Bestandsaufnahme

6 06 2022

„Keine WLAN-Kabel in der Bahn – damit sollen die Arbeitslosen jetzt kostenlos durch Deutschland fahren!? Das ist mal wieder typisch für diese Sozen, Hauptsache Geld raushauen, aber wo das ankommt, kümmert die nicht. Das haben wir besser gemacht!

Das war zu unserer Zeit jedenfalls ganz anders, weil wir uns mit den Entscheidungen Zeit gelassen haben. Sechzehn Jahre. Aber das wird sich rächen, glauben Sie mir, die sind jetzt fast ein halbes Jahr am Ruder, und was haben die bisher geschafft? Also man kann an Merkel viel kritisieren, aber wir haben nicht einfach die Hände in den Schoß gelegt und dem Krieg zugesehen. Was Digitalisierung angeht, da hatten wir so viele Baustellen auf einmal, von denen kriegt dieser Kanzler nicht einmal eine fertig! Wie will man denn die Pandemie bekämpfen, wenn man nicht einmal ausreichend Faxgeräte hat? Das kann ich Ihnen aus meiner politischen Erfahrung schon mal verraten, diese Ampel hält keine vier Jahre durch. Die sind jetzt schon am Ende.

Oder nehmen Sie diesen hastigen Ausstieg aus dem russischen Erdöl – das machen die einfach so zwischen Tür und Angel, das kann ja einfach nicht gut gehen. Wir haben uns damals noch die Zeit für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands unter Berücksichtigung der internationalen Beziehungen genommen, zum Beispiel mit China. Wenn wir den Chinesen nicht ausreichend Zeit gelassen hätten, gäbe es da heute keine florierende Solarindustrie, und wir müssten die notwendigen Anlagen für die Fotovoltaik alle allein bauen. Und selbst da passiert ja nichts, schauen Sie sich die Regierung mal an! Alleine dieses Schneckentempo beim Ausbau der Windkraft – was haben wir da in den letzten Jahren alles ohne die SPD vorgelegt!

Überhaupt sind hier doch gar keine Visionen, wie wir das als bürgerlich-konservative Partei der Mitte hatten. Wenn Sie sich, sagen wir mal: 2010 ein Auto gekauft haben, dann wussten Sie, damit können Sie rechtssicher so schnell wie möglich von A nach B fahren, bis das Ding kaputt geht, falls wir nicht irgendwann eine Prämie auflegen, mit der Sie sich ein neues kaufen können, obwohl das alte noch fährt. Heute müssen die armen Konzerne sich selbst um den Verkauf kümmern, das muss man sich mal vorstellen! Die müssen selbst festlegen, wann sie aus dem Verbrennungsmotor aussteigen! Das ist doch nicht fair! Wir haben zwar großartige Firmen, die sind in der Lage, das ganze Bahnsystem eines Landes zu erneuern und an die internationale Spitze zu bringen, aber das kaufen doch nur die Ägypter, die haben eh so viel Sand, dass sich da keine Autos lohnen. Nennen Sie das Wirtschaftspolitik?

In Afrika können die Leute mit europäischer Technologie doch gar nichts anfangen, denen hätte man viel besser Fotovoltaik verkaufen können, wenn man denn welche aus deutscher Produktion gehabt hätte. Und genau da beißt sich die Katze in den Schwanz: die Sozen gehen eben nie strategisch vor, die warten hier eine Bankenkrise ab oder den Krieg oder die Inflation, und dann können sie auf einmal nur noch reagieren. Wenn wir uns das als CDU geleistet hätten, auf Krisen zu reagieren, wir wären doch nie wiedergewählt worden!

Und der Klimaschutz, gut und schön, aber ich sehe immer noch nicht, dass im Ahrtal ein Jahr nach dem Jahrhunderthochwasser irgendwas aufgebaut worden wäre. Da zieht sich unser Klimakanzler mal wieder elegant aus der Affäre. Wir werden das ja sehen, wie es bis 2025 weitergeht, jedenfalls habe ich die Befürchtung, dass die Jahrhunderte in der Hinsicht immer kürzer werden, und was machen wir dann? Wir haben noch kein schlüssiges Konzept vorgelegt bekommen, was die Bundesregierung in Bezug der Versäumnisse in den letzten anderthalb Jahrzehnten zu tun gedenkt. Anderthalb Jahrzehnte, in denen die Gefahr irreversibler Schäden für den Standort Deutschland, die Versicherungskonzerne und den Binnenkonsum unaufhaltsam angestiegen sind, ohne dass wir bis heute eine Lösung haben! Das ist doch vorsätzlich!

Und dann nehmen Sie den ganzen Bereich der inneren Sicherheit, das fängt an bei Radikalen in der Polizei und in der Bundeswehr, wobei natürlich die Umwandlung der Armee nach dem Ende der Wehrpflicht kräftig mitgeholfen hat: Sie können das nicht einfach mit einer Studie aus dem Weg räumen, wie das unsere Innenminister aus gutem Grund für Jahre verhindert haben, und dass es dabei natürlich um Kosteneinsparungen ging, die nur zu Lasten der Armee gingen, das wird einem ja schlagartig klar, wenn man diesen plötzlichen Gesinnungswandel der SPD sieht. Sie wollen das Geld gar nicht für die Landesverteidigung ausgeben, schon gar nicht für die dringend benötigten Atomwaffen, die wir nur nicht angeschafft haben, weil ein halbes Dutzend internationaler Verträge und das Grundgesetz dem im Weg stehen. Für die müsste es doch ein Leichtes sein, sich über solche Hürden hinwegzusetzen, wir haben das doch auch gemacht. Und die Verfassung war uns wirklich oft im Weg.

Sechzehn Jahre lang haben wir das gemacht, was den Deutschen halt am besten gefällt: erst mal gucken, dann mal sehen. Man muss mit der Politik doch im Rahmen der Möglichkeiten bleiben, damit man nicht plötzlich in eine Richtung geht, die sich gar nicht lohnt. Wenn wir jetzt das Klima retten, und in ein paar Jahrzehnten kommt diese schlimme Erderwärmung gar nicht – wofür denn dann dieses ganze Theater? Aber das sage ich Ihnen, Freiheit, Wohlstand, Generationengerechtigkeit, Sicherheit, Bildung, Pflege, wenn sich Scholz da heranwagen will, dann haben wir ihn! Und diesmal brauchen wir keine sechzehn Jahre!“





Doppelter Worthülsenwert

2 06 2022

„… den Entwurf ihrer Grundwerte-Charta zur Diskussion stellen werde. Da zur Erarbeitung des neuen Parteiprogramms ein Zeitraum von zwei Jahren veranschlagt worden sei, könne die CDU in ihren sach- und werteorientierten Einzeldebatten zu einer Positionsbestimmung des…“

„… die politische Kultur in Deutschland auf ein ideelles Fundament wie Leistung und Qualifikation zuführen, das in der Vergangenheit zu oft durch die übertriebene Sozialfürsorge beeinflusst worden sei. Dabei habe aber gerade die jüngste Vergangenheit gezeigt, dass Eigenverantwortung und Gemeinsinn die besseren Alternativen zu einem…“

„… erste Ergebnisse in den Gremien erwartet würden. Bisher habe man sich intern nur auf eine Formulierung in der Präambel einigen können, nach der Angela Merkel mit ihren sozialistischen Ideen an allem schuld sei, da sie die CDU sechzehn Jahre lang planmäßig zerstört habe, um die Partei an der Bundesregierung zu…“

„… aber den christlichen Kontext aus den ersten Diskussionsrunden heraushalten wolle. Es gebe in der Union derzeit keine Bibel, da nach der letzten Renovierung des Kanzleramtes die…“

„… dass die Partei in den vergangenen Jahren zu oft auf die falschen Köpfe und Inhalte gesetzt habe, um nur im Wahlkampf einen Zugang zum Leben der hart arbeitenden Bürgerinnen und Bürger draußen im Land zu finden. Linnemann sehe hier im Verzicht eine durchaus positive…“

„… sich in der entschiedenen Neuverortung des modernisierten Entwurfs zu einer pragmatischeren Ausrichtung im gesellschaftlich-kulturellen Kontext der nahen Zukunft widerspiegeln solle, die sich im gegenwärtigen Spannungsfeld zwischen Anspruch und Möglichkeiten politischen Handelns bewegen werde. Konkretere Angaben könne Merz allerdings erst nach dem…“

„… sehe die Kommission eine reizvolle und politisch für neue Koalitionen bedeutsame Aufgabe darin, alte Aussagen zu überdenken und durch eine grundlegend neue Perspektive auf Gesellschaft und Wertesystem zu verjüngen. So könne man die in der Vergangenheit geäußerte Ansicht, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, heute viel differenzierter und mit größerer inhaltlicher Nähe zu potenziellen Verbündeten in der…“

„… den Klimaschutz als herausragende Aufgabe der CDU ansehe, wenn er sich mit der Tradition eines deutschen Staates vertrage, in dem man nicht allein für den Besitz eines Privatjets als Feind der bürgerlichen…“

„… dass Merz neben der Geschlossenheit als klares Bekenntnis zur programmatischen Vielfalt in der Einheit der Partei sowie auch umgekehrt einen richtigen und wichtigen Schritt hin zur neuen qualitativen Definition aushaltbarer Kompromisse zwischen Beständigkeit und Wandel sehe, der erst in der sachbezogenen Formulierung des Programms zu einer letztlich anwendbaren Form eines…“

„… auch als klares Bekenntnis zur Verfassung verstanden werden dürfe. So strebe die Union an, in der gesellschaftlichen Vielfalt diverser zu werden und sich mit ihren politischen Inhalten auch an Minderheiten wie Frauen, Ausländer oder…“

„… diesmal eine Ehrenerklärung sowie einen Verhaltenskodex von den Parlamentariern verlange, der ihnen jede widerrechtliche Bereicherung auf Kosten der Bevölkerung verbiete. Da die CDU im Wesentlichen alle Nebentätigkeiten ihrer Mitglieder für legal erkläre oder sie durch besonders strenge Schutzmaßnahmen vor unbefugtem Zugriff seitens der Öffentlichkeit abschirme, werde es auch weiter keine nennenswerten…“

„… dass sich Merz als Vordenker gut eigne, da er bereits durch zahlreiche Beiträge die Debatte, was konservatives Denken sei, belebt habe. So sei er für die Straflosigkeit der Vergewaltigung in der Ehe, aber für die Altersrente mit 70 gewesen, habe die Abschaffung des Kündigungsschutzes gefordert, aber erfolgreich gegen die Veröffentlichung seiner Nebeneinkünfte während seiner…“

„… bisher auf Feindbilder wie Genderideologie, Kommunismus, Rassismus gegen Deutsche und Verherrlichung des Rauschgiftkonsums gesetzt habe. Die CDU wolle dieses eingeschränkte Bild von Konservatismus durch eine viel breitere Sicht auf die Missstände innerhalb der Gesellschaft in…“

„… dem demografischen Wandel mit neuen Instrumenten begegnen wolle. So sehe Linnemann den Fachkräftemangel auch als sozialpolitische Herausforderung, die vor allem durch Abschiebung sämtlicher Scheinasylanten zu lösen sei, da dann jeder Deutsche wieder ein Jobangebot von der…“

„… rechne der mittlere Flügel der Mitte mit einer schwierigen Aufgabe, da die CDU auf der einen Seite Kernkompetenzen wie Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit zurückerobern und mit den Bürgern auf Augenhöhe kommunizieren, andererseits aber mit Merz als Kanzler eine…“

„… die CDU durch eine neue Erzählung in die Zukunft führen werde. Die Kommission werde in nächster Zeit auf der Basis der deutschen Leitkultur umfangreiche Untersuchungen zur…“

„… alte Ideen wie eine allgemeine Wehrpflicht oder die Ehe zwischen Mann und Frau zu den Erfolgen der Bundesrepublik machen könne. Da eine Vermögensteuer von linksterroristischen Staatsfeinden okkupiert worden sei, werde man solche Dinge jedoch in der Vergangenheit…“

„… den Prozess der Entscheidungsfindung nun durch die ergebnisoffene Diskussion führen wolle. Am Ende werde Merz alleine beschließen, als was er die CDU inhaltlich in seinem…“





Verrätervolk

14 04 2022

„… sehr unterschiedliche Bewertungen gebe. Zwar hätten einige Abgeordnete der Union bis heute ein entspanntes Verhältnis zu Russland und würden Merkel für die distanzierte Haltung gegenüber Putin eine Mitschuld an der Eskalation der…“

„… halte Merz die Debatte zum jetzigen Zeitpunkt für falsch, da man die Entwicklung der deutsch-russischen Beziehungen in den letzten Jahren erst nach einem Regierungswechsel objektiv und wirtschaftsorientiert…“

„… hätte sich eine andere Gruppe der CDU als generelle Gegner des russischen Machthabers zu erkennen gegeben. Gemeinsam sei ihnen, dass auch diese der Kanzlerin maßgebliche Mitverantwortung an den kriegerischen Handlungen in der…“

„… habe Merkel mit ihrer Ostpolitik nur die wirtschaftliche Stärke der Bundesrepublik zeigen wollen. Die Bundeskanzlerin sei zwar auf Rohstoffe angewiesen gewesen, habe aber demonstriert, dass eine sinnvolle Verwertung nur durch die…“

„… dass Merkel der Ukraine Abwehrwaffen verweigert habe. Ein größerer Teil der Union habe zwar vorher Bedenken geäußert, dass dies eine nicht mit dem Kreml abgestimmte Haltung gewesen sein könne, habe die Kritik dann aber auf den wesentlichen Punkt bezogen, dass dadurch die deutsche Rüstungsindustrie um erhebliche…“

„… die überwiegende Mehrheit der Deutschen sich mit der Regierungspolitik einverstanden erklärt hätten. Für den nationalen Flügel sei dies eine gute Erklärung, warum eine Annäherung an die AfD ein Regierungsbündnis der Vernunft bringen könne, da eine zwar nicht der Parteilinie oder der Verfassung entsprechende, aber dem Volkswillen und…“

„… dass Merkel vielleicht nur deshalb nicht mit einer Politik der aggressiven Zurückhaltung gegen die Russische Föderation regiert habe, um nicht den militärischen Angriff auf Deutschland riskiert zu haben. Dies sei ohne ausdrückliche Stellungnahme der Ex-Kanzlerin zwar weder zu beweisen noch zu widerlegen, für Publikationen in den anstehenden Landtagswahlkämpfen dürfe man es aber immer…“

„… sich gerade die transatlantischen Verbände innerhalb der Unionsparteien einer Belastung ausgesetzt sähen. Man könne Merkel nicht als eine Förderin betrachten, wie dies beispielsweise von Seiten der USA geschehen sei, wolle sie aber auch nicht als Verräterin, die mit einer naiven…“

„… die historischen Begleitumstände nicht in der richtigen Konsequenz gewürdigt würden. Für den Parteivorsitzenden sei es klar ersichtlich, dass Merkel die Tragweite ihres Tuns nicht habe in Gänze überblicken können, da sie als Frau nicht in der Lage gewesen sein, alle Einzelheiten der…“

„… immerhin für eine lang anhaltende Periode des Friedens verantwortlich gewesen sei, was in der deutschen Geschichte einigermaßen Beachtung verdiene. Merz kritisiere daran, dass die Rolle der Bundesrepublik als militärisch belastbare Nation bereits von Schröder torpediert worden sei, was sich bis heute in den Beziehungen zu den USA…“

„… die Deutschen als Verrätervolk bezeichnen wolle. Gleichzeitig seien sie aber auch Opfervolk, wie Kretschmer auf einer Pressekonferenz der Energiekonzerne im Freistaat…“

„… würden sich die damaligen Verbindungen der CDU-Fraktion zu Kasachstan heute in einem ganz anderen Licht darstellen. Da sich das Regime inzwischen von Putin distanziere, dürfe man auch vorherige Fälle von Lobbyismus nicht mehr als…“

„… die Debatte mit einem Machtwort endgültig abschließe. Merkel habe zwar eine vollständige Katastrophe hinterlassen, die man nach Warnungen aus der Opposition bereits vor Jahren habe kommen sehen, es seien ihr im Rückblick aber keine Fehler nachzuweisen. Dies gelte ja auch für alle anderen Politikfelder, weshalb Merz gerade im Hinblick auf Russland nun keine gesonderte…“

„… reiche es Generalsekretär Czaja aus, dass sich die Altkanzlerin heute eindeutig gegen den Krieg positioniert habe. Da sie bei sich keine Art der Verantwortung sehe, dürfe man ihr diese auch nicht zuweisen. Dies werde in der Union seit der Gründung praktiziert, nur wegen eines einzelnen Konfliktes ändere man doch jetzt nicht die…“

„… dass die Partei auch anerkennen müsse, wie stabil die Öl- und Gaslieferungen aus Russland vor und nach der Annexion der Krim gewesen seien. Damit habe Merkel mehr für die Sicherheit der deutschen Wirtschaft geleistet als Scholz, was nicht nur zur Kräftigung der Börsenkurse und damit der Vermögen in der EU und den…“

„… allerdings nicht auszuschließen sei, dass sich der russische Präsident durch offene Kritik an der Ex-Kanzlerin gekränkt fühle und seinerseits mit einem Lieferstopp antworte. Mit der Verleihung einiger hoch dotierter Preise an Merkel könne man ihre Reputation in der Öffentlichkeit innerhalb der kommenden Monate sicher wiederherstellen und so eine Exitstrategie aus der Diskussion um ihren…“

„… müsse sich der Parteivorstand jetzt keine unangenehmen Fragen stellen lassen. Dies würde im Nachgang nur zu Selbstkritik führen, die bisher immer zu sinkenden Umfragewerten und…“

„… die Partei auch gemeinsam Konsequenzen aus den Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre ziehen werde. Um einen geistesgestörten, asozialen, gewalttätigen Soziopathen mit krimineller Energie zu verstehen, hätte man auf den Rat einer ähnlich denkenden Persönlichkeit hören müssen. Es sei im Rückblick falsch, dass 2005 die Kanzlerschaft nicht gleich durch Friedrich Merz als führendem…“





Pappnasen

15 02 2022

„… bekräftigt habe, dass das Land Nordrhein-Westfalen den Karnevalsvereinen Gelder in Höhe von 50 Millionen zahlen werde. Als Träger des wichtigsten Kulturgutes in Westdeutschland seien sie in Not und müssten sofort eine…“

„… als einseitig kritisiere. Die Innung der Küchenbauer habe allein im Münsterland stark unter den Auswirkungen der Pandemie gelitten und könne ohne eine sofortige Milliardenhilfe gar nicht mehr über den jetzigen…“

„… nicht mehr zu ändern sei. Da sich der Finanzausschuss inzwischen zur Bereitstellung der Summe für das Nothilfeprogramm Neustart miteinander entschlossen habe, werde man die 50 Millionen Euro zeitnah an die…“

„… der CDU-Landesverband auch personelle Unterstützung leiste. Zwar werde Spahn den Vorsitz der Task Force nicht unentgeltlich…“

„… werde der Diesel-Pkw als wichtigstes in Deutschland produziertes Wirtschaftsgut in seiner Bedeutung für die nationale Identität sträflich vernachlässigt. Die Hersteller hätten die umgehende Zahlung von Hilfen in dreifacher Höhe des Bundeshaushaltes sowie eine…“

„… die Erweiterung der Zahlungen auf die Landesmaßnahme Zukunft Brauchtum durchwinken werde. Die Christdemokraten seien davon überzeugt, dass Gelder, die man ohne einen konkreten Nutzen für die Bevölkerung ausgebe, die beste symbolische Wirkung für den nächsten …“

„… auch dem medizinischen Personal in den Kliniken des Landes NRW nütze. Wie in jedem Jahr erwarte man wieder zahlreiche Infektionen mit Haut- und Geschlechtskrankheiten, die sich für eine Fortbildung zum Facharzt hervorragend…“

„… dass die Finanzmittel auch zur Bewältigung der Folgen der Flutkatastrophe im vergangenen Sommer fehlen würden. Die Staatskanzlei habe in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass ein möglichst ungestörter Karneval in den Vorständen der großen Traditionsvereine viel zur Wahrung des sozialen Friedens im Land beitrage, so dass die individuellen Schäden nicht mehr ganz so hart für die betroffenen…“

„… müssten sich statistisch immer noch mehrere Bundesbürger ein Kreuzfahrtschiff teilen, weshalb eine kombinierte Auszahlung der Gelder an Werftindustrie und Schiffstourismus sich sehr positiv auf die wirtschaftliche Zukunft des…“

„… inzwischen an vier Online-Meetings mit einer Gesamtdauer von fast einer ganzen halben Minute teilgenommen habe. Spahn wolle demnächst einen Redebeitrag für die Kommission beisteuern, wisse aber nicht, was er über die…“

„… sich bereits um die zweite Zahlung in Folge handele. Auch 2021 habe die Landesregierung in Düsseldorf die Karnevalsvereine mit einer ähnlich hohen Transferleistung gestützt, da der damalige Ministerpräsident Laschet der Ansicht gewesen sei, man müsse gezielt die am schwersten betroffenen Kräfte begünstigen, statt Pflegepersonal einfach mit der Gießkanne zu…“

„… dass Zukunft Brauchtum erste Ergebnisse zur Innovation des deutschen Karnevals liefern könne. Neben der Integration der Begriffe Frau und Kultur werde es eine…“

„… sich die Karnevalisten in Rheinland-Pfalz benachteiligt fühlen würden. Ministerpräsident Wüst sehe dies als eine typische Neiddebatte, wie sie in einem linksextremistisch geführten Land an der Tagesordnung sei, und werde sich keine…“

„… könne die Brauchtumszone NRW auch neue Arbeitsplätze für die Exportwirtschaft schaffen. Die Landesregierung werde sich mit einer nationalen Fertigung von Pappnasen weitgehend unabhängig von ausländischen Anbietern machen und könne so bereits in den kommenden Jahren ihre Produkte auf dem chinesischen Markt zu einem sehr…“

„… dass die Gelder im Schulsport nicht besser aufgehoben seien. Die im Kabinett für Bildung zuständige Bürohilfe Gebauer habe dies bestritten, da Schulsport nicht der Allgemeinheit diene, eine Finanzspritze für mehrere Großkonzerne jedoch die allgemeine Stimmung im Land erheblich…“

„… die Unregelmäßigkeiten durch Kontrollen in einem Traditionsverein aufgeflogen seien. Die unter der Leitung von Spahn geplante Produktion von Pappnasen sei durch Billigimporte aus Taiwan, die dann zum Stückpreis von fünfzig Euro an eine in Bayern ansässige Handelsgesellschaft der Tochter des ehemaligen…“

„… zu spät oder gar falsch reagiert habe. Eine von Pflegepersonal in NRW aufgesetzte Petition, symbolisch einen möglichst hohen Bonus für das Jahr 2022 anzukündigen und ihn dann auf die 50 Millionen aufzuschlagen, sei vor dem Beschluss im Landtag nicht rechtzeitig als Sarkasmus erkannt worden, so dass es zu einer entsprechenden…“

„… scharf zurückweise. Einerseits sei durch den Pappnasendeal den Vereinen so gut wie kein Schaden entstanden, andererseits habe Spahn die Gelder nicht aus der Nothilfe, sondern aus dem übrigen Landeshaushalt von…“

„… einen Teil des Programms Neustart miteinander für die Beisetzungen an oder mit COVID-19 verstorbener Kinder umwidmen werde. So könne sich Laschet als Schirmherr der Stiftung vorstellen, dass der kostengünstige Auftritt eines Clowns die christliche Perspektive, dass es auch nach dem Tod irgendwie…





Historisches Erbe

14 12 2021

„Natürlich wird sich Herr Kretschmer nicht von den Mordplänen dieser Rechtsterroristen beeindrucken lassen. Die sind zwar auf sein Privatgrundstück gelangt, haben ihn antisemitisch beleidigt und ihm den Tod seiner ganzen Familie angekündigt, aber bisher ist davon noch nichts passiert. Da können Sie mal sehen, wie stabil dieses Demokradings hier im Reichsgau Sachsen ist.

Dann eben Freistaat, das ist doch dasselbe, oder wollen Sie sich an irgendwelchen ideologischen Propagandabegriffen aufhängen? Da hat Herr Kretschmer ausnahmsweise mal recht: man muss als Landesvater die Ruhe bewahren, solange noch nichts passiert ist. Das hat sich in den deutschen Ostgebieten seit 1990 bewährt, das muss man nicht ändern. Und solange keine größeren Werte zerstört werden – so ein Scheinasylantenheim hat ja keinen besonders hohen Brennwert, wenn Sie wissen, was ich meine – muss man den Volkswillen auch mal akzeptieren, auch wenn er mit der aufgezwungenen Verfassung nicht ganz so viel zu tun hat. Wir sind ja für Frieden und Freiheit, aber wir verstehen das aus unserer Perspektive. Es ist unsere Freiheit.

Nein, das ist in Ordnung. Herr Kretschmer hat sich entschieden, den inneren Frieden des Volks der Sachsen nicht zu stören. Das ist sehr löblich, denn das Volk der Sachsen kann notfalls auch anders, und da Herr Kretschmer gerne bei der nächsten Wahl noch mal antreten will – wenn man Glück hat, kann man auch im Rollstuhl eine große politische Karriere machen, aber dann muss er schon sehr viel Glück haben, wenn er noch im Rollstuhl sitzt, wenn Sie wissen, was ich meine – sollte er schon ein bisschen Verständnis für die Befindlichkeit seiner Wähler haben. Das hat doch bei PEGIDA auch gut geklappt, da musste man auch nicht bei jedem Hakenkreuz die Polizei rufen, und wenn man die trotzdem gerufen hat, bekam man von denen eben die Denunziantenfresse poliert.

Wir Sachsen nehmen unsere Angelegenheiten nun mal gern in die eigenen Hände. Das ist es doch, was die Politik von uns immer wieder fordert: mehr Eigenverantwortung. Wir warten eben nicht, bis die Regierung sich mal entscheidet, irgendetwas zu tun, wir handeln selbsttätig, und wir warten auch nicht ab, bis uns irgendjemand eine Rechtsgrundlage für unseren Volkswillen zur Verfügung stellt. Das Volk sind ja wohl immer noch wir, also warum sollte der Souverän hier die Entscheidungen akzeptieren, die die Systemvertreter im Auftrag der Hintermänner treffen? Noch sind wir in der Lage, das Schicksal unseres Volkes selbst zu bestimmen.

Herr Kretschmer zeigt sich nämlich durchaus geschichtsbewusst, weil es schon vor der konkreten Gefahr der Umvolkung seit 2015 eine deutliche Neigung gab, die national geprägten Gefühle der Sachsen nicht zu kriminalisieren, sondern als Teil des historischen Erbes anzuerkennen. Das kann auch schon mal unangenehm werden, aber kriegt man als Deutscher ja sowieso schnell Probleme, oder sie werden einem wenigstens nahegelegt, wenn Sie wissen, was ich meine. Deshalb hat Herr Kretschmer bisher auch immer gut daran getan, die politischen Initiativen gegen den Volkswillen, wo er als verfassungswidrig angesehen wird, mit seiner Regierungspartei und mit der vermutlich nächsten Regierungspartei gemeinsam zu verhindern. Wo soll das denn hinführen, wenn man nicht mehr seine Meinung sagen darf?

Wir zum Beispiel sind der Meinung, dass Herr Kretschmer sich bisher immer anständig verhalten hat. Er tut, was man ihm sagt. Das ist bei Politikern nicht mehr selbstverständlich, im Westen muss man da auch immer sehr viel Geld anlegen oder genau wissen, welche Leichen im welchem Keller stinken. Was seine geistige Grundausstattung betrifft, kann man ihm natürlich schnell beibringen, dass er Teil des Problem ist und nicht mehr aus der Nummer rauskommt, wenn er nicht mitspielt. Auf Dauer wird das die Gesellschaft spalten, und daran will man als Ministerpräsident sicher nicht schuld sein.

Haben Sie übrigens gehört, dass sich Herr Kretschmer für ein entschiedenes Durchgreifen der Polizei gegen die Rechtsextremisten entschieden hat? Ich auch nicht. Wie gesagt, er ist ein durchaus geschichtsbewusster und folgsamer Politiker, dem man in jeder Lage vertrauen kann. Außerdem muss man zugeben, dass die bisherigen Appelle aus dem Bundesinnenministerium kamen, seitdem wir da wieder eine Bundesinnenministerin haben, die nicht nur den Stuhl warm sitzt. Die darf alles sagen, sie ist ja nicht zuständig. Wir warten einfach etwas ab, bis sie ein Gesetz fordert, dass illegale Sachen verboten werden, und dann ist auch gut. Dann loben wir mal die gesunkene Gewaltbereitschaft der Polizei gegenüber den militanten Äußerungen des gesunden Volksempfindens durch die freiheitlichen Kräfte, wenn Sie wissen, was ich meine, und dann kommen wir bestimmt schnell ins Gespräch, wie wir das sonst auch immer machen. Miteinander zu reden ist da schon ein guter Schritt, und dann ist auch bald schon wieder Ruhe.

Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn in den nächsten Tagen bei Herrn Kretschmer versehentlich Brandsätze ins Haus geworfen werden, wir kennen unsere Sympathisanten nicht alle persönlich und können ihnen keine Vorschriften machen, da wir uns als freie Sachsen verstehen. Wir gehen davon aus, dass Herr Kretschmer das nicht so schlimm finden wird, weil ja noch mal alles gut gegangen ist, es sei denn, es ist nicht alle gut gegangen, aber das fänden wir auch nicht so schlimm. Wenn Sie wissen, was ich meine.“





Krise

9 11 2021

„Es ist im Grunde schon fünf nach Zwölf.“ „Das darf aber doch nicht heißen, dass wir die Hände in den Schoß legen und zuschauen.“ „Das Leben ist in Gefahr, das ganze gesellschaftliche Leben!“ „Vor allem die Mittelschicht, wir haben in den letzten Jahrzehnten so viel aufgebaut, dass uns…“ „Diese Krise wird uns alles nehmen!“ „Sie reden hier aber schon von Corona?“ „Ich dachte, wir besprechen die Lage der CDU?“

„Man darf jetzt nicht verallgemeinern.“ „Ich finde das auch.“ „Wir müssen auch mal die Krise im Dorf lassen.“ „Auf der anderen Seite erwarten die Menschen doch, dass wir eine Entscheidung treffen.“ „Wir sollten erst mal abwarten, ob wir alle notwendigen Fakten haben.“ „Außerdem sind die Folge ja nicht absehbar.“ „Die Wahl sollte von der Basis getroffen werden.“ „Was hat das mit dem Klima zu tun?“ „Mir ist das unheimlich.“ „Wissen Sie, ich bin so alt, ich erlebe das nicht mehr.“ „Das geht mir mit der Verjüngung der CDU genau so.“ „Aber die Langzeitwirkungen können wir ja noch nicht absehen.“ „Wenn wir den Falschen wählen, gibt es gar keine mehr.“ „Und das spaltet die Gesellschaft!“ „Bleiben Sie mal ruhig, wir müssen uns auf ein Thema konzentrieren.“ „Sie haben gut Reden!“ „Ich höre es jeden Tag im Wahlkreis, wenn wir die Pandemie nicht in den Griff kriegen, dann trauen uns die Leute den Klimawandel auch nicht mehr zu.“ „Wenn wir uns als CDU nicht erneuern, dann können wir bei allen anderen Sachen auch einpacken.“ „Also ich bekomme wenigstens mein Gehalt weiter, auch wenn…“ „Was?“ „Was?“

„So schlimm ist es gar nicht, wir müssen halt schauen, ob die neue Bundesregierung erfolgreicher ist als wir.“ „Und dann?“ „Boykottieren wäre eine Lösung.“ „Wir haben doch im Wahlkampf selbst angekündigt, dass wir mehr Klimaschutz für…“ „Was wir im Wahlkampf sagen und was wir in der Opposition machen, das muss noch lange nicht dasselbe sein.“ „Außerdem reden wir gerade über die Pandemie.“ „Sagen Sie das doch!“ „Ich dachte, er spricht schon wieder über den CDU-Vorsitz.“ „Das würde ich nicht als Krise ansehen.“ „Naja, das Klima ist auch eher eine Katastrophe.“ „Wir würden Sie es denn nennen, wenn Sie dreißig Jahre lange denken, es läuft doch alles gut, und plötzlich wachen Sie auf und stellen fest, dass Sie in der Scheiße sitzen?“ „So schlimm ist Corona nun auch wieder nicht.“ „Sie meinen Afghanistan, richtig?“

„Jetzt konzentrieren Sie sich bitte mal, wir müssen Prioritäten setzen.“ „Haben wir gemacht.“ „Unsere Wähler sind im Durchschnitt alte, weiße Männer, die die Verfassung hassen und alle Linken an die Wand stellen wolle, weil das im Grundgesetz so vorgesehen ist.“ „Davon kriegen wir das mit dem Klima auch nicht hin.“ „Die Demonstranten sind ja meist Frauen und Linke.“ „Dann sollte man denen mal ein paar Coronaleugner vorbeischicken, damit die sich infizieren und auf der Intensivstation landen.“ „Hähähä!“ „Das macht die Pandemie auch nicht erträglicher.“ „Es sind nur ein paar Wochen, dann haben diese Kommunisten aus der SPD den ganzen Kram an der Backe!“ „Dann berichten die Medien natürlich nur noch über den noch nicht abgeschlossenen Erneuerungsprozess in der CDU.“ „Wozu sollen wir uns erneuern?“ „Damit die Leute denken, dass die Krise vorbei ist.“

„Wir sollten uns auch darüber im Klaren sein, dass die Wirtschaft tief getroffen ist von den Folgen der Pandemie.“ „Gibt es diese Chips immer noch nicht?“ „Ich dachte eher an die Hyperinflation.“ „Das ist doch keine Hyperinflation!“ „Das haben die Sozialisten sauber hingekriegt!“ „Dass es keine Chips mehr gibt?“ „Kaum bricht in Deutschland der Stalinismus aus, übernehmen die Linken von der Vorgängerregierung eine Hyperinflation!“ „Das ist ein bisschen Teuerung, aber keine Krise.“ „Wenn in Deutschland die Löhne steigen, dann ist das eine Krise!“ „Malen Sie nicht den Teufel an die Wand!“ „Kann man das nicht wegignorieren wie das mit dem Klima?“ „Das ist menschengemacht, aber die Inflation hat keiner kommen sehen.“

„Und wenn wir einfach so weitermachen?“ „Die nächste Welle kommt bestimmt.“ „Das ist aber noch keine Lösung.“ „Naja, man könnte sich schon auf einer der nächsten Konferenzen für den wirksamen Schutz vor Treibhausgasen und…“ „Wir sprechen gerade über den Parteitag.“ „Stand da irgendwas anderes zur Debatte als ‚Weiter so‘?“ „Stimmt auch wieder.“ „Dann müssten wir das ja nicht unbedingt als Krise bezeichnen.“ „Erst wieder in vier Jahren.“ „Was ist in vier Jahren?“ „Nach der nächsten Wahl zum Bundestag.“ „Und?“ „Dann haben wir sicher ein noch beschisseneres Ergebnis, wir haben das bis zum Erbrechen durchgekaut, jeder hat über nichts anderes geredet, und alle sind kollektiv überrascht, dass wir komplett am Arsch sind.“ „Ach, das ist bei Corona gerade ähnlich.“ „So kann man das mit dem Klima aber nicht lösen.“ „Ich würde sagen, das Aussitzen dauert dann halt ein bisschen länger.“

„Was würde eigentlich passieren, wenn wir uns doch in einer Bundesregierung…“ „Nein!“ „Das meinen Sie doch nicht ernst?“ „Also Lösungen haben wir schon vorher nicht gehabt.“ „Dann wäre das jetzt auch nicht schlimmer, als hätten wir die Wahl gewonnen.“ „Wir müssen bloß nicht den Kanzler stellen.“ „Das wäre doch die Lösung!“ „Ich könnte dem etwas abgewinnen.“ „Super!“ „Das ist für die Grünen interessant.“ „Rufen Sie an oder soll ich?“ „Weg mit der Krise!“ „Bis auf die CSU.“ „Wieso?“ „Haben Sie mal überlegt, was passiert, wenn Söder weiter an allem herummeckert, obwohl wir an der Regierung sind?“ „Das nennen Sie Krise?“ „Also wenn Sie das Klima meinen…“





Faschistischer Schutzwall

2 11 2021

„… als leuchtendes Beispiel für den Willen zur Freiheit gelten dürfe, so Sachsens Ministerpräsident Kretschmer. Aus diesem historischen Bewusstsein sei eine Abschottung gegen Osteuropa eine der logischen Folgen des jahrzehntelangen…“

„… auf vehementen Protest aller westlichen CDU-Landesverbände stoße. Da es sich um eine außenpolitische Frage handele, werde man die Entscheidung allerdings der nächsten Regierung überlassen, sobald diese sich…“

„… werbe die AfD für baldige Koalitionen mit den Christdemokraten, um eine migrationssichere Politik in den mitteldeutschen Gauen zu…“

„… zu einer verfassungsrechtlich schwierigen Frage werde, da durch eine physische Abschottung die Möglichkeit eines Asylantrages nicht mehr gewährleistet sei. Zur Vorbeugung habe Kretschmer vorgeschlagen, das Bundesverfassungsgericht so schnell wie möglich abzuschaffen, um nicht dem Missbrauch von Grundrechten Vorschub zu…“

„… Merz von den Deutschen mehr Solidarität im Umgang mit Flüchtlingen fordere. Jeder Erwerbslose könne mindestens zehn Migranten bei sich wohnen lassen, damit die anständigen Bürger nicht mehr mit der Überfremdung konfrontiert und zu Gewaltverbrechen gezwungen würden, die sich aus der ständigen…“

„… dass wir schon mit dem Klimaschutz im eigenen Land ausgelastet seien und nicht auch noch für andere Staaten Verantwortung übernehmen könnten. Lindner wolle lieber warten, bis deutsche Ingenieure Erfindungen gemacht hätten, die sich gewinnbringend in den afrikanischen und…“

„… nicht zu den aktuellen Gefährdungen für Volk und Heimat gekommen wäre, wenn sich die Wehrmacht entschiedener für die nationale Einheit mit den Siedlungsgebieten ostischer Ethnien in einem Diktatfrieden zwischen dem Führer und dem Genossen Stalin eingesetzt hätte. Gauland sei sehr besorgt, dass dieses Versäumnis sich nun auf die…“

„… schlage Söder eine Brandmauer zwischen den beiden Freistaaten Bayern und Sachsen vor. Diese diene letztlich viel mehr der Integration der rechten Kräfte in die CDU, die sich nach einer Trennung der beiden Unionsparteien für die…“

„… sei eine rasche, nachhaltige Lösung dieses Konflikts auch heute machbar. Gauland empfehle einen sofortigen Einmarsch in Polen, der für die Sicherung der EU-Außengrenze gegenüber den…“

„… beste Kontakte in die USA pflege. Für Merz sei der Bau einer Mauer auch als wirtschaftlicher Impuls geeignet, Arbeitsplätze für unqualifizierte Bürger zu schaffen, die eine nationale Aufgabe für ihre Pflicht hielten und die…“

„… dürfe man der Zuwanderung überwiegend rechtskonservativer, streng religiöser und stark frauenfeindlicher Männer nicht tatenlos zusehen, wenn es keine Deutschen seien. Kretschmer sei kein Rassist, aber…“

„… gemeinsame europäische Werte finden könne, indem sich auch die Polen als christliches Abendland bezeichnen dürften. Laschet wolle sich bis zur Abwahl als CDU-Vorsitzender um eine Verständigung auf katholischer Ebene mit den…“

„… und in Absprache mit der sächsischen Landesregierung den Schießbefehl durchsetzen wolle. Das Bündnis rechter Kleinparteien sehe in der Übertragung der Grenzverteidigung in ihren Aufgabenbereich den Auftrag, einen faschistischen Schutzwall zwischen den …“

„… in Sachsen den 9. November symbolisch zum Tag der Freiheit von Zuwanderungsterror und Umvolkung einführen werde. Kretschmer sehe Demokratie und Menschenrechte als politisches Privileg, das man vor fremden Völkern schützen müsse, um das wirtschaftlich erfolgreiche…“

„… sich die Linke im Sächsischen Landtag gegen die Abschottungspläne der CDU gewandt habe. Merz fühle sich dadurch in seiner Auffassung bestätigt, dass die Mauerpartei noch immer in der Vergangenheit lebe und für politische Ideen wie Völkerverständigung oder Frieden viel zu viele…“

„… Gespräche mit dem belarussischen Diktator vorgeschlagen habe. Gauland stehe dem skeptisch gegenüber. Solange man Menschen jagen und mit Waffengewalt bekämpfen könne, sei Diplomatie ein zu einfaches Mittel zur Durchsetzung des…“

„… dass kein EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen das Bundesland angestrengt werden könne. Das Parlament könne sich allerdings vorstellen, die Gelder für einen Zaun rund um Sachsen mit einfacher Mehrheit zu…“

„… warne Kretschmer vor einer hybriden Taktik. Die Feinde Deutschlands seien inzwischen auch in der Lage, Flüchtlinge nach Nordirland zu schleusen, um den EU-Beitritt und damit die Flucht in die Bundesrepublik zu organisieren. Nur ein Westwall sei noch geeignet, die Verteidigung im…“

„… habe man in Europa nicht bürgerliche Freiheiten und wirtschaftliche Sicherheit aufgebaut, um diese jetzt mit Nichtariern teilen zu müssen. Die AfD werde ihr Versprechen erneuern, als Bollwerk gegen Migration gemeinsam mit der Union ein…“

„… fordere Kretschmer angesichts der aktuellen Lage, Polen mit sofortiger Wirkung aus der EU zu entfernen. So könnten alle Flüchtlinge gefahrlos die belarussische Grenze überschreiten, würden sich aber immer noch nicht innerhalb der Europäischen Union befinden und hätten somit auch kein Recht auf ein Asylverfahren im…“

„… als nationalen Auftrag sehe, der Einheit und Freiheit sichere und die Not durch historisches Handeln beende. Der Mauerbau an der deutschen Grenze sei für Polen ein unvermeidliches…“





Bundesvizekanzleramt

1 11 2021

„Eine ganz normale Telefonanlage, Herr Scholz. Da ist der Knopf für die Gegensprechverbindung, Sie können auch von hier aus die Türen öffnen, und da sind die hundert wichtigsten Geheimnummern im Kurzwahlspeicher. Hat Ihnen Frau Merkel schon gezeigt? Dachte ich mir.

Also wir haben kein Problem damit, dass Sie als zukünftiger Bundeskanzler hier schon mal die Räumlichkeiten inspizieren. Frau Merkel ist ja bis zum Schluss geschäftsführend im Amt und hat noch jede Menge zu tun, aber offensichtlich hat sie schon einige Informationen an Sie weitergegeben. Sie sind ja offiziell heute auch als Finanzminister hier im Bundeskanzleramt, da wir erst im Laufe der Woche die Umbenennung in Bundesvizekanzleramt als provisorische Regierungsbehörde durchhaben. Herr Söder hat sich so sehr dafür ausgesprochen, dass das reibungslos über die Bühne geht, wir konnten also damit rechen, dass er das intern torpediert.

Der Posteingang ist momentan ein bisschen viel, die FDP schickt alle paar Stunden ein Fax, weil sie verlangt, dass Herr Lindner als offizielles Mitglied der nächsten Regierung auch zu allen Terminen der geschäftsführenden Bundeskanzlerin mitgenommen wird. Er war Spitzenkandidat, seine Partei ist nicht auf dem letzten Platz gelandet, also meint er, dass er für den Fall einer Minderheitenregierung mit der Union rein theoretisch noch Bundeskanzler werden könnte, weil er ja als einziger immer alles besser weiß, dass er alles besser kann. Wir ignorieren das, falls er Sie während der Koalitionsverhandlungen darauf ansprechen sollte, Sie wissen von nichts. Frau Merkel schmeißt das ungelesen in den Müll.

Da hinten ist die Teeküche, wir haben eine neue Mikrowelle angeschafft, falls es doch mal später wird, und hier ist der Kühlschrank. Nein, andere Seite. Das sind die beiden Getränkeschränke. Wir haben immer eine gewisse Auswahl guter Weine in angemessener Temperatur vorrätig, da Frau Merkel einen guten Tropfen durchaus zu schätzen weiß. Für Sie sicher keine Umgewöhnung, sie mag Rote. Das ist schon ein bisschen länger da. Am Anfang hatten wir noch Aktenordner mit Aufklebern wie ‚Diverse Dokumente‘ oder ‚Notfälle‘, die kamen teilweise noch aus der Ära Kohl, und Herr Schröder hatte in dem einen immer einen vernünftigen Bordeaux und eine Zigarre griffbereit. Frau Merkel hat das dann beibehalten, bis Leute wie Herr Scheuer, Herr Seehofer und Herr Spahn gleichzeitig im Kabinett saßen. Das kriegen Sie mit einer Flasche nicht weg.

Das wird noch ausgebessert, der Maler kommt nächste Woche. Es sind nur ein paar Schrammen im Anstrich, aber da ist noch Metallabrieb drin vom Rollstuhl. Herr Schäuble wollte das Amt nicht ohne Kampf aufgeben. Wir dachten zuerst, er hätte hier noch Teile seiner Altersvorsorge hinter der Tapete versteckt, aber er hat sich einfach nur am Geländer angekettet. Frau Merkel hat dann den Hausmeister angerufen, der hat ihr den Bolzenschneider aus dem Keller geholt, und sie hat selbst eine gemeinsame Lösung gefunden. Sie hat so eine pragmatische Art, die wir alle noch sehr vermissen werden. Aber Sie werden hier natürlich eigene Akzente setzen.

Hiermit müssen Sie vorsichtig sein, Frau Merkel hat das täglich benutzt. Die Dosierung steht auf der Dose, es wirkt ganz hervorragend. Ja, direkt aus der Weltraumforschung, das beste Imprägnierungsspray der Welt. Teflon ist nichts dagegen. Sie können mit dem Zeug machen, was Sie wollen, an Ihnen bleibt nichts hängen, gar nichts. Frau Merkel war von dem Zeug begeistert. Sie haben selbst so etwas? Das ist bekannt, Herr Scholz. Das ist bekannt.

Noch mal ein kleiner Tipp: melden Sie sich bloß nicht mit Namen am Telefon. Am Ende rutscht Ihnen dabei ‚Finanzminister‘ raus. Machen Sie das nie, das kann zu schweren Verwicklungen führen, es sei denn, Sie wollen Herrn Lindner ärgern. Dann machen Sie es natürlich extra, Sie sind dann ja der Bundeskanzler. Andererseits, jetzt kann er gar nicht mehr zurück, sonst wird er als welcher Minister auch immer bei jeder Auslandsreise mit Schlag in den Nacken begrüßt. Ich kann mir nicht helfen, aber das hat Frau Merkel bestimmt mit einkalkuliert. Wäre ihr jedenfalls zuzutrauen.

Die Sicherheitsmaßnahmen für den G20-Gipfel wurden in diesem Zusammenhang übrigens noch einmal extra verstärkt, damit es nicht plötzlich zu unvorhergesehenen Zwischenfällen kommt. Die vorhersehbaren Zwischenfälle bei solchen Gipfeln kennen Sie ja bereits, und Frau Merkel war der Ansicht, dass Sie das gerne alleine regeln. Für den Fall einer erfolgreichen Wahl möchte sie Sie auch nochmals daran erinnern, dass Sie dann einen Innenminister haben. Das waren in letzter Zeit nicht unbedingt die besten Kräfte, aber Sie wissen ja, wie schwierig man gutes Personal bekommt. Schauen Sie nach Hamburg.

Wir schätzen das als Signal der Kontinuität, das hat es vorher nicht oft gegeben. Wer sich da sonst aus der Union angeboten hätte, entzieht sich unserer Kenntnis. Herr Söder vermutlich nicht. Der hätte sich wahrscheinlich auch nicht das Kanzleramt von innen angeguckt, sondern Frau Merkel durch die Bayerische Staatskanzlei geführt. Wenn ansonsten Probleme auftauchen sollten, wir haben jederzeit ein offenes Ohr für Sie. Das Vertrauen, das Frau Merkel in Sie setzt, werden wir auch haben. Eine sozialdemokratische Kanzlerin, die die Fortsetzung ihrer Umverteilungspolitik für eine finanziell bessergestellte, strukturkonservative Schicht von Fortschrittsverweigerern mit pseudoemotionalem Gelaber in eine Weiter-so-Zukunft, in Altersarmut und Klimakatastrophe führt – Herr Scholz, wem sollte sie da mehr vertrauen als Ihnen?“





Meine Mitte, Deine Mitte

25 10 2021

„Nein!“ „Meine Güte, man kann sich aber auch anstellen!“ „Wir wollen aber nicht!“ „Vor ein paar Wochen haben Sie noch bei jeder sich bietenden Gelegenheit herausposaunt, dass eine Regierung nur mit Ihrer Partei…“ „Wir wollen aber nicht!“ „Gut, dann eben nicht.“ „Und eine Regierung unter Ihrer Partei wird das Land in eine sozialistische Diktatur verwandeln, in der jeder islamistische Einwanderer ein bedingungsloses Einkommen für den Drogenkonsum kriegt!“ „Sind Sie schizophren oder einfach nur ein dummes Arschloch?“ „Wir sind die Christlich-Demokratische…“ „Das liegt ja ungefähr dazwischen.“

„Deutschland wird vor die Hunde gehen!“ „Dann regieren Sie halt mit.“ „Dieses Land hat uns gar nicht verdient!“ „So ähnlich hat sich Hitler im Führerbunker auch geäußert.“ „Frechheit!“ „Wir machen Ihnen ein letztes Angebot: diese Lackaffen um den Hilfsschulversager Lindner haben sich mit den Grünen in die Haare gekriegt, die Grünen haben weder Lust auf FDP noch auf Ihren Laden, uns bleibt nur noch die nächste Große Koalition.“ „Wir werden den Kanzler stellen!“ „Das klingt nach Arschloch.“ „Sie nutzen es doch nur aus, dass wir gar keinen Kanzler haben!“ „Also doch nur ganz normale Schizophrenie.“ „Was sollen wir denn jetzt machen, wir haben nicht einmal einen Vorsitzenden, den man ernst nehmen kann.“ „Wir haben unsere ja von der Basis wählen lassen.“ „Aber wir sind die CDU!“ „Dann lassen Sie doch Ihre Basis den Wunschkandidaten wählen, Sie wissen ja schon, wer es unbedingt werden will.“ „Das wird unser Untergang.“ „Er wird Ihnen eine Menge Spenden in die Parteikasse spülen.“ „Dieser Drecksack kennt nur zwei Sorten Mensch: sich selbst und den Rest.“ „Mehr Profil braucht die CDU auch nicht.“

„Solange wir das mit den Vorsitzenden und den Kanzlerkandidaten und den Posten nicht geklärt haben, können wir einfach nicht in die Regierung.“ „Wir haben ja seinerzeit der Öffentlichkeit etwas von staatspolitischer Verantwortung erzählt, dann ging’s schon irgendwie.“ „Aber die Leute haben Aufbruch gewählt, Veränderung, wir können uns da nicht einfach in die Regierung setzen und etwas machen, was die Wähler nicht wollen!“ „Wieso, wir machen das doch auch.“ „Aber in der SPD ist das Tradition, und die Partei ist schon ziemlich alt.“ „Wir sind bisher ganz gut gefahren damit, ja.“ „Sie sind in der Regierung immer so konservativ.“ „Sie nicht, die CDU wird ziemlich schnell reaktionär.“ „Eben, und deshalb brauchen wir jetzt erst mal ein paar Jahre, damit wir die Wähler von dem Kurs überzeugen können.“ „Also einen Kurs haben Sie bisher noch nicht entwickelt?“ „Wie denn, ‚Weiter so‘ hat uns Ihr Scholz doch geklaut!“

„Wir könnten es mit dem alten Versuchsaufbau weitermachen.“ „Wie stellen Sie sich das vor?“ „Sie reißen die Klappe auf, die SPD macht die politische Arbeit.“ „Das hat allerdings ganz gut geklappt.“ „Für die CDU.“ „Das heißt doch nicht, dass wir es jetzt nicht noch mal so versuchen könnten.“ „Wenn Sie einen von Ihren Hampelmännern als Kanzler in die Manege stellen wollen, würfeln Sie einen aus.“ „Frechheit!“ „Ihr Vorsitzender soll ja Fachmann für solche Entscheidungsprozesse sein.“ „Das ist eine infame Unterstellung!“ „Und durch eine Kündigung seines Dienstherrn bestätigt.“ „Mit Ihnen teilt die CDU nicht die Regierung!“ „Dann gibt es eben Neuwahlen, und Sie hocken noch tiefer in der Scheiße.“ „Mit Ihnen nicht!“ „Vielleicht sind dann auch die Linken klug geworden und es reicht für Rot-Grün-Rot?“

„Hören Sie mal, man kann doch über alles mit uns reden…“ „Also nehmen Sie jetzt doch langsam mal Vernunft an?“ „… solange wir als Partei der Mitte die linken Kräfte in der SPD…“ „Tut mir leid, das war vermutlich eine optische Täuschung.“ „Aber die Mitte sind doch wir?“ „Ihr Laden kippt nach schräg rechts, vielleicht hält sich da jemand an der Mitte fest, aber das war’s dann auch schon.“ „Es ist unsere Mitte!“ „Nö.“ „Die Mitte sind wir!“ „Dann wird es Ihnen ja nicht schwer fallen, eine bürgerliche Koalition mit politischen Freunden zu organisieren!“ „Wir sind das, nicht die SPD!“ „Also viel Vergnügen noch, und wir werden jetzt mal auf einzelne Abgeordnete zugehen, um die rot-grün-rote Minderheitenregierung für politische Vorhaben der Zukunft parlamentarisch zu…“ „Wir haben es gleich gesagt, Sie wollen den Linksruck!“ „Meine Güte, nehmen Sie endlich Ihre Medikamente.“ „Das wird die Wirtschaft ruinieren!“ „Bestimmt.“ „Wer nicht gendert und nicht Lastenrad fährt, wird von der linksgrünen Stasi verfolgt!“ „Und wer als CDU-Abgeordneter oder Bundesminister an überteuerten Schutzmasken kräftig mitverdient hat, darf die Hacken vor dem Staatsanwalt zusammenhauen.“ „Das ist nicht Ihr Ernst?“ „Mit der linken Mehrheit bekommt man so ein Transparenzgesetz und ein Lobbyregister bestimmt schnell durchs Parlament.“ „Das ist unser Untergang!“ „Dann müssten wir auch mit dem Klimaschutz ernst machen.“ „Nein!“ „So ein Tempolimit wäre Formsache.“ „Hören Sie auf!“ „Und wenn ich mir vorstelle, dass wir die Braunkohle innerhalb von…“ „Aufhören!“ „Wären Sie jetzt eventuell zu Sondierungsgesprächen mit der SPD als der stärksten Fraktion im Deutschen Bundestag bereit?“ „Egal, legen Sie uns einen Koalitionsvertrag hin – wir unterschrieben alles!“ „Sehen Sie, wir wussten immer, dass es Ihnen in Wahrheit nur um die Demokratie geht.“





Insolvenzmasse

19 10 2021

„Stellen Sie sich locker, wir kriegen das hin. Diese Firma hat die Postkutschenindustrie abgewickelt, wir haben die Schreibmaschinenfirmen beseitigt, wir hatten Aufträge von der FDP und von der SPD, und jetzt sind Sie an der Reihe. Wir schaffen das.

Es ist ganz normal, dass Sie noch nicht loslassen können. Coaching, die Vergangenheit beschwören, die Konkurrenz beschimpfen, noch mehr Coaching, das ist alles ganz normal. Sie werden jetzt langsam die Wirklichkeit zulassen, und dann werden Sie sich eingestehen, dass die CDU komplett im Arsch ist. Der Laden ist für die Tonne, und wir treten ihn jetzt gemeinsam rein, okay?

Das ist sehr schön, dass Sie sich noch einmal Gedanken gemacht haben, wie Sie einen Neuanfang wagen wollen, aber lassen Sie es mich so sagen: mit einem toten Huhn würde ich nicht mehr bei einem Flugwettbewerb antreten. Und nein, Friedrich Merz ist kein Neuanfang. Das ist das tote Huhn. Das sieht originell aus. Wenn Sie mit voller Hose in den Bus einsteigen, sieht das auch originell aus. Und das wird nicht besser, wenn Sie sich hier alle reihum die Fresse polieren, wer das tote Huhn sein darf. Wir machen den Laden jetzt zu.

Wieso Neuerfindung? Was wollen Sie denn an der Partei neu erfinden? Moderne Lösungen für alte Probleme, die Sie anderthalb Jahrzehnte erfolgreich auf der vollen Hose ausgesessen haben? Jetzt ist Schicht im Schacht, der letzte Affe macht das Licht aus und die Klappe zu, Sie haben fertig. Wie lange wollen Sie denn den Ringelpiez noch veranstalten? Friedrich Merz will Vorsitzender werden, damit Jens Spahn nicht Vorsitzender wird, Jens Spahn will Vorsitzender werden, damit Norbert Röttgen nicht Vorsitzender wird, Norbert Röttgen will unbedingt Vorsitzender werden, damit nicht schon wieder Friedrich Merz seinen frühmittelalterlichen Summs hochkotzt, und Ralph Brinkhaus will Vorsitzender werden, weil er schon Fraktionsvorsitzender ist und meint, der Parteivorsitz stünde ihm ebenso zu wie der CDU das Kanzleramt. Wie lange wollen Sie die Pleite denn noch vor sich herschieben? Friedrich Merz hat ja vollkommen recht, wenn er die CDU als insolvenzgefährdeten Sanierungsfall bezeichnet. Er hat ja auch mit allen Mitteln dafür gesorgt, dass dem so ist.

Sie haben das nicht ganz richtig verstanden, ihre Dienstwagen behalten Sie natürlich nicht, wenn Sie nichts mehr mit der Bundesregierung zu tun haben. Auch die anderen Statussymbole sind jetzt für die anderen da. Das geht alles in die Insolvenzmasse, aus der Sie Ihre Wähler nach der Abwicklung mal mehr oder weniger werden befriedigen können. Viel ist da nicht, aber es zählt der gute Wille. Gehen Sie jetzt mit gutem Beispiel voran, Sie repräsentieren ja den Konservatismus als bürgerliche Attitüde des Wohlanständigen, und suchen Sie sich irgendeinen Beruf, für den Sie qualifiziert tun können, und wenn Sie dafür auch nicht qualifiziert genug sind, dann bekommen Sie bald schnell und unkompliziert Bürgergeld. Das ist eine tolle Idee, die ist nur leider nicht Ihnen eingefallen. Obwohl das bescheuert genug klingt. Die Dienstwagen? Wie kommen Sie denn darauf, dass Sie Ihre Dienstwagen mitnehmen können? Aufsichtsratsposten? Was glauben Sie eigentlich, was unsere Auffanggesellschaft Ihnen anbietet?

Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, Sie fit zu machen für die Zukunft und Sie neu aufzustellen. Da nützt es Ihnen nichts, wenn Ihre einzige Sorge ist, ob Armin Laschet oder Markus Söder schuld sind an der Scheiße. Wir stellen die Probleme nicht nur fest, wir analysieren auch die Gründe, und dann beseitigen wir sie. Das soll in der Wirtschaft sogar schon erfolgreich geklappt haben. Fragen Sie einen, der was davon versteht. Also nicht Friedrich Merz. Und wenn Sie dann noch jemanden von seinem Sessel losfräsen müssen, weil er nicht kapiert hat, was Verantwortung ist, dann können Sie wieder mit Markus Söder und Armin Laschet kommen.

Wir könnten uns ja auch mal überlegen, ob Sie nicht die Reste dieser Partei verkaufen wollen. Für eine Fusionierung ist nicht mehr genug da, und die FDP kann offensichtlich auch alleine Müll erzählen und sich die Taschen auf Kosten der Steuerzahler voll stopfen. Es dürfte also schwierig werden, das an einer neuen Regierung ohne CDU anzuprangern. Vielleicht fällt ihnen ja auch mal etwas anderes ein als ‚Gendern verbieten‘, dann könnten Sie nämlich Ihr Geschäftsziel ändern, als Kleinbetrieb wieder auf den Markt zurückkehren, Kunden gewinnen und wachsen. Natürlich können Sie auch mit ‚Ausländer raus‘ weitermachen, aber das Geschäftsmodell ist ungefähr so zukunftsfähig wie ‚Steuergelder in Privatvermögen verwandeln‘. Wenn Sie bei dem Image bleiben wollen, dann machen Sie Ihre Bude lieber dicht. Da gibt es nichts mehr zu sanieren.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, machen Sie ab sofort Werbung mit dem Plakat ‚Neu: Jetzt ohne Merkel‘. Das ist ein überzeugendes Konzept, wenn man daran glaubt. Lassen Sie sich da nichts anderes einreden. Das ist besser als jedes Programm für Wähler, die irgendwelche Zukunftsthemen wie Rente oder Digitalisierung haben wollen. Da merkt keine Sau mehr, dass der Nachwuchs längst graue Haare hat. Ohne CDU wäre Deutschland am Ende, das traut sich bestimmt nur keiner zu sagen. Wenn das Ihrer festen Überzeugung entspricht, dann muss das auch richtig sein. Und wenn irgendwann mal irgendwo irgendwas passiert, weshalb die Wähler sich an die Regierung wenden: immer ignorieren, kleinreden, alle anderen sind schuld, weil Sie nicht die CDU sind. Ach, und denken Sie bitte daran: der Letzte macht das Licht aus.“