Minus mal Minus

21 01 2021

„… deutlich verschärft werden müssten, um die Inzidenzwerte bundesweit zu senken. Sämtliche Bestimmungen der Ministerpräsidenten seien daher auf die Zusammenarbeit der Länder ausgelegt, wie die Spitzen von Kanzleramt, RKI und…“

„… die Schulen aber unter keinen Umständen schließen würden, da die SPD die Infektionsraten bei Kindern und Jugendlichen falsch gewichtet sähen. Schüler würden sich, so Giffey, nur nach dreizehn Uhr, bei Ganztagsschulen nur nach sechzehn Uhr anstecken, was auch für die…“

„… sich der schwedische Sonderweg als falsch herausgestellt habe. Da im Gegensatz zu deutschen Bestimmungen dort keinerlei Ausgangssperren verhängt worden seien, werde man nun in allen Kommunen die Bürgerinnen und Bürger nach 21:00 Uhr in den…“

„… ab sofort gelte. Dass Personen, die noch nicht in Besitz einer FFP2-Maske seien, kein Ladengeschäft betreten dürften, um FFP2-Masken zu erwerben, habe Laschet als zu vernachlässigende Größe bezeichnet, mit der sich Deutschland als Nation von Sportwagenhändlern nicht…“

„… den Besuch von Kirchen weiterhin nicht einschränken wolle, wenn konsequent auf Gesang verzichtet werde. Dies umfasse allerdings nicht die Kultstätten anderer Religionen, denen mutmaßlich eine sehr viel höhere Infektionsrate durch andere Gebetsriten oder…“

„… gelte eine Plexiglasscheibe zwischen zwei Personen nicht als ausreichender Infektionsschutz und könne durch polizeiliche Maßnahmen sofort entfernt und als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Die Installationen im sächsischen Landtag seien folgerichtig nicht abgebaut worden, da dort sehr viel mehr als nur zwei Personen gleichzeitig in den betreffenden…“

„… genau kontrolliert werde, ob Busfahrgäste erst um 20:59 Uhr zugestiegen seien, um aus Vorsatz die polizeilichen…“

„… müsse man von einer Maskenpflicht bei medizinischem Personal in Arztpraxen absehen, um die Beschäftigten nicht zu verunsichern. Im Gegensatz zu Klinikmitarbeitern sei bei niedergelassenen Ärzten nicht mit Gefahren für…“

„… rate man der Bevölkerung zu Masken mit Ausatemventilen, die für Klinikmitarbeiter zwar nicht untersagt, aber auch nicht empfohlen worden seien. Abgesehen von gesundheitlichen Schäden habe der Bundesgesundheitsminister eher den infektionsbedingten Ausfall von Pflegern in Kauf genommen, da arbeitsrechtliche Konsequenzen noch sehr viel teurer als der…“

„… dass die Probe des Chors der Heilig-Kreuz-Kirche in Bad Gnirbtzschen keinesfalls als Ordnungswidrigkeit gewertet werden könne, falls es ein Öffnungsverbot für Nagelstudios gebe. Nach der theologischen Grundregel Minus mal Minus macht Plus seien hier sämtliche…“

„… auch Verkaufspersonal keinen Mundschutz mehr tragen müsse. Der Einzelhandel nehme dies mit Erleichterung zur Kenntnis, könne aber nicht versprechen, dass bisher freiwillig versprochene Pauschalen zum Kauf von Masken auch weiter von den Arbeitgebern…“

„… hätten die Ministerpräsidenten recht herzlich um eine Selbstverpflichtung der Wirtschaft gebeten, Heimarbeit statt Anwesenheitspflicht im Betrieb zu erlauben. Bei Zuwiderhandlungen seien sich die Länderchefs einig, dass man mit dem Wohlwollen der Konzerne rechne und auf ein gutes Einvernehmen bei Parteienfinanzierung und…“

„… könne man bei Arztpraxen von einer sehr niedrigen Corona-Rate ausgehen, da kommunale Gesundheitsämter mit erheblichem Einsatz dafür sorgen würden, dass dort keine Untersuchungen, Tests oder anderweitig qualifizierte…“

„… keine Bezuschussung finanziell schwacher Bevölkerungsschichten geplant sei, um FFP2-Masken zu subventionieren. Lindner rate Rentnern und Erwerbslosen zu mehr Engagement am Aktienmarkt, um sich durch solidarischen Aufbau eines Privatvermögens an der Entlastung der Leistungsträger zu beteiligen, die während der Pandemie durch vorbildliche Bereicherung den…“

„… die nächtlichen Ausgangssperren auch zu vermehrter häuslicher Gewalt führen könnten. Die unionsgeführten Länder hätten sich für unregulierte Betriebsöffnungen ausgesprochen, da sich der Frust der Arbeitnehmer so am besten am Arbeitsplatz in eine Steigerung der Wertschöpfung und die…“

„… dass die Schulen in Baden-Württemberg schon zwei Wochen eher geöffnet werden müssten, um eine rechtzeitige Gewöhnung der Bevölkerung an das Erwerbsleben zu gewährleisten. Etwaige Infektionsspitzen bei Kindern könne man tolerieren, da das Alter der Erstwähler sich noch weit über…“

„… erste Urteile erwartet würden, dass eine Maskenpflicht hinter einer Plexiglasscheibe in Sachsen und Hessen grundsätzlich nicht bestünde. Da die Demonstranten der Querdenkersekte in der Innenstadt von Wiesbaden jeweils ein kleines Stück transparenten Kunststoff mitgeführt hätten, sei die von der Union ausgehandelte Ausnahme letztlich als Stärkung der Grundrechte zu verstehen, die auch die FDP als lobenswertes Signal an den…“

„… im Devotionalienhandel weiterhin einfache Stoffmasken benutzt werden dürften. Die Deutsche Bischofskonferenz sei sich sicher, dass allein aus dem Glauben ausreichend Schutz bestehe, wie es auch durch den Innenminister und seine…“





Leithammel

20 01 2021

„Das reicht höchstens für den Trostpreis.“ „Meinen Sie.“ „Ja, meine ich.“ „Aber es hat doch schon mal ganz gut geklappt.“ „Was?“ „Das mit dem Vorsitz.“ „Verzeihung, wenn ich nachfrage: in welcher Partei, bitte!?“

„Laschet wird das schon irgendwie hinkriegen.“ „Genauso wie die Pandemiemaßnahmen oder die Energiewende: irgendwie.“ „Sie müssen das jetzt natürlich schlechtreden, aber er ist ja nun mal eine integrierende Persönlichkeit.“ „Deshalb integriert er auch so viele Millionen in die Tasche der CDU.“ „Einer muss es ja machen.“ „Und zum politischen Programm fällt Ihnen nichts ein?“ „Naja, wir als Deutsche tun uns ja traditionell schwer mit großen Veränderungen, deshalb ist ein Vorsitzender, der auf möglichst viel Kontinuität setzt, auch richtig.“ „Die ganze Karre rast auf den Abgrund zu, und diese Grinsrübe freut sich, dass er sie auf Kurs halten kann.“ „Sie interpretieren da schon wieder Dinge hinein, die gar nicht gefragt waren.“ „Das mit der Kontinuität hat Kramp-Karrenbauer jedenfalls auch schon sehr gut hingekriegt.“ „Sie sind ungerecht, die musste sich damals noch mit Merkel als Bundeskanzlerin herumschlagen.“ „Und wer ist heute Kanzlerin? Olaf Scholz?“

„Jedenfalls müssen wir mit Laschet nicht immer diese Klimaschutzschlagzeilen…“ „Weil dann über Klimaschutz keiner mehr diskutiert.“ „Wir haben das Wirtschaftswunder damals auch nicht allein mit Klimaschutz hingekriegt, schon vergessen.“ „Die Fünfziger haben gerade angerufen, sie wollen ihre Ausreden zurück.“ „Wir haben doch alles in der Hand für einen hervorragenden Aufschwung.“ „Das war der Text von Kohl.“ „Er hat schließlich das Land damit auch geeint.“ „Leider haben sie ihn nur im Osten dafür mit Eiern beworfen.“ „Heute kann man das besser machen.“ „Stimmt, Kohl musste sich ja nicht von Virologen sagen lassen, wie man Entscheidungen in einer Pandemie trifft.“ „Für solche Entscheidungen gibt es jetzt immerhin die richtigen Fachminister, die er…“ „Fällt Ihnen etwas auf?“ „Was denn?“ „Ach, war nur eine Frage.“

„Meine Güte, wenn man Deutschland endlich wieder nach vorne bringen will, darf man nicht zimperlich sein.“ „Dieser Mann zerstört in seinem Bundesland Dörfer und vertreibt Menschen, um die sowieso dem Untergang geweihte Kohleindustrie noch ein bisschen länger am Leben zu erhalten.“ „Wenn er das mit der Kohleindustrie schafft, rettet er bestimmt auch die CDU vor dem Untergang.“ „Er lässt Gutachten verschwinden, in denen das Abbaggern als vollkommen überflüssige und nur zur Klimaschädigung geeignete Maßnahme zum finanziellen Vorteil der Energiekonzerne erkannt wird.“ „Da haben wir jetzt endlich mal einen Vorsitzenden, der sich gegen diese Hysteriker aus der Klimaterrorbranche zur Wehr setzen kann, und Sie sind immer noch nicht zufrieden.“ „Sie müssen doch auch mal an morgen denken, da brauchen wir solche Persönlichkeiten.“ „Morgen?“ „Da wählen die Deutschen den Bundestag, schon vergessen?“ „Vor allem wählen da nicht nur die Westdeutschen den Bundestag.“ „Ja, warum?“ „Weil wir mit dem grandios abstinken werden. Darum.“ „Jetzt denken Sie doch mal strategisch.“ „Laschet als Vertreter des Ostens!?“ „Natürlich ist er für eine Kontinuität in Deutschland.“ „Das erzählen Sie mal den Typen in Dresden, die heute schon an ihren Laschet-muss-weg-Plakaten pinseln.“ „Aber die wollen doch auch die gute, alte Zeit wieder.“ „Was an den verkalkten Ansichten Laschets mit seinem Klerikalnepotismus gut sein soll, erzählen Sie mir ein andermal.“ „Das hat doch bei Kohl auch…“ „Die Steigerung von Kohl war schon Köhler, und das hat auch nicht ganz hingehauen. Außerdem war das die Nachgeburt des rheinischen Vulgärkatholizismus, und wie Sie den in den Osten transplantieren wollen, bleibt sicher auch Ihr Geheimnis.“ „Man kann das dem Osten sicher als jüdisch-christliches Abendland verkaufen, oder?“ „Dann wissen Sie sicher auch, wie wir dem Osten einen Parteifunktionär ohne nennenswerte Bodenhaftung oder Führungsqualitäten im eigenen Bundesland als neuen Leithammel schmackhaft machen können.“ „Er hat eine sehr deutliche eigene Meinung, das wird man denen doch als osttaugliche Strategie unterjubeln können? außerdem fand er Sarrazin immer schon gut, den könnten wir für den Wahlkampf bestimmt nach Sachsen oder…“

„Gut, Sie wollen also in Sachsen und Thüringen einen Sack aufstellen, der alles wie Merkel macht und eine tolle Zukunft verspricht, solange nur die Fleischindustrie und die Küchenbauer ihre Gewinne nicht einbüßen.“ „Wollen Sie lieber einen asozialen Kapitalisten, der den ganzen Osten an die Banken verscheuert?“ „Dann hätten wir ja gleich Merz nehmen können.“ „Eben, sehen Sie. Ich meine, wir können doch jetzt nicht jede Wahl rückgängig machen, nur weil es im Osten Probleme gibt.“ „Das war mir auch klar, aber Sie verstehen es nicht: wir sind immer noch beim Parteivorsitz, der Rest ist noch gar nicht dran.“ „Mir fällt nichts mehr ein.“ „Mit auch nicht.“ „Spahn hat sich zur Vorsicht auch gleich disqualifiziert.“ „Röttgen?“ „Ich dachte, es ginge hier um den Vorsitz?“ „Auch wieder richtig.“ „Dann bin ich mit meinem Latein am Ende.“ „Warten Sie mal. Hallo, München? Grüß Gott, Herr Ministerpräsident, nur eine kurze Frage: wenn die CSU jetzt doch in ganz Deutschland antreten dürfte – Ihnen wäre das egal, wer unter Ihnen Kanzler wird, oder?“





Sauerland-Gruppe

19 01 2021

„… erstmals durch eine Onlineabstimmung die Führung der Partei habe übernehmen können. Die für Merz abgegebenen Voten seien eindeutig als Zeichen einer erheblich nachlassenden…“

„… dem neuen Vorsitzenden der CDU auch nicht gratuliert habe. Merz gehe davon aus, dass dies bereits als Eingeständnis einer Wahlniederlage gewertet werden könne, die Laschet zum…“

„… die Medien des Springer-Konzerns bereits im Vorfeld der Wahl von internen Chats berichtet hätten, in denen der Kandidat der patriotischen Mitte gezielt beschädigt worden sei. Außerdem habe man die freie Meinungsäußerung erlaubt, was grundgesetzwidrig und…“

„… warne auch die AfD vor den Folgen der fatalen Fehlentscheidung. Die Partei habe sich mit der Verweigerung gegenüber Merz in eine liberale Richtung entwickelt, die am Ende linksextremen Parteien wie den Grünen die Terrorherrschaft über die BRD GmbH als Teil der zionistischen…“

„… dass Laschet im ersten Wahlgang noch mit fünf Stimmen zurückgelegen habe. Dies sei der Beweis für einen von langer Hand geplanten Betrug, den Merz nur deshalb nicht beweisen könne, da die von Merkel bezahlten ausländischen Linksterroristen die Spuren so gründlich…“

„… nicht wieder nach Düsseldorf gelangt sei. Parteifreunde hätten vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten seit Sonntag weder SMS noch Anrufe erhalten, was auf einen ungewöhnlichen…“

„… seien ausländische Hackerangriffe auf die Server der CDU-Wahl gemeldet worden. Nach Informationen von BILD könne es sich nur um Störversuche der von Röttgen und seinen ökofaschistischen Parteikollegen handeln, die die Stimmen auf sein eigenes Konto umlenken und…“

„… dass Merkel die Ablehnung der Besetzung des Ministerpostens mit Friedrich Merz nicht vor dem Parlament verkündet habe. Ihre Weigerung sei damit nicht gültig, Merz habe einen Anspruch auf das Wirtschaftsressort erworben und fordere die Auszahlung der Bezüge rückwirkend zum…“

„… sei bereits die Verschiebung des Parteitags der Tatsache geschuldet gewesen, dass Antifa und radikalislamistische Feministinnen erst genug Geld aus der von Merkel zur Zerstörung der Wirtschaft eingerichteten Kriegskasse…“

„… eine Lösegeldforderung eingegangen sei. Die Organisation, die sich selbst als die Sauerland-Gruppe bezeichne, verlange die sofortige Korrektur der Wahl, wie sie die Bundeskanzlerin 2020 bereits in Thüringen durchgesetzt habe, sowie eine eidesstattliche Versicherung, dass die Pandemie mit sofortiger Wirkung vorbei sei, um die Wirtschaft wieder in vollem Umfang zu…“

„… mit den von WerteUnion und AfD zu Verfügung gestellten Anwälten eine Klage vor dem Volksgerichtshof gegen die Verräter aus der Union vorbereite, die alle Stimmen gegen Merz als schwere Wehrkraftzersetzung in Tateinheit mit linksfaschistischem Terrorismus und…“

„… es auch kein Interesse gebe, den Wahlsieger aus der Gefangenschaft der Antiantifaschistischen Armee zu befreien, wenn nicht gleichzeitig der unterlegene Kandidat zur Verantwortung gezogen werde. Söder werde deshalb keinen…“

„… Angriffe auf den Deutschen Bundestag angekündigt habe. Wenn Steinmeier ihn nicht sofort zum Kanzler ernenne, plane Merz einen Marsch der Getreuen, um die Rettung des Volkes vor einer linksgrünen Gewaltherrschaft notfalls mit den Mitteln einer…“

„… sich Ziemiak als erster der Polizei gestellt habe. Er sei sehr enttäuscht gewesen, dass Merz ihn trotz seiner Herkunft aus einer sozial schwachen Familie und fehlender Berufsausbildung nicht zum Beauftragten für Propaganda und…“

„… das Volk durch insgesamt neun Personen vertreten worden sei, die sich gemeinsam mit ihrem Führer Zutritt zum Reichstagsgebäude hätten verschaffen wollen. Unter Sprechchören wie ‚Deutschland den Aktien – Merkel ins Gas‘ sei der Trupp bereits auf der Rasenfläche vor dem …“

„… die im Internet anonym eingestellte Petition an den scheidenden US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump gerichtet sei. Unklar sei jedoch bis zur Stunde, ob Merz die Forderung, die BRD GmbH zur Rettung vor radikal linken Demokraten durch einen nuklearen Erstschlag auszulöschen, mit Absicht von seinem E-Mail-Account aus dem Wahlkreis 147 oder nur durch eine technische…“

„… in einem Keller in Schmellede gefunden worden sei. Laschet trage keine Verletzungen davon, werde aber nicht von einer Strafanzeige gegen den Mitbewerber absehen und halte am Votum der Christdemokraten fest, die ihn auch in der Briefwahl mit großer Mehrheit zum…“

„… die AfD ihre Unterstützung angeboten habe. Für Höcke stehe es fest, dass die Wahl zum CDU-Vorsitz nur Teil einer größeren Verschwörung zur endgültigen Islamisierung der von den Alliierten zugelassenen Restgebiete des Reiches und der…“

„… nach Aufnahmen der Sicherheitskamera die Sicherungsposten vor dem Reichstag mit einer abgesägten Schrotflinte bedroht habe. Merz habe hingewiesen, dass er den Umgang mit Frauen in subalternen Positionen nicht problematisch sehe. Nachdem er die Polizistin mehrmals an die Brust gefasst habe, sei durch den mehrmaligen Gebrauch ihrer Dienstwaffe die Situation sehr schnell…“

„… keiner gewusst habe, wie es zu einer derartigen Radikalisierung habe kommen können. Die Union werde daher alle geplanten Aktivitäten im Internet bis auf Weiteres nicht mehr zum…“





Kleine Anfrage

14 12 2020

„Der Herr Ministerpräsident unterstützt alle Anregungen aus der Wissenschaft, zumindest die, die ihn selbst unterstützen. Ja, das dürfen Sie so schreiben, wenn Sie den Artikel bis, warten Sie mal, Mittwoch veröffentlichen. Danach müssen wir die aktuellen Entwicklungen in dieser Katastrophe abwarten.

Natürlich Katastrophe. Laschet als Pandemie zu beteichnen, so weit kommt’s noch. Da überschätzen Sie seine Möglichkeiten nun doch ein wenig, und das kann er schon ganz gut alleine. Er ist ein sehr flexibler Politiker, der seine Wirklichkeit immer schnell und unbürokratisch an das anpasst, was er gerade als seine Meinung ansieht – und nein, das ist eben nicht genau umgekehrt, das macht er wirklich so. Sie sehen ja, dass er dadurch enorm authentisch wirkt. Seiner Meinung nach.

Pressestelle des zukünftigen Kanzlers von ganz Deutschland, welches Anliegen haben Sie? Ist uns nicht bekannt, aber das hat die AfD vor vier Monaten schon gesagt, da war es noch ganz richtig, jetzt wollen sie das absolute Gegenteil, also muss es komplett falsch sein, und Herr Laschet hat gerade das Gegenteil vom Gegenteil – ja, ich weiß, aber lassen Sie mich den Satz erst zu Ende bringen, danach ist der Rest von Deutschland dran – und das Gegenteil war aber schon vor drei Monaten bei ihm falsch, weshalb er jetzt nämlich das Gegenteil vom Gegenteil vom Gegenteil fordert. Wie vor sechs oder sieben Monaten, das wissen wir nicht mehr so genau. Aber von einer gemeinsamen Absprache mit anderen demokratiefeindlichen Parteien kann keine Rede sein. Der Herr Ministerpräsident erledigt seine Geschäfte immer ganz alleine.

Dazu stehen wir jetzt auch in engem Kontakt mit mehreren Wissenschaftsorganisationen. Da sich Laschet nicht von irgendwelchen Wissenschaftlern vorschreiben lässt, was er Wissenschaftlern erklären soll, lässt er sich von Wissenschaftlern erklären, was er Wissenschaftlern vorschreibt. Das ist eine sehr kluge Haltung, und das findet Laschet auch. Er kann sich das wahrscheinlich sogar erklären. Dieser Lockdown vor Weihnachten war nämlich eigentlich seine Idee, er hatte es nur nicht so kommuniziert. Es wurde ja auch schon mehrfach angemerkt, dass die Kommunikation zwischen Wissenschaftlern und Politik nicht vernünftig funktioniert hat. Das hat die Politik auch schon festgestellt, und deshalb wird die ja wohl kaum selbst schuld sein daran. Wir können als Politik immer nur das umsetzen, was uns von den Wissenschaftlern vorgegeben wird, und wenn die Wissenschaft bei ihren Vorschlägen die Wünsche der Politik nicht berücksichtig, ist das dann etwa unsere Schuld?

Pressestelle des zukünftigen Kanzlers von ganz Deutschland, welches Anliegen haben Sie? Ah, die Bildungsministerin. Sie ist ja nicht explizit für die Wissenschaft zuständig, deshalb kann sie auch nicht in Entscheidungen des Herrn Ministerpräsidenten eingreifen, Erkenntnisse der Wissenschaft als Basis seiner Entscheidungen zu nehmen, um dadurch seine Entscheidungen für etwaige Erkenntnisse der Wissenschaft… – Rufen Sie einfach später noch mal an, in diesem Ressort ist jetzt niemand mehr in vernehmungsfähigem Zustand.

Den klugen Landesvater, der später einmal der zukünftigen Kanzlers von ganz Deutschland werden wird, zeichnet seine hervorragende Personalwahl aus. Er hat das jahrelang in Berlin beobachtet, dass die geistig nicht ganz so gesegneten Mitarbeiter knapp unterhalb der eigenen Position ein sehr gutes Signal sind: man kann auch wenig Intelligenz mit anderen Qualitäten ausgleichen, wenn man nicht bis an die Spitze kommen will. Jetzt messen wir diese Intelligenz im Abstand zum Ministerpräsidenten, die Ergebnisse sind dementsprechend. Man sollte die Bürger nicht für dumm verkaufen, dafür eignen sich die eigenen Mitarbeiter meistens viel besser, da man für die auch mehr bekommt.

Wenn jetzt die Wissenschaft Maßnahmen gegen die Pandemie empfiehlt, die so nicht mit Laschet abgesprochen sind, weil Laschet sich nicht von den Wissenschaftlern vorschreiben lassen will, wann er sich mit ihnen abzusprechen hat, dann ist in erster Linie sein Personal gefragt. Deren Fehlleistungen werden ja nicht von ihm getätigt, und deshalb muss auch nicht er zurücktreten, wenn Mist rauskommt.

Pressestelle des zukünftigen Kanzlers von ganz Deutschland, welches Anliegen haben Sie? Harter Lockdown ab dem 14. Dezember? Das hat der Herr Ministerpräsident nie gefordert, das ist eine bloße Unterstellung der Medien, die sich ausschließlich auf Wissenschaftler berufen, die vorher nicht bei… – Ich bekomme gerade noch eine Verfügung rein, es handelt sich doch um eine richtige Aussage, die die Pressestelle des zukünftigen Kanzlers von ganz Deutschland so gemacht hat, aber das war erst auch erst heute, und wir wussten nicht, ob das, was der Herr Ministerpräsident heute gesagt hat, auch heute noch gilt oder erst wieder gestern, weil dann das richtig ist, was er morgen gesagt hat. Nein, ich bin nicht besoffen. Ich bin ja kein Ministerpräsident.

Als zukünftiger Kanzler muss man auch mal Härte zeigen. Wenn es zum Beispiel nach Ansicht der Schulministerin keine Schulschließungen geben darf, obwohl man selbst als Ministerpräsident der Wissenschaft befohlen hat, genau das dem Ministerpräsidenten zu befehlen, dann muss einer den Kopf dafür hinhalten. Und da kommen Sie ins Spiel. Der hier, Dings… Verbraucher ist nicht das richtige Wort, irgendwas anderes. Nicht Wähler. Die Bürger, genau. Die Bürger. Dazu sind die ja da.“





Mehrheitsdiktatur

7 12 2020

„Und Sie haben schon einen Plan?“ „Wie jetzt, ich dachte, Sie hätten einen?“ „Vermutlich gab es da ein Kommunikation an der Parteispitze.“ „Da ist doch gar keine Kommunikation mehr.“ „Dafür hat die Partei halt auch keine Spitze mehr.“ „Ach so.“

„Es mehren sich aber die Stimmen, dass sich die Partei zu sehr an die AfD annähert.“ „Zum Glück nur von außen.“ „Warum nähern wir uns nur von außen an?“ „Nein, die Kritik kommt von außen.“ „Das hieße ja, von innen kommt keine Kritik?“ „Definieren Sie mal ‚innen‘.“ „Mir fallen da diverse Innenminister ein.“ „Bedauerliche Einzelfälle.“ „Psychisch vermutlich auch auffällig.“ „Wenn die geistig nicht zu weit zurückgeblieben wären, könnte man annehmen, sie hätten sich alle im Internet infiziert.“ „Identifiziert?“ „Ist doch dasselbe.“ „Wenigstens keine Radikalisierung.“ „Dazu muss man ja vorher normal gewesen sein.“ „Auch wieder wahr.“

„Das Problem ist ja, dass man uns vorwirft, wir hätten das Erstarken der Rechtsradikalen selbst verursacht.“ „Wenn ein Laden durch seine hohen Preise die Kunden zum Ladendiebstahl bringt, wird er dann seine Kunden auch noch aktiv zum Diebstahl ermutigen?“ „Das kann man doch gar nicht vergleichen!“ „Eben, totalen Populismus!“ „Vielleicht hätten wir den früher einsetzen müssen.“ „So wie in den USA?“ „Das mit der Mauer hätte uns schon geholfen.“ „Zumindest müssten wir uns dann nicht mit den Wessis herumärgern.“ „Ach, Sie kommen aus dem Osten?“ „Kollegen, das führt doch zu nichts!“ „Den Eindruck habe ich schon seit Jahren.“ „Und ich seit 1990.“

„Wir hätten viel früher nach rechts rücken sollen.“ „Weil wir nach links gerückt sind?“ „Als Ausgleich, gewissermaßen.“ „Warum sind wir denn nach links gerückt?“ „Das lag ja nur an dieser Frau aus dem Osten.“ „Doppelquote, typisch!“ „Kein Wunder, dass ganz Deutschland die loswerden will.“ „Ganz Deutschland?“ „Wenn Sie mich fragen, das ist eine Volksverräterin!“ „Wenn Sie das Volk fragen, sie wurde viermal als Bundeskanzlerin gewählt.“ „Da sehen Sie mal, welchen Einfluss die Juden inzwischen auf das Volk haben!“ „Und Sie meinen, wir sollten nach rechts rücken?“

„Man kann sich doch für rechte Wähler öffnen, ohne gleich nationalistisch und ausländerfeindlich zu sein.“ „Dann wird man aber von einer ganzen Reihe von Zielgruppen nicht gewählt.“ „Lassen Sie mich raten: Nationalisten und Ausländerfeinde?“ „Das muss man doch nur gut verkaufen.“ „Also eine neue Kinder-statt-Inder-Debatte?“ „Weil uns Kinder in der aktuellen Situation wesentlich mehr nützen.“ „Die könnten nach einem ordentlichen Schulabschluss…“ „Den sie dank ausgeklügelter Durchlüftungspläne ganz bestimmt überleben.“ „… in Pflegeberufe gehen und nach der Ausbildung gut und gerne ein Jahr oder zwei weiter arbeiten.“ „Das dauert natürlich.“ „Man kann den Indern ja trotz guter Ausbildung und Marktverfügbarkeit sagen, dass wir Ausländer verachten, die nur fürs Geld nach Deutschland kommen.“ „Wäre das nicht total kontraproduktiv?“ „Schon, aber wir haben einen Ruf zu verlieren.“

„Meinen Sie nicht, man könnte ab und zu auf die Wähler hören?“ „Unmöglich!“ „Das wäre das Ende von Deutschland!“ „Sie wollen hier doch wohl keine Mehrheitsdiktatur?“ „Eine was!?“ „Die Mehrheit der Deutschen ist doch mittlerweile so verkommen, dass sie Merkel wählen, damit sie uns an den femininischen Islamismus verschachert!“ „An den feministischen.“ „Sie geben es also zu?“ „Das behauptet ja nicht mal die AfD.“ „Wir müssen uns auch für sehr spitze Zielgruppen öffnen.“ „Das ist sicher auch der Grund, warum Merz Kanzler werden will.“ „Also eine sehr, sehr kleine Gruppe, die davon profitiert, wenn er Kanzler würde.“ „Wer genau wäre das?“ „Friedrich Merz.“

„Was war denn so schlimm an Merkels Plan, die Partei nach links zu öffnen?“ „Da fragen Sie noch?“ „Überlegen Sie mal, wir bekommen lauter junge Leute in die Partei hinein, die mit unserem Profil nichts mehr anfangen können.“ „Das kann dich keiner wollen!“ „Aber die Alten sterben weg, und da…“ „Sie vergleichen jetzt nicht unsere Partei mit Corona?“ „Mit der CDU ist noch keiner gestorben, an der CDU schon.“ „Wissen Sie, was passiert, wenn man die Partei für Linke öffnet? militante Linksextremisten finden das nicht in Ordnung und wählen trotzdem weiter links.“ „Deshalb soll die Partei jetzt auch nach rechts geöffnet werden?“ „Da hat sich Merkel eben verschätzt, die Leute wollen keine neuen Koalitionen, die wählen weiter ihre militanten Linksextremisten.“ „Ach, jetzt habe ich’s auch verstanden.“ „Was verstanden?“ „Weshalb die Partei nach rechts geöffnet werden soll.“

„Man müsste denen halt mal die Gelegenheit geben, sich in der Regierungsverantwortung zu beweisen.“ „Damit die alle Scheißgesetze bis zum Anschlag ausreizen, die grenzdebile Arschlöcher wie de Maizière und Seehofer als Sollbruchstellen in die Verfassung eingearbeitet haben?“ „Also ein Judenregister fände ich zum Beispiel gut.“ „Da weiß der Verfassungsschutz gleich, wo er etwas zu schützen hat.“ „Muss ja nicht die Verfassung sein.“ „Und das macht die Partei mit?“ „Wenn wir in der zweiten Legislatur nur noch Juniorpartner sind, ist das mit der Verantwortung hinterher leichter.“ „Wir waren dann im Widerstand.“ „Werden wir gewesen worden sein.“ „Äääh…“ „Opferrolle, das kann man sich von denen abgucken.“ „Und wenn es nicht klappt?“ „Da seien Sie mal unbesorgt.“ „Vier Jahre oder acht, wenn alle Stricke reißen, ist Merkel wieder da.“





Der Cherusker

3 12 2020

05:30 – Der Radiowecker piepst. Der Landesvater von Nordrhein-Westfalen lässt sich nicht von einem Radiowecker sagen, wann er aufzustehen hat, und steht auf.

05:32 – Laschet dreht an diversen Knöpfen in der Einbauküche. Der Herd lässt sich einfach nicht entzünden, obwohl sich der Ministerpräsident mit Entzündungsherden sehr gut auskennt. Gut, dann eben wie an allen anderen Tagen auch kalter Kaffee.

05:42 – Der CDU-Politiker ärgert sich wieder einmal unter der Dusche, weil er nicht zwei Regler gleichzeitig drehen kann, wenn er mit einer Hand den Duschkopf hält. Im nächsten Jahr wird er ein neues Konzept für Duscharmaturen fordern.

05:55 – Der Aachener steht grübelnd vor dem Kleiderschrank. Einerseits passt der von einer großen Einzelhandelskette zur Verfügung gestellte Anzug nicht zur Farbe seiner Gesichtsmaske, andererseits beißt sich die Krawatte mit dem Logo eines Autohauses auf dem Kragenspiegel. Wie soll man so für die Gesellschaft des größten deutschen Bundeslandes zukunftsorientierte Politik machen?

06:03 – Der nächste Unionsvorsitzende entnimmt dem Kühlschrank ein Päckchen Jagdwurst, das ihm am Vortag als Präsent ins Büro geliefert worden war. Das Fleischerzeugnis ist erwartungsgemäß von ganz exquisiter Qualität, denn es wurde nicht in Nordrhein-Westfalen hergestellt.

06:11 – Das zweite Wurstbrot packt Laschet ein und legt es in seinen Aktenkoffer. Dann zieht er sich rasch einen Mantel über und verlässt die Wohnung. Der Dienstwagen erwartet ihn bereits. Der Fahrer wurde bereits angewiesen, den Ministerpräsidenten mit ‚Herr Bundeskanzler‘ anzureden, damit er sich daran gewöhnen kann. Also Laschet.

06:45 – Kurz vor der Fahrt über die Rheinkniebrücke fällt dem MP auf, dass er alle Unterlagen für einen Pressetermin auf dem Schreibtisch im häuslichen Arbeitszimmer hat liegen lassen. Es geht um Skiurlaub im Sauerland. Er kritzelt rasch eine Notiz auf einen Aktendeckel: die Skilift-Betreiber sollen ihm eine Stellungnahme zufaxen, die er für sie verlesen kann.

06:48 – Laschet googelt noch schnell, wo dieses Sauerland liegt.

07:02 – Auf dem Weg in sein Büro im Landtag von Nordrhein-Westfalen wird der Ministerpräsident von mehreren Personen mit ‚Herr Ministerpräsident‘ angesprochen. Er ist nachhaltig verärgert und denkt sich, dass Wirtschaft und Gesellschaft noch ein weiteres Jahr wie dieses nicht durchhalten werden. Er muss damit aufhören, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen zu sein.

07:14 – Kurzes Telefonat mit seinem Sohn: Laschet bekommt im Laufe des Tages mehrere Container mit Schutzmasken geliefert. Versehentlich wurde die Menge der Masken verdoppelt, auch der Preis liegt um 30% über dem vertraglich vereinbarten. Hektisch sucht der Landeschef in seinen Unterlagen nach einem geeigneten Plan, um sich im Stil von Söder mit ein paar Millionen Masken fotografieren lassen zu können.

07:28 – Der Kaffeeautomat im Landtag funktioniert nicht ordnungsgemäß. Der automatische Auswurf der Kunststofftrinkbecher klemmt. Laschet fordert sofortige Lockerungen.

07:55 – Das ARD-Morgenmagazin fragt an, ob der zukünftige CDU-Vorsitzende sich einem Duell mit Friedrich Merz stellen würde. Laschet sagt sofort zu unter der Bedingung, dass das Sauerland keine Rolle in der Diskussion spielen dürfe. Stattdessen wolle er über Skigebiete in Nordrhein-Westfalen und die Zukunft der regionalen Wirtschaft befragt werden.

08:13 – Die Masken wurden nach Neuss geliefert und in einem Logistikzentrum auf mehrere Posten für einzelne Klinikkonzerne verteilt. Leider ist die Location wenig fototauglich, dazu würde ein rein zufälliger Besuch von Laschet auf der linken Rheinseite viel Aufsehen erregen. Die CDU-Landtagsfraktion soll eine Lösung finden.

08:26 – In NRW werden vier neue Chats bekannt, in denen insgesamt dreihundertzehn Polizisten eine Anschlagsserie gegen Synagogen im Bundesgebiet planen. Der katholische Teiljurist empfindet dies als Diffamierung der christlichen Religion und kündigt den jüdischen Gemeinden ein Weihnachtsfest an, das sie so schnell nicht vergessen werden.

08:40 – Die Düsseldorfer Fußballarena gibt bekannt, dass das Impfzentrum noch zwei Tage bis zur Inbetriebnahme durch das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt und die Feuerwehr braucht. Auf Nachfrage bestätigt die Sprecherin jedoch, dass man für einen Fototermin mit Gesundheitsminister Spahn den Betrieb bereits simulieren könne. Laschet ist einverstanden. Mehr als simulieren kann er sowieso nicht.

09:00 – Die Infektionszahlen des Robert-Koch-Institutes treffen ein. Mehrere neue Hotspots in Nordrhein-Westfalen lassen den Schluss zu, dass der Präsenzunterricht in den Regelschulen auch viele Kinder zu Überträgern des Virus gemacht hat. Laschet zeigt sich zuversichtlich, dass das mit einer neuen Studie eines befreundeten Virologen alles in Ordnung kommen wird.

09:11 – Laschet lässt sich für seinen Auftritt in die Staatskanzlei fahren. Auf dem Weg verzehrt er sein Wurstbrot. Nebenbei telefoniert er mit einem der durch die Corona-Krise schwer angeschlagenen Fabrikanten, der für seinen Fleischzerlegebetrieb keine Subsubsubsubsubunternehmer mehr findet. Der Landesvater verspricht eine Gesetzesänderung auf Bundesebene, sobald er Kanzler geworden ist.

09:28 – Der Ministerpräsident tritt vor die Presse und verkündet, dass er einen normalen Betrieb von Skiliften und anderen touristischen Einrichtungen in Österreich und Frankreich derzeit nicht für sinnvoll hält, da die Infektionsgefahr insbesondere für Reisende aus dem Ausland viel zu hoch ist und zu unkontrollierter Ausbreitung des Virus führt. Da es sich bei den Besuchern der Skigebiete im NRW aber um ausländische Ausländer handelt, die für Deutschland keine zusätzlichen Risiken nach ihrer Abreise darstellen, plädiert er für eine sofortige Öffnung aller Pisten, die für das Sauerland als wichtigstes Wintersportgebiet der Bundesrepublik unerlässlich sei.

09:56 – Auf der Fahrt zur CDU-Landtagsfraktion hört der NRW-Kabinettschef im Radio eine Stellungnahme des RKI zu seinen Ausführungen in der Frage der Schulöffnungen. Laschet ist sehr verärgert, dass die Frage der Kinderbetreuung zur Sicherung eines ungestörten Arbeitseinsatzes der betreffenden Eltern nicht einmal angerissen wurde. Er lässt sich seine Wirtschaftspolitik nicht von irgendwelchen Virologen diktieren und verweist auf die vielen Lehrkräfte, die ihm täglich begeisterte Briefe schreiben würden, wenn sie dazu Zeit hätten.

10:43 – Der Führungszirkel der Fraktion ist ratlos. Es steht für alle außer Frage, dass der nächste Kanzlerkandidat der Union aus NRW stammen muss, die meisten sind sich aber sicher, dass das auf den künftigen Bundeskanzler ganz sichern nicht zutreffen wird. Offenbar hat es Laschet gegenüber noch keiner so deutlich geäußert. Er ist nur sehr überrascht über die Armin-Laschet-Poster, die in Wechselrahmen an den Wänden des Konferenzsaals hängen.

11:02 – Die Fußballarena bestätigt den Termin, mit etwas Glück wird auch Spahn für ein gemeinsames Foto anwesend sein. Das WDR-Studio Düsseldorf fragt an, ob ein kurzer Filmbericht mit einem anschließenden Statement in der Düsseldorfer Ausgabe der Lokalzeit möglich ist. Der Ministerpräsident sagt sofort zu.

11:28 – Vorgezogene Mittagspause. Das Wurstbrot ist schon weg, also lässt sich Laschet bei einem Grillimbiss unter dem Rheinturm eine Bratwurst reichen. Das Objekt ist erheblich angebrannt und sieht nicht mehr verzehrtauglich aus. Er besteht allerdings darauf, diese Wurst vor den Augen des Imbissbesitzers zu essen und fügt hinzu, dass er als Kanzlerkandidat alles für die Kohleförderung in Nordrhein-Westfalen unternehmen wird.

11:46 – Die Vorwürfe aus der SPD-Fraktion werden lauter. Vereinzelte Abgeordnete bezeichnen den ersten Beamten des Bundeslandes als schäbig und unanständig. Laschet weist in einem Telefonat mit seinem Rechtsanwalt darauf hin, dass er für die von NRW gekauften Masken kein Geld erhalten habe. Die Provision sei ausschließlich an seinen Sohn Joe geflossen und werde in Übereinstimmung mit den diesbezüglichen Vorschriften der Union auf den Cayman-Inseln landen, wo sie leider nicht von den bundesdeutschen Steuerbehörden gefunden werden kann.

12:09 – Das Telefonat wurde nicht durchgestellt, Angela Merkel ruft direkt in der Staatskanzlei an. Laschet springt aus seinem Drehsessel und hört schwitzend die Ansage der Bundeskanzlerin. Er versucht mehrmals, sie zu unterbrechen, stellt jedoch fest, dass sie offenbar gar nicht vorhat, ihn zu Wort kommen zu lassen. Besonders verängstigt ihn ihre Drohung, beim geplanten Parteitag noch einmal als CDU-Vorsitzende zu kandidieren und sich vom Gastredner Söder als alternativlos für die erneute Kanzlerschaft bezeichnen zu lassen. Sie legt einfach auf.

12:24 – Der Ministerpräsident hat sich schnell eine frische Hose angezogen. Der Bürostuhl wird in den kommenden Tagen gesäubert.

12:53 – Die WDR-Journalisten möchten vorab wissen, ob Laschet beim Interviews am Nachmittag eine Aussage zur Maskenaffäre tätigen will. Er verweist darauf, dass sein Sohn als Influencer die Corona-Artikel im Internet gekauft habe, um ein Modellprojekt für digitalen Infektionsschutz zu starten. Da es ihm gelungen sei, die Meinung und das Kaufverhalten eines der wichtigsten und besten Politikers in der EU zu beeinflussen, könne man das Experiment als gelungen betrachten.

12:58 – Der neue Standort der Maskenlieferung trifft ein. Der Ministerpräsident händigt seinem Fahrer das Fax aus und sucht in seiner Manteltasche nach einer Maske. Er findet keine. Egal, vor Ort werden sehr, sehr viele auf ihn warten.

13:39 – Es ist kalt in der Lagerhalle in Flingern-Süd. Bedauerlicherweise ist nur eine Euro-Palette zu sehen, auf der sich ein paar hundert neutral verpackte Kartons befinden. Laut Aufschrift handelt es sich um Fleischwaren aus einem Betrieb mit vorwiegend rumänischen Leiharbeitern. Laschet droht den gerade eintreffenden Fotografen mit einer Klage, wenn sie ihn vor den Mettwurstkartons aufnehmen.

14:35 – In einem gemeinsamen Statement wenden sich über dreitausend Lehrerinnen und Lehrer an den Ministerpräsidenten. Sie stellen klar, dass sie die derzeitige Unterrichtssituation für vollkommen kontraproduktiv und infektionshygienisch extrem gefährlich halten. Außerdem erneuern sie eine schon mehrmals gestellte Forderung, die digitalen Unterrichtsmöglichkeiten an den Schulen des Landes umgehend auszuweiten. Laschet schmeißt das Fax verärgert in den Papierkorb. Er wird sich bestimmt nicht von Pädagogen erklären lassen, wie der Schulbetrieb abzulaufen hat.

14:58 – Der designierte CDU-Chef hat seinen Kugelschreiber in der Landtagsfraktion liegen lassen. Grußlos geht er in den Konferenzsaal, wo Hilfskräfte gerade hektisch die Wechselrahmen mit Friedrich-Merz-Fotos bestücken. Neben dem Schreibgerät befindet sich auch seine Ersatzmaske, die er sonst immer in der Manteltasche mit sich führt. Laschet wertet dies als Gedächtnislücke und damit weiteren Grund seiner Kanzlertauglichkeit.

15:22 – Kurzer Zwischenstopp in der Staatskanzlei. Der Ministerpräsident bricht auf zum Ortstermin im neuen Impfzentrum. Aus Zeitgründen muss er ein Telefoninterview mit einem Boulevardblatt aus dem Springer-Konzern im Auto führen. Es geht um die angebliche Abstammung Laschets aus einem cheruskischen Adelsgeschlecht, die er jedoch als nicht erwiesen ansieht. Er möchte lieber, dass die Schlagzeile auf seine direkte Abkunft von Karl dem Großen Bezug nimmt.

15:46 – Während die gepanzerte Limousine durch Pempelfort rollt, öffnet Laschet seinen Aktenkoffer und entnimmt ihm eine Packung hochfeine Salami. Die Wurstscheiben haben einen angenehm fettigen Geschmack mit leicht ranziger Kopfnote. Leider greift er gedankenverloren nach seiner Ersatzmaske in der Manteltasche, um sich die Finger zu säubern.

16:03 – Laschet trifft in der Fußballarena ein und wird von einem Mitarbeiter des Gesundheitsamtes begrüßt. Leider ist Bundesminister Spahn noch nicht eingetroffen, was aber dem künftigen Kanzler sehr gut gefällt. Zumindest ist er im Moment der ranghöchste Politiker und wird auf jedem Foto zu sehen sein. Jedoch hat niemand einen Fotografen bestellt, so dass Laschet sich die Ausführungen der Mitarbeiter alleine anhören muss.

16:32 – Gesundheitsminister Spahn betritt den Fußballplatz. Er weist den Ministerpräsidenten auf die allgemeine Maskenpflicht hin und fordert ihn auf, umgehend Mundschutz anzulegen. Andernfalls droht er damit, sich nicht mit ihm ablichten zu lassen und gegebenenfalls auf ein gemeinsames Interview mit dem WDR zu verzichten.

16:45 – Die Maske mit den Fettflecken droht die Nase des CDU-Granden auf den Fotos unangenehm glänzen zu lassen. Er schiebt sich das Gewebe mit vorsichtigen Fingern unters Kinn, bevor er den Journalisten Bilder erlaubt. Spahn hat sich bereits verabschiedet. Er hat Besseres zu tun.

16:50 – Die WDR-Mitarbeiter haben ein tragbares Pult und ein paar Scheinwerfer aufgebaut, um den Ministerpräsidenten für die Abendsendung zu interviewen. Die Visagistin braucht ungewöhnlich lange, um seine fettglänzende Nase abzudecken. In einem kurzen Statement verkündet Laschet, dass er parallel zum Impfbetrieb in anderen Stadien in Nordrhein-Westfalens wieder Sportveranstaltungen erlauben wird, da Bewegung an der frischen Luft gesund ist und das Immunsystem stärkt. Je größer das Stadion ist, desto mehr Personen können seiner Ansicht nach davon profitieren. Auch Skisport im Rheinstadion ist für ihr eine tolle Option, die die Wirtschaft sehr nachhaltig stärken wird. Dass die Journalistin vom Augenrollen fast bewusstlos wird, wertet er als Zeichen seiner Ausstrahlung als zukünftiger Regierungschef Deutschlands.

18:03 – Auf der Rückfahrt in die Staatskanzlei erreicht Laschet ein Telefonat mit unterdrückter Rufnummer. Da er die Auseinandersetzung mit kritischen Journalisten scheut und nicht nochmals über die aktuellen Fallzahlen des RKI reden will, schreit er den Anrufer an. Er bedroht den Schreiber damit, dass er seinen Sohn vorbeischickt, wenn er weiterhin gestört wird.

18:50 – Nach einem kurzen Umweg über die Landtagsfraktion, wo eine weitere Ersatzhose für den großartigsten Kanzler seit Bismarck besorgt wird, kann sich Laschet in seinem Arbeitszimmer in der Staatskanzlei zurückziehen. Die Rücksitze des Dienstfahrzeugs dürften innerhalb weniger Tage wieder benutzbar sein.

19:22 – Für die Lokalzeit soll ein weiterer O-Ton aufgezeichnet werden. Laschet gibt unumwunden zu, dass er sich wie viele andere Länderchefs auch viel zu optimistisch über die Wirkungen des lockeren Lockdowns geäußert hat und nun erschrocken ist über die hohen Fallzahlen. Da man bei den vielen Infektionen allerdings nie wissen kann, wo sie stattgefunden haben, möchte er am liebsten so schnell wie möglich eine totale Lockerung in allen Bereichen durchsetzen, um aus dem Gesamtergebnis der Todesfälle die verlässliche Rückverfolgung der Infektionsketten zu erstellen. Im Hintergrund des Beitrags ist ein deutliches Augenrollgeräusch zu vernehmen.

20:04 – Ein Ersatzwagen war so schnell nicht zu beschaffen, daher muss der Ministerpräsident auf einer Plastikfolie sitzen. Er diktiert noch schnell das Interview mit dem Springer-Blatt, das er am nächsten Tag vom Chefredakteur freigeben lassen will. Darin zeigt er sich überzeugt, dass es im kommenden Jahr einen sachlichen Wahlkampf geben wird, in dem er als der einzige Kandidat mit überdurchschnittlich guten Umfragewerten wegen seiner historisch einzigartigen Kompetenzen alle anderen Politiker in ihre Schranken verweisen wird.

21:09 – Armin Laschet ist vor seiner Wohnung angekommen und sucht den Schlüssel in seiner Manteltasche. Leider befindet sich dort nur eine stark mit Wurstfett verschmierte Gesichtsmaske. Zum Glück hat der Fahrer im Handschuhfach stets einen Ersatzschlüssel, da diese Situation im Schnitt zweimal im Monat vorkommt. Der große CDU-Leader zieht sich zurück.

21:12 – Auf dem Anrufbeantworter fragt ein zufällig aus Medien und Gerichtsakten bekannter Fleischmogul nach, ob Laschet ‚über die Festtage seine verkackte Fettfresse vorbeischwingt‘. Leider sind seine Freizeitaktivitäten schon so verplant, dass es für ihn das härteste Weihnachtsfest der Nachkriegszeit wird.

22:01 – Nach einer weiteren Packung Trüffelsalami (MHD 01.01.2003) erbricht sich der Superkanzler brüllend in seine noch immer nicht neu konzipierte Duschtasse. Er ruft noch kurz eine Sprachnachricht ab, dass Joe Flugzeugträger als Außendienstchef der arabischen Friedensgesellschaft ordert. Gut, dass einer mitdenkt, wenn der Vater als größter lebender Politiker in die Geschichte des Weltalls eingehen wird. Laschet sucht nach einer sauberen Hose, schläft zwischendurch aber auf dem Sofa ein. Der Radiowecker ist gestellt. Schließlich lässt sich ein Ministerpräsident nicht von einem Radiowecker sagen, wann er aufzustehen hat.





Per Sachsen-Anhalter

2 12 2020

„… es Absprachen gegeben habe, um die Anhebung des Rundfunkbeitrages in letzter Minute zu verhindern. Ein gemeinsames Veto von CDU und AfD könne ein Zeichen setzen in der Reduzierung des staatlich gelenkten…“

„… werde die SPD trotz ihres Protestes vorerst keine Konsequenzen für die Regierungskoalition in Sachsen-Anhalt in Erwägung ziehen. Man verlasse sich eher auf die Grünen, die ohne Beteiligung an der Bundesregierung eine eigene…“

„… dass Haseloff entschieden zurückweise, die AfD als Erfüllungsgehilfen für die staatsfeindliche Politik der Ost-CDU zu missbrauchen. Ob dies im umgekehrten Fall der Weg sei, entziehe sich jedoch der Kenntnis des…“

„… teilweise Verständnis für die Arbeit der öffentlich-rechtlichen Programme geäußert habe. Meuthen wolle nur ungern auf die staatliche Presse verzichten, da er sich sonst nicht so leicht in eine Opferrolle wegen ihrer Berichterstattung im…“

„… dass das Ausscheiden eines einzelnen Landes aus dem Mitteldeutschen Rundfunk oder die Selbstständigkeit des MDR auch technisch nicht zu bewerkstelligen seien. Ebenso könne das Land ohne die Unterstützung anderer ARD-Anstalten keine ausgewogene Berichterstattung garantieren und müsse hinnehmen, dass sich kritische, teilweise sogar demokratische Tendenzen in einzelne…“

„… den Parteienproporz in TV-Talkshows abschaffen werde, um die politische Bevormundung der Bürger zu beenden. Im Gegenzug verlange die AfD, dass pro Sendung mindestens drei ihrer Vertreter in den…“

„… Einsparungen durch die Abschaffung des Kinderkanals vorgeschlagen habe. Höcke fordere die freiwillige Zwangsmitgliedschaft in einer nationalen Organisation, die das Jungvolk auf den Angriffskrieg gegen negroide Fremdrassen und ostische Ballastvölker in den…“

„… habe Haseloff allerdings die Änderung des Rundfunkstaatsvertrages unterschrieben. Er werbe jetzt für eine Enthaltung, um später den linksgrünen Parteien die Schuld an der…“

„… vielmals um Entschuldigung gebeten, dass die Volksvertreter der Alternative für Deutschland in diese Lage gebracht worden seien. Buhrow wolle auch im kommenden Jahr eine…“

„… die Erhöhung letztlich nur sechsundachtzig Cent betrage. Als Kompromiss wolle die CDU-Fraktion vorschlagen, dass der neue Beitrag den Wert von 18,88 EUR…“

„… einen zu starken Fokus auf die westlichen Sendeanstalten moniere. Höcke wolle nur bei einer autonomen Sendeanstalt, die umfassend von seinen Ostfeldzügen berichte, eine Lösung mit den…“

„… dass die Rundfunkgebühr weiterhin als ‚Demokratieabgabe‘ bezeichnet werden dürfe. Die Praxis sei nach Forderung von Gauland sofort zu beenden, da man dem Volk nicht zumuten könne, Geld für etwas zu bezahlen, was man gar nicht…“

„… nicht auf die Kompromissfähigkeit der Grünen setze. Haseloff werde sich auch nach der Neuwahl in einer Minderheitsregierung gut mit der AfD verstehen und den Wählerwillen als…“

„… umfangreiches Material in den Archiven der Sendeanstalten vorgehalten werde. Buhrow habe sich entschuldigt, dass bisher nur knapp 3.000 Stunden Dokumentations- und Propagandamaterial über den Nationalsozialismus ausgestrahlt worden seien und verspreche, dass durch Konzentration und Neugestaltung eine Vielzahl neuer Sendungen in den kommenden Monaten und…“

„… in den ersten hundert Tagen seiner Kanzlerschaft täglich bis zu zehn Stunden in einem überregionalen Programm auftreten werde, das die Gebühren von dreißig Euro auch wert sei. Merz könne sich dazu mehrere neue staatlich finanzierte und/oder privat produzierte Sender zu seinen…“

„… seien die öffentlich-rechtlichen Sender eine Erfindung der alliierten Kriegsverbrecher, um die Lufthoheit über die Volksempfänger und damit die deutsche Ehre zu brechen. Höcke drohe sämtlichen Feindmächten mit dem brutalsten Widerstand gegen von zionistischen Mainzelmännchen gekauftes…“

„… verbitte sich Haseloff eine Einmischung in seine Zusammenarbeit mit Nationalsozialisten. Er werde seine Lehren daraus ziehen und nach den Neuwahlen als Juniorpartner der von Tillschneider geführten SA-AfD keine Rücksichtnahme auf…“

„… kritisiere die Partei das gesamte Modell des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und wolle eine wesentlich bessere Lenkung. Statt die Anstalten von gewählten Parlamentariern leiten zu lassen, werde man ab sofort nur noch die AfD mit der Direktion der jeweiligen…“

„… habe Kramp-Karrenbauer eine sehr klare Meinung zum aktuellen Geschehen. Da es unter Merkel zu oft gemeinsame Lösungen gegeben habe, müsse die Union jetzt demokratische Prozesse neu denken können. Sie selbst sei jedoch nicht dieser Ansicht, wolle sie auch nicht öffentlich äußern und nach ihrem Rücktritt ein Parteiamt mit weniger…“

„… das stalinistische Hetzfernsehen einfach durch unabhängige Internetkanäle ersetzen wolle. Meuthen rechne fest mit mehreren Millionen Zuschauern, die ein von der AfD produziertes Medium mit bis zum drei Stunden hochwertigen Inhalten pro…“

„… sich die erste Erhöhung der Gebühren nach 2009 für die CDU im Rahmen halte. Der lange geforderte Bau der zusätzlichen Sendezentrale in Magdeburg könne nach der Zustimmung aus dem Westen nun Akzente setzen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die Haseloff als Intendant des…“





Scheiße Weihnachten

24 11 2020

„… keine Hoffnung mehr machen könne. Laschet habe die Hoffnung auf einen guten Ausgang des Pandemiejahres aufgegeben und sehe die härtesten Weihnachten, die die Nachkriegsgenerationen je erlebt hätten. Das Aussterben der Deutschen stehe damit unmittelbar…“

„… sich die CDU Nordrhein-Westfalen von ihrem Ministerpräsidenten bestens vertreten fühlen würden. Als weinerlicher Untergangsprophet sei er die geeignete Wahl, um seine eigene Qualifikation als Nachfolger der Bundeskanzlerin und die zu erwartenden Folgen seiner Regierung zu…“

„… arbeite der Einzelhandel unermüdlich an der Belieferung der Verbraucher mit Zanderfilet, französischen Rotweinen und Eiskonfekt. Eine Unterversorgung der Haushalte sei aber mutmaßlich nicht zu erwarten, da die vom Bundesministerium für Ernährung angegebenen Kalorienrichtwerte um mehr als achthundert Prozent über dem…“

„… etwas zurückgeben sollte. Führende CDU-Politiker hätten sich an Seenotretter und Helfer in den griechischen Lagern für Geflüchtete gewandt, um Lebensmittelspenden für Deutsche in Not zu erhalten. Laschet habe Fett- und Zuckerrationen für die gefährdeten Kinder in Köln, Düsseldorf und…“

„… in den vergangenen Jahren regelmäßig von Unterhaltungselektronik und Schmuckwaren angeführt worden seien. Sollte es im diesjährigen Weihnachtsgeschäft nicht zu einem Umsatzrekord kommen, habe man keine Hoffnung mehr, dass sich Deutschland je von den Folgen des Krieges und dem Ende des Wirtschaftswunders im…“

„… auch bei den Leistungsträgern angekommen sei. Merz habe sich beschwert, dass er wegen steigender Nachfrage keinen Jahrgangschampagner mehr ordern könne und nach eigener Aussage ‚diese Billigpisse für unter hundertfünfzig Euro‘ trinken müsse, die ‚jeder arbeitsscheue Hartz-IV-Spast‘ sich leisten könne. Das gehe die Öffentlichkeit nichts an, aber er werde als zukünftiger Kanzler sofort die…“

„… seien jetzt die Bundesbürger aufgefordert, der Welt zu beweisen, wie man sich kurz vor dem endgültigen Untergang tapfer seinem Schicksal stelle. Dafür, so Laschet, dürfe man aber nicht nur einmal im Jahr eine neue Einbauküche kaufen und dann auf die Erholung der Industrie warten, man müsse mit sehr viel mehr Engagement und unter Einsatz der letzten Eigenkapitalreserven alle…“

„… die Versorgung mit Smartphones deutlich besser sei als am Kriegsende. Nach Untersuchungen der Bundesnetzagentur sei dagegen der Anschluss weiter Teile des ländlichen Raums an das Internet noch genauso mangelhaft wie bei…“

„… fordere Laschet auch von den anderen EU-Regierungen mehr Solidarität. Sonderzahlungen als Stütze des Bundeshaushalts seien willkommen, eine Versorgung der Bevölkerung mit Rosinenbombern könne ebenfalls kurzfristige Linderung der…“

„… als unlauteren Wettbewerb ansehe. Söder habe sich in der Münchener Fußgängerzone unter der Weihnachtsbeleuchtung mit dem Slogan Wir schaffen das ablichten lassen, um die Bundesbürger auf einen couragierten Shutdown einzustimmen. Merz werde diesem billigen linken Populismus, der sogar von einer Frau in die Welt gesetzt worden sei, mit knallhartem…“

„… sei klimatisch weit von den Wintern vor 75 Jahren entfernt. Der Deutsche Wetterdienst sehe derzeit keine Anzeichen für Temperaturen, bei denen ein Erfrierungstod trotz Zentralheizung und ausreichender Bekleidung drohe. Möglich sei dies auch durch die Verlängerung des Braunkohleabbaus in den…“

„… sich gegen die Anzeige der Autoverleiher nicht wehren könne. Eine gerichtliche Verfügung gegen den Konzern, der mit dem Konterfei des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten unter dem Schriftzug Scheiße Weihnachten geworben habe, sei schon in der ersten Instanz als unbegründet und nicht einmal…“

„… jeder Verbraucher im Schnitt vier Zentner Schokolade kaufen könne, von denen weniger als hundert Gramm ohne Kinderarbeit hergestellt worden sei. Merz empfinde dies gerade angesichts eines für unsere nationalen Jungens und Mädels ausgerichteten Festes als skandalöse Verzerrung des Marktes und wolle als Bundesreichsführer nur noch Süßwaren, die von negroiden Halbaffen zum Wohle der rassisch überlegenen…“

„… dass der kommende CDU-Vorsitzende mit seiner Einschätzung durchaus richtig liege. Nach Ansicht der WerteUnion sei der derzeitige Lockdown der Kanzlerdiktatorin faktisch die Ausschaltung der Grundrechte, um die Herrschaft des von jüdischen Bankiers finanzierten Islams an die Stelle des christlichen Weihnachtsfestes zu…“

„… bereits empfindliche Einschnitte für alle Verbraucher spürbar seien. Lindner habe selbst erleben müssen, dass drei Kunden auf einen vorbestellten Porsche kämen und leistungsbereite Deutsche ohne verdächtig pigmentierte Hautfarbe mit fremdländischen Produkten wie Ferrari oder…“

„… es eine Frage der Ehre für die deutschen Durchschnittsverdiener sei, nicht nur Gedanken und Gebete, sondern auch Barmittel für verarmende Millionäre bereitzuhalten. Wer nicht frühzeitig auf Aktien von Logistikdienstleistern gesetzt habe, müsse jetzt auf die Unterstützung von ganz normalen Landsleuten, die immer an den Sieg des Kapitalismus über die…“





Verfassungsschützenverein

16 11 2020

„… es sich um ein Versehen gehandelt habe. Caffier habe eine Schusswaffe ohne Papiere zu einem sehr günstigen Preis nur kaufen können, da er nicht habe wissen können, dass Schusswaffen ohne Papiere zu einem sehr günstigen Preis meistens nicht…“

„… es sich um einen Privatkauf gehandelt habe. Als Politiker handle der Minister stets dienstlich und stehe fest auf dem Boden des Grundgesetzes. Als Privatmensch könne er allerdings seine…“

„… sich gegen gefährliche Randgruppen wie Demokraten verteidigen müsse. Eine Dienstwaffe habe dem Minister schon deshalb zugestanden, weil sich die linkssozialistische Regierung Merkel für eine Abrüstung gegen die überstaatlichen…“

„… regionale Ware aus nachhaltiger Produktion besonders gefragt sei, um bei jüngeren Wählern zu punkten. Eine Verbindung zur einer Gruppe namens Nordkreuz sei für die CDU daher als willkommene Unterstützung im…“

„… habe es sich um eine Waffe gehandelt, die für die Jagd nicht zugelassen sei. Caffier habe die Pirsch auf linksradikale Mäuse, demokratische Igel und bodennahes Extremwild als Aufgabe einer nationalen…“

„… müsse der Wirtschaftsstandort Deutschland sich langfristig alternative Vertriebswege für die Rüstungsindustrie einfallen lassen. Die Union setze dabei auf die persönliche Expertise ihrer…“

„… sei für die Beobachter eher zu erwarten gewesen, dass die Vereinigung eine linksradikale Tarnorganisation wäre. Das Innenministerium habe sich zur Kooperation entschlossen, um eine bessere Observation der Gruppe zu…“

„… Proteste aus rechtsgerichteten Teilen der Bundeswehr und dem KSK nicht gehört worden seien. Diese hätten frühzeitig darauf hingewiesen, dass nach Caffiers großzügiger Bezahlung keine Chance mehr bestanden habe, Waffen für die eigenen Verstecke zu…“

„… es dem Ministerium schnell klar gewesen sei, dass es sich um professionelle Waffenschieber hätte handeln können. Caffier sei fest entschlossen gewesen, als Kronzeuge einer kriminellen…“

„… Sachsen Regierungschef Kretschmer den Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern als dreckigen Volksverräter bezeichnet habe. Die in der Gruppierung Brauner Vormarsch zusammengeschlossenen CDU-Mitglieder hätten eindeutig ein Vorkaufsrecht illegaler Waffen für den Reichsgau Thüringen, Arisch-Ostland und…“

„… sich Teile seines Freundeskreises in der sogenannten Reichsbürgerszene befinden könnten. Da diese oft als Waffennarren diskriminiert würden, ohne ihnen ein konsistentes politisches Weltbild zuzutrauen, habe sich Caffier ganz im Sinne des Minderheitenschutzes für die Schwächsten im…“

„… sehe man inzwischen auch in der AfD bei Rechtsextremisten erheblichen Fortbildungsbedarf. Diese hätten für ihre Freizeitgestaltung oft nur alte Wehrmachtswaffen zur Verfügung und müssten mit Sachspenden wieder in die…“

„… es ein offenes Geheimnis sei, dass die Innenministerkonferenz eine Art Schützenverein darstelle, der vom Verfassungsschutz technisch unterstützt werde. Caffiers idealistische Einstellung zu den regierenden Sicherheitsdiensten habe zu einem Missverständnis geführt, das er zum Glück nicht in dienstlicher…“

„… mildernde Umstände gelten könnten. Der Minister habe während des Kaufs möglicherweise gar nicht gewusst, dass er weiterhin Minister sei, so dass sich seine Handlung strafrechtlich auch auf…“

„… kein klassischer Waffensammler sei wie die anderen Reichsideologen. Caffier habe sich in die Technik der Schusswaffe einweisen lassen, da er auch deren Verwendung im Alltag und beim…“

„… habe die CDU aus den Versäumnissen um den NSU gelernt und wolle daher jetzt das rechte Milieu besser und gleich auf der Führungsebene infiltrieren, um andere rechtsextremistische Parteien frühzeitig auszustechen. Andernfalls könne man aus der erreichten Vertrauensposition für eine Koalition nach der Machtergreifung der AfD bereits eine…“

„… sei es Caffiers eigentliches Ziel gewesen, Anhänger der rechten Szene zu entwaffnen. Er habe eine langfristige Lösung bevorzug und dabei auf Einzelkäufe gesetzt, um die…“

„… müssten alle rechtlichen Mittel geprüft werden können, um die Affäre so schnell wie möglich zu beenden. So sei es denkbar, den Kauf einer Waffe als illegale dienstliche Handlung zu gestehen, was im Gegenzug unter die Immunität des…“

„… weise auch die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern darauf hin, dass seitens der unter Terrorverdacht stehenden Mitglieder des rechten Netzwerks keine Drohungen gegen SPD oder CDU erfolgt seien. Schwesig sehe dies als Erfolg, der auch den Abrüstungsbemühungen ihres Innenministers zu…“

„… dass Caffier sich auch als Schirmherr für Schießtrainings zur Verfügung gestellt habe, auf denen große Mengen Munition verschwunden sein sollen. Laut bundesanwaltlicher Ermittlungen seien seine Fingerabdrücke dabei allerdings nur an den Außenseiten von…“

„… habe er sein politisches Amt nur als einen Teilschritt seiner Karriere verstanden. Um nach seinem Rücktritt einen Online-Shop für Prepper eröffnen zu können, habe der Minister frühzeitig die Lieferanten testen müssen, um die strengen Vorschriften des Verbraucherschutzes zu…“





Feindliche Übernahme

10 11 2020

„… es ein hartes Rennen zwischen Union und Grünen werde, bei dem es auf jede einzelne Stimme ankomme. Da sich jedoch ein Wahlsieg der CDU abzeichne, werde eine Koalition unter Friedrich Merz als neuem Bundeskanzler nicht…“

„… zuletzt in der Parteizentrale gesehen worden sei. Merkel habe noch im Laufe des Nachmittags mit mehreren scheidenden Bundesministern die…“

„… fast hundert Wahlkreise ausgezählt werden müssten, die pandemiebedingt durch einen erhöhten Anteil an Briefwahlstimmen erst im Laufe des…“

„… hätten Journalisten bei der Vorbereitung der ersten Statements die Bundeskanzlerin nicht mehr angetroffen. Mitarbeiter aus dem Kanzleramt sowie aus der CDU-Fraktion hätten übereinstimmend ausgesagt, dass sie nicht wüssten, wo sich Angela Merkel zum derzeitigen…“

„… sich absolut siegesgewiss gezeigt habe. Als Kandidat der gehobenen Mitte könne Merz sich seinen Koalitionspartner selbstverständlich ohne fremde Einmischung aussuchen und geruhe dies zu gegebener Zeit der Journaille in einem…“

„… dass Laschet vor Pressevertretern eine Mitteilung angekündigt habe. In seinem zweiminütigen Statement sei jedoch nur zum Ausdruck gekommen, dass er auch nicht wisse, wie die Lage sei, wie sie sich derzeit entwickle oder…“

„… sofort nach Schließung der Wahllokale im Konrad-Adenauer-Haus erwartet werde, um den Sieg der Union zu verkünden. Alle Abweichungen könnten nicht geduldet werden und seien nicht…“

„… weise Merz jede Schuld von sich. Er sei im Fall eines plötzlichen Unfalls selbstverständlich auch vor einem amtlichen Endergebnis bereit, die Geschäfte eines Regierungschefs zu übernehmen, der diesen Namen auch…“

„… in der Privatwohnung nicht angetroffen habe. Der Haushalt weise zwar keine Spuren eines Kampfes oder einer überstürzten Flucht auf, eine Entführung könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, da sich das Diensttelefon noch im…“

„… sich Merz nicht überrascht gezeigt hätten. Die Wahl des Nachfolgers im Bundestag sei erst nach den Koalitionsverhandlungen, dazu sei die Kanzlerin jedoch nicht mehr erforderlich und werde von ihm zuvor auch weder konsultiert noch…“

„… sich noch einmal um mehrere tausend Stimmen verschieben könne, da in Baden-Württemberg eine große Anzahl an Wechselwählern zu den Grünen gegangen seien. Habeck werde noch nicht als Kanzler gehandelt, es sei aber sehr sicher, dass er zu den Favoriten um den…“

„… müsse man statt eines Interviews mit der Kanzlerin nun ein Brennpunkt Spezial senden, in dem ausführlich erklärt werde, dass man kein Interview mit der Bundeskanzlerin senden könne und daher nun ein…“

„… habe sich eine Taxifahrerin erinnert, in den Nachmittagsstunden eine Frau im Hosenanzug in Richtung Hauptbahnhof gefahren zu haben. Die Personenbeschreibung decke sich weitgehend mit den polizeilichen…“

„… die internationale Presse nachgefragt habe. Es werde spekuliert, dass Merkel ihre Konversion zur Sozialdemokratie vornehme, um die endgültige Zerstörung der CDU aus der Opposition heraus zu…“

„… gebe es zur Stunde keine Forderungen. Das Bundeskriminalamt habe keine Hinweise auf eine Straftat gefunden und gehe daher von einem freiwilligen…“

„… spreche Gauland von Volksverrat. Die von jüdischem Kriegskapital gekaufte Lügenkanzlerin lasse Deutschland im Augenblick einer historischen Wende alleine mit einem designierten Nachfolger, der alle rechtskonservativ-faschistischen Kräfte durch Assimilation von ihrer Verpflichtung zum nationalen Widerstand abhalte und den…“

„… ob die Grünen die Wahl unter diesen Umständen überhaupt anerkennen dürften. Lindner wisse aber auch, dass die Partei eine Ökodiktatur errichten und den Verzehr von Schnitzel mit dem Tode bestrafen wolle, daher werde er sich in den kommenden Jahren als außerparlamentarische…“

„… gegen zwanzig Uhr in München, Krefeld, Bad Salzuflen, Potsdam, Bangkok und Frankfurt an der Oder gesehen worden sei. Alle Zeugen hätten ausgesagt, dass es sich bei der betreffenden Person mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die…“

„… in kleinen Scheinen in einem Papierkorb im Bezirk Moabit ablegen solle. Merkel werde nach der Übergabe wieder auf freien Fuß gesetzt. Das auf Briefpapier der CDU-Fraktion verfasste Schreiben sei vom LKA Berlin sofort als relativ plumpe…“

„… das Ergebnis nicht abwarten wolle. Der CDU sei es zwar nicht mehr möglich, stärkste Kraft im Bundestag zu werden, ihr Kandidat wolle aber gemäß seiner deutschen Leitkultur mit entschlossenem…“

„… hätten die Abgeordneten keine Straftat vortäuschen wollen. Es sei ihnen jedoch wesentlich einfacher erschienen, durch die eine fingierte Entführung Merkels Verschwinden parteiintern zu…“

„… sich in einem Gartenhaus in der Uckermark aufhalte, wo sie Dokumente des Geheimdienstes auswerte. Die Kanzlerin lasse derzeit umfangreiche Razzien bei BlackRock sowie in zahlreichen anderen geschäftlichen und privaten…“

„… spurlos verschwunden sei. Vorsorglich sei eine Sperrung des Luftraums über dem Sauerland angeordnet worden, falls sich Merz etwa in die Vereinigten Staaten von…“