll.“ „Die Mittelschicht.“ „Sie hatten die Frage nicht verstanden: nicht, wem man das alles bezahlt.“ „Und Sie verstehen hoffentlich bald die Antwort.“

„Wir könnten ja auch mal über alternative Maßnahmen nachdenken.“ „Noch mehr?“ „Wer soll das denn alles bezahlen.“ „Es geht eben nicht mehr um zusätzliche Entlastungen, sondern um die, die viel mehr bringen und nicht ständig mit einer neuen Einmalzahlung erkauft werden müssen.“ „Sie meinen jetzt komplizierte Konstruktionen, dass man Eltern im ALG-II-Bezug nicht das Kindergeld als Einkommen wieder wegnimmt.“ „Das wäre ja auch ungerecht, wenn man solche Leute dafür belohnt, dass sie Kinder bekommen, obwohl sie es sich gar nicht leisten können.“ „Nein, wir brauchen eine ganz andere Herangehensweise, die endlich eine Gesamtsituation, multikausale Fehlentwicklungen und eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung sieht.“ „Gesamtgesellschaftlich?“ „Das heißt, dass die Menschen, die mit Geld umgehen können, auch weiterhin für die zahlen dürfen, die’s nicht können.“

„Man könnte ja ab Oktober das Neun-Euro-Ticket wieder einführen.“ „Mir ist kein einziger Aufsichtsratsvorsitzender oder Chefarzt bekannt, der das bräuchte.“ „Sehen Sie’s mal so, wenn die prekär Beschäftigten 520 Euro im Monat kriegen, dann können sie das bald von ihren Steuern wieder mitbezahlen.“ „Und die Reichen?“ „Ach, man nimmt, was man kriegt.“ „Trotzdem würden sie es nicht nutzen.“ „Dann sollen sie es eben nicht kaufen.“ „Was nicht gekauft wird, ist für den Markt auch nicht notwendig.“ „Das könnte man dann von Sportwagen aber auch sagen.“ „Es gibt immerhin eine ganze Industrie, die die herstellt.“ „Und die Händler!“ „Außerdem würden die Leistungsträger bald in andere Länder abwandern, wenn es hier keine Sportwagen mehr gäbe.“

„À propos Sportwagen…“ „Sie hatten jetzt eine Kaufprämie für SUVs erwartet?“ „Die gibt’s schon.“ „Warum?“ „Weil dafür immer Geld da ist.“ „Nein, ernsthaft: wir brauchen ein Tempolimit.“ „Sind Sie noch ganz bei Trost!?“ „Dann kauft sich doch keine Sau mehr einen Sportwagen!“ „Das ist mal wieder so eine typisch ideologische Hassidee, die Sie als verkappter Stalinist nur benutzen, um den Leistungsträgern…“ „Also Krankenpflegern und Polizeibeamten?“ „Das sind doch keine Leistungsträger!“ „Weil sie so selten Sportwagen fahren?“ „Verzicht ist ja gut und schön, aber dann auch für alle und nicht nur für die, die sich ein Auto leisten können.“ „Dann könnten wir ja auch wieder Klassenjustiz und Klassenwahlrecht einführen.“ „Das würde uns wenigsten vor linken Spinnern in der Regierung schützen.“ „Wenn Ihnen Atomstrom lieber ist, wie wäre es mit Neuwahlen?“

„Zum Glück haben sie uns diesen Quatsch mit der Steuerersenkung auf pflanzliche Lebensmittel erspart.“ „Davon profitieren ja auch wieder nur die Linken!“ „Wieso nur die Linken?“ „Die sind doch alle Veganer.“ „Lassen Sie uns doch lieber Fleisch teurer machen.“ „Sind Sie wahnsinnig!?“ „Am Ende darf ich mit meinem Steak auch noch ihre Grünkernscheiße subventionieren!“ „Das wäre doch nur logisch, wenn die CDU inzwischen mit den Gewinnen aus erneuerbarer Energie Gaskraftwerke fördern will.“ „Davon wird ja auch das Gas billiger und wir müssen nicht ständig Entlastungspakete beschließen.“ „Je weniger Ressourcen wir damit verbrauchen, desto besser für die Umwelt.“ „Es geht hier aber gerade nicht um die Umwelt, können Sie mit Ihrer verdammten Ideologie nicht endlich mal in der Realität ankommen?“ „In der Realität sind wir gründlich falsch abgebogen und haben das, was wir Wohlstand nennen, durch einen komplett aus dem Ruder gelaufenen Energieverbrauch von den ärmeren Ländern finanzieren lassen.“ „Ich lasse mir doch mein Steak nicht auch noch von den Überschwemmungen in Pakistan vermiesen!“

„Und die kalte Progression?“ „Das wird die CDU aus Prinzip im Bundesrat verhindern.“

„Immerhin kommen Sie uns nicht mit einer Übergewinnsteuer.“ „Die heißt nur anders.“ „Ich tippe, da musste jemand sein Gesicht wahren.“ „Für die Zeit nach der Politik?“ „Das sind ja bloß wenige Jahre.“ „Und Zufallsgewinne, das klingt ja auch irgendwie total gerecht.“ „Am Ende steht dann in der nächsten Putin-Kampagne, dass die Regierung Erben mit 100% besteuern will.“ „Das wird in der Bundesrepublik kein vernünftiger Mensch fordern.“ „Erzählen Sie das den Querpfeifen.“ „Also die, für die ein Großteil dieser populistischen Politik gerade die globale Sterbebegleitung veranstaltet?“ „Warum sind Sie immer so kritisch?“ „Weil das alles zu spät kommt.“ „Hätte Putin den Krieg Ihrer Meinung also einfach früher beginnen sollen?“ „Nein, aber wir die Energie- und die Verkehrswende.“ „Jetzt warten Sie’s doch erst mal ab.“ „Sie sind gut, wir warten auf eine Strompreisbremse, von der keiner weiß, wie sie rechtlich funktioniert, was sie bringt und ob sie in den nächsten Jahren überhaupt realisiert wird, und dazu wird die CO2-Bepreisung nicht mehr angepasst, damit wir noch mehr Energie verschleudern, um die Folgen des Klimawandels in den Griff zu kriegen.“ „Meinen Sie denn, da kann man noch was mache?“ „Da bräuchten wir eine dauerhaft veränderte Politik, dann müssten wir uns nicht ständig Einmalzahlungen ausdenken.“ „Dazu müsste die Regierung vielleicht einmal ihren Job machen. Einmal.“





Zielkonflikt

1 09 2022

„… nach der Kabinettsklausur die Ausrichtung der politischen Maßnahmen wieder eine einheitliche Linie angenommen haben dürften. Scholz habe vor allem die gute Stimmung gelobt, die sich auch in strittigen Themen unter den…“

„… ein schnelles Entlastungspaket ermöglichen müsse, das gezielt die unteren Einkommensstufen unterstütze. Merz sehe keine Notwendigkeit, neue bürokratische Hürden aufzubauen, die sich im…“

„… gutes Einvernehmen zwischen den Grünen und der FDP herrsche. Sowohl in der allgemeinen Diskussion als auch in Einzelgesprächen habe es einen Konsens gegeben, dass miserable Gesetze nicht nur aus dem Justizressort und seinen…“

„… die Genehmigungsverfahren zum Ausbau der Fotovoltaik sofort zu straffen oder auszusetzen, um die Energiewende voranzutreiben. Spahn halte eine Finanzierung von Kleinanlagen über zinslose Kredite für durchaus…“

„… einzelne Aufgaben nicht neu verteilt werden müssten, um ein Bild koalitionärer Geschlossenheit in der Öffentlichkeit zu erzeugen. Habeck werde aber künftig vor allem durch Kommunikation und Presseauftritte für den Bundeskanzler eine deutliche Verbesserung der…“

„… nur digital machbar sei. Dies erfordere laut Laschet eine konzertierte Ausbildungs- und Einstellungsoffensive in Bund, Ländern und Gemeinden, die auch durch höhere Gehälter und…“

„… beschlossen habe, vorerst keine Beschlüsse zu fassen, die ministeriumsübergreifende Folgen haben könnten. Das Bundeskabinett habe in einer Beschlussvorlage herausgearbeitet, die sie erst dann als beschlussfähige Vorlage ansehe, wenn sich in einer weiteren…“

„… einen kostenlosen Nahverkehr anbiete. Was in anderen Ländern möglich sei, halte Klöckner auch in Deutschland für machbar, da sich durch die Verkehrswende zugleich ökologische Sparziele an CO2 und Feinstaub sowie…“

„… alle Ministerien der Ansicht seien, es gebe keine kabinettsinternen Streitpunkte. Lediglich die FDP habe betont, sie könne ihre eigenen Ziele teils nicht gegen den Widerstand der SPD, der Grünen, des Bundesverfassungsgericht und der…“

„… das letzte Land in der EU sei, das nicht mit einem Tempolimit für Verkehrssicherheit sorge. Merz werde diesen Gesetzentwurf innerhalb der nächsten beiden Wochen als überparteilichen…“

„… keine Auswirkungen auf aktuell strittige Projekte haben werde. Habeck und Scholz hätten die Diskussion um die Gasumlage genutzt, um die Pläne zu einer Änderung der Verordnung aus der öffentlichen Diskussion zu nehmen, was sich auch positiv auf die Stimmung während der…“

„… eine Abwrackprämie nur dann zahlen werde, wenn kein neues Auto angeschafft werde. Für Röttgen sei die Verkehrswende vor allem durch autofreie Städte, ÖPNV-Anbindung und einen kostengünstigen…“

„… sich auch privat näher gekommen seien. So habe Lindner jedem der Kabinettskollegen erlaubt, mit seinem Porsche um Schloss Meseberg zu fahren, wenn sie sich anschließend im…“

„… sehe Amthor keinen Zielkonflikt bei der Verstaatlichung des angeschlagenen Gaskonzerns. Da Uniper durch nicht erfolgte Rückstellungen an der Grenze zur Insolvenzverschleppung handle, werde man dies nicht durch milliardenschwere Subventionen und einen…“

„… auch über grundlegenden Fragen streiten werde, wenn es keinen Konsens über die Lösung der anstehenden Probleme gebe. Laut Scholz werde es aber auf absehbare Zeit keine Neuwahlen geben, da die Koalition derzeit in einer stabilen Phase sei und sich eingehend mit den Themen der…“

„… als Gesamtpaket vorlegen müsse. So sei die Entflechtung des Energiemarktes für Söder nur mit einer Stärkung regional erzeugter Elektrizität machbar, beispielsweise durch Biogasanlagen oder eine nationale Produktion von Solarpaneelen. Es dürfe hier keine Alleingänge geben, die nicht mit der Bundesregierung und den…“

„… sich bei der Umsetzung zentraler Vorhaben mehr von Gesichtspunkten wie Gerechtigkeit und Respekt leiten lasse. Eine einseitige Ausrichtung an der Machbarkeit eines Projekts sei zwar kurzfristig denkbar, könne aber im Hinblick auf Umfragewerte nicht zu einem befriedigenden…“

„… dass die Gasumlage gegen die Verfassung verstoße. Laschet halte die vom Justizministerium eingeforderte Gleichbehandlung als Maßnahme zur Bereicherung der Wirtschaft, die die Verbraucher mit einer korrupten und mafiösen Struktur im…“

„… eine gemeinsame Linie finden werde, die die Berichterstattung in den kommenden Krisen des Winters 2022/2023 positiv beeinflussen könne. Vor allem setze man auf Synergieeffekte, die in den…“

„… eine viel entschiedenere Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte notwendig sei. Für Merz stehe außer Zweifel, die gewaltsame Neuordnung Europas nur durch eine Beteiligung aller NATO-Staaten mit Waffen und Finanzhilfen zu…“

„… wolle die Regierung mehr Transparenz wagen. Durch frühzeitiges Ankündigen geplanter Gesetzesvorhaben werde es für die Bürger leichter, sich langfristig mit den möglichen Folgen einer…“

„… auf Gas- und Öllieferungen aus Russland vollständig verzichten werde. Die Unionsfraktionen im Deutschen Bundestag würden umgehend die…“

„… vor allem auf die Führungsstärke des Kanzlers baue, die auch bisher für die Beliebtheit der Ampelkoalition bei den Wählern, in Wirtschaft und…“





Peinlich

28 08 2022

für Kurt Tucholsky

Dies wäre Bergassessor Schmidt.
Er kleidet sich manierlich
und schreitet just zur Prüfung mit,
gemessen und gebührlich.
Nur ist es eine Kleinigkeit,
die lässt nichts Gutes hoffen,
darob herrscht allseits Einigkeit:
er trägt die Hose offen.
  Da schaut man besser gar nicht hin.
  Das kriegt man sonst nicht aus dem Sinn.
    Das ist ja unwahrscheinlich
      peinlich.

Im Chez Gaston, da speist man fein,
auch gibt es edle Weine,
und blickt man auf die Teller drein,
so ist’s im Kerzenscheine.
Dem Herrn Baron, dem fiel dabei
hinab beinah der Kiefer –
bei Hummerschaum und Wachtelei
da kroch gar Ungeziefer.
  Da schaut man besser gar nicht hin.
  Das kriegt man sonst nicht aus dem Sinn.
    Das ist ja unwahrscheinlich
      peinlich.

Noch sie alle allesamt im Amt,
die rot-grün-gelbe Ampel,
doch was aus ihrer Feder stammt,
ist Heißluft und Gehampel.
Wozu ein Kanzler, der nichts bringt?
Lohnt es, das zu verstehen?
Wenn ihnen etwas mal gelingt,
dann wohl nur aus Versehen.
  Da schaut man besser gar nicht hin.
  Das kriegt man sonst nicht aus dem Sinn.
    Das ist ja unwahrscheinlich
      peinlich.





Umgelegt

23 08 2022

„… zum Umdenken bewegt habe. Lindner habe sich angesichts heftiger Kritik aus den eigenen Reihen dazu bewegen lassen, die Hilfszahlungen für Betroffene von Energiekrise und Inflation stark auszuweiten, so dass nicht nur eine Verlängerung des Tankrabatts, sondern auch erhebliche…“

„… für Unverständnis gesorgt habe. Grüne und Linke, Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften seien mit den Entscheidungen des Finanzministers nicht einverstanden und würden sich nachdrücklich für eine sozial ausgewogenere und nachhaltige…“

„… es keine Denkverbote geben dürfe. Wenn auch die Schuldenbremse eingehalten werde, so bedürfe es doch in Einzelfällen deutlichen Beistand für die hart arbeitenden mitte, die sich mit dem…“

„… den Kauf eines Neuwagens mit 7.500 Euro subventionieren werde. Der Bundesfinanzminister habe in dem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass eine Stützung der Automobilbranche auch dem ÖPNV helfe. Da bereits in der Frühphase des Neun-Euro-Tickets die Überlastung bestimmter Strecken im Zugverkehr erkennbar wurde, werde durch den Fokus auf dem Individualverkehr eine spürbare…“

„… mit Einsparungen in Höhe von mehreren Milliarden Euro pro Monat berücksichtigt werden müssten. Sollte es innerhalb der nächsten fünfzig Jahre eine Zukunftstechnologie geben, die den Klimawandel aufhalte, wolle Lindner diese mit den Zinsen seiner jetzt akkumulierten…“

„… die seinerzeit von Laschet vorgeschlagene Energieumlage für Küchenbaubetriebe noch nicht endgültig vom Tisch sei. Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen könne sich auf Unterstützung des Bundesfinanzministeriums verlassen, das mit einer großzügigen Steuererleichterung, die aus der Kürzung des Kindergeldes in allen anderen…“

„… dass die Ausweitung des Wohngeldes für Eigenheimbesitzer vorsichtig erfolgen müsse. Da Immobilien unterhalb von tausend Quadratmeter Wohnfläche Mitnahmeeffekte von Haushalten nach sich zögen, die den Unterhalt aus eigenen Mitteln bestreiten könnten, würde man diese Leistung ausschließlich für die…“

„… beklage Lindner eine unfaire Debatte über die aktuell angestrebten Transformationen in der Bundesrepublik. Da es viel mehr Empfänger von Sozialleistungen als Milliardäre gebe, müsse eine gerechte Lastenverteilung logischerweise immer die stärkere Gruppe ins Visier nehmen und dürfe nicht noch zusätzlich die Leistungsträger aus dem…“

„… Schützenhilfe aus dem Bundeskanzleramt bekomme. Es sei korrekt, dass dem Staat jährlich gut 100 Milliarden Euro durch Steuerhinterziehung verloren gingen. Der diesjährige Haushalt sei durch das Sondervermögen für die Bundeswehr bereits mit einer Summe in gleicher Höhe belastet, so dass es keine Spielräume für Geschenke an die…“

„… nachdem bekannt geworden sei, dass der ehemalige FDP-Vorsitzende Rösler als Aufsichtsrat des finnischen Energieversorgers Fortum Oyj, Mehrheitsaktionär von Uniper, für die Erhaltung des deutschen Stromversorgers durch eine Umlage gedankt habe. Er werde nach Absprache mit dem Bundesfinanzminister dafür sorgen, dass die aus der Verringerung der Umsatzsteuer resultierenden Gelder weitergegeben würden, größtenteils an die Mitglieder des Vorstandes, das FDP-Präsidium sowie die…“

„… es für die Bundesregierung gerade durch die hohe Inflation keine Einnahmeproblem gebe. Für das Bundesfinanzministerium bedeute dies, dass die Subventionen für den Autoverkehr nicht nur in der bisherigen Höhe, sondern sogar mit einem ganz erheblichen…“

„… die Strafen für Steuerhinterziehung zu verringern. Es stehe außer Zweifel, dass dieses Delikt nur in einer relativ kleinen Gruppe verübt werde, Lindner wolle jedoch die Leistungsträger auf keinen Fall dazu bringen, ihre Steuern in einem anderen Land nicht zu…“

„… den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Kurth, der auch Generalsekretär des thüringischen FDP-Landesverbandes gewesen sei, mit tatkräftiger Hilfe habe unterstützen können. Für den leitenden Mitarbeiter sei es eine lebenswichtige Entscheidung gewesen, die Einnahmen von Flixbus zu sichern, da auch andere Unternehmen Busverkehr anbieten würden, was zu einer starken Marktverzerrung durch die Mitbewerber im…“

„… wisse Lindner die Branche aus eigenen persönlichen Kontakten sehr zu schätzen und werde sie durch proaktive Maßnahmen zur Förderung des Wirtschaftszweiges vor konjunkturbedingten Dellen gerne schützen. Die notwendigen Gelder, die ein für 2022 prognostizierter Anteil der Schattenwirtschaft am deutschen Bruttoinlandsprodukt brauche, würden sich auch auf eine EU-weite Führungsrolle in der durch die Bundesregierung entstehende…“

„… es sich nicht um korrekte Berichterstattung handele. Die vom staatlich unterstützten NDR als ‚Porschebonus‘ titulierte Zuwendung gelte eben nicht nur für ein Sportwagenfabrikat, sondern für jedes Fahrzeug, das oberhalb der…“

„… es der Auftrag des Bundesfinanzministers sei, den Staatshaushalt im Auftrag kommender Generationen zu konsolidieren und nicht durch immer neue Verbindlichkeit in eine unrettbare Überschuldung zu treiben. Wer jetzt finanzielle Unterstützung für den Ausbau erneuerbarer Energien verlange, der habe in seinen linksgrünen Wahnvorstellungen offenbar immer noch nicht verstanden, dass dadurch Deutschlands Wohlstand noch schneller als befürchtet in den…“





Superscholz

22 08 2022

„Und, wissen Sie schon, wer’s wird?“ „Was wird?“ „Na, Bundeskanzler halt.“ „Wieso Bundeskanzler, wir haben doch schon einen?“ „Und Sie glauben, dass der Mann diese Legislatur überlebt?“

„Reden Sie jetzt von seinen Erinnerungslücken oder von seiner Energiepolitik?“ „Das ist ja nett, dass Sie das noch so sauber trennen können.“ „Also einige Bundeskanzler hatten da noch ganz andere Aussetzer.“ „Ist das jetzt ein Wettbewerb, bei wem am schönsten die Hütte brennt?“ „Ihm ist nichts nachzuweisen.“ „Man hat ihm also die silbernen Löffel erst in die Tasche gesteckt, und dann gibt er an, er habe sie nur vor den anderen Dieben sicher aufbewahren wollen.“ „Bleiben Sie bitte bei der Wahrheit, er hat das Geld gar nicht selbst geklaut.“ „Das entschuldigt natürlich alles.“

„Aber nehmen wir mal an, Sie hätten recht – ist das wirklich ein Rücktrittsgrund?“ „In der SPD ist alles ein Rücktrittsgrund, was sonst zu Neuwahlen führen könnte.“ „Vielleicht hat er ja wirklich nichts gewusst.“ „Deshalb trifft sich ein Bürgermeister, der Ambitionen auf den Parteivorsitz und das Amt des Bundeskanzlers hat, mit den Beschuldigten in einem Strafverfahren.“ „Das trifft ja auch auf viele Abgeordnete zu, nicht nur in der SPD.“ „Vielleicht hat die Partei ausnahmsweise Instinkt bewiesen, als sie ihn nicht zum Vorsitzenden gewählt hat.“ „Da in unserer Partei Amt und Vorsitz getrennt werden, kann man es auch als Votum für seine Kanzlerschaft werten.“ „Sie meinen, wenn der Zug schon vor die Wand fährt, dann möchte man doch wenigstens wissen, wer am Steuer sitzt?“

„Wir bräuchten irgendwie einen Kandidaten, der tolle Ideen hat, sie auch ganz klasse kommuniziert und dann nichts tut, was die Bevölkerung irgendwie überfordert.“ „Das reduziert die Auswahl ja schon mal auf hundert Prozent der Parteimitglieder.“ „Das muss nicht verkehrt sein, wenn der Kanzler die DNA unserer Partei verkörpert.“ „Sie sind so kurz davor, Schröder zurückzuholen.“ „Unsinn, der wird nie mehr eine Wahl gewinnen.“ „Dann können wir auch mit Scholz weitermachen, oder?“ „Kann man nicht einen von den Jüngeren…“ „Also unter 50?“ „Die sollten schon auch Erfahrung haben.“ „Wir haben jede Menge Ex-Minister, die in der Bundesregierung sozialdemokratische Werte für die Galerie hochgehalten haben.“ „Aber wir müssen moderner werden, die Probleme werden ja auch moderner.“ „Nur weil heute so ein Tag ist, wechseln wir doch nicht unsere politische Moral aus.“

„Wenn Sie unbedingt wollen, können wir Maas fragen.“ „Wie kommen Sie auf den Anzugständer?“ „Immerhin war er ein guter Außenminister.“ „Wir haben eine noch bessere Außenministerin.“ „Die könnte ja Ministerin bleiben, aber als Vize, und dann haben wir auch nicht immer diesen Streit mit der FDP, dass der Wirtschaftsminister so viel zu sagen hat.“ „Darf ich das als lachhaft bezeichnen?“ „Sie haben doch davon angefangen!“ „Weil wir einen Bundeskanzler haben, der nicht einmal seine eigenen Aussetzer aussitzen kann.“ „Klingbeil?“ „Hat welche Qualifikationen?“ „Wenn er Kanzler ist, kriegt die Partei vielleicht irgendwann einen Vorsitzenden, der mal ein guter Kanzler werden könnte.“

„Sie können das drehen und wenden, wie Sie wollen, die SPD hat dasselbe Problem wie der deutsche Arbeitsmarkt.“ „Zu geringe Gehälter?“ „Fachkräftemangel.“ „Wir haben überhaupt noch nicht über eine Frau gesprochen.“ „Stimmt, bisher waren die Kanzlerinnen ja immer Männer.“ „Was spricht gegen Schwesig?“ „Schwesig.“ „Die wurde mit sehr gutem Ergebnis wiedergewählt.“ „Scholz kam auch ins Kanzleramt, weil ein Gegner eine intellektuelle Beleidigung für die Wähler war und eine Gegnerin so stark, dass die Presse über sie Lügenmärchen verbreiten musste.“ „Sie meinen, man darf nicht in ein Amt gewählt werden, nur weil die anderen noch inkompetenter sind?“ „Das erklärt hinreichend die Laufbahn von Giffey.“

„Was macht Sie eigentlich so sicher, dass wir irgendwann Neuwahlen bekommen?“ „Die FDP.“ „Nach jetzigem Stand wäre die an der nächsten Bundesregierung nicht unbedingt beteiligt.“ „Nach jetzigem Stand wäre die nicht unbedingt im nächsten Bundestag vertreten.“ „Dann verstehe ich erst recht nicht, warum sie diese Koalition über den Haufen werfen sollte.“ „Weil sie eh irgendwann in der Versenkung verschwinden wird und den Prozess auf diese Art einigermaßen beschleunigen kann – Lindner will ja nicht sein Leben lang auf den Posten als Frühstücksdirektor bei Porsche warten.“ „Damit würde die FDP zugunsten einiger weniger Politiker dem Land schweren Schaden zufügen.“ „Erklären Sie mir doch mal, was diese Politsekte jetzt gerade tut.“

„Und wenn wir jetzt einen radikalen Wechsel in der politischen Ausrichtung wagen würden?“ „Sie meinen, wir machen endlich mal die Politik, die wir im Wahlkampf immer versprechen?“ „Ich dachte da eher an Kühnert.“ „Ich würde es nicht Visionen nennen, aber Sie sollten damit zum Arzt gehen.“ „Man wird doch mal eine klare Vorstellung entwickeln dürfen davon, was jetzt für das Land und die Bürger gut wäre – einen Bundeskanzler, der die Menschen mitnimmt, der ihnen erklärt, was die Zukunft bringt und was das bedeutet, wie man mit den Krisen vernünftig umgehen kann, auch wenn es nicht leicht wird, der vor Problemen nicht einfach wegläuft und vor allem nicht abgehoben und so verdammt arrogant rüberkommt wie die anderen in dieser Scheißregierung.“ „Das ist ja alles gut und schön, aber glauben Sie, dafür wechselt Habeck die Partei?“





Schwachstromland

1 08 2022

„… da sich die Testphase als voller Erfolg gezeigt habe, in denen vor allem das gesellschaftliche Klima erheblich besser geworden sei. Lindner lehne die Verlängerung der Versorgung Deutschlands mit elektrischem Strom entschieden ab, da sich seiner Ansicht keine…“

„… aber nur in anderen Ländern wie Dänemark möglich sei. Scholz verweise auf die geografischen Umstände, da in Skandinavien eine dünnere und naturnähere Besiedlung die Notwendigkeit der elektrischen Versorgung der Privathaushalte im…“

„… führende FDP-Politiker eine Diskussion über Stromleitungen in Deutschland für verfrüht hielten. Zuerst müsse die Wirtschaft ausreichend Zeit bekommen, eine Sättigung des Marktes mit den entsprechenden Geräten zu erreichen, damit sich die Investition für den Staat in einer…“

„… auch Vorteile habe. Buschmann verweise jedoch auf die Möglichkeit, durch verbrecherische Absicht in technischen Anlagen elektrischen Strom zu entziehen. Der Justizminister sehe es als seine Aufgabe, den Aufbau krimineller Strukturen, die sich an diesem Diebstahl bereichern könnten, mit allen sinnvollen Mitteln zu…“

„… ein nicht ausreichend ausgebautes Netz durch den Betrieb zu vieler Geräte schnell an die Grenzen der Belastbarkeit gelangen könne. Lindner habe klargestellt, dass der notwendige Netzausbau erst dann finanziert werden könne, wenn das Netz bereits so weit ausgebaut sei, dass sich ein Ausbau der Netze für den…“

„… die deutsche Infrastruktur durch historisch gewachsene Gebietsgrenzen die Elektrifizierung der meisten Regionen unmöglich mache. Anders als Südkorea, das seit Jahrzehnten durch Großstädte, Industrie von internationalem Rang und sehr stark ausgebauten Verkehr …“

„… da elektrischer Strom im rechtlichen Sinne gar keine Sache sei, die ein Unternehmen seinen Kunden in Rechnung stellen dürfe. Buschmann sei strikt gegen eine solche Einstufung und wolle durch ein handwerklich sehr gut gemachtes Gesetz die Bereitstellung von elektrischer Energie an den…“

„… keinen Sinn sehe. Wissing habe außerdem darauf hingewiesen, dass für eine Elektrifizierung des Verkehrs nicht ausreichend Steckdosen in Deutschland vorhanden seien, die von der Industrie allerdings erst durch elektrische Maschinen und…“

„… es sich bei der Möglichkeit, für drei Monate elektrischen Strom in Privathaushalten zu nutzen, um eine zeitlich befristete Maßnahme gehandelt habe, die nicht verlängert werden könne. Anders als der Tankrabatt, der weiterlaufen müsse, bis das Bundesministerium der Finanzen ausrechnen könne, wie viel Geld auf die Konten der betroffenen Mineralölkonzerne passe, sei eine einmalige Aktion nicht einfach ohne eine gesetzliche…“

„… werde die Elektrifizierung Millionen von Jobs kosten. Scholz sehe daher keine Möglichkeit, die Modernisierung der Wirtschaft mit einem…“

„… viele ausländische Regierungen unter ganz anderen Bedingungen planen müssten. So sei in Japan die Quote der Staatsschulden nicht mit der deutschen vergleichbar, weshalb die Versorgung mit Rostoffen auch nicht mit den Staatsschulden oder der deutschen Regierung verglichen werden kann, was für die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag eine Gefahr durch ausländisches…“

„… technisch nur durch die Vergabe weiterer Milliardenkredite an die Energieerzeuger machbar sei. Lindner sehe angesichts der Subventionen für Luftfahrt, fossile Energieträger und Autokonzerne keine Spielräume, mit denen er eine…“

„… die Erforschung des Einsatzes und der ökonomischen Verwertbarkeit elektrischer Anlagen weiter voranschreiten müsse, bevor die Regierung ihre Entscheidung treffen könne. Stark-Watzinger habe bereits sämtliche Gelder gestrichen, so dass die Evaluation wie immer in ihrem Ressort auf Mutmaßungen, finanzielle Zuwendungen und…“

„… viele Geringverdiener die Phase genutzt haben dürften, um geliehene Geräte auszuprobieren. Diese Mitnahmeeffekte seien so nicht vorhersehbar gewesen, weshalb Lindner gegen eine Verlängerung der Stromeinspeisung in die dazu gelegte Leitungen der…“

„… sei elektrischer Strom im öffentlichen Raum auch geeignet, die Kriminalität zu verstärken. Zwar könne man nie ganz ausschließen, dass mit Gas betriebene Laternen die Straßen für potenzielle Opfer sicherer machen würden, doch sei eine mit elektrischer Beleuchtung ausgestattete Straße viel einfacher dazu geeignet, einem mutmaßlichen Täter die Flucht so zu erleichtern, dass die Aufklärung sich viel schwieriger und…“

„… die Wirtschaft keine Möglichkeit sehe, die Rentabilität und den Aufbau neuer Arbeitsplätze durch elektrisch betriebene Produktionsmittel zu steigern, solange das Bundesjustizministerium sich weiterhin weigere, rechtliche Rahmenbedingungen für die Aufnahme dieser Innovationsprozesse zu…“

„… Buschmann rechtliche Rahmenbedingungen erst dann schaffen könne, wenn der Aufbau der Produktionsmittel erfolgt sei. Da es gegenüber der Wasserkraftbranche Zusagen gebe, bis 2055 jährlich 30.000 Euro zu investieren, müsse man das gegebene Versprechen jetzt auch halten, wenn der Markt sich nicht durch eine plötzliche…“

„… als erster Haushalt über zwanzig Steckdosen verfüge, unter anderem auch zur Aufladung eines elektrisch betriebenen Sportwagens. Als wichtigster Leistungsträger des Staates, der sämtliche Vorzüge aller Zukunftstechnologien verstehe, beanspruche Lindner selbstverständlich eine kostenfreie…“





Gelassen bis positiv

21 07 2022

„… mit den Stimmen der Ampelkoalition zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt worden sei. Der bisherige Vizekanzler und Wirtschaftsminister Habeck trete damit die Nachfolge des bisherigen…“

„… zum Rücktritt aufgefordert habe, da er in den ersten Sekunden die Inflation nicht beseitigt habe. Chrupalla habe den Kanzler als Volksverräter bezeichnet, der Deutschland zum Einfallstor für mehrere Milliarden islamistischer Scheinasylanten machen werde, um die Auslöschung der…“

„… sei die Wahl zwar korrekt verlaufen im Sinne des Artikels 63 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland, habe aber damit dem Staat und der Demokratie erheblichen Schaden zugefügt. Merz beanspruche deshalb das Amt für sich, da die CDU auch nach der Wahl zum 20. Deutschen Bundestag viel mehr Stimmen als…“

„… aus der Wirtschaft keinen Widerspruch erfahre. Da Habeck bereits jetzt die Richtlinien der Politik bestimme, öffentlich kommuniziere und mit zukunftsweisenden, konsensfähigen Vorschlägen in eine gute Richtung lenke, könne er das Amt auch formal übernehmen, statt sich mit Scholz und…“

„… es sich trotz der bisherigen Mehrheiten im Parlament faktisch um eine Minderheitsregierung handle. Merz akzeptiere zwar die Beteiligung der Grünen an der Bundesregierung, wolle dies aber in Karlsruhe klären lassen, wenn nicht der Vorsitzende der größten Oppositionspartei dabei als Kanzler die Regierung anführe und die damit nicht mehr den richtigen Parteien angehörenden Minister aus…“

„… erwarte die CDU-Mittelstandsvereinigung in den kommenden Tagen den ersten vollständigen Zusammenbruch des Stromnetzes, da die Grünen die sofortige Abschaltung aller noch verbliebenen Kernkraftwerke sicherlich auch ohne rechtliche…“

„… dass Habeck plane, das Geschlecht eines Kindes bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres von den Eltern alle zwei Wochen neu auswürfeln zu lassen und neben ‚männlich‘, ‚weiblich‘ oder ‚linksextrem‘ auch ‚islamisch‘, ‚Hund‘ und ‚Waschmaschine‘ zu erlauben. Weidel fordere, dass Deutschland schnellstens normalisiert werde, um die Kernfamilie zur Erzeugung von Wählern, Wehrmacht und Kameradschaften zu…“

„… sich die SPD auch mit zahlenmäßig mehr Ministerposten schnell wieder in der gewohnten Rolle des Juniorpartners einfinden würden. Scholz sehe die Entwicklung als richtig an und werde sie in der künftigen Regierungsarbeit auch unterstützen, sobald die Sozialdemokraten bemerkt hätten, dass sie nicht mehr an der…“

„… müsse der Kanzler noch in diesem Jahr zwanzig neue Kernkraftwerke bauen, um die von der Kanzlerin, die nachweislich nicht aus der CSU gestammt habe, erzeugte Abhängigkeit von Putin, dem engen Freund der Christsozialen, endgültig zu beenden. Söder wolle die neue Regierung kritisch unterstützen, sofern es keine neuen Windräder im Freistaat Bayern und kein Endlager für die…“

„… dass er ihn für ein dümmliches Arschloch halte, auf seine Eigenschaft, zu jedem Thema, von dem er keine Ahnung habe, in beliebiger Menge ideologischen Scheißdreck zu labern, rund um die Uhr verzichten könne, und kein Problem damit habe, ihn mit einem Tritt in die Fresse aus dem Bundeskabinett zu befördern. Beobachter hätten Habecks ruhigen und konzilianten Tonfall während der Unterredung mit Lindner gelobt und ihm die…“

„… dass die Börse auf den Regierungswechsel gelassen bis positiv reagiert habe. Insbesondere die Auto- und Motorradhersteller seien erfreut, dass sie nicht wie bisher den von ihnen beschlossenen Ausstieg aus der Verbrennertechnologie gegen eine kleine Sekte verteidigen müsse, die sich in der Regierung als maßgebliche Instanz für den…“

„… für die AfD klar sei, dass die Beliebtheit von Habeck durch die Agenda der linksextremen Mainstreampresse erzeugt worden sei. Das deutsche Volk hätte sich ohne die ständige Indoktrination durch das von Islam und Asylindustrie finanzierte Fernsehen längst in einem blutigen Aufstand von der stalinistischen Junta befreit und sich mit der Russischen Föderation auf die Rücknahme der…“

„… dass die Wahl für ungültig erklärt werde. Merz befürchte, dass der Regierungschef, der zuvor nie auf Landes- oder Bundesebene Verantwortung als Kanzler getragen habe, durch Unwissenheit, mangelnde Kenntnisse und Unreife Deutschland schweren Schaden zufügen werde. Er selbst biete an, als professioneller Experte aller Fachgebiete sofort die Regierungsgeschäfte zu…“

„… dazu aufgerufen habe, Habeck zu töten. Die BILD-Schlagzeile Dieser Ökoterrorist steckt uns Deutsche für ein Schnitzel ins KZ sei mit dem Wissen produziert worden, dass es ausreichend Leser gebe, die es als Auftrag zum…“

„… werde sich Habeck letztlich als Lügner herausstellen. Söder rechne nicht damit, dass er den Kapitalismus abschaffen werde, was für die Grünen unabdingbar für den Weg in die Anarchie und in den von Technikfeindlichkeit und linker Ideologie geprägten Niedergang des wirtschaftlichen…“

„… müsse Habeck jetzt vom Verfassungsschutz beobachtet werden, da er die Abschaffung der Volkes zum Staatsziel erklärt habe. Weidel werde die Verurteilung vor dem Volksgerichtshof ins…“

„… im Falle schneller Neuwahlen auch als Juniorpartner der Grünen zur Verfügung stehe, um Deutschland wirtschaftlich und ökologisch zu erneuern. Merz habe dabei betont, dass er jedes Amt akzeptiere, wenn er nur endlich in eine…“





Für den Augenblick

7 07 2022

„Das Neun-Euro-Ticket wird nicht verlängert, und es ist auch gut so, dass der Bundeskanzler das jetzt ganz unmissverständlich sagt. Entweder kaufen sich die Leute jetzt keins mehr für die letzten beiden Monate, dann kann er sagen, dass die Nachfrage schnell nachgelassen hat, oder es wird jetzt erst recht gekauft, dann wird er schlussfolgern, dass die Auslastung der Verkehrsmittel viel zu hoch war und das Ende wieder den Normalzustand herstellt, oder dass es eben gekauft wurde, weil die Leute genau wussten, dass es bald vorbei ist. Ich würde das als Win-Win-Situation sehen.

Man hat als Bundeskanzler derart viele Sachen zu tun, da kann man sich nicht auch noch um eine langfristige Strategie kümmern. Oder jemanden mit einer langfristigen Strategie beauftragen. Die Leute sind es ja nicht nur gewohnt, dass alles immer so bleibt, wie es ist, die wollen auch so. Und jetzt stellen Sie sich mal vor, der Bundeskanzler tritt vor die Presse und sagt: ‚Liebe Landsleute, wir haben uns mal ein paar grundsätzliche Gedanken gemacht und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir das mit dem Nahverkehr ganz anders regeln.‘ Das ist eine vorübergehende Veränderung, deren Resultate man noch nicht ganz genau überblicken kann – jetzt eh noch nicht, weil es noch andauert – und deshalb muss man das alles irgendwann mal genau analysieren, und mit den Ergebnissen kann sich der Bundeskanzler dann später noch mal vor die Mikrofone stellen und sagen: ‚War super, machen wir also nicht noch mal.‘

Einmalzahlung, das wird auch der Knaller, falls es überhaupt kommt. Man muss ja so eine Krise immer als singuläres Ereignis begreifen, damit man sich gar nicht erst an sie gewöhnt. Das macht der Bundeskanzler auch sehr gut. Er gewöhnt sich zum Beispiel gar nicht erst daran, dass die Krise durch einen Krieg verursacht hat, dass das Auswirkungen auf die Bürger in diesem Land und in der EU hat, und so weiter. Möglicherweise sieht er ein paar der eklatantesten Auswirkungen, aber er ist ja viel zu klug, als dass er beim Analysieren die Komplexität aus den Augen verlieren würde. Am Ende kommt diese Energiekrise ja daher, dass wir in Deutschland die komplette Fotovoltaikbranche in die Tonne getreten haben, und dann hätte das nichts mehr mit der Krise zu tun, oder mit einer anderen Krise, oder mit irgendwas anderem, und da muss man als Bundeskanzler irgendwann einen klaren Strich ziehen.

Auf das Neun-Euro-Ticket bezogen hieße das, es gibt bestimmt komplexe Auswirkungen, zum Beispiel weniger Staus im Autoverkehr, weniger Strafanzeigen wegen Beförderungserschleichung, weil sich jetzt auch die Leute eine Fahrt leisten können, für die das vorher zu teuer war, oder eine Verbesserung der Gesundheit durch weniger Stress in den Bevölkerungsgruppen, die sich sonst keinen Ausflugsverkehr leisten können, aber wenn man als Bundeskanzler nicht ganz klar analysieren kann, ob das die Folgen sind, die durch das Ticket, und zwar ausschließlich dadurch, eingetreten sind, dann ist das keine konsequente Regierungsarbeit. Auch wenn es oft nicht so wirkt, der Bundeskanzler hat das sehr wohl bedacht. Er lebt für den Augenblick.

Sie werden jetzt natürlich sagen, der Mann hat einen Weitblick, der zwischen seinen Kopf passt und das Brett davor. Die Wahrheit liegt vermutlich genau in der Mitte. Also zwischen Brett und Kopf.

Er kann ja auch nicht die Umsatzsteuer auf Obst und Gemüse aussetzen. Als Finanzminister, da war das kein Problem, aber heute ist er Bundeskanzler, da geht das natürlich nicht. Am Ende kaufen die Leute dann mehr Schnaps, und das kann ja nicht der Sinn der Sache sein. Eine Einmalzahlung für die wichtigsten Bedarfe wie Ernährung, Wohnen oder Heizen muss genug sein, sonst würde die Regierung viel zu tief in die Autonomie der Bürger eingreifen. Das kann auch positive Auswirkungen haben, aber das darf man natürlich nicht voraussetzen. Darum sind die Maßnahmen immer zeitlich begrenzt.

Als damals noch Pandemie war, da gab’s für Rentner und Arbeitslose einmal Masken, und das musste dann auch reichen. Da sehen Sie übrigens auch, dass man als Bundeskanzler, damals war es ja eine Bundeskanzlerin, aber das Prinzip ist dasselbe, also wie gesagt: man darf keine Erwartungshaltung in den Leuten wecken, sonst denken die noch, der Staat würde sich um sie kümmern, nur weil sie zum Inventar gehören. Das Gegenteil ist der Fall. Wir bezahlen diesen Staat, damit der sich nicht mehr um die Leute zu kümmern braucht.

Der Amtseid verpflichtet einen Bundeskanzler auch nicht gleich, die Hände aus den Hosentaschen zu nehmen. Der fordert ihn nur dazu auf, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden – also von den Deutschen, nicht von den anderen. Da kann man dann auch schon mal zugucken, bis die Russen an der polnischen Grenze stehen. Oder wie die anderen Wirtschaftsnationen Windkraftanlagen aufbauen, bis man die Bundesrepublik aus dem Weltall an der Farbe erkennt. Da kommt das mit der Komplexität, das sagt beispielsweise, dass man kein Tempolimit in Deutschland einführen könnte, weil das in vielen EU-Staaten normal ist und messbar Gefahren im Straßenverkehr minimiert und für die Umwelt eine Entlastung darstellen würde. Man weiß nie, was da die wichtigste Eigenschaft ist, ob die nicht durch andere Maßnahmen hätte erreicht werden können, wenn man sie schon versucht hätte, was man aber aus guten Gründen nicht getan hat, und so weiter.

Nachhaltige Aussagen? Alter Falter, klar kann das der Bundeskanzler. Auf Jahre, auf Jahrzehnte. Also falls es um die Wiederwahl gilt.“





Goldenes Handwerk

22 05 2022

Frau Helmholtz hat ein Bänkchen
nebst Stühlen, Tisch und Bett,
und außerdem ein Schränkchen.
Das Mobiliar ist nett,
doch sieht man die Gefahren
für ihr so trautes Heim:
nach ach so langen Jahren
geht alles aus dem Leim.
Schon naht sich Tischler Raabe
mit Mut und Zuversicht,
damit die ganze Habe
nicht auseinanderbricht.
Von links, von rechts, von allen Seiten
wird hier geklebt und da geschraubt.
Ein bisschen Hobeln, dass es staubt,
doch wollen wir darum nicht streiten,
  ob das hier überhaupt noch hält?
    Ob’s nächstens
      auseinanderfällt?

Ja, die Idee ist prächtig –
Herr Klöppcke ganz allein
ist endlich einmal mächtig
im Anglergroßverein.
Dazu muss er verbünden
der Angler ganze Schar
und selbiges verkünden.
Und schon wird offenbar,
man fischt zwar im Vereine,
wo eins dem andern glich.
Sonst bleibt man gern alleine,
ein jeder fein für sich.
Von links, von rechts, von allen Seiten
wird hier geklebt und da geschraubt.
Ein bisschen Hobeln, dass es staubt,
doch wollen wir darum nicht streiten,
  ob das hier überhaupt noch hält?
    Ob’s nächstens
      auseinanderfällt?

Nach trefflichem Gehampel
verkündet Kanzler Scholz
die dreifach gute Ampel
aus dreifach gutem Holz.
Die einen, die regieren,
die andern tun nur so.
Die dritten marodieren.
Es knirscht. Es fehlt Niveau.
Das Volk ist nicht begeistert.
Der Kanzler regt sich nicht.
Ist jeder Riss verkleistert,
wird’s Zeit, dass er bald bricht.
Von links, von rechts, von allen Seiten
wird hier geklebt und da geschraubt.
Ein bisschen Hobeln, dass es staubt,
doch wollen wir darum nicht streiten,
  ob das hier überhaupt noch hält?
    Ob’s nächstens
      auseinanderfällt?





Eigenverantwortlich

18 05 2022

„Natürlich ist das beschissen, aber wer hat das denn kommen sehen?“ „Alle?“ „Es war zumindest nicht auszuschließen.“ „Aber war das wirklich in der Form erwartbar?“ „Es gab Warnungen, dass alle, die uns wählen, Arschlöcher sind.“ „Leider wählen nicht alle Arschlöcher FDP.“

„Wir haben uns doch vor den Wahlen intensiv mit den wirklich wichtigen Dingen beschäftigt.“ „Also mit uns selbst?“ „Was gehört denn für Sie zu den wichtigen Dingen?“ „Der Champagnerpreis halt, es wird doch alles immer teurer.“ „Porsche fahren!“ „Was?“ „Porsche fahren!“ „Lassen Sie ihn, jeder hat etwas, das ihn antreibt.“ „Aber das muss ja nicht unbedingt…“ „Wir sind eine liberale Partei, bei uns kann jeder seinen Neigungen nachgehen, solange es nicht unser Vermögen schmälert.“ „Das ist dieser mitfühlende Liberalismus?“ „Ich denke, das hat er sich damit gedacht.“

„Hatten wir vielleicht ein schichtenspezifisches Problem?“ „Die Mittelschicht hat es uns nicht gedankt, dass wir uns so für sie eingesetzt haben.“ „Haben wir das?“ „Flugzeugbenzin zum Beispiel ist überhaupt nicht teurer geworden.“ „Ich glaube, Sie verwechseln da etwas.“ „Weil manche einfach kein Flugzeug haben wollen?“ „Wenn sie kein Flugzeug kaufen können, sollen sie doch Yacht fahren.“ „Das haben wir den Leute immer versprochen.“ „Als Chancengleichheit.“ „Wieso, stimmt doch auch.“ „Aber wir müssen immer noch Steuern zahlen, obwohl wir gar nicht arbeiten.“ „Sie können doch deswegen keine Revolution anzetteln.“ „Eben, wer weiß, wer da wieder mitmachen würde.“ „Dabei haben wir das mit der Chancengleichheit doch ernst gemeint.“ „Wir sind da wie die SPD: die wollen auch den Sozialismus, und tun dann alles, um ihn zu verhindern.“

„Als Partei der Eigenverantwortung haben wir den Menschen aber doch genau das gegeben, was sie wirklich wollten.“ „Sie haben es uns nur nicht gedankt.“ „Aber was wollten denn die Menschen?“ „Porsche fahren!“ „Naja, nicht alle.“ „Aber es ist immerhin möglich.“ „Wir als Partei können in der Politik ohnehin nur die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass jeder eigenverantwortlich handelt.“ „Das hieße dann aber auch, dass wir selbst nicht so haben handeln können, wie wir wollen, weil es auch andere gab, die eigenverantwortlich gehandelt haben.“ „Das muss man dann eben abstellen.“ „Zur Not durch Verbote.“ „Notwehr ist ja legal, wissen auch viele nicht.“ „Man muss das eben verstehen, sonst wird es auch irgendwann Anarchie.“ „Und dafür sind dann nicht mehr wir verantwortlich.“

„Letztlich hätten uns doch alle wählen müssen, denen das Handeln der anderen Parteien zu weit ging.“ „Das ist die falsche Perspektive.“ „Wenn ich mich als Standpunkt begreife, wozu brauche ich da noch eine Perspektive?“ „Wir haben beispielsweise den Auftrag gehabt, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.“ „Das muss man dann aber schon im Einzelfall betrachten.“ „Also was mich betrifft, ich habe immer Schaden von mir abgewendet.“ „Ich auch.“ „Bei mir nicht anders.“ „Dann ist es auch ein Stück weit Eigenverantwortung, wenn wir das dem Volk selbst überlassen.“ „Wir hätten vielleicht als Verbotspartei den Menschen klarmachen können, dass sie bestraft werden, wenn sie gegen ihre eigenen Interessen verstoßen.“ „Das trifft auf einen Großteil unserer Wähler ja auch zu.“

„Nur weil diese Grünen plötzlich Wähler wie erwachsene Menschen behandeln, muss man das doch nicht unbedingt nachmachen.“ „Das sind ja auch deren Wähler.“ „Die Frage ist, ob unsere das überhaupt wollen.“ „Was wollen denn unsere?“ „Porsche fahren!“ „Wir können ja auch nicht jedem einen Porsche vor die Tür stellen.“ „Unsere Wähler erkennt man eben daran, dass sie das nicht nötig haben.“ „Aber sie wollen das Ding nicht nur vor der Tür stehen haben, sie wollen damit auch fahren.“ „Genau, Porsche fahren!“ „Wir müssten das mit der Eigenverantwortung für andere noch mal genau unter die Lupe nehmen.“ „Vielleicht ist ja Regieren für uns auch gar nicht so gut für uns.“ „Man ist da auch immer sehr abgelenkt.“ „Also ich komme ja zu rein gar nichts mehr.“ „Man könnte so schön auf Sylt golfen.“ „Und Porsche fahren!“ „Ja, nun lassen Sie es mal gut sein.“ „Können wir nicht wie sonst die Verantwortung für unser politisches Handeln auf die anderen abwälzen?“ „Weil wir sonst keine Wahlen mehr gewinnen?“ „Müssen wir denn noch Wahlen gewinnen, wenn man dann zu gar nichts mehr kommt?“ „Wahlen politisch überleben wäre ja schon mal ein erster Schritt.“ „Man ist ja als Partner für gute Geschäfte oder für einen arbeitsarmen Job im Vorstand ganz schnell aus dem Gespräch.“ „Und dann wird man bald auch nicht mehr zum Golfen auf Sylt eingeladen.“ „Sehen Sie, wir tragen doch nun genug Eigenverantwortung.“

„Und das mit der Bildung?“ „Irgendwer muss den Müll sortieren, den wir hinterlassen.“ „Es kann nun mal nicht jeder reich werden.“ „Also wenn wir jetzt auch noch anfangen, uns für Naturgesetze zu rechtfertigen, dann hört’s aber auf!“ „Ich frage mich nur, was machen wir, wenn wir tatsächlich mit der Ampelkoalition auf die Nase fallen.“ „Dann gibt es Neuwahlen.“ „Furchtbar!“ „Wir können doch nicht ein neues Wohlstandsmodell entwickeln wie die Grünen!“ „Oder kommunizieren wie die!“ „Oder tatsächlich das machen, was im Koalitionsvertrag steht!“ „Was passiert, wenn diese Entwicklung sich fortsetzt?“ „Was sollen wir denn dann machen?“ „Genau, was können wir dann…“ „Nein, bitte – sagen Sie jetzt nichts…“