Gernulf Olzheimer kommentiert (CX): Castingshows

24 06 2011
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Ein lauer Sommerabend mag’s gewesen sein, als Homo ergaster auf den ästhetisch zweifelhaften Gedanken kam, sein eher plumpes Gehampel den Artgenossen zur geflissentlichen Beurteilung zu überlassen. Ein Großteil der Sippe, satt vom Mammut oder erschöpft von der Einhornjagd, ließ das Ganze an vorbeiziehen und konzentrierte sich auf die existenzerhaltenden Aufgaben. Die damals schon in der Mehrzahl befindlichen bildungsfernen Schichten jedoch erfanden flugs den rhythmischen Applaus – der seither nicht wesentlich rhythmischer geworden ist – nebst diversen anderen geisttötenden Mitteln, um sich Idole aus Weichmasse zu schwiemeln. Einmal dieses ungelenke Gehopse so stilrein imitieren, sagten sich Nggrg und seine nicht zwangsläufig schussechten Brüder. Ein Star ward geboren. Und mit ihm die Castingshow.

Das intellektuell niederschwellige Angebot für die Hirnverdübelten hat sich ungebrochen bis in die Gegenwart gehalten. Tapfer werden Hupfdohlen, Heulbojen und Kleiderständer per Gesichtscheck in die industrielle Endablagerung befördert, als gäbe es kein Strafrecht mehr. Die Gesellschaft, entkernt und kaum in der Lage, ihre Vorbilder aus moralisch oder anderweitig hochstehender Kategorie zu wählen, nimmt sich der Proletten mit dem höchsten Kompatibilitätsfaktor für den zwangsgestörten Massengeschmack an. Wählte man einst nur die aus phänotypischen Gründen auffälligen Mitglieder aus dem Stamm – die blondeste Jungfrau, den dümmsten Deppen – so haben sich die Methoden mittlerweile verfeinert. Man muss sich schon als schädelinnenwärts entkerntes Schnitzelkind beworben haben, um in flamboyantem Schuhwerk über den Flimmerschirm zu staksen; erst dann hebt Heidi gnädig den Daumen. Alternativ zeigt man sich als der am wenigsten regredierte Vollhonk, um eine Bauersfrau abzukriegen, die nicht beim nächsten Huplaut die prähominiden Stampfreflexe aus dem Instinktvorrat rauskramt, um bei einer Tanzsendung in die Kategorie knapp unter dem alternden Milchvieh zu landen.

Natürlich hat das Fernsehen uns das Elend eingebrockt. Dutzende talentfreier Weichstapler branden in regelmäßiger Frequenz in die Wohnzimmer, um einen Tsunami kollektiven Fremdschämens auszulösen. Während eine ganze Nation wie bescheuert castet, schnüffelt und wählt, versuppt der wahrhaft begabte Nachwuchs mangels öffentlichem Interesse oberhalb der Schamgrenze und wird sich niemals bis die Gefilde der supranasalen Oligosynapsie verirren – für die tauglichen Kräfte des Kulturschaffens vielleicht nicht einmal das Schlechteste, muss man sich so doch nicht ganz so viel Schmalz aus dem Cortex kratzen, wenn man den Körperkontakt der voyeuristischen Zielgruppe nicht rechtzeitig hat vermeiden können.

Denn dies ist der Motor des allgemeinen Gekaspers: die Zappelei findet unter stetiger Beobachtung des gesellschaftlichen Unterbaus statt, jede noch so überflüssige Regung erhält ihren Resonanzboden am Fuße der Bildungspyramide. Als Vorbild soll dienen, was frei in der Landschaft herumdeliriert, als Rollenklischee zum Nachturnen, da der Dumpfschlumpf auf dem heimischen Sofa in neoliberalen Zeiten gelernt hat: vor allem in seiner sozialen Schicht gibt es die unbedingte Chance, aber auch den unbedingten Zwang zum Aufstieg, bedingt von der unbedingten Notwendigkeit. Zwar besteht diese Gesellschaft aus mehr Tellerwäschern als Millionären, aber das muss dem Mantra der Eliten nicht grundsätzlich widersprechen. Wer keine Chance hat, soll sie gefälligst nutzen – wie sonst wäre der gesellschaftliche Bodensatz so weit nach oben gespült worden.

Nichtsdestoweniger tentakelt das Format in alle Bereiche des Daseins hinein. Malaysia sucht seinen Super-Imam, die SPD den Kandidaten, der den verschrobenen Haufen bei der nächsten Blamage am wenigsten blutig überlebt, und Woche für Woche planen die Mattscheibenbeschicker der Popelsender einen neuen Aufguss des alten Spiels: wer sich vor aller Augen am meisten zum Vollobst machen lässt, bekommt seine fünf Minuten Ruhm in den Gesichtsschädel massiert, wird in den Tiefen des Internet mitsamt Blamage und Biografie ordnungsgemäß abgespeichert und darf sich auf eine warmweiche Restexistenz in den Wonnen der Gewöhnlichkeit vorbereiten. Denn wer sich einmal darauf einlässt, der kriegt es nicht mehr von den Hacken, die Unterschicht rekrutiert aus den eigenen Reihen ihr Futter, das sie sich selbst zum Fraß vorwirft, verschweißt in seichtes Getingel an der Brechreizgrenze, angereichert mit Protagonisten einer neuen Abschmierschicht, schrille, egoistische Flusenlutscher, die nach realistischer Einschätzung vom Mammut schon aus Langeweile erledigt worden wären, Karikaturen ihres Genoms. Wer wird die Kollateralmaden aus der Bildröhre kippen? Man weiß es nicht, und doch hält sich die vage Hoffnung, dass irgendwann ein Theatermacher das Bewusstsein wiederfindet, feststellt, dass diese ganzen Superstars gar nicht gebraucht werden – man kann auch ohne den Stempel auf der Fresse gut überflüssig aussehen – und dem Gecaste ein Ende bereitet. Keinem würde es fehlen. Die Schäden wären rasch beseitigt. Und für den Rest gibt es immer noch Gurkenlaster.





Talentschmiede

18 11 2010

„Und das sollte man in Deutschland doch wohl noch sagen können dürfen. Meine Meinung!“ „Gut, und der Nächste.“ Sintzbacher notierte etwas auf dem Klemmbrett, der kleine Mann im mausgrauen Kaufhausanzug blickte nervös um sich, machte aber keinerlei Anstalten, aus dem Scheinwerferlicht zu gehen. „Der Nächste!“ Die Stimme des Aufnahmeleiters bekam einen leicht drohenden Unterton, aber es half nichts. Siebels selbst musste nach vorne laufen. „Lieber Herr äääh…“, sprach der routinierte Fernsehproduzent und blickte verstohlen auf Sintzbachers Liste, „Größle, wenn Sie jetzt freundlicherweise aus dem Bild gehen könnten, danke.“

„Ich möchte Sie ungern kritisieren, aber dieses Format ist ungewöhnlich sperrig.“ Er ließ sich auf den Klappstuhl neben meinem fallen und griff nach dem Plastikbecher mit dem Plastikkaffee. „Wir werden sehen“, schlürfte Siebels, „bis jetzt bin ich ganz zufrieden.“ Mit einem Handzeichen bedeutete er Sintzbacher, die nächste Kandidatin vorzustellen. Es war eine Verwaltungsfachkraft, unscheinbar und vollkommen humorlos. Sie fummelte linkisch am Mikrofon herum. „Der Bundestag sollte sich einmal mit den Kosten der Krankenhäuser befassen – hier wird doch manchmal auch nicht immer so korrekt abgerechnet, habe ich mal gelesen.“ „Etwas mehr Action“, ermunterte Sintzbacher. „Sie dürfen ruhig in die Kamera schauen.“ „Der Bundestag…“ Sie brach ab, überrascht von ihrer eigenen Stimme. „Ja, das war schon recht schön, aber bitte beachten Sie, dass das hier keine Fragestunde ist. Sie wollen doch schließlich Ministerin werden, richtig? Also bitte.“ Verwirrt fuhr sich die amtsverschimmelte Bürofrau durch die dunkelgrauen, schlaff herabhängenden Haare. „Wenn ich Ministerin wäre“, setzte sie an, „dann würde ich mal nachsehen, ob man nicht die Krankenhäuser genauer nach den Kosten fragen kann. Also wegen der Krankenversicherung und so. Weil das ja auch teuer ist, dass das…“ „Danke“, schnitt Sintzbacher ihr Wort ab. „Das reicht.“

Siebels hatte den Auftritt der Kandidatin mit stoischer Ruhe ertragen. Ich hatte von ihm, dem Altmeister der Fernsehkultur, der schon so viele Sendungen kommen und gehen sah, auch nicht viel anderes erwartet. Er rührte gemächlich in seinem Becher, zündete sich eine neue Zigarette an und paffte den Rauch in die stickige Studioluft. „Da sehen Sie, wie die Gesellschaft inzwischen drauf ist.“ „Sie meinen, weil sich die Menschen gar nicht mehr richtig klar ausdrücken wollen?“ Siebels schüttelte den Kopf. „Nein, das ist es nicht. Sie sind so mutlos und verzagt. Kein Selbstbewusstsein. Keine Fantasie.“ „Fantasie?“ „Eben.“ Er nickte. „Man sagt den Leuten: Du wirst Minister. Du kannst alles ändern, Du hast jetzt die Macht. Und sie? Hätte, wäre, könnte, aus. Keiner traut sich, es beim Namen zu nennen. Total chloroformiert.“ Er zog hastig an seinem Glimmstängel.

Der junge Mann war mit federnden Schritten in den Kamerabereich gelaufen, was heißt gelaufen: gehüpft. Strotzend vor Selbstzufriedenheit und im Vollbesitz seiner ganzen Männlichkeit warf er sich in Pose vor dem Stahlrohrgestell, öffnete zwei Knöpfe seines Jacketts und schmetterte los: „Mein Name ist Dirk Werner Lotzmann und ich bin Ihr Innenminister. Wir werden Sie wirksam schützen – auch in Zukunft werden Terroristen keine Chance haben, unsere Sicherheit in Deutschland zu…“ Blitzartig fuhr Siebels auf und langte nach der Flüstertüte. „Fertig“, brüllte er. Der eben noch vor lauter Ego aufgepumpte Law-and-order-Bulle sank in sich zusammen wie ein Gummischweinchen, aus dem man die Luft herausgelassen hatte. „Aber ich“, stammelte er, „ich war noch gar nicht…“ „Können wir dann bitte?“ Siebels machte eine ungehaltene Geste. „Wir haben ja nicht den ganzen Tag Zeit. Und Action!“ „Ja also, dass ich der Innenminister bin… und dann werden wir die äääh… die Dings, also hier jetzt… die…“ „Gut“, kicherte Siebels. „Sehr gut, voll draufgehalten. Der Mann blamiert sich bis auf die Knochen!“ „Ihre medienethische Einstellung lässt erheblich zu wünschen übrig“, tadelte ich ihn. Doch er winkte ab. „Die meisten sehen sich Casting-Sendungen doch eh nur an, um zu genießen, wie sich andere zum Affen machen. Sie kommen auch nicht in eine Sendung, wenn Sie nicht ganz genau wissen, dass Sie hier ein Opfer sind. Sie werden fertiggemacht. Vor laufender Kamera und zur besten Sendezeit. Ob Se dann hinterher wirklich Superminister werden, ob Sie überhaupt jemals etwas mit Politik zu tun haben werden – was weiß ich?“ „Sie meinen, man schaut sich einfach Möchtegerns beim Straucheln an und erwartet nicht, dass hier der kommende Minister entdeckt wird?“ Siebels schaute mich beinahe amüsiert an. „Erwarten Sie das? Wer eine solche Plattform braucht, um populistischen Worthülsen abzusondern, ist im Regelfall ohnehin nicht für öffentliche Ämter zu gebrauchen.“ „Aber die politische Klasse“, wandte ich ein, „wird sich doch düpiert vorkommen. Man führt sie ja geradezu vor.“ „Durchaus nicht“, widersprach Siebels. „Es ist eine Win-Win-Situation. Die Zuschauer sehen es und erfahren, dass Politiker auch nicht sehr viel intelligenter sind als die Bevölkerung. Die Politiker sehen es und stellen fest, dass sie auch nicht so sehr viel dümmer sind als die Dümmsten, die sich hier vor die Kamera stellen. Alle sind zufrieden, was verlangen Sie mehr?“

Das junge Mädchen im adretten Kostüm trat von einem Stöckel auf den anderen. „Als Ministerin würde ich mehr Binnenkonsum anordnen.“ Wir sahen einander an. Er hatte ja so Recht.





Alles wird gut

6 08 2009

„Und da haben wir auch schon unsere nächste Anruferin in der Leitung… hallo, mit wem spreche ich?“ Ein knapp hörbares Knacken unterbrach die Verbindung. Doremirl Schöberle-Duddemann war konsterniert. Der Regisseur winkte. Die Aufzeichnung wurde unterbrochen. Fünf Minuten Pause. Siebels zog einen Klappstuhl zu mir herüber und stellte seinen Kaffee auf den Boden. „Ich sag’s Ihnen, das Format im Unterschichten-TV, und die Öffentlich-Rechtlichen können ihre komplette Ratgeberschiene einstampfen.“

Während die dickliche Brillenträgerin in Braun mit karierten Kniestrümpfen abgepudert wurde, bespaßte eine Stefan-Raab-Kopie zwei sichtlich genervte Assistenten. Wie ich dem Skript entnahm, hatte Michael Törksen den Comedy-Wettbewerb eines Regionalsenders mit dem vierten Platz verlassen und bot sich nun sämtlichen Medien als Witzbeilage an. „Die übliche Qualität“, grummelte der Fernsehmann, „eine Null unter vielen, er zappelt und plappert, bevor man ihn vergisst. Als Sidekick für eine Sozialpädagogin aus Oberbayern genau die richtige Besetzung.“ „Und warum macht er das dann mit?“ „Sie wissen doch, was beim Verheizen rauskommt: Asche. Ah, es geht weiter!“

Der nächste Anrufer war am Boden zerstört. Man hatte bei ihm einen Pankreastumor entdeckt, die Bauchspeicheldrüse war schon zerfressen, die Leber verweigerte den Dienst. Die Trostspenderin salbte den Gebrochenen ein. „Das Leben als solches ist ja endlich“, schwurbelte sie milde, „und es ist doch auch eine Gewissheit, wie wir Endlichkeit als Chance begreifen können, um daraus den Wert des einzelnen Tages zu erfahren.“ Offensichtlich hatte sie sich längere Zeit mit Theologie beschäftigt, im Nebenfach oder als Parkstudium. Da schnappte sich der Comedian das Mikro. „Krebs! Krebs mit 32! Wie geil ist das denn!“ Aus den Studiolautsprechern quoll Lachkonserve. „Sie haben doch die schönsten Jahre noch vor sich – also eher das schönste, hehehe!“ Wieder schallendes Gelächter. „Sie könnten jetzt beispielsweise zu rauchen anfangen. Wenn eh alles im Arsch ist, müssen Sie sich um die Spätschäden auch keinen Kopf mehr machen!“ Mutter Teresa aus dem Loisachtal blickte verzweifelt in Richtung Regie.

Mir schlug diese Geschmacklosigkeit auf den Magen. „Wie“, fragte ich den Formaterfinder, „sind Sie bloß auf diese unsinnige Mixtur verfallen?“ „Ratgebersendungen haben mitnichten den Sinn, Rat zu erteilen“, dozierte Siebels, „schon gar keinen guten, wie Sie denken. Es ist ein Quasselformat, in dem Mühselige und Beladene anderen Beladenen und Mühseligen zuhören, wie die Steuerschulden, Plattfüße und Beziehungsmüll ausplaudern und sich coram publico zum Deppen machen – schon geht’s den anderen wieder gut, wenn sie die Nichtigkeit ihrer Probleme erkennen. Denn Sie werden diesen Unfug, den Jürgen Fliege und der ganze Rest des Schwätzerschwarms in die heiße Luft sirren, doch wohl nicht als Lebenshilfe bezeichnen wollen.“ Leicht irritiert fragte ich den Produzenten, wozu denn Kummerkastentanten in erheblicher Zahl seit jeher Zeitungen, Radio und Fernsehen mit ihrer Linderung für jede denkbare Ausweglosigkeit überzögen. „Bestimmt nicht, um mit individueller Hilfe von der Stange das Schlimme dieser Welt wieder in die Tube zurückzudrücken. Früher ging man zum Priester, um sich seine Ängste von der Seele zu reden; seit der Gesundheitsreform hat nicht einmal der Arzt Zeit, seelische Zipperlein zu diagnostizieren. Jeder ist eingepfercht in die eigene Krise, hat sie sozial kompatibel zu lösen und weiß doch nicht, wie. Da braucht’s nun Schwätzer, die Pflaster auf die Wunden salbadern und einen als geheilt entlassen. Das Ergebnis entscheidet.“

Das Knallbonbon verarschte schon den nächsten Ratsucher. „Totgeburten! Zwei Stück! Na klasse, sag ich da!“ Die Kicherkulisse brodelte. „Lassen Sie sich eine Macke attestieren, damit kommen Sie in jede Talkshow. Und wenn Sie wirklich einen therapieresistenten Dachschaden haben, werden Sie einfach Bundesfamilienministerin!“ Die Anruferin schluchzte konvulsivisch. „Sie können nach vorne schauen“, stotterte die Sozialmutti, „Trauerarbeit mit anderen Betroffenen gibt Ihnen wieder Kraft, ein anderes Kind anzunehmen.“ „Aber hallo“, warf der Spaßbold dazwischen, „Selbsthilfegruppe ist doch eine super Idee. Oder wollen Sie sich jetzt etwa jeden Abend alleine die Birne wegsaufen?“

Ich hielt es nicht mehr aus. „Warum nur dieses rücksichtslose, bösartige Gequatsche? Wollen Sie die Menschen demoralisieren?“ „Sie sehen nicht“, antwortete Siebels, „dass der Adressat auch hier das Publikum ist. Sie sind ein Versager, lebensuntüchtig und dumm, faul und hässlich? Wer Ihnen einredet, Ihre Hautfarbe oder Nationalität sei privilegiert, der baut Sie auf. Todsicher. Oder glauben Sie, Dieter Bohlen und Heidi Klum suchten Talente? Sie suchen das Publikum, das der Demütigung Applaus spendet. Mobbing als Show. Solidarität ist out.“

Doremirl Schöberle-Duddemann tastete nach Ihrem Ohrknopf. „Mit wem spreche ich da jetzt?“ Die Stimme am anderen Ende stockte. „Ich bin Politiker und sitze im Deutschen Bundestag. Es ist alles so sinnlos. Ich kann einfach nicht mehr.“ Wohlig lehnte sich Siebels in seinem Sitz zurück. „Ich glaube, wir werden langsam massentauglich.“