Rechts, zwo, drei, vier

18 10 2018

„Jetzt kommen Sie mal wieder runter! Die Zahlen muss man doch auch richtig einordnen, oder wollen Sie hier wieder nur Hysterie verbreiten? Diese zweihundert Nazis, das war in den letzten zehn Jahren. Wir sind die Bundeswehr, nicht der Verfassungsschutz.

Warum wollen Sie unbedingt, dass wir ein Nazi-Problem haben? Wenn wir das jetzt öffentlich zugeben, dann sind wir doch erst recht attraktiv für Nazis, oder glauben Sie, die gehen nur in Verbände, die sie für Volk und Vaterland erobern können? Wir können doch nicht auch noch Köder auslegen, wenn wir eine anständige Armee aufbauen wollen, oder was stellen Sie sich unter der Bundeswehr vor?

Ja, auf der anderen Seite ist es schon so, dass wir einen gewissen Nachwuchsbedarf haben, und wir können den nicht einfach durch Zuwanderung befriedigen. Dann muss man sich auch mal zu einem Kompromiss durchringen und Bürger mit Besorgnishintergrund für die Verteidigung des Vaterlandes rekrutieren. Ab und zu haben wir ja auch normale Bewerber, und die dürfen wir auch nicht verprellen. Vielleicht besteht bei denen auch ein gewisser Entwicklungsbedarf, das kann man vorher nie wissen.

Natürlich ist das schon etwas kompliziert, wenn unsere Leute überhaupt noch kein Vorwissen mitbringen. Sie müssen zum Beispiel jemanden, der schon über eine gewisse Erfahrung im Umgang mit Schusswaffen verfügt, nicht mehr unbedingt ins Anfängertraining schicken. Dem können Sie auch so ein G36 in die Hand drücken, und dann wissen Sie: da passiert nicht. Wenn Sie schon mal ein G36 in der Hand gehabt haben, dann wissen Sie auch, dass da wirklich nicht viel passiert.

Wir haben deshalb auch diese Nummer mit dem Moorbrand durchgezogen. Das war in Wirklichkeit ein pazifistisches Propagandamanöver – jeder, der das gesehen hat, muss doch jetzt davon ausgehen, dass die Truppe zu blöd ist, um ein Loch in den Schnee zu pinkeln. Oder meinen Sie jetzt, dass das gerade attraktiv wirkt auf nationale Bürger, die sich als Feuerwehrleute beweisen wollen? Das kann ich mir jetzt ja so gar nicht vorstellen. Die Nazis gehen ja auch nicht zur SPD, Sarrazin mal ausgenommen, die gehen gleich zu ihrer Partei. Also müssen wir als Bundeswehr zeigen, wir sind einsatzbereit, zwar momentan und für länger nicht unbedingt, aber wir merken uns das, und wenn wir irgendwann wieder am Ruder sind, dann erinnern wir uns.

Das können die auch? Ja, mag sein. Jedenfalls sind wir als Konservative durchaus in einer guten Traditionslinie und werden und von denen nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Meine Güte, dann meckern Sie halt, weil Sie keine Rommel-Kaserne wollen, aber wenn sogar ein abgehalfterter CDU-Clown den als Vorlage nehmen kann, dann muss man doch auf die Befindlichkeit der demokratisch gewählten, nein: der demokratisch wählenden, wieder daneben: auf die Befindlichkeit derer, die in einer Demokratie irgendwas Wählenden, auf die muss man Rücksicht nehmen. Sonst wählen die am Ende nie wieder.

Gut, wie es jetzt aussieht – es könnte das Ende sein, und dann wählen die tatsächlich nie wieder, aber so weit sind wir noch nicht. Es würde ihnen möglicherweise sehr entgegenkommen, wir leben ja auch in einer Dienstleistungsgesellschaft, aber man muss es ja nicht übertreiben. Wir gehen hier mit demokratischem Vorbild voran, alle Verdachtsfälle werden von uns selbstverständlich als unschuldig angesehen. Man kann doch jemandem nicht eine Handgranate in die Hand drücken, nur weil man ihn für einen Nazi hält. Oder weil ihm schon mal eine abhanden gekommen ist.

Die Gefahr ist doch, dass sich der Militärische Abschirmdienst in unsere Angelegenheiten mischt. Wir müssen dies auch als Repräsentanten der deutschen Gesellschaft scharf kritisieren. Diese Gesellschaft macht nun mal gerade einen starken Rechtsruck durch, und wir sehen uns als eine Wehrmacht, Bundeswehr wollte ich sagen, Bundeswehr natürlich, die sich als Abbild der Deutschen sieht. Das können Sie uns nicht auch noch zum Vorwurf machen, dass wir uns auch ein bisschen sozial engagieren. Und mal ehrlich, wenn wir an den Ernstfall denken, der ja schneller kommt als erwartet, wollen Sie da mit der Strichliste die Front abfahren und abhaken, wer den Hitlergruß gezeigt hat? Also wenn wir unsere Wehrfähigkeit erhalten, so jedenfalls nicht.

Und jetzt kommen Sie mir nicht mit der Dunkelziffer. Die können Sie nicht beweisen, also müssen wir uns über die auch nicht unterhalten. Oder wollen Sie jetzt jeden, der aus einer rechten Organisation kommt, in die Armee aufgenommen wird und unsere integrativen Kräfte auf sich wirken lässt, wollen Sie jetzt jeden als potenziellen Nazi behandeln und wieder rausschmeißen? Wollen Sie auf die Art die nationale Volkswehr desavouieren?

Nee, das können Sie vergessen. Kommen Sie wieder, wenn Sie Beweise haben, sonst passiert hier gar nichts. Wir sind schließlich in Deutschland, da hat alles seine Ordnung. Und wenn Sie der Ansicht sind, Sie müssten sich über uns beschweren, gehen Sie gerne zum Verfassungsschutz.“

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Karnevalsuniform

28 02 2018

„… die Ausrüstung der Soldaten bemängelt habe. So sei nicht einmal eine ausreichende Anzahl an Schutzwesten für die ganze…“

„… der Mangel an Zelten nicht als gravierend wahrgenommen werde. Die Einheimischen seien vor allem bei Einsätzen in afrikanischen Ländern sehr gastfreundlich und würden die Truppe mit…“

„… der materielle Notstand parallel gesehen werden müsse zum akuten Personalmangel der Bundeswehr. Daher sei es nicht erheblich, weil zu fehlenden Ausrüstungsgegenständen auch die…“

„… eigene Schutzausrüstung von ihren Familien gesandt bekämen. Diese sei jedoch nicht für den offiziellen Gebrauch geeignet, da sie in einzelnen Teilen farblich nicht mit dem…“

„… die Marine gegenwärtig statt der geplanten 15 Fregatten nur neun Schiffe dieses Typs habe. Wenn die Einsätze in Afghanistan weiterhin wie geplant abliefen, könne man daher auf die Marine verzichten und nur den…“

„… vorrangig zu enormen Kostensteigerungen gekommen sei, da die Bundeswehrhelikopter durch die Pannenhelfer des ADAC hätten gerettet werden müssen. Für die Auslandseinsätze habe von der Leyen keinen Mengenrabatt ausgehandelt, so dass sich die Forderungen inzwischen auf mehr als…“

„… Karnevalsuniformen nicht geduldet würden. Diese seien zwar gute deutsche Tradition, hätten aber militärische keinen ausreichenden…“

„… zahlreiche Talente rekrutiert worden seien. Die Helikopter seien unter fachkundiger Anleitung kurdischer Mechaniker wieder in einen flugfähigen Zustand versetzt worden, man wolle diese Kräfte zur Behebung des Kompetenzmangels auch nach Somalia und nach…“

„… beispielsweise nach Afghanistan geschickt. Da zeitgleich abgelehnte Asylbewerber in das Land abgeschoben würden, könne man auch mit einer leichten Schutzausrüstung, Freizeithemden oder den beliebten kurzen Hosen für die…“

„… vereinzelt Workshops angeboten würden, wie sich die Armeeangehörigen aus lokal organisierten Materialien eine eigene Ausrüstung erstellen könnten. Dies sei zwar vom Ministerium nicht angeregt worden, könne aber angesichts der aktuellen Situation sehr…“

„… den Soldatinnen und Soldaten, die keine ausreichende Ausrüstung bekommen hätten, eine Entschädigung zahlen wolle. Dies sei auch eine kostengünstige Alternative zum bisherigen…“

„… Sicherheitstipps von der Bevölkerung annähmen. Die Truppe sei in sehr regem Kontakt mit den Afghanen und kenne inzwischen zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten für Splitterschutz, Helme, Stiefel und…“

„… keine modische Winterkleidung gefragt sei. Das aktuelle kik-Sortiment könne man daher auch mit Mitteln des Bundesministeriums für…“

„… nicht zutreffend sei, dass Flugverbote für Tornados durch die Verwendung von Biodiesel…“

„… zunächst um die Bewaffnung gehen müsse. Die Truppe verfüge auch über nicht hinreichend funktionsfähige Gewehre, diese müssten jedoch vorrangig für die Bündnisverpflichtungen im Rahmen der internationalen…“

„… die Tornados zunächst auf dem Fliegerhorst Jagel zwischengelagert würden. Hier könne mit den Maschinen eine zusätzliche Einnahmequelle generiert werden, die Flugunfähigkeit der Tornados garantiere zudem eine absolute Unfallfreiheit für sämtliche…“

„… Flugstunden für die Ausbildung fehlten. Diese seien noch von der Bundeswehrreform des damaligen Ministers Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu Guttenberg als mittelbar friedenssichernde Maßnahme des deutschen…“

„… die Armee wie ein privatwirtschaftliches Unternehmen führen müsse. Da allerdings noch keine legale Form gefunden worden sei, Gewinne zu erwirtschaften, müsse man den anderen Weg der ökonomischen Stabilisierung über Kredite, Anleihen oder eine wertpapiergestützte…“

„… habe man nur deshalb Biodiesel in das für Flugzeuge bestimmte Kerosin mischen müssen, da die Verbindlichkeiten beim ADAC noch immer…“

„… die Deutsche Bundeswehr AG erst in mehreren Jahren an die Börse gehen könne. Vorerst werde sich der Konzern, zu dessen Leitung sich Mehdorn kurzfristig…“

„… aber Sponsoringverträge mit mehreren namhaften Herstellern nicht ausschließe. So könne eine eventbetonte Bundeswehr unter der Leitung verdienter Reservisten eine ganz neue Qualität der nationalen…“

„… wenigstens im Innendienst das Tragen von Privatkleidung erlaubt sein müsse. Dies schone die Ausrüstung und sei betriebswirtschaftlich sehr…“

„… aus der Not eine Tugend machen könne. Die stillgelegten Tornados wolle von der Leyen in der nordafrikanischen Flugverbotszone stationieren, wo es auf Feinstaubemissionen auch nicht mehr ankomme und die reine Präsenz der Truppe mehr bedeute als ein militärisch…“

„… nicht gleichbedeutend mit einer Sportarmee sei. Man könne auch in Zukunft der Truppe nicht als Kriegsdienstverweigerer angehören, da dies ein die Fürsorgepflicht als Arbeitgeber für alle…“

„… verkaufe Deutschland so viele Waffen in Krisengebiete, dass für eine ordentliche Ausstattung der eigenen Truppe nicht mehr…“





Erlebnisorientierte Jugendliche

15 01 2018

„… als Kindersoldaten angesehen würden. Dabei habe die Bundeswehr aus guten Gründen minderjährige Rekruten eingesetzt, die zur Stärkung der Truppe im…“

„… achtmal so viele Soldatinnen und Soldaten unter 18 eingesetzt habe. Diese sollten vor allem den statistischen Altersschnitt hin zum…“

„… aber nicht korrekt sei, dass von der Leyen mit dem Beginn ihres Ministerinnenamts die Truppenstärke ausschließlich durch eigene Geburten wieder zu…“

„… die Geburtenrate innerhalb der Kasernen stärke. Dazu müsse das Personal möglichst jung sein und sich langfristig für einen Verbleib im…“

„… die Bundesrepublik ihrer besonderen Verantwortung gegenüber den Entwicklungsländern gerecht werden müsse. Armeen, in denen der Einsatz von Kindersoldaten normal sei, müssten durch eine kompetente und vorbildliche Leitung nach deutschem Muster schnell im internationalen Vergleich eine führende…“

„… sei die Einrichtung von Betriebskitas an den Bundeswehrstandorten von der Verteidigungsministerin seinerzeit aus ganz anderen Motiven in die…“

„… streng auf die Einhaltung von Schießzeiten geachtet werde. So dürften minderjährige Rekruten werktags nach achtzehn Uhr nicht mehr mit…“

„… zum Beispiel an Übungsmunition gedacht habe. Zusätzlich habe man an Handgranaten eine spezielle Kindersicherung gedacht, die erst ab dem vollendeten achtzehnten…“

„… seien sich die meiste volljährigen Soldaten ebenso wenig im Klaren über die Risiken und Konsequenzen des…“

„… noch nicht in der Lage gewesen seien, durch eine Teilnahme an den Wahlen zum Deutschen Bundestag für eine verfassungsfeindliche Partei zu stimmen. Die minderjährigen Rekruten seien damit besser geeignet, als Staatsbürger in Uniform dem demokratischen…“

„… ihr Leibgericht bekämen. Zwar sei die Lagerung und Zubereitung von Pizza in der Feldküche nicht unbedingt reibungsfrei zu bewerkstelligen, doch arbeite man unter Hochdruck mit allen zuständigen…“

„… dass in Schießsportvereinen bereits ab dem vollendeten zehnten Lebensjahr an der Pistole ausgebildet werde. Zwar wolle das Bundesverteidigungsministerium daraus noch keine Prognosen für eine Entwicklung innerhalb der nächsten…“

„… grundsätzlich nicht auf Auslandsmissionen eingesetzt würden. Die Gefahr sei zu hoch, dass die Jugendlichen etwa durch Komasaufen vor Ort ein ungünstiges Bild von der…“

„… Arbeitsschutz groß geschrieben werde. So plane man vorerst weder Kriegseinsätze an den Wochenenden noch einen…“

„… ihr Kinderzimmer ordentlich aufgeräumt hätten. Die Grundausbildung sei bei den Eltern der Rekruten außerordentlich positiv…“

„… aber ihr Smartphone im Manöver nicht mitführen dürften. Es werde den Rekruten zeitnah nach Ausbildungsbeginn vermittelt, dass sie auch bei Kampfeinsätzen weder ein ausreichendes Netz noch die Möglichkeit, sich mit Onlinespielen oder WhatsApp…“

„… nicht daran liege, dass die Bundeswehr nur über unzureichendes technisches Material verfüge. Die Jugendlichen sollten auch durch Schulungen an unbemannten Flugkörpern für Verteidigungsfälle in der Zukunft…“

„… ein Mindestalter eingehalten werde. Die Soldaten müssten auf jeden Fall in der Lage sein, ihren Namen selbstständig zu schreiben, zumindest theoretisch, falls dies auf Grund fehlender Bildung oder einer…“

„… als Sportförderung verstanden werden könne, die schließlich auch im frühen Kindesalter einsetze. Von der Leyen habe außerdem angeregt, dass jeder Bundeswehrangehörige zwischen acht und achtzehn zwei Stunden Instrumentalunterricht pro…“

„… nicht im Widerspruch stehe zur Tatsache, dass Minderjährige einen Erziehungsberechtigten für jede Entscheidung bräuchten. Als Angehörige der Bundeswehr seien diese Personen ohnehin nicht in der Lage, eigenständige…“

„… es mehr erlebnisorientierte Jugendliche als junge Erwachsene gebe, so dass sich die Altersstruktur der Rekruten auf ganz natürliche…“

„… als deeskalierende Maßnahme gegenüber der russischen Führung gedacht sei. Da bekannt sei, dass die Soldaten der Roten Armee nie auf Kinder schössen, würden die internationalen Beziehungen voraussichtlich noch sehr viel…“

„… den unsachgemäßen Umgang mit Waffen und Munition gewohnt sei. Dennoch sei die Beschäftigung von Bundeswehrangehörigen, die nur nach dem Jugendstrafrecht…“

„… bei einer zu erwartenden Häufung von Betriebsunfällen gesichert sei, dass die Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb eine große Anzahl an Lehrstellen für mehr als…“

„… um ein großes Missverständnis gehandelt habe. Die Bundeswehr habe ursprünglich nur eine Senkung der Einstellungsvoraussetzung gefordert, nicht aber einen vollständigen…“





Gefühle der Verbundenheit

19 09 2017

„Wir leugnen ja gar nicht, dass es diese Netzwerke gibt. Das sind Rechtsradikale, in der Presse sagen sie auch oft, das seien Neonazis, wenn Sie mich fragen, mit dem Begriff können wir leben. Ist ja im Kern nicht wirklich etwas anderes. Und mal ganz ehrlich, wenn sich Reservisten in ihrer Freizeit noch ein bisschen politisch engagieren, ist das nicht auch ein Zeichen von Volksnähe?

Jedenfalls können Sie nicht behaupten, die seien irgendwie abgehoben wie damals die RAF. Die hatten überhaupt keine Verbindung mehr zum Volk, deshalb konnten sie deren Sorgen und Nöte auch gar nicht mehr nachvollziehen. Beim NSU war das freilich ganz anders, aber das ist ja nun leider nicht mehr, da müssen wir wieder auf uns selbst aufpassen. Und da setzt unsere Sicherheitspolitik jetzt an, dass wir gegen diesen unseligen Spartrend der vergangenen Jahre anarbeiten, gegen diese Stellenstreichungen, gegen Videoüberwachung und Bindung der Kräfte in sinnlosen Beobachtungen. Sicherheit gibt es nur, wenn die rechten Leute sich dafür einsetzen.

Wenn wir Arbeitsplätze schaffen wollen, dann müssen wir einfach für die passenden Rahmenbedingungen sorgen. Als Polizist fühlt man sich heutzutage ja so leicht diskriminiert – überall Linke und Demokraten, da braucht man schon ein bisschen Sicherheit, dass wenigstens im Jobumfeld ein einigermaßen rechtes Biotop vorhanden ist. Die nationalistische Gesinnung, vernünftiger Umgang mit Staatsanwälten und Richtern verfolgten Tätern aus völkischer Notwehr, das macht viel aus. Da ist man froh, wenn sich ein paar von den Kameraden als Stabilitätsanker zur Verfügung stellen.

Wir haben da bei der Wehrmacht – heute heißt der Laden ja Bundeswehr, aber die Erfahrungen sind dieselben. Jedenfalls klappt die Integration wesentlich besser, wenn man ein paar Personen an den Schlüsselstellen positioniert. Da weiß man dann beim Erstkontakt am Standort sofort, hier ist man richtig. Du siehst eine Reichskriegsflagge, das gute alte Hakenkreuz, da kommen spontan Gefühle der Verbundenheit auf, mit denen man sich in der Truppe wohlfühlt. Es sind manchmal die kleinen Dinge, verstehen Sie – da hat einer aus Versehen den Stahlhelm zu Hause liegen lassen, und dann hilft man sich eben.

Wenn sich jetzt Rechtsanwälte in diese national engagierten Kreise einklinken, dann ist das für uns durchaus positiv zu sehen. Sie kriegen doch kaum noch einen vernünftigen Strafverteidiger, wenn Sie als Polizeibeamter mal aus Heimatliebe so einen Asylantenschuppen anzünden mussten. Manchmal passiert das schon aus Fahrlässigkeit, aber auf jeden Fall sollte man den Tätern immer eine Chance geben. Oder noch eine. Denn wenn die Gesellschaft es nicht mehr hinkriegt, diese Menschen vor dem Zugriff volksverräterischer Kräfte zu schützen, wer macht das denn dann? Hier müssen wir ansetzen, dafür sollte sich die Politik viel mehr interessieren. Aber das macht die AfD ja demnächst.

Aber um noch mal auf die Personalausstattung der Sicherheitskräfte zurückzukommen, wir haben so viele Personen schon in den Asylantenläden, die ein menschenunwürdiges Arbeitsumfeld erdulden müssen. Da sind ja manche schon, die sagen zu ihren Vorgesetzten, ob man sie nicht wegen guter Führung auch nach Afghanistan abschieben könne, da sei es besser als in diesem Restdeutschland. Lauter kriminelle Ausländer, man hat als deutscher Mann schon Angst, dass die einen vergewaltigen, weil sie ihre Frauen da am Hindukusch gelassen haben zum Kopftuchmädchen machen. Die sind größtenteils einschlägig ausgebildet, manche noch ohne Einblick in den Justizvollzug, aber die meisten sind doch sehr anständige Landsleute, die eine Chance mehr verdient haben als die anderen. Da haben wir den Praxisbezug, die meisten haben Familie und könnten nicht mal eben mit der Truppe in den Busch fahren, und da bietet sich die Polizei wirklich an. Wir müssen da einfach nur wollen.

Vor allem frage ich Sie, wenn diese Leute sich jetzt schon eine Qualifikation nach der anderen draufschaffen, Schießen und Überlebenstraining, das braucht man ja, sobald hier der Bürgerkrieg endlich ausbricht, da haben wir quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Über die Kosten muss man reden können, aber sehen Sie es mal so: wenn wieder ein internationaler Gipfel in einer deutschen Metropole stattfinden sollte, dann sind wir gegen das linke Pack bestens gerüstet. Wenn Sie die Leute alle in Bürgerwehren schieben, können Sie die nur auf kommunaler Ebene nutzen.

Etwas Schwund gibt’s halt immer, der eine steigt aus, der andere tarnt sich als Flüchtling und besorgt sich Sprengsätze, aber sehen wir die Sache doch mal pragmatisch: die Waffen, die hier aus den Kasernen verschwinden, die werden definitiv nicht in Drittweltländer verschoben, Deutschland gilt noch nicht als Krisengebiet, und für jeden Musel, dem wir hier die Birne wegpusten, kommen zehn andere gar nicht erst. Das ist volkswirtschaftlich gut angelegtes Geld, mal ganz davon abgesehen, dass keine Waffe ohne Munition schießt – ein astreiner Vertriebskanal, wenn Sie mich fragen. Wie gesagt, wir sichern nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch unser Heimatland. Meinen Sie, das täte jemand anderes für uns?“





Rechtsum

30 05 2017

„… die Entnazifizierung der Truppe zur Chefsache erklärt habe. Von der Leyen werde ab sofort konsequent für eine Armee ohne rechtes…“

„… Kasernen umbenannt werden müssten, wenn sie nicht an das neue Leitbild der Bundeswehr…“

„… beispielsweise schon in der Grundausbildung darauf hinweisen wolle, dass das Deutsche Reich nicht mehr…“

„… halte das militärische Umfeld für sehr anfällig. Die Bundesverteidigungsministerin setze jetzt darauf, dass jeweils montags und mittwochs in einem Stuhlkreis die Einstellung der einzelnen Soldatinnen und Soldaten ausführlich und unter besonderer Berücksichtigung der Achtsamkeit…“

„… Hakenkreuze in den Schaft eines Sturmgewehrs eingeritzt hätten. Nach Ansicht des Bundesministeriums könne Beschäftigungstherapie ein lohnenswerter Ansatz zur Schonung des Materials eine wesentliche…“

„… da Es braust unser Panzer im Sturmwind dahin zwar historisch wie wehrtechnisch nicht als Liedmaterial einer parlamentarischen Armee…“

„… andererseits auch weiterhin Rekruten mit schweren Bildungsdefiziten aufnehmen wolle. Bei quasi analphabetischen Soldaten sei die Gefahr erheblich geringer, dass sie durch rechtsradikale Schriften in eine nicht vorhersehbare…“

„… über eine neue Uniformfarbe nachgedacht werden müsse. So könne ein pinkfarbener Flecktarn viel zur Entspannung der…“

„… sich aber Wap-bap ba-da-di-da-da schon aus artikulatorischen Erwägungen nur für eine nüchterne…“

„… eine kostenfreie Kinderbetreuung auch bei Auslandseinsätzen keine Frage der Finanzierung sein dürfe. In einem behüteten Umfeld sei die familiäre Unterstützung ein maßgeblicher Faktor für die…“

„… sprächen mehrere ranghohe Offiziere im Zusammenhang mit den politischen Säuberungen in der Truppe bereits von einer Entrechtung des…“

„… setze von der Leyen bei ihrer Aufgabe auf den kameradschaftlichen Zusammenhalt in der Armee, um in einer gemeinsamen Anstrengung die letzten Reste einer undemokratischen Gesinnung aus dem…“

„… beschlossen habe, dass das Kommando Rechtsum ab sofort nicht mehr im…“

„… sei die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland von der gesamten Truppe mit allen Mitteln zu verteidigen, notfalls auch gegen Flüchtlinge, Linksfaschisten, Fatima Merkel und die …“

„… bekanntlich Vegetarier gewesen sei. Ein zwingend vorgeschriebener vegetarischer Tag in der Mannschaftsverpflegung müsse daher aus Gründen der politischen Korrektheit ab sofort…“

„… ein gemeinsam vollzogenes luftgestütztes Abmunitionieren nicht nur den Unteroffizieren das Rückzählen erspare, sondern auch die unerlaubte Weitergabe zur Anlage widerrechtlicher Depots im landschaftlich belassenen Bereich außerhalb der…“

„… inhumane Folterrituale umgehend abstellen wolle. So sei das Anhören mehrstündiger Monologe aus Mein Kampf für die Rekruten ein mit der Menschenwürde nicht zu…“

„… der Waldorf-Pädagogik zwar nicht generell ablehnend gegenüberstehe, sie aber wegen ihrer Nähe zur Rassenlehre nur für die höheren Dienstgrade…“

„… den Horizont der Soldaten erweitern sollten. Ein verpflichtender Besuch in İncirlik sei geeignet, das Wissen der Armeeangehörigen um diktatorische Systeme auch über den Nationalsozialismus hinaus zu…“

„… strikt abgelehnt worden sei. Das Heeresmusikkorps Ulm werde Ein bisschen Frieden nicht einmal auf Wunsch eines scheidenden Bundespräsidenten…“

„… zu überlegen, ob der Truppe eine demokratische Gesinnung nicht auch befohlen werden könne. Dies sei ein einfaches Verfahren, bei dem man Verweigerer schnell und ohne weitere Prüfung…“

„… nicht ausschließen könne, dass Nazi-Devotionalien nur als Schulungsmaterial in die Kaserne gekommen seien, um der Truppe zur Anschauung und zum Wiedererkennung in strittigen Fällen von…“

„… die Umbenennung in Kurt-Tucholsky-Kaserne für gänzlich falsch halte. Der aus Deutschland geflohene jüdische Staatsfeind und Hetzer hatte seinerzeit die Soldaten kollektiv als…“

„… müsse es bei einer weiterhin stabilen Westintegration erlaubt sein, zur Klärung der nationalen Identität die Russen als Feindbild des…“





Truppenbild mit Dame

15 05 2017

„Meine Güte, was erwarten denn Sie jetzt? dass wir Helene Fischer singen? Beim Nachtmarsch? Jetzt kommen Sie mal runter, das wird ja echt langsam paranoid hier! Nur weil sich da ein paar Rentner in der Tür geirrt haben, schaffen wir gleich das ganze Truppenliederbuch ab? Geht’s noch!?

Gut, wir wollen jetzt nicht unkooperativ sein, Sie machen auch nur Ihren Job, und wenn Sie die Verteidigungsministerin schickt, bleibt uns nichts anderes übrig, als Ihnen – da können Sie nicht rein, da ist abgeschlossen, also eigentlich müsste da jetzt abgeschlossen sein, das ist nur, gut, dann gehen Sie halt rein. Ist ja offen.

Die Flecken waren da immer schon, wir fanden das damals ganz dekorativ, schließlich kann man in einem Dienstgebäude der Bundeswehr nicht immer die Waffen, wenigstens nicht alle, und nicht jede Nacht, und die Schränke wären dann auch im Obergeschoss gewesen, und da haben wir sie dann an die Wand gehängt. Das ist natürlich gedeckt vom Traditionserlass, gucken Sie sich die Tapete mal genau an, die ist seit 1970 oder noch früher, gut, dann tapezieren wir das eben über. Das kann ja so schwer nicht sein. Jedenfalls haben wir hier alle Hakenkreuze zum Zielschießen schon mal durch – ach, nichts. Da waren ein paar Antifaschisten am Werk. Haben wir natürlich gleich entlassen, weil linke Extremisten, das geht ja gar nicht.

Es ist aber in den letzten Jahren schon sehr viel pazifistischer geworden. Wenn Sie zum Beispiel die aktuellen Uniformen, und dann das Mobiliar, die Beleuchtungskörper, wir heizen ja auch ökologisch verantwortlich mit nachhaltigen Rohstoffen, und wenn Sie mal hier die neuen Bodenbeläge – ja, das ist ein Waffenschrank. Aufmachen? Ach, was soll da schon groß drin sein. Wahrscheinlich Socken, oder vielleicht hat ein Rekrut auch Katzenbilder, die sind bei uns ja immer total beliebt, kennen Sie das, wo so ein Kätzchen mit einem Teddybären im… Kennen Sie also. Ja, die kann man aufmachen, aber man kann die auch zulassen, diese Schränke, die schließen bombenfest, wenn jetzt der Russe kommt, dann sind die absolut… –

Das ist nicht von der Wehrmacht, wir warten nur auf den Austausch gegen moderne Gewehre! Diese Sturmgewehre, die sind doch praktisch wertlos, wenn man einen Schuss bei Raumtemperatur oder vielleicht zwei abgeben will oder eventuell auch muss – keine verdächtigen und gefährlichen Gegenstände, das denken Sie nur, zumindest sind die nicht gefährlich für den Feind, und verdächtig schon gleich gar nicht. Die kennt man in Polen schon etwas länger.

Das ist nur unser Stockwerksignal, wenn es in der Messe Kekse gibt. Wir fanden das mit dem Panzerlied irgendwie passend, und da haben wir die Melodie eben – ja, das kann man jederzeit ersetzen. Das wird den Weltfrieden garantiert fördern, wenn wir hier historisch orientiert kultursensibel für die Inhalte unserer Kommunikationsinstrumente die – ich stelle das mal eben ab, Sie haben Recht, das hört sich scheiße an. Und dieser Ausschnitt aus der Sportpalastrede passt auch nicht so wirklich zum Weckdienst, das fällt mir jetzt auch erst auf.

Internet? Haben wir hier gar nicht. Schauen Sie, da wird man nur auf die schiefe Bahn gebracht, die vielen Bombenbauanleitungen von Anarchisten und anderen linken Spinnern, Abschusslisten, man kann froh sein, dass es noch einen Maifeiertag ohne Tote gibt, und offene Boykotthetze gegen den Staat und seine Organe. Das finde ich regelrecht skandalös. Ihnen ist hoffentlich klar, dass wir uns hier in einer wichtigen Schutzposition – Schutz, nicht Schuss, Sie müssen auch mal genau hinhören – für die Sicherheit des Staates nämlich, die hier in ganz besonderem, ich möchte sogar sagen: das ist auf gut Deutsch wirklich kriegsentscheidend, was wir hier machen.

Unsere Ahnengalerie. Rommel, Keitel, Jodl, Niebel, aber wir haben ja unter jedes Bild schon geschrieben, das sind böse Nazis, mit denen wollen wir nichts mehr zu tun haben. Nach Niebel zum Beispiel werden wir garantiert keine Kaserne benennen.

Das geht dann natürlich noch mal extra. Wenn hier Waffen gefunden werden, das lässt sich nie so ganz vermeiden, aber bei Munition, da verstehen wir keinen Spaß. Das wird den Tätern, und wir betrachten Angehörige der Bundeswehr immer als solchige, immer vorausgesetzt, es sind auch welche, dann wird das denen in voller Höhe vom Sold abgezogen. Da habe ich Rückendeckung von der Bundesverteidigungsministerin, die ihrerseits noch kein vollstes Vertrauen genießt, also zivil nicht als hirntot gilt, und da sind wir auch ganz hart. Da wird nicht zurückgewichen. Wir haben schon alle Schiffe vorläufig aus dem Verkehr gezogen, damit hier keiner meutert. Die Helikopter, das war eher so ein technisches Ding, da hatten wir auch keine mehr von der Wehrmacht im Hangar, aber wir haben alles gegeben. Sie werden hier keine Burka mehr finden, keinen bedauerlichen Einzelfall, wir haben nicht mal mehr Haselnussschokolade am Kiosk – was wollen Sie denn noch? Politische Säuberungen? Wir dienen Deutschland, aber von Demokratie war hier nie die Rede!“





Schöner Schießen

4 05 2017

„Sie müssen gewisse Abstriche machen. Wenn wir am Standort in Nordrhein-Westfalen drei vegane und zwei vegetarische Hauptgerichte anbieten, dann müssen Sie sich in Afghanistan mit einem begnügen. Nein, wir haben da nicht täglich Quinoa. Ja, Sie können sich gerne beim Wehrbeauftragten beschweren, das ist ein freies Land. Davon werden unsere Lunchpakete auch nicht glutenfrei.

Immerhin sind wir jetzt eine Berufsarmee, da sollten sich gewisse Dinge etwas anders gestalten. Sie werden professionell betreut, schließlich sind wir Sie nicht nach neun Monaten schon wieder los, und unsere gesamtgesellschaftliche Rolle hat sich grundlegend gewandelt. Uns ist man nach neun Monaten ja auch nicht mehr so einfach los. Wir verfolgen jetzt das Konzept Nachhaltigkeit, da kann man sehr zukunftsorientiert operieren, wenn man politische Unterstützung dafür findet.

Klar, die findet man nicht immer. Aber auf der anderen Seite ist die Truppe jetzt auch ein ganz normaler Arbeitgeber geworden, der für die meisten einen Job bietet, den sie auch nicht mehr loswerden wollen, warum auch immer. Da müssen Sie nicht mal nachhaltig und mit Zukunft oder irgendwie was machen, das passiert halt. Wie eigentlich das meiste bei der Bundeswehr.

Aber das heißt eben nicht, dass man es sich nicht auch nett machen könnte. Sie beschweren sich wegen der ständigen Autofahrten, weil Sie daheim bei Ihrer Familie sein wollen? Dabei haben wir die Nachtmärsche aus disziplinarischen Gründen schon längst abgeschafft. Wochenenddienste gibt es auch kaum noch, da kommen ja immer die guten Sachen im Fernsehen, und wenn Sie eventuell noch bei der Familienplanung sind, in der Nacht zum Sonntag wird bekanntlich am nachhaltigsten geplant.

Deshalb auch verbesserte Betreuungsmöglichen für Kinder. Wir denken ganzheitlich, wir sind vor allem an der Frau interessiert – man merkt das bei dieser Verteidigungsministerin nicht sofort, aber wir arbeiten daran – und richten uns da auch gerne nach den Bedürfnissen der modernen Staatsbürgerin in Uniform. Die will nach einem harten Gefechtstag ihre Kinder zeitig aus der Krippe abholen, an den Wochenenden braucht sie schon mal Freiraum, um sich für den Cyberkrieg vorzubereiten, natürlich ist sie auch körperlich leistungsbereit und bildet sich in ihrer Freizeit gerne weiter, wenn sie erfahren will, welchem Ex-Geschäftspartner der US-Präsident aus sinkenden Umfragewerten als nächstem die Rübe wegblasen will, kurz: eine Arbeitnehmerin wie alle anderen auch, nur eben mit sehr hochwertiger Dienstkleidung aus strapazierfähigen Qualitäten, in zeitlosem Schnitt, pflegeleicht und formstabil.

Ich sehe das jetzt nicht in direktem Widerspruch zu unserer Männergruppe. Wir wollen schon den Gleichstellungsanspruch der Männer ernst nehmen, das erschöpft sich ja keinesfalls in logistischer Unterstützung für Luftschläge auf die afghanische Zivilbevölkerung, aber so ein bisschen Zeitgeist kann einem auch nicht schaden. Unsere Seminare Hipsterfrisuren unterm Stahlhelm und Schöner Schießen werden jedenfalls gerne gebucht. Zwar größtenteils von Frauen für ihre Männer, aber immerhin.

Gut, wir hören jetzt auch vermehrt Klagen über den Zustand der Truppe, weil die richtigen Sachen nicht mehr angeboten werden. Geflogen wird hier ja kaum noch, weil die Hubschrauber zu gefährlich sind – wenn Sie mit denen über eine Wasserleitung fliegen, dann zerlegen die sich selbsttätig in der Luft – und bei Raumtemperatur beginnen die Gewehre automatisch zu versagen. Hatten wir als friedenssichernde Maßnahme verkauft, aber das kam ja noch schlechter an als die Wahrheit. Da können Sie jetzt im Prinzip nur gegensteuern, wenn Sie im Manöver Papppanzer in die Landschaft dübeln, aber das birgt natürlich nationale Risiken, weil die IQ-Bodentruppen in der US-Regierung in jedem Klotz Massenvernichtungswaffen sehen.

Aber wir tun ja etwas. Was meinen Sie wohl, warum wir den Bundeswehreinsatz im Innern derart forcieren? Reisestrapazen minimieren, regionale Produkte und Dienstleistungen für die nachhaltige Wirtschaft bereithalten, kurze Wege für ökologisch wertvolle Beiträge zum Bruttoinlandsprodukt, man kann so viel machen. Die anderen stellen Ihnen vielleicht einen Automaten mit Mate-Limo in die Kantine, aber davon hat die nationale Sicherheit ja auch nichts. Um als Arbeitgeber konkurrenzfähig zu bleiben, muss man weiterdenken. Strategische Ziele formulieren, die Unternehmensvision für eine neue Aufteilung der globalen Konfliktzonen bestimmen – China gegen Korea, die USA gegen alle, Merkel gegen von der Leyen – das ist die Motivation, für die wir arbeiten. Ziele setzen, nicht nur militärisch, sondern aus der Gewissheit, dass wir auch morgen führen werden, mehr denn je. Deutschland dienen, aber dem Deutschland dienen, wie wir es uns in der Zukunft noch gar nicht…

Natürlich ist das Bullshit. Hören Sie mal, wenn sich jetzt schon so eine Knalltüte als syrischer Flüchtling ausgibt, weil die Truppe ihn nicht genug auslastet, was kommt als nächstes!?“