Hochdruck

4 02 2019

„Wo sind Sie gerade? Malta? Ich weiß nicht, wie lange das dauert, unser Team ist gerade noch in Polen unterwegs und sucht da nach Ersatzteilen für den Zweithelikopter von der von der Leyen. Die kriegen Sie da zwar schneller als in Deutschland, aber heute wird das bestimmt nichts mehr, Herr Bundespräsident.

Ja, ich weiß, was Sie jetzt sagen. Sparen Sie es sich einfach. Die Flugbereitschaft der Bundeswehr hat in letzter Zeit diverse Probleme, aber das haben wir im Griff. Und dass der Bundespräsident persönlich anruft, ist für uns auch ganz normal. Als deutsche Behörde bearbeiten wir alle Fälle mit derselben Priorität, also in dem Bereich sehr langsam und nach Möglichkeit sogar zielführend.

Druckluftprobleme haben Sie, Herr Steinmeier? Ist das denn immer noch nicht behoben? Wir könnten Ihnen auf die Schnelle Spahn einfliegen lassen, der produziert dermaßen viel Heißluft, damit steigen Sie locker auf Reiseflughöhe und müssen nicht einmal die Motoren anschmeißen. Sie sollten nur aufpassen, dass er sich nicht aus Versehen ins Cockpit setzt, weil er vom Fliegen mehr versteht als der Kapitän. Er weiß ja nichts, aber alles besser. Wenn Sie oben sind, schmeißen Sie ihn einfach raus. Wieso Fallschirm? Wozu braucht der einen Fallschirm, der kann doch bestimmt auch fliegen.

Das Funksystem haben wir inzwischen wieder im Griff, weshalb unsere Bundeskanzlerin nicht zum G20-Gipfel konnte. Lag an der Verbindung, der Copilot hatte offensichtlich in den Tagen vorher ein bisschen viel gesurft und das Datenvolumen aufgebraucht. Wenn das LTE aufgebraucht ist, müssen Sie halt rechtzeitig einen Antrag beim Bundesfinanzministerium stellen, sonst geht’s mit 56 K weiter. Aber wir haben jetzt Merkels Handy aufgebohrt, das lässt sich nämlich auch für eine schnelle Datenverbindung nutzen, und jetzt routen wir den Funkverkehr einmal an ihrer abhörsicheren Schnittstelle vorbei. Der Nachteil ist natürlich, dass sie jetzt immer mit im Cockpit sitzen muss wegen der Reichweite. Also dieses ‚Wir müssen eine gemeinsame Lösung finden‘ oder ‚Wir schaffen das‘ geht einem irgendwann echt auf die Nerven.

Interrail wäre noch eine Möglichkeit, zumindest für Afrika. Die Gebühren könnten wir mit der Entwicklungshilfe verrechnen, Müller wäre aus Sambia mit dem Sparpreisticket nach Äthiopien gezockelt und hätte Steinmeier eingesammelt, ab zwei Personen gibt’s da schon Gruppenrabatt, und dann hätten wir sie ganz gemütlich auf dem Landweg nach Europa gebracht. Was muss der Steinmeier jetzt auch nach Malta fliegen, das war ja nicht mal mit der Flugbereitschaft abgesprochen, denkt der Alte etwa, er sei noch Außenminister!?

Pardon, Herr Bundespräsident, ich wusste ja nicht, dass die Leitung noch offen ist. So war das nicht gemeint, wir arbeiten ja auch mit Hochdruck an einer gemeinsamen Lösung, die…

Mann, der war vielleicht sauer! Gut, ich kann’s irgendwo auch verstehen, wenn man ständig im Ausland festsitzt und nicht mal die Fluggesellschaft hinterher im Reisebüro rund machen kann, das ist auch total kontraproduktiv. Aber auf der anderen Seite wurde der ja auch wegen seiner Bodenhaftung gewählt, also muss er doch mit so einer Situation zurechtkommen. Zumal er Addis Abeba schon hinreichend kennen gelernt haben dürfte.

Wenn jetzt noch die rechte Hetzpresse aufwacht, haben wir echt ein Problem. Ich meine, ‚Deutscher im Mittelmeer gestrandet‘, das ist doch eine echt miese Schlagzeile, oder? Und dabei hilft auch keine hektische Suche nach den Schuldigen, das haben wir rausbekommen, weil es in der deutschen Politik bisher ja immer nur so lief: wenn man weiß, wer Schuld ist, muss man nichts mehr machen und kann in aller Ruhe weiter über alles herumjammern. Aus der Haltung hat die AfD bekanntlich ein ganzes Geschäftsmodell entwickelt.

Räumfahrzeuge? liegt denn da Schnee? Was redet der sich da eigentlich für einen Stuss zusammen, sind die alle besoffen? Hallo, Malta? Ach so, unsere Räumpanzer. Die stehen seit dem anderen G20, also nicht das mit Flugzeugen und so, das in Hamburg, und da stehen die alle noch in Hamburg herum. Der Scholz will die noch nicht wieder abziehen lassen, ich glaube, der entwickelt gerade ein erotisches Verhältnis zu den Dingern. Aber ist ja auch egal, die sind nicht mehr verlastbar, irgendwas blinkt da auf dem Armaturenbrett. Die Drehzahlmesser sind wohl komplett durchgehauen, nachdem Scholz verkündet hat, dass er nicht Bundeskanzler werden will, obwohl er es doch wird, oder auch nicht, oder doch, oder doch nicht. So schnell kann nicht mal Brandt im Grab rotieren.

Dann bliebe uns jetzt eigentlich nur noch der Seeweg, und ich hoffe, Sie sind einigermaßen gut beieinander, Herr Bundespräsident? Schnellboot? Doch, wir haben welche, aber die werden ja gerade von der von der Leyen generalüberholt – die sollen das jetzt lieber selbst machen, die Berater sind auf Dauer zu teuer und kennen sich auch nicht wirklich mit Einspritzdüsen und Anstellwinkelsteuerung aus, das macht’s nicht leichter. Ach so, das war ja die Entschuldigung für die Helis, ich bin aber auch ein Schussel! Nein, wir kriegen das hin, ich bin mir sicher, und solange Sie Kreditkarten haben, können Sie sich ja eine warme Mahlzeit am Tag leisten. Der Seeweg wäre am besten, Herr Bundespräsident, ich leite das schnellstmöglich in die Wege, damit wir Sie standesgemäß abholen können. Sagt Ihnen ‚Gorch Fock‘ etwas, Herr Bundespräsident?“

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Fremdenlegion

28 01 2019

„Ich möchte nur nicht, dass das Polen sind!“ „Sind Ihnen Rumänen lieber?“ „Ich will keine von denen, die haben hier nichts zu suchen!“ „Die militärische Rolle von Osteuropäern ist Ihnen klar: die sollen vor deutschen Soldaten weglaufen, oder?“

„Mal ehrlich, das hat von der Leyen doch im Suff von sich gegeben.“ „Das glaube ich nicht.“ „Möglicherweise wurde sie von irgendeiner Lobby gezwungen.“ „Noch eine Verschwörungstheorie?“ „Ausländer bei der Bundeswehr!“ „Irgendwo muss man mit der europäischen Integration doch mal anfangen.“ „Aber doch nicht bei der Bundeswehr!“ „Dann eben bei den anderen NATO-Partnern.“ „Ich will das überhaupt nicht haben bei den Soldaten, das ist doch ein Sicherheitsrisiko, dass man die bei sich herumlaufen lässt.“ „Was die Bundeswehr in Deutschland angeht, dürften Sie sogar recht haben.“ „Ach, quatschen Sie doch nicht so einen Unsinn!“ „Bisher hat die Truppe nicht viel hingekriegt. Ein paar Starfighter hier und da, auf der Gorch Fock geht hin und wieder einer über Bord…“ „Das wäre vermutlich noch viel schlimmer, wenn wir hier Polen und Italiener in der Armee hätten!“ „Naja, die Italiener wären ein bisschen schwierig, das gebe ich zu.“ „Sehen Sie selbst, diese treulosen Tomaten können doch nur schnellen Rückzug.“ „Nein, aber die Generäle würden jede Woche zurücktreten und die Armee wäre nach einem Jahr pleite.“

„Sie können doch in der Truppe keine Ausländer beschäftigen, wie stellen Sie sich das vor?“ „Haben Sie im letzten Weltkrieg mal schlechte Erfahrungen mit Polen gemacht?“ „So alt bin ich nun auch wieder nicht, aber man kann doch nur sein eigenes Vaterland verteidigen!“ „Und was ist mit einer NATO-Armee?“ „Das ist etwas ganz anderes, aber hier wollen wir doch wohl keine Umvolkung in der Truppe, oder?“ „Wenn wir uns als Europäische Union begreifen, die gemeinsame Interessen für alle Mitgliedsstaaten vertritt, dann muss man auch mit gemeinsamen Organen tätig werden.“ „Gemeinsam für den Weltfrieden mit den Ausländern? Bei Ihnen ist der Nachtfrost noch mal zurückgekommen, oder wie soll ich das verstehen?“ „Es geht ja in erster Linie um Mediziner und IT-Spezialisten, die sind nun mal rar in Deutschland.“ „Das ist doch so eine Schnapsidee wie von Spahn, der sich die Pfleger aus Ostasien ranholen soll. Von denen lasse ich mir den Arsch jedenfalls nicht abwischen!“ „Wenn’s so weit ist, können Sie ja immer noch protestieren. Also wenn Sie können.“ „Und deshalb holen wir und jetzt Polen in die Bundeswehr, damit wir im Kriegsfall nicht so viele deutsche Soldaten nach Russland schicken müssen? bei Ihnen piept’s wohl!“ „Ihnen kann man aber auch nichts recht machen.“ „Ich will, dass unsere Bundeswehr so bleibt, wie sie ist, und damit basta!“ „Also wollen Sie das Militär mittelfristig abschaffen.“ „Was hat das denn damit zu tun? hören Sie mir überhaupt zu?“

„Deutschland braucht Fachkräfte, und die sind eben nur über eine internationale Integration zu finden.“ „Da bekommt das Wort ‚Rekrutierung‘ eine ganz neue Bedeutung.“ „Mäßiger Witz, und das wissen Sie auch. Wir müssen da sehr behutsam vorgehen, weil sich die anderen Staaten natürlich auch ihre Fachkräfte sichern wollen.“ „Ich dachte, wir sind eine EU?“ „Das stimmt, aber für Polen hat der Dienst in der Armee eben auch etwas mit Nationalbewusstsein zu tun.“ „Aber Geld, das wollen die Brüder von uns haben, wie!?“ „Man muss das verstehen, Polen und Rumänien verlieren auch ungern Fachkräfte, die in die Sozialsysteme einzahlen und das Land stabilisieren. Deshalb müssten wir ihnen schon deutlich machen, dass es bei der Beschäftigung osteuropäischer Ärzte und Computerspezialisten vor allem um supranationale Sicherheit geht, um einen Meilenstein auf dem Weg in die Europäische Verteidigungsunion.“ „Reden Sie doch nicht herum, die wollen unsere Kohle und nichts dafür tun – wie wär’s denn da mal mit etwas internationaler Solidarität?“ „Auf freiwilliger Basis sollte das schon sein.“ „Papperlapapp, die sollen sich nicht so anstellen!“ „Belgien, Spanien, Frankreich, Dänemark und Luxemburg haben ihre Armeen ja schon geöffnet.“ „Sehen Sie, wenn es die anderen machen, dann können wir das doch auch verlangen.“ „Aber es muss gesichert sein, dass die ausländischen Soldaten schon über sehr gute Deutschkenntnisse verfügen.“ „Das kann doch nicht so schwierig sein, wer hier arbeiten will, kann sich doch auch mal ein bisschen Mühe geben.“ „Und Sie hätten kein Problem damit, dass dann Rumänen mit unseren Kameraden gemeinsam in Afghanistan gegen die Taliban kämpfen?“ „Afghanistan soll ja verhältnismäßig sicher sein, was die Regierung zur Abschiebung in die Kriegsgebiete angeht. Und so viele islamistische Rumänen wird’s ja wohl nicht geben.“ „Also keine Bedenken mehr?“ „Was wäre denn Ihr Denkansatz, sollen wir hier etwa noch eine Fremdenlegion aufmachen?“ „Nein, alles gut. Ich wundere mich nur gerade über Ihren schnellen Meinungsumschwung.“ „Überlegen Sie mal, wie sieht es denn bei der Bundeswehr technisch aus?“ „Wie meinen Sie das jetzt?“ „Gibt es Hubschrauber, die fliegen können? schießen die Gewehre etwa geradeaus?“ „Nein, aber…“ „Eben. Drücken Sie so einem auf dem Ostblock zehn Zentimeter dicken Stahl und eine Nagelfeile in die Hand, und drei Tage später haben Sie jedes Ersatzteil. Ich sage es Ihnen, Putin kann einpacken!“





Quartett

21 11 2018

„Da haben wir ja echt noch mal Dusel gehabt, gell? Ein rechtsextremistischer Staat im Staat hat uneingeschränkten Zugriff auf Schusswaffen und Munition, und dann ist es bloß der ganze Gammel von der Bundeswehr! Ja, da können Sie sich wohl vorstellen, wie erleichtert wir alle waren.

Das sind ja ordentliche Jungs, das muss man ihnen schon lassen. Nicht diese verweichlichten Leutchen, die hier nur ihre zwölf Monate abziehen, die kommen mit selbst eingelegtem Gemüse und Konservendosen, ich meine, so gewinnt man einen Krieg an der Ostfront. Da sollte sich die Truppe mal ein Beispiel nehmen, die fangen doch mittlerweile schon an zu jammern, wenn von der Leyen ihnen in Mossul den Schokopudding nicht persönlich serviert. Kitabetreuung in der Kaserne – man kann es aber auch echt übertreiben! Wobei die Idee ja nicht schlecht ist, wenn wir mal wieder Volkssturm haben sollten, müssen wir den Jahrgang 2020 nicht an die Front tragen, die sind dann einsatzbereit.

Das Gute ist doch, wir müssen gar nicht mehr von Null anfangen, die meisten sind uns ja schon aus anderen Zusammenhängen bekannt. Das ist ein bisschen wie Quartettspielen, man kennt alle Karten, nur die Mischung ist öfters mal neu. Dafür haben wir allerdings auch gute Vorarbeit geleistet, teilweise jahrelang und ohne Wissen der Chefetage. Als Maaßen hier noch Behördenleiter war, wurden die Leute einfach eingestellt, und dann ist einem die Personalakte abhanden gekommen. Nur auf Grund der Gehaltszahlungen ließ sich nicht feststellen, wo jemand beschäftigt war, und da verliert man schon mal den Kontakt und findet jemanden erst wieder, wenn er einen Lkw in den Menschenmenge fährt.

Und wir haben in der letzten Zeit so gut wie keine Spuren von Linksradikalismus mehr in der Bundeswehr. Wenn Sie befürchten, dass in der Marine plötzlich wieder ein Aufstand losbrechen könnte, dann kann ich sie beruhigen. Das passiert nicht. Keine Linksradikalen. Nur noch in der SPD, aber das sind vermutlich bloß Reflexe.

Die Bundesanwaltschaft hat uns auch schon bestätigt, dass es sich nicht um Rechtsterroristen handeln kann wegen des Dosengemüses, die stehen nämlich alle schon in der Datei für Rechtsterror drin, und da man wegen derselben Straftat ja nicht zweimal verurteilt werden darf – Maaßen hat sehr großen Wert gelegt auf solche rechtsstaatlichen Grundsätze – haben wir uns auch abgewöhnt, gegen Rechtsterroristen zu ermitteln, weil man ja davon ausgehen kann, dass wir die schon kennen. Das macht den Rechtsstaat sehr viel leistungsfähiger, und man begreift als Außenstehender auch viel schneller, warum das Rechtsstaat heißt.

Wir haben nicht umsonst einen Traditionserlass, und wenn sich die Jungs hier gerne mit dem Rittertum beschäftigen wollen, ist das doch schön. So ein Ritterkreuz ist doch ein schönes Vorbild für die Leistungsfähigkeit unserer Armee, oder wie sehen Sie das? Man muss sich ja nicht gleich Hakenkreuze in die Stube hängen, auch wenn ich das für gar nicht so schlecht hielte. Einerseits ist nur ein offener Umgang mit allen, also wirklich allen Kapiteln der deutschen Geschichte sinnvoll, und andererseits: gucken Sie sich doch mal die Büros hier im Bundesamt an. Wenn Sie da die Schränke aufziehen, dann haben Sie aber keine weiteren Fragen mehr.

Jetzt hacken Sie alle wieder auf denen herum, weil sie militante Szenarien entwickelt haben sollen. Ja du liebe Güte, wo sind wir denn hier? In der Bundeswehr dürfte Ihnen doch klar sein, dass die ihre Konservendosen nicht mitgebracht haben, damit sie beim Grillen immer ein paar Erbsen mit auf dem Teller haben. Ich war ja auch nicht beim Bund, ausgemustert wegen politischer Gründe, ich wollte schon damals zum Amt, aber das kann ich Ihnen sagen, hier ist doch nicht die Heilsarmee! Naja, wenn Sie einen Buchstaben… –

Dass die Jungs hier endlich mal mit moderner Kommunikationstechnik umgehen können, das fällt dabei vollkommen unter den Tisch. Da wird immer gesagt, die Digitalisierung könnte eine ganz große Chance sein für Deutschland, sie sehen ja in den USA schon, wie weit das heute mit der digitalen Kriegführung geht, also zumindest bei den Russen, und wenn wir solche Talente nicht wahrnehmen, dann sind wir vielleicht irgendwann weg vom Fenster. Der Muselmann schläft ja auch nicht, ich sage nur: Holzauge, sei wachsam! und dass die Jungs sich damit auskennen, also mit der Bedrohung durch die volksfremde Kräfte, das hat man bei uns ja schon lange festgestellt. Wenn die nicht immer so lange bräuchten, bis sie mal eine Garage finden für die Fässer, was meinen Sie, was man dann schon für schöne Attentate hätte planen und verhindern können. Deutschland wäre viel sicherer, das können Sie mir glauben.

Dass das jetzt aufgeflogen ist, das verdanken wir nur einer kleinen Unvorsichtigkeit. Die wollten linke Politiker, also Kommunisten wie Spahn oder Seehofer, die wollten sie mit dem Lkw abholen. Wohin sie die bringen wollten, das haben wir nicht gefragt, ist ja klar, wir haben gegen die ja schon ermittelt, also müssen wir da nichts mehr tun, und noch sind die technischen Möglichkeiten, also wir müssten die, vielleicht direkt auf dem Lkw, da war ja die Überlegung, und dann wollten sie auch unbedingt, dass derjenige einen entsprechenden Führerschein, ohne Schein kein Führer, das wissen die Jungs ja, aber dann ist das nichts geworden. Feinstaub, war ein Diesel-Lkw. Und jetzt frage ich Sie, wenn man über solche Kleinigkeiten stolpert, müssen wir dann noch Angst haben um unsere Demokratie, also immer vorausgesetzt, dass unser Bundesamt auch noch vernünftig arbeitet? Na!?“





Rechts, zwo, drei, vier

18 10 2018

„Jetzt kommen Sie mal wieder runter! Die Zahlen muss man doch auch richtig einordnen, oder wollen Sie hier wieder nur Hysterie verbreiten? Diese zweihundert Nazis, das war in den letzten zehn Jahren. Wir sind die Bundeswehr, nicht der Verfassungsschutz.

Warum wollen Sie unbedingt, dass wir ein Nazi-Problem haben? Wenn wir das jetzt öffentlich zugeben, dann sind wir doch erst recht attraktiv für Nazis, oder glauben Sie, die gehen nur in Verbände, die sie für Volk und Vaterland erobern können? Wir können doch nicht auch noch Köder auslegen, wenn wir eine anständige Armee aufbauen wollen, oder was stellen Sie sich unter der Bundeswehr vor?

Ja, auf der anderen Seite ist es schon so, dass wir einen gewissen Nachwuchsbedarf haben, und wir können den nicht einfach durch Zuwanderung befriedigen. Dann muss man sich auch mal zu einem Kompromiss durchringen und Bürger mit Besorgnishintergrund für die Verteidigung des Vaterlandes rekrutieren. Ab und zu haben wir ja auch normale Bewerber, und die dürfen wir auch nicht verprellen. Vielleicht besteht bei denen auch ein gewisser Entwicklungsbedarf, das kann man vorher nie wissen.

Natürlich ist das schon etwas kompliziert, wenn unsere Leute überhaupt noch kein Vorwissen mitbringen. Sie müssen zum Beispiel jemanden, der schon über eine gewisse Erfahrung im Umgang mit Schusswaffen verfügt, nicht mehr unbedingt ins Anfängertraining schicken. Dem können Sie auch so ein G36 in die Hand drücken, und dann wissen Sie: da passiert nicht. Wenn Sie schon mal ein G36 in der Hand gehabt haben, dann wissen Sie auch, dass da wirklich nicht viel passiert.

Wir haben deshalb auch diese Nummer mit dem Moorbrand durchgezogen. Das war in Wirklichkeit ein pazifistisches Propagandamanöver – jeder, der das gesehen hat, muss doch jetzt davon ausgehen, dass die Truppe zu blöd ist, um ein Loch in den Schnee zu pinkeln. Oder meinen Sie jetzt, dass das gerade attraktiv wirkt auf nationale Bürger, die sich als Feuerwehrleute beweisen wollen? Das kann ich mir jetzt ja so gar nicht vorstellen. Die Nazis gehen ja auch nicht zur SPD, Sarrazin mal ausgenommen, die gehen gleich zu ihrer Partei. Also müssen wir als Bundeswehr zeigen, wir sind einsatzbereit, zwar momentan und für länger nicht unbedingt, aber wir merken uns das, und wenn wir irgendwann wieder am Ruder sind, dann erinnern wir uns.

Das können die auch? Ja, mag sein. Jedenfalls sind wir als Konservative durchaus in einer guten Traditionslinie und werden und von denen nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Meine Güte, dann meckern Sie halt, weil Sie keine Rommel-Kaserne wollen, aber wenn sogar ein abgehalfterter CDU-Clown den als Vorlage nehmen kann, dann muss man doch auf die Befindlichkeit der demokratisch gewählten, nein: der demokratisch wählenden, wieder daneben: auf die Befindlichkeit derer, die in einer Demokratie irgendwas Wählenden, auf die muss man Rücksicht nehmen. Sonst wählen die am Ende nie wieder.

Gut, wie es jetzt aussieht – es könnte das Ende sein, und dann wählen die tatsächlich nie wieder, aber so weit sind wir noch nicht. Es würde ihnen möglicherweise sehr entgegenkommen, wir leben ja auch in einer Dienstleistungsgesellschaft, aber man muss es ja nicht übertreiben. Wir gehen hier mit demokratischem Vorbild voran, alle Verdachtsfälle werden von uns selbstverständlich als unschuldig angesehen. Man kann doch jemandem nicht eine Handgranate in die Hand drücken, nur weil man ihn für einen Nazi hält. Oder weil ihm schon mal eine abhanden gekommen ist.

Die Gefahr ist doch, dass sich der Militärische Abschirmdienst in unsere Angelegenheiten mischt. Wir müssen dies auch als Repräsentanten der deutschen Gesellschaft scharf kritisieren. Diese Gesellschaft macht nun mal gerade einen starken Rechtsruck durch, und wir sehen uns als eine Wehrmacht, Bundeswehr wollte ich sagen, Bundeswehr natürlich, die sich als Abbild der Deutschen sieht. Das können Sie uns nicht auch noch zum Vorwurf machen, dass wir uns auch ein bisschen sozial engagieren. Und mal ehrlich, wenn wir an den Ernstfall denken, der ja schneller kommt als erwartet, wollen Sie da mit der Strichliste die Front abfahren und abhaken, wer den Hitlergruß gezeigt hat? Also wenn wir unsere Wehrfähigkeit erhalten, so jedenfalls nicht.

Und jetzt kommen Sie mir nicht mit der Dunkelziffer. Die können Sie nicht beweisen, also müssen wir uns über die auch nicht unterhalten. Oder wollen Sie jetzt jeden, der aus einer rechten Organisation kommt, in die Armee aufgenommen wird und unsere integrativen Kräfte auf sich wirken lässt, wollen Sie jetzt jeden als potenziellen Nazi behandeln und wieder rausschmeißen? Wollen Sie auf die Art die nationale Volkswehr desavouieren?

Nee, das können Sie vergessen. Kommen Sie wieder, wenn Sie Beweise haben, sonst passiert hier gar nichts. Wir sind schließlich in Deutschland, da hat alles seine Ordnung. Und wenn Sie der Ansicht sind, Sie müssten sich über uns beschweren, gehen Sie gerne zum Verfassungsschutz.“





Karnevalsuniform

28 02 2018

„… die Ausrüstung der Soldaten bemängelt habe. So sei nicht einmal eine ausreichende Anzahl an Schutzwesten für die ganze…“

„… der Mangel an Zelten nicht als gravierend wahrgenommen werde. Die Einheimischen seien vor allem bei Einsätzen in afrikanischen Ländern sehr gastfreundlich und würden die Truppe mit…“

„… der materielle Notstand parallel gesehen werden müsse zum akuten Personalmangel der Bundeswehr. Daher sei es nicht erheblich, weil zu fehlenden Ausrüstungsgegenständen auch die…“

„… eigene Schutzausrüstung von ihren Familien gesandt bekämen. Diese sei jedoch nicht für den offiziellen Gebrauch geeignet, da sie in einzelnen Teilen farblich nicht mit dem…“

„… die Marine gegenwärtig statt der geplanten 15 Fregatten nur neun Schiffe dieses Typs habe. Wenn die Einsätze in Afghanistan weiterhin wie geplant abliefen, könne man daher auf die Marine verzichten und nur den…“

„… vorrangig zu enormen Kostensteigerungen gekommen sei, da die Bundeswehrhelikopter durch die Pannenhelfer des ADAC hätten gerettet werden müssen. Für die Auslandseinsätze habe von der Leyen keinen Mengenrabatt ausgehandelt, so dass sich die Forderungen inzwischen auf mehr als…“

„… Karnevalsuniformen nicht geduldet würden. Diese seien zwar gute deutsche Tradition, hätten aber militärische keinen ausreichenden…“

„… zahlreiche Talente rekrutiert worden seien. Die Helikopter seien unter fachkundiger Anleitung kurdischer Mechaniker wieder in einen flugfähigen Zustand versetzt worden, man wolle diese Kräfte zur Behebung des Kompetenzmangels auch nach Somalia und nach…“

„… beispielsweise nach Afghanistan geschickt. Da zeitgleich abgelehnte Asylbewerber in das Land abgeschoben würden, könne man auch mit einer leichten Schutzausrüstung, Freizeithemden oder den beliebten kurzen Hosen für die…“

„… vereinzelt Workshops angeboten würden, wie sich die Armeeangehörigen aus lokal organisierten Materialien eine eigene Ausrüstung erstellen könnten. Dies sei zwar vom Ministerium nicht angeregt worden, könne aber angesichts der aktuellen Situation sehr…“

„… den Soldatinnen und Soldaten, die keine ausreichende Ausrüstung bekommen hätten, eine Entschädigung zahlen wolle. Dies sei auch eine kostengünstige Alternative zum bisherigen…“

„… Sicherheitstipps von der Bevölkerung annähmen. Die Truppe sei in sehr regem Kontakt mit den Afghanen und kenne inzwischen zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten für Splitterschutz, Helme, Stiefel und…“

„… keine modische Winterkleidung gefragt sei. Das aktuelle kik-Sortiment könne man daher auch mit Mitteln des Bundesministeriums für…“

„… nicht zutreffend sei, dass Flugverbote für Tornados durch die Verwendung von Biodiesel…“

„… zunächst um die Bewaffnung gehen müsse. Die Truppe verfüge auch über nicht hinreichend funktionsfähige Gewehre, diese müssten jedoch vorrangig für die Bündnisverpflichtungen im Rahmen der internationalen…“

„… die Tornados zunächst auf dem Fliegerhorst Jagel zwischengelagert würden. Hier könne mit den Maschinen eine zusätzliche Einnahmequelle generiert werden, die Flugunfähigkeit der Tornados garantiere zudem eine absolute Unfallfreiheit für sämtliche…“

„… Flugstunden für die Ausbildung fehlten. Diese seien noch von der Bundeswehrreform des damaligen Ministers Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu Guttenberg als mittelbar friedenssichernde Maßnahme des deutschen…“

„… die Armee wie ein privatwirtschaftliches Unternehmen führen müsse. Da allerdings noch keine legale Form gefunden worden sei, Gewinne zu erwirtschaften, müsse man den anderen Weg der ökonomischen Stabilisierung über Kredite, Anleihen oder eine wertpapiergestützte…“

„… habe man nur deshalb Biodiesel in das für Flugzeuge bestimmte Kerosin mischen müssen, da die Verbindlichkeiten beim ADAC noch immer…“

„… die Deutsche Bundeswehr AG erst in mehreren Jahren an die Börse gehen könne. Vorerst werde sich der Konzern, zu dessen Leitung sich Mehdorn kurzfristig…“

„… aber Sponsoringverträge mit mehreren namhaften Herstellern nicht ausschließe. So könne eine eventbetonte Bundeswehr unter der Leitung verdienter Reservisten eine ganz neue Qualität der nationalen…“

„… wenigstens im Innendienst das Tragen von Privatkleidung erlaubt sein müsse. Dies schone die Ausrüstung und sei betriebswirtschaftlich sehr…“

„… aus der Not eine Tugend machen könne. Die stillgelegten Tornados wolle von der Leyen in der nordafrikanischen Flugverbotszone stationieren, wo es auf Feinstaubemissionen auch nicht mehr ankomme und die reine Präsenz der Truppe mehr bedeute als ein militärisch…“

„… nicht gleichbedeutend mit einer Sportarmee sei. Man könne auch in Zukunft der Truppe nicht als Kriegsdienstverweigerer angehören, da dies ein die Fürsorgepflicht als Arbeitgeber für alle…“

„… verkaufe Deutschland so viele Waffen in Krisengebiete, dass für eine ordentliche Ausstattung der eigenen Truppe nicht mehr…“





Erlebnisorientierte Jugendliche

15 01 2018

„… als Kindersoldaten angesehen würden. Dabei habe die Bundeswehr aus guten Gründen minderjährige Rekruten eingesetzt, die zur Stärkung der Truppe im…“

„… achtmal so viele Soldatinnen und Soldaten unter 18 eingesetzt habe. Diese sollten vor allem den statistischen Altersschnitt hin zum…“

„… aber nicht korrekt sei, dass von der Leyen mit dem Beginn ihres Ministerinnenamts die Truppenstärke ausschließlich durch eigene Geburten wieder zu…“

„… die Geburtenrate innerhalb der Kasernen stärke. Dazu müsse das Personal möglichst jung sein und sich langfristig für einen Verbleib im…“

„… die Bundesrepublik ihrer besonderen Verantwortung gegenüber den Entwicklungsländern gerecht werden müsse. Armeen, in denen der Einsatz von Kindersoldaten normal sei, müssten durch eine kompetente und vorbildliche Leitung nach deutschem Muster schnell im internationalen Vergleich eine führende…“

„… sei die Einrichtung von Betriebskitas an den Bundeswehrstandorten von der Verteidigungsministerin seinerzeit aus ganz anderen Motiven in die…“

„… streng auf die Einhaltung von Schießzeiten geachtet werde. So dürften minderjährige Rekruten werktags nach achtzehn Uhr nicht mehr mit…“

„… zum Beispiel an Übungsmunition gedacht habe. Zusätzlich habe man an Handgranaten eine spezielle Kindersicherung gedacht, die erst ab dem vollendeten achtzehnten…“

„… seien sich die meiste volljährigen Soldaten ebenso wenig im Klaren über die Risiken und Konsequenzen des…“

„… noch nicht in der Lage gewesen seien, durch eine Teilnahme an den Wahlen zum Deutschen Bundestag für eine verfassungsfeindliche Partei zu stimmen. Die minderjährigen Rekruten seien damit besser geeignet, als Staatsbürger in Uniform dem demokratischen…“

„… ihr Leibgericht bekämen. Zwar sei die Lagerung und Zubereitung von Pizza in der Feldküche nicht unbedingt reibungsfrei zu bewerkstelligen, doch arbeite man unter Hochdruck mit allen zuständigen…“

„… dass in Schießsportvereinen bereits ab dem vollendeten zehnten Lebensjahr an der Pistole ausgebildet werde. Zwar wolle das Bundesverteidigungsministerium daraus noch keine Prognosen für eine Entwicklung innerhalb der nächsten…“

„… grundsätzlich nicht auf Auslandsmissionen eingesetzt würden. Die Gefahr sei zu hoch, dass die Jugendlichen etwa durch Komasaufen vor Ort ein ungünstiges Bild von der…“

„… Arbeitsschutz groß geschrieben werde. So plane man vorerst weder Kriegseinsätze an den Wochenenden noch einen…“

„… ihr Kinderzimmer ordentlich aufgeräumt hätten. Die Grundausbildung sei bei den Eltern der Rekruten außerordentlich positiv…“

„… aber ihr Smartphone im Manöver nicht mitführen dürften. Es werde den Rekruten zeitnah nach Ausbildungsbeginn vermittelt, dass sie auch bei Kampfeinsätzen weder ein ausreichendes Netz noch die Möglichkeit, sich mit Onlinespielen oder WhatsApp…“

„… nicht daran liege, dass die Bundeswehr nur über unzureichendes technisches Material verfüge. Die Jugendlichen sollten auch durch Schulungen an unbemannten Flugkörpern für Verteidigungsfälle in der Zukunft…“

„… ein Mindestalter eingehalten werde. Die Soldaten müssten auf jeden Fall in der Lage sein, ihren Namen selbstständig zu schreiben, zumindest theoretisch, falls dies auf Grund fehlender Bildung oder einer…“

„… als Sportförderung verstanden werden könne, die schließlich auch im frühen Kindesalter einsetze. Von der Leyen habe außerdem angeregt, dass jeder Bundeswehrangehörige zwischen acht und achtzehn zwei Stunden Instrumentalunterricht pro…“

„… nicht im Widerspruch stehe zur Tatsache, dass Minderjährige einen Erziehungsberechtigten für jede Entscheidung bräuchten. Als Angehörige der Bundeswehr seien diese Personen ohnehin nicht in der Lage, eigenständige…“

„… es mehr erlebnisorientierte Jugendliche als junge Erwachsene gebe, so dass sich die Altersstruktur der Rekruten auf ganz natürliche…“

„… als deeskalierende Maßnahme gegenüber der russischen Führung gedacht sei. Da bekannt sei, dass die Soldaten der Roten Armee nie auf Kinder schössen, würden die internationalen Beziehungen voraussichtlich noch sehr viel…“

„… den unsachgemäßen Umgang mit Waffen und Munition gewohnt sei. Dennoch sei die Beschäftigung von Bundeswehrangehörigen, die nur nach dem Jugendstrafrecht…“

„… bei einer zu erwartenden Häufung von Betriebsunfällen gesichert sei, dass die Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb eine große Anzahl an Lehrstellen für mehr als…“

„… um ein großes Missverständnis gehandelt habe. Die Bundeswehr habe ursprünglich nur eine Senkung der Einstellungsvoraussetzung gefordert, nicht aber einen vollständigen…“





Gefühle der Verbundenheit

19 09 2017

„Wir leugnen ja gar nicht, dass es diese Netzwerke gibt. Das sind Rechtsradikale, in der Presse sagen sie auch oft, das seien Neonazis, wenn Sie mich fragen, mit dem Begriff können wir leben. Ist ja im Kern nicht wirklich etwas anderes. Und mal ganz ehrlich, wenn sich Reservisten in ihrer Freizeit noch ein bisschen politisch engagieren, ist das nicht auch ein Zeichen von Volksnähe?

Jedenfalls können Sie nicht behaupten, die seien irgendwie abgehoben wie damals die RAF. Die hatten überhaupt keine Verbindung mehr zum Volk, deshalb konnten sie deren Sorgen und Nöte auch gar nicht mehr nachvollziehen. Beim NSU war das freilich ganz anders, aber das ist ja nun leider nicht mehr, da müssen wir wieder auf uns selbst aufpassen. Und da setzt unsere Sicherheitspolitik jetzt an, dass wir gegen diesen unseligen Spartrend der vergangenen Jahre anarbeiten, gegen diese Stellenstreichungen, gegen Videoüberwachung und Bindung der Kräfte in sinnlosen Beobachtungen. Sicherheit gibt es nur, wenn die rechten Leute sich dafür einsetzen.

Wenn wir Arbeitsplätze schaffen wollen, dann müssen wir einfach für die passenden Rahmenbedingungen sorgen. Als Polizist fühlt man sich heutzutage ja so leicht diskriminiert – überall Linke und Demokraten, da braucht man schon ein bisschen Sicherheit, dass wenigstens im Jobumfeld ein einigermaßen rechtes Biotop vorhanden ist. Die nationalistische Gesinnung, vernünftiger Umgang mit Staatsanwälten und Richtern verfolgten Tätern aus völkischer Notwehr, das macht viel aus. Da ist man froh, wenn sich ein paar von den Kameraden als Stabilitätsanker zur Verfügung stellen.

Wir haben da bei der Wehrmacht – heute heißt der Laden ja Bundeswehr, aber die Erfahrungen sind dieselben. Jedenfalls klappt die Integration wesentlich besser, wenn man ein paar Personen an den Schlüsselstellen positioniert. Da weiß man dann beim Erstkontakt am Standort sofort, hier ist man richtig. Du siehst eine Reichskriegsflagge, das gute alte Hakenkreuz, da kommen spontan Gefühle der Verbundenheit auf, mit denen man sich in der Truppe wohlfühlt. Es sind manchmal die kleinen Dinge, verstehen Sie – da hat einer aus Versehen den Stahlhelm zu Hause liegen lassen, und dann hilft man sich eben.

Wenn sich jetzt Rechtsanwälte in diese national engagierten Kreise einklinken, dann ist das für uns durchaus positiv zu sehen. Sie kriegen doch kaum noch einen vernünftigen Strafverteidiger, wenn Sie als Polizeibeamter mal aus Heimatliebe so einen Asylantenschuppen anzünden mussten. Manchmal passiert das schon aus Fahrlässigkeit, aber auf jeden Fall sollte man den Tätern immer eine Chance geben. Oder noch eine. Denn wenn die Gesellschaft es nicht mehr hinkriegt, diese Menschen vor dem Zugriff volksverräterischer Kräfte zu schützen, wer macht das denn dann? Hier müssen wir ansetzen, dafür sollte sich die Politik viel mehr interessieren. Aber das macht die AfD ja demnächst.

Aber um noch mal auf die Personalausstattung der Sicherheitskräfte zurückzukommen, wir haben so viele Personen schon in den Asylantenläden, die ein menschenunwürdiges Arbeitsumfeld erdulden müssen. Da sind ja manche schon, die sagen zu ihren Vorgesetzten, ob man sie nicht wegen guter Führung auch nach Afghanistan abschieben könne, da sei es besser als in diesem Restdeutschland. Lauter kriminelle Ausländer, man hat als deutscher Mann schon Angst, dass die einen vergewaltigen, weil sie ihre Frauen da am Hindukusch gelassen haben zum Kopftuchmädchen machen. Die sind größtenteils einschlägig ausgebildet, manche noch ohne Einblick in den Justizvollzug, aber die meisten sind doch sehr anständige Landsleute, die eine Chance mehr verdient haben als die anderen. Da haben wir den Praxisbezug, die meisten haben Familie und könnten nicht mal eben mit der Truppe in den Busch fahren, und da bietet sich die Polizei wirklich an. Wir müssen da einfach nur wollen.

Vor allem frage ich Sie, wenn diese Leute sich jetzt schon eine Qualifikation nach der anderen draufschaffen, Schießen und Überlebenstraining, das braucht man ja, sobald hier der Bürgerkrieg endlich ausbricht, da haben wir quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Über die Kosten muss man reden können, aber sehen Sie es mal so: wenn wieder ein internationaler Gipfel in einer deutschen Metropole stattfinden sollte, dann sind wir gegen das linke Pack bestens gerüstet. Wenn Sie die Leute alle in Bürgerwehren schieben, können Sie die nur auf kommunaler Ebene nutzen.

Etwas Schwund gibt’s halt immer, der eine steigt aus, der andere tarnt sich als Flüchtling und besorgt sich Sprengsätze, aber sehen wir die Sache doch mal pragmatisch: die Waffen, die hier aus den Kasernen verschwinden, die werden definitiv nicht in Drittweltländer verschoben, Deutschland gilt noch nicht als Krisengebiet, und für jeden Musel, dem wir hier die Birne wegpusten, kommen zehn andere gar nicht erst. Das ist volkswirtschaftlich gut angelegtes Geld, mal ganz davon abgesehen, dass keine Waffe ohne Munition schießt – ein astreiner Vertriebskanal, wenn Sie mich fragen. Wie gesagt, wir sichern nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch unser Heimatland. Meinen Sie, das täte jemand anderes für uns?“