Karnevalsuniform

28 02 2018

„… die Ausrüstung der Soldaten bemängelt habe. So sei nicht einmal eine ausreichende Anzahl an Schutzwesten für die ganze…“

„… der Mangel an Zelten nicht als gravierend wahrgenommen werde. Die Einheimischen seien vor allem bei Einsätzen in afrikanischen Ländern sehr gastfreundlich und würden die Truppe mit…“

„… der materielle Notstand parallel gesehen werden müsse zum akuten Personalmangel der Bundeswehr. Daher sei es nicht erheblich, weil zu fehlenden Ausrüstungsgegenständen auch die…“

„… eigene Schutzausrüstung von ihren Familien gesandt bekämen. Diese sei jedoch nicht für den offiziellen Gebrauch geeignet, da sie in einzelnen Teilen farblich nicht mit dem…“

„… die Marine gegenwärtig statt der geplanten 15 Fregatten nur neun Schiffe dieses Typs habe. Wenn die Einsätze in Afghanistan weiterhin wie geplant abliefen, könne man daher auf die Marine verzichten und nur den…“

„… vorrangig zu enormen Kostensteigerungen gekommen sei, da die Bundeswehrhelikopter durch die Pannenhelfer des ADAC hätten gerettet werden müssen. Für die Auslandseinsätze habe von der Leyen keinen Mengenrabatt ausgehandelt, so dass sich die Forderungen inzwischen auf mehr als…“

„… Karnevalsuniformen nicht geduldet würden. Diese seien zwar gute deutsche Tradition, hätten aber militärische keinen ausreichenden…“

„… zahlreiche Talente rekrutiert worden seien. Die Helikopter seien unter fachkundiger Anleitung kurdischer Mechaniker wieder in einen flugfähigen Zustand versetzt worden, man wolle diese Kräfte zur Behebung des Kompetenzmangels auch nach Somalia und nach…“

„… beispielsweise nach Afghanistan geschickt. Da zeitgleich abgelehnte Asylbewerber in das Land abgeschoben würden, könne man auch mit einer leichten Schutzausrüstung, Freizeithemden oder den beliebten kurzen Hosen für die…“

„… vereinzelt Workshops angeboten würden, wie sich die Armeeangehörigen aus lokal organisierten Materialien eine eigene Ausrüstung erstellen könnten. Dies sei zwar vom Ministerium nicht angeregt worden, könne aber angesichts der aktuellen Situation sehr…“

„… den Soldatinnen und Soldaten, die keine ausreichende Ausrüstung bekommen hätten, eine Entschädigung zahlen wolle. Dies sei auch eine kostengünstige Alternative zum bisherigen…“

„… Sicherheitstipps von der Bevölkerung annähmen. Die Truppe sei in sehr regem Kontakt mit den Afghanen und kenne inzwischen zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten für Splitterschutz, Helme, Stiefel und…“

„… keine modische Winterkleidung gefragt sei. Das aktuelle kik-Sortiment könne man daher auch mit Mitteln des Bundesministeriums für…“

„… nicht zutreffend sei, dass Flugverbote für Tornados durch die Verwendung von Biodiesel…“

„… zunächst um die Bewaffnung gehen müsse. Die Truppe verfüge auch über nicht hinreichend funktionsfähige Gewehre, diese müssten jedoch vorrangig für die Bündnisverpflichtungen im Rahmen der internationalen…“

„… die Tornados zunächst auf dem Fliegerhorst Jagel zwischengelagert würden. Hier könne mit den Maschinen eine zusätzliche Einnahmequelle generiert werden, die Flugunfähigkeit der Tornados garantiere zudem eine absolute Unfallfreiheit für sämtliche…“

„… Flugstunden für die Ausbildung fehlten. Diese seien noch von der Bundeswehrreform des damaligen Ministers Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu Guttenberg als mittelbar friedenssichernde Maßnahme des deutschen…“

„… die Armee wie ein privatwirtschaftliches Unternehmen führen müsse. Da allerdings noch keine legale Form gefunden worden sei, Gewinne zu erwirtschaften, müsse man den anderen Weg der ökonomischen Stabilisierung über Kredite, Anleihen oder eine wertpapiergestützte…“

„… habe man nur deshalb Biodiesel in das für Flugzeuge bestimmte Kerosin mischen müssen, da die Verbindlichkeiten beim ADAC noch immer…“

„… die Deutsche Bundeswehr AG erst in mehreren Jahren an die Börse gehen könne. Vorerst werde sich der Konzern, zu dessen Leitung sich Mehdorn kurzfristig…“

„… aber Sponsoringverträge mit mehreren namhaften Herstellern nicht ausschließe. So könne eine eventbetonte Bundeswehr unter der Leitung verdienter Reservisten eine ganz neue Qualität der nationalen…“

„… wenigstens im Innendienst das Tragen von Privatkleidung erlaubt sein müsse. Dies schone die Ausrüstung und sei betriebswirtschaftlich sehr…“

„… aus der Not eine Tugend machen könne. Die stillgelegten Tornados wolle von der Leyen in der nordafrikanischen Flugverbotszone stationieren, wo es auf Feinstaubemissionen auch nicht mehr ankomme und die reine Präsenz der Truppe mehr bedeute als ein militärisch…“

„… nicht gleichbedeutend mit einer Sportarmee sei. Man könne auch in Zukunft der Truppe nicht als Kriegsdienstverweigerer angehören, da dies ein die Fürsorgepflicht als Arbeitgeber für alle…“

„… verkaufe Deutschland so viele Waffen in Krisengebiete, dass für eine ordentliche Ausstattung der eigenen Truppe nicht mehr…“





Erlebnisorientierte Jugendliche

15 01 2018

„… als Kindersoldaten angesehen würden. Dabei habe die Bundeswehr aus guten Gründen minderjährige Rekruten eingesetzt, die zur Stärkung der Truppe im…“

„… achtmal so viele Soldatinnen und Soldaten unter 18 eingesetzt habe. Diese sollten vor allem den statistischen Altersschnitt hin zum…“

„… aber nicht korrekt sei, dass von der Leyen mit dem Beginn ihres Ministerinnenamts die Truppenstärke ausschließlich durch eigene Geburten wieder zu…“

„… die Geburtenrate innerhalb der Kasernen stärke. Dazu müsse das Personal möglichst jung sein und sich langfristig für einen Verbleib im…“

„… die Bundesrepublik ihrer besonderen Verantwortung gegenüber den Entwicklungsländern gerecht werden müsse. Armeen, in denen der Einsatz von Kindersoldaten normal sei, müssten durch eine kompetente und vorbildliche Leitung nach deutschem Muster schnell im internationalen Vergleich eine führende…“

„… sei die Einrichtung von Betriebskitas an den Bundeswehrstandorten von der Verteidigungsministerin seinerzeit aus ganz anderen Motiven in die…“

„… streng auf die Einhaltung von Schießzeiten geachtet werde. So dürften minderjährige Rekruten werktags nach achtzehn Uhr nicht mehr mit…“

„… zum Beispiel an Übungsmunition gedacht habe. Zusätzlich habe man an Handgranaten eine spezielle Kindersicherung gedacht, die erst ab dem vollendeten achtzehnten…“

„… seien sich die meiste volljährigen Soldaten ebenso wenig im Klaren über die Risiken und Konsequenzen des…“

„… noch nicht in der Lage gewesen seien, durch eine Teilnahme an den Wahlen zum Deutschen Bundestag für eine verfassungsfeindliche Partei zu stimmen. Die minderjährigen Rekruten seien damit besser geeignet, als Staatsbürger in Uniform dem demokratischen…“

„… ihr Leibgericht bekämen. Zwar sei die Lagerung und Zubereitung von Pizza in der Feldküche nicht unbedingt reibungsfrei zu bewerkstelligen, doch arbeite man unter Hochdruck mit allen zuständigen…“

„… dass in Schießsportvereinen bereits ab dem vollendeten zehnten Lebensjahr an der Pistole ausgebildet werde. Zwar wolle das Bundesverteidigungsministerium daraus noch keine Prognosen für eine Entwicklung innerhalb der nächsten…“

„… grundsätzlich nicht auf Auslandsmissionen eingesetzt würden. Die Gefahr sei zu hoch, dass die Jugendlichen etwa durch Komasaufen vor Ort ein ungünstiges Bild von der…“

„… Arbeitsschutz groß geschrieben werde. So plane man vorerst weder Kriegseinsätze an den Wochenenden noch einen…“

„… ihr Kinderzimmer ordentlich aufgeräumt hätten. Die Grundausbildung sei bei den Eltern der Rekruten außerordentlich positiv…“

„… aber ihr Smartphone im Manöver nicht mitführen dürften. Es werde den Rekruten zeitnah nach Ausbildungsbeginn vermittelt, dass sie auch bei Kampfeinsätzen weder ein ausreichendes Netz noch die Möglichkeit, sich mit Onlinespielen oder WhatsApp…“

„… nicht daran liege, dass die Bundeswehr nur über unzureichendes technisches Material verfüge. Die Jugendlichen sollten auch durch Schulungen an unbemannten Flugkörpern für Verteidigungsfälle in der Zukunft…“

„… ein Mindestalter eingehalten werde. Die Soldaten müssten auf jeden Fall in der Lage sein, ihren Namen selbstständig zu schreiben, zumindest theoretisch, falls dies auf Grund fehlender Bildung oder einer…“

„… als Sportförderung verstanden werden könne, die schließlich auch im frühen Kindesalter einsetze. Von der Leyen habe außerdem angeregt, dass jeder Bundeswehrangehörige zwischen acht und achtzehn zwei Stunden Instrumentalunterricht pro…“

„… nicht im Widerspruch stehe zur Tatsache, dass Minderjährige einen Erziehungsberechtigten für jede Entscheidung bräuchten. Als Angehörige der Bundeswehr seien diese Personen ohnehin nicht in der Lage, eigenständige…“

„… es mehr erlebnisorientierte Jugendliche als junge Erwachsene gebe, so dass sich die Altersstruktur der Rekruten auf ganz natürliche…“

„… als deeskalierende Maßnahme gegenüber der russischen Führung gedacht sei. Da bekannt sei, dass die Soldaten der Roten Armee nie auf Kinder schössen, würden die internationalen Beziehungen voraussichtlich noch sehr viel…“

„… den unsachgemäßen Umgang mit Waffen und Munition gewohnt sei. Dennoch sei die Beschäftigung von Bundeswehrangehörigen, die nur nach dem Jugendstrafrecht…“

„… bei einer zu erwartenden Häufung von Betriebsunfällen gesichert sei, dass die Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb eine große Anzahl an Lehrstellen für mehr als…“

„… um ein großes Missverständnis gehandelt habe. Die Bundeswehr habe ursprünglich nur eine Senkung der Einstellungsvoraussetzung gefordert, nicht aber einen vollständigen…“





Schwerter zu Flugschäden

23 02 2015

„… und dass der neu entwickelte Bundeswehrhubschrauber MH90 Nord- und Ostsee nicht überfliegen dürfe, obwohl er eigens für den Einsatz über der Deutschen Bucht und den…“

„… müsse man mit der Wehrtechnik besonders sorgsam umgehen. Von der Leyen mahnte, dass jeder Helikopter teuer nachbestellt werden müsste, im Gegensatz zu den Freiwilligen, die jedes Jahr in steigender Anzahl…“

„… im Vorfeld bereits angekündigt worden. Da die Luftwaffe jedoch traditionell Expertenberichte zur Fertigung von Papierschwalben einsetze, habe es keinen Handlungsbedarf außerhalb des…“

„… seien wegen Lieferschwierigkeiten nur minderwertige chinesische Teile in der Ortungseinheit verbaut worden. Beim Überfliegen von Wasserflächen bestehe folglich die Gefahr, vom Radar zu…“

„… sei es zwar technisch machbar, sich über das militärische Flugverbot für die niedrige Leistungsklasse des MH90 hinwegzusetzen, aber aus strömungsdynamischen Gründen nicht ratsam. Von der Leyen sei jedoch gewohnt, sich über sämtlichen Empfehlungen von Personen, die etwas im Gegensatz zu ihr professionell betrieben…“

„… einen Obergefreiten im Amphetaminrausch mit dem berüchtigten Besenstiel krankenhausreif geprügelt habe. Der Wehrbeauftragte habe dies als positive Nachricht gewertet, da es offensichtlich noch Waffensysteme gebe, mit denen die Ausschaltung eines Gegners erfolgreich…“

„… das deutsche Drohnenprojekt noch nicht aufgegeben worden sei. Zwar habe sich der Fachleiter verkalkuliert, wenn drei Tonnen Munition mit einem Ultraleichtflieger angehoben werden sollten, die Abteilung sei jedoch über das moderne, zeitlose Design sehr…“

„… den Helikopter mit handelsüblichen Navigationsgeräten nachzurüsten, die schon für 199 Euro im Versandhandel erhältlich seien. Von der Leyen habe den Vorschlag abgelehnt, da er nicht aus dem Verteidigungsministerium, sondern…“

„… die Neuentwicklung der Schutzweste bereits abgeschlossen sei, was auf eine vorausschauende Amtsführung Georg Lebers…“

„… die DE-Drohne nicht bei Luftfeuchtigkeit über fünf Prozent aufsteigen lassen könne. Der Mehrkomponentenkleber, mit dem das Leitwerk am Rumpf befestigt sei, habe sich bereits in der Testphase als Schwachstelle der gesamten Baureihe…“

„… der Einbau eines herkömmlichen Navigationsgeräts befürworte, wenn es beispielsweise bei Auslandseinsätzen eine genauere Anweisung des Flugziels…“

„… versehentlich auf den Einbau von Protektoren verzichtet wurde, um den Preisrahmen der Schutzwesten um nicht mehr als 50.000 Prozent…“

„… das Nachtsichtgerät nicht an die kurdischen Kombattanten ausgeliefert worden sei. Für den internen Dienstgebrauch zu Manöver- und Spielzwecken empfehle der Fachdienst die rasche Entwicklung eines Kombi-Pakets aus Taschenlampe und…“

„… habe de Maizière offenbar nur deshalb eine fluguntaugliche Boden-Luft-Rakete in Auftrag gegeben, um zu sehen, ob die Entwicklung innerhalb der geforderten zwanzig Jahre…“

„… zu einem Zwischenfall gekommen sei, als der Ministerialdirigent sein eigenes Navigationsgerät in den MH90 habe einbauen wollen. Trotz eines reibungslos verlaufenen Testflugs sei der Pilot beim Einparken des Helis nur den Anweisungen der elektronischen Anzeige gefolgt und habe versehentlich den Tragflügler mitten in die Spree…“

„… dass sich die Schutzweste dafür sehr angenehm tragen lasse. Besonders sei aufgefallen, dass sie wegen ihrer fehlenden Verschlüsse eine besonders figurfreundliche…“

„… beim NATO-Manöver mehrere Unfälle produziert habe. So sei das Nachtsichtgerät zwar bereits in der Kaserne ausgefallen, die mitgelieferten Taschenlampen seien jedoch für die Scharfschützen der feindlichen Streitkräfte ein hervorragendes…“

„… zu Beschwerden aus der Rüstungsindustrie komme. Bisherige Verteidigungsminister hätten sich wenigstens zeitnah bei Lieferverzug oder technischen Mängeln beschwert, von der Leyen benötige jedoch bei jedem Anlass eine Schulung von mehr als anderthalb…“

„… einen Teil des Wehretats wieder in die Zonenrandförderung fließen zu lassen, da dies eine bessere Investition in den Schutz grenznaher…“

„… zwar noch nicht zu einer generellen Verkleinerung der Truppe kommen müsse, das angekündigte Weißbuch jedoch mit dem Untertitel Schwerter zu Flügschäden…“

„… das Flugverbot von MH90 mit der Order begründet habe, beim Aufsteigen des Geräts könnten wichtige Komponenten ins Meer fallen, die wegen der schwierigen Ersatzteillieferungen nicht mehr…“

„… erst im Atlantik aufgefallen sei, dass die deutsche U-Boot-Flotte zur Renovierung mit umweltfreundlichen Lacken auf Wasserbasis…“

„… der Friedensnobelpreis in greifbare Nähe gerückt sei. Mit der Ernennung von der Leyens habe die Kanzlerin den entscheidenden Schritt getan, der Welt deutlich zu machen, dass von Deutschland nie wieder eine militärische…“





Stielkritik

19 02 2015

„Ja, zwanzig Watt. Also maximal. Wenn wir schon Leuchtstoffröhren als Lichtschwerter verwenden, dann muss man auch sehen, dass wir von der Bundeswehr sind.

Solange wir den Mist hier in Deutschland verwenden, ist das eh total wumpe. Drei Viertel der Nachtsichtgeräte sind nicht einsatzbereit oder gleich ganz futsch. Ob wir da mit fünfundzwanzig Watt auftauchen oder mit vierzig, das kümmert keinen großen Geist. Wir werden vom Feind nicht gesehen. Vom Freund zwar auch nicht, aber hey, wir sind in Deutschland nicht im Kampfeinsatz. Noch nicht.

Gut, nächster Punkt. Kampfmittelräumung. Wir hatten ausgemacht, dass unsere Fachkräfte bei den Übungsminen immer ‚Uii-uii-uii-uii‘ rufen, oder? Naja, vergessen Sie’s. Es gab da eine kleine Panne. Wir hatten nicht genug Geld, deshalb wurden die Kisten mit der Manövermunition nicht korrekt beschriftet. Wir haben zwar noch Minen, aber wir wissen nicht mehr, welche die richtigen sind. Klar, wir könnten das ausprobieren. Aber wer macht das hinterher wieder weg?

Die Kistenbeschriftung wird bei Paderborn erledigt, das ist immer so gewesen. Panzerbataillon. Als wir die Munition in den Heli eingeladen hatten, fiel dem Standortkommandanten auf, dass er nicht getankt hatte. Also jetzt der Heli, nicht der Standortkommandant, der ist nämlich meistens – unterbrechen Sie mich nicht, es geht um unsere nationale Sicherheit – und dann haben wir alles wieder ausladen lassen und in einen anderen, und das dreißig Mal, aber die waren alle nicht betankt. Ist ja auch kein Wunder. Ich meine, flugunfähige Hubschrauber, wozu muss man die denn betanken?

Vielleicht hätte man den Transport auch auf dem Landweg fortsetzen können, in der Bundesrepublik sind ja derzeit keine größeren Hindernisse bekannt. Das gepanzerte Transport-Kraftfahrzeug Boxer kam uns da sehr gelegen. Vor allem, weil nicht alle in Afghanistan im Einsatz sind. Ein paar stehen auch hier herum. Die sind allerdings alle nicht bewaffnet. Vermutlich handelt es sich dabei um eine spezielle Maßnahme zur Friedenssicherung, weil man mit denen nicht mehr schießen kann, ich weiß auch nicht so recht. Auf jeden Fall ging das Ausladen der Munitionskisten sehr schnell und reibungslos. Wir sind eine starke Truppe, und wenn wir erst mal anfangen, Deutschland zu dienen…

Sie dürfen nicht alles ernst nehmen, was diese linke Presse so schreibt. Das mit den Waffenrohren war ein absoluter Ausnahmefall. Kam so auch in den vergangenen Jahrzehnten noch nicht vor. Gut, ein bisschen Improvisation muss natürlich erlaubt sein, das ist als Kriegslist wohl erlaubt. Oder würden Sie im Verteidigungsfall warten, bis die Verteidigungsministerin einen Schuss hört? Eben.

Das kam ja eher zufällig. Einer von diesen Besen stand so im Ministerium vor sich hin, und was der Abteilungsleiter da gemacht hat, keine Ahnung, aber es ging schon ein paar Wochen lang das Gerücht herum, dass die Ministerin darauf jeden Morgen zur Arbeit – ein Gerücht, ich kann das an dieser Stelle nur noch einmal betonen! – und dann gab’s halt keine Manöver-, sondern Stielkritik. Das fand ich jetzt ehrlicherweise auch schon ein wenig übertrieben. MacGyver wäre jedenfalls stolz gewesen!

Ja, das nennt man jetzt bei uns dynamisches Verfügbarkeitsmanagement. Drei plumpe Lügen in einem Wort. Das haben sie uns zwar irgendwie anders erklärt, und das war dann, warten Sie: wenn Sie wegen des Managements die meisten Sachen nicht mehr verfügbar haben, entfernen Sie sich dynamisch aus der Verantwortung. Aber dann kam ja die Münchener Waffenmesse, da galt das alles nicht mehr.

Wir verstehen hier immer noch nicht, dass dies Rohr überhaupt an dem Fahrzeug angebracht sein musste. Die Soldatinnen und Soldaten haben eine Waffenanlage simuliert, wo überhaupt keine hätte sein müssen. Diese Waffe war komplett überflüssig. Gut, wenn Sie nicht gerade bei der Bundeswehr sind, dann fällt Ihnen früher oder später auf, dass das auf alle Waffen zutrifft. Aber das war selbst für die Truppe fachlich etwas zu komplex. Wissen Sie, es kam echt zu intensiven Auseinandersetzungen innerhalb der Ministerialbeamten. Für die war das natürlich eine Stielvorlage.

Sie lachen, aber wenn wir immerzu Milliarden rauswerfen für irgendwelche Drohnen, die es gar nicht gibt, die dann aber nicht geliefert werden und trotzdem nicht funktionieren, aber das sollte so, damit unsere nordatlantischen Verbündeten das auch sagen können, dann müssen wir natürlich irgendwann zu drastischen Maßnahmen greifen. Das bleibt halt nicht aus, dass wir irgendwann die Luftdruckpistolen rausholen, weil die im Manöver immer so schön Päng-Päng machen. Wir müssen mit dem bisschen Geld zurechtkommen, das uns bleibt, und hoffen, dass die Rüstungskonzerne genug Kriege auf der Welt haben, damit wir denen nicht alles abkaufen müssen.

Gewöhnen Sie sich daran, die Bundeswehr ist eine Art Behelfsmittel zur Durchführung von Militäroperationen. Wir haben inzwischen genug Übung darin, uns ein paar jämmerliche Attrappen aus Sperrmüll zusammenzubasteln. Oder was, meinen Sie, war Guttenberg?“





Karate Kids

14 10 2014

„Iiiiiiiiaah! Ha! Haiiiiiiiiiii…“ „Herr…“ „… iiiaah! Taaa-ka! Haaaaaiah! Ka!“ „… Major!?“ „Iiiiiah?“ „Haben Sie irgendwas geraucht?“ „Nee, Wabschke. Alles wie sonst. Nur unser Training für den V-Fall, wir stellen jetzt ja um auf autarke Methoden.“

„Herr Major, ich will ja nicht uncharmant sein, aber finden Sie das nicht etwas daneben?“ „Das Aufwärmtraining?“ „Sie tragen Flecktarn bei der Achtsamkeitsübung.“ „Logisch. In dem Aufzug muss man ja aufpassen, dass man nicht entdeckt wird.“ „Also wir haben ja damals…“ „Sie, genau. Wabschke, das war Schülerjudo. Wir hingegen sind aufgerufen, unsere nordatlantischen Vaterländer zu verteidigen.“ „Mit südostpazifischen Methoden?“ „Besser als südostpazifistische, Wabschke.“ „Lassen Sie doch mal die Witzchen, Herr Major. Das ist doch alles scheiße.“ „Sagen Sie, Wabschke. Wir sind nun mal auf Sparmaßnahmen angewiesen, seitdem die Öffentlichkeit rausgekriegt hat, dass wir die ganze Kohle nicht mal ordentlich verplempern und trotzdem nichts gerissen kriegen.“ „Könnten Sie dann nicht wenigstens irgendeine Wunderwaffe aus dem Ärmel schütteln?“ „Ist doch für die Tonne, Wabschke. Ist doch alles für die Tonne!“ „War denn der Eurohawk so schlecht?“ „Mann, das Ding war doch auch nur die V2 mit Glitzerlack!“ „Oh, ich wusste ja nicht, dass…“ „Eben, Wabschke – eben! Haiiiiiiiiiiiaah! Ka-ka! Taah!“

„Und diese Luftballons, die sind dann auch nicht für die Jahresabschlussfeier?“ „Sind die oliv?“ „Nein, Herr Major.“ „Dann können Sie sich denken, wofür die sind.“ „Sie wollen die als Wolkenattrappe aufsteigen lassen?“ „An der türkischen Grenze. Oder in Afrika. Mal sehen, wo es sich ergibt.“ „Das ist doch Wahnsinn.“ „Wabschke, zügeln Sie mal Ihren Defätismus. Wir können hier keine großen Sprünge machen, solange diese Kratzfistel mit der Bauschaumperücke den Vorsitz führt.“ „Sie wollen Ursula von der Leyen aus ihrem Amt entfernen?“ „Nee, das kann sie besser. Wir erledigen dafür nur die Drecksarbeit.“

„Aber noch eins, Herr Major.“ „Wenn Sie dann endlich Ruhe geben, Wabschke…“ „Diese Dinger hier, diese blauen.“ „Was ist mit denen?“ „Diese, hm, Wasserpistolen.“ „Ja und? es sind ganz normale Wasserpistolen, Qualitätsarbeit aus Bangladesch, transparent, Füllstandsanzeige in der…“ „Herr Major, das ist doch nicht Ihr Ernst!?“ „Was denn sonst? Glauben Sie etwa, wir werfen eine halbe Million Euro für Wasserpistolen aus dem Fenster?“ „Eine halbe…“ „Wenn Sie das auf die erforderliche Stückzahl umrechnen, liegen Sie immer noch weit unter dem Ladenpreis.“ „Aber Sie können doch dies islamistische Terrornetzwerk nicht mit Wasser…“ „Sie sollten nicht vergessen, unsere Chefin ist Berufschristin, die kommt kostenlos an Weihwasser heran.“ „Das ist doch völlig wurst!“ „Sagen Sie das mal den Taliban, die werden bei dem Gedanken schon porös.“

„Herr Major, ich sehe mich gezwungen, Meldung über Ihre Vorgehensweisen zu machen!“ „Gute Idee, und grüßen Sie schön von mir.“ „Das ist offizielle Leitlinie?“ „Was dagegen?“ „Sie wollen mir doch nicht erzählen, dass Sie mit ein paar Karate Kids und Wasserpistolen den IS und die Ukraine wieder fest in deutsche Hand kriegen?“ „Meine Güte, nein! Das haben doch die anderen nordatlantischen Armeen längst gewusst.“ „Was macht Sie das so sicher?“ „Glauben Sie, Wabschke, bei einer Truppenstärke nach Eignung hätten die Deutschland so ungestört größer werden lassen?“

„Jetzt mal ganz praktisch gesehen: wie sollen wir uns mit dem Krempel verteidigen?“ „Ist mir doch egal.“ „Aber Sie müssen die Wehrfähigkeit der Armee doch…“ „Ich muss gar nichts. Die Alte bestellt ihre Generäle ein, und die sagen ihr, dass sie besser die Klappe hält.“ „Und dann?“ „Woher soll ich das wissen?“ „Aber Sie müssen die Wehrfähigkeit…“ „Wabschke!“ „Ach so, ja. ’tschuldigung, Herr Major.“

„Übrigens, die hier haben wir auch noch.“ „Das sind doch…“ „Richtig. Aber die waren auch nicht so sehr viel teurer als die Wasserpistolen.“ „Herr Major, ich will nichts sagen…“ „Was denn?“ „… aber das hier grenzt an Vaterlandsverrat.“ „Also Wabschke, das ist doch…“ „Vaterlandsverrat!“ „… jetzt etwas…“ „Jawohl, Vaterlandsverrat!“ „… übertrieben, finden Sie nicht auch?“ „Revolver mit Knallplätzchen – sind Sie eigentlich noch ganz bei Trost!?“ „Meine Güte, es geht hier doch um die psychologische Kriegführung, da braucht man ein differenziertes Instrumentarium, das auch…“ „Herr Major, diese Knallplätzchen sind nicht einmal biologisch abbaubar!“ „Das ist doch… das kann ja gar nicht…“ „Wenn das die Frau Bundeskanzlerin erfährt!“ „Wabschke, Sie haben doch echt ein Rad ab.“ „Wieso?“ „Wer sollte ihr das denn sagen? abgesehen von mir selbst?“ „Und wenn ich ihr das sage?“ „Wabschke, lassen Sie mal gut sein.“ „Aber wir müssen doch die Landesverteidigung, wir müssen – und die Schützenpanzer?“ „Sind gerade beim Auspuffspezialisten. Preiswert und gut – und alles aus dem Bildungshaushalt.“ „Aber die Hubschrauber, die sind doch…“ „Uschi repariert, Uschi tauscht aus.“ „Meine Nerven! Herr Major, die Aufklärungsdrohnen!“ „Herr de Maizière hatte gesagt, dass die bis Ende 2013 Starterlaubnis kriegen.“ „Und unsere Landesverteidigung?“ „Das ist unsere Landesverteidigung, Wabschke. Oder haben Sie eine bessere Idee?“ „Haiiiiiiiiiiiaah! Taaa-ka! Ka! Haaaaaiiiah! Rrrra!“