Post, faktisch

14 09 2017

„… nicht mehr geleistet werden könne. Die tägliche Briefzustellung der Deutschen Post müsse unter den jetzigen Bedingungen stark an die…“

„… dass E-Mails trotz der Bemühungen des Konzerns immer noch kostenfrei seien. So sei eine wirtschaftliche Ausrichtung des Konzerns nur noch mit maximal drei Auslieferungen pro…“

„… zunächst die Auslieferung der Briefpost an Samstagen streichen zu wollen. Dies habe den großen Vorteil für die Bevölkerung dass der Konzern bei gleichbleibenden Gebühren eine Personalkostenreduzierung um…“

„… erst eine psychologische Studie in Auftrag geben wolle. Der an einzelnen Wochentagen per Fernsteuerung verschließbare Briefkasten sei ein wichtiger Beitrag zur Senkung des allgemeinen…“

„… ausländische Anbieter die Dienstleistung kostenfrei auf den deutschen Markt werfen würden. Noch schlimmer sei es, dass auch deutsche Firmen die E-Mail ohne eine staatliche oder wenigstens vom Staat kontrollierte Zwangsabgabe…“

„… alle Briefkästen zunächst nach 18:00 Uhr schließen wolle. Analog zu den Schalterstunden der Postämter müsse man auch darüber nachdenken, dass ein Versand von SMS oder…“

„… Behördeninformationen bisher für andere Behörden nicht einsehbar gewesen seien, weil das in Art. 10 GG verankerte Briefgeheimnis sie gegen unbefugte Zugriffe geschützt hätten. Dies könne durch eine vor allem auf die De-Mail bezogene Übermittlung sofort und…“

„… eine Angleichung an den Markt verlange. So sei neben der Einrichtung eines personell nicht ausreichend besetzten E-Mail-Ministeriums auch die Schaffung einer EU-weiten Behörde zur Behinderung technischer…“

„… eine tägliche Zustellung nur auf tägliche Tage beschränken wolle. Da Mittwoch und Sonnabend schon im Namen keinen Tag mehr…“

„… internationale E-Mails nur noch einmal pro Quartal ausgeliefert werden dürften, um den Wettbewerb der Dienstleister nicht zu verzerren. Es sei auch im Gespräch, fremdsprachige Nachrichten zur Terrorüberwachung durch eine ministerielle…“

„… alle anderen Übermittlungswege durch eine progressive Besteuerung zur Verringerung der Bewerbersituation reguliert werden müssten. Die für Fahrradkuriere bundesweit vorgeschlagene Kilometerpauschale von fünfzehn Euro sei zwar noch nicht mit den Tarifpartnern…“

„… den vorherigen Erwerb einer E-Mail-Marke zum rechtsgültigen Versand fordere. Lindner habe als Bundesvorstand des Interessenverbandes Digital First keine Bedenken, dass eine Aufnahmegebühr von zwei Millionen Euro auch für Einzelunternehmer, kleine und mittlere…“

„… das Arbeitsumfeld der Postboten angenehmer machen könne. Ein Dienstfahrzeug der Oberklasse würde bei ansonsten gleichen Bezügen nur die Ökobilanz der Deutschen Post AG negativ beeinflussen, was aber angesichts der…“

„… Orte von unter zehn Millionen Haushalten gar nicht mehr beliefern würde. Der Aufsichtsrat wolle seine wirtschaftlichen…“

„… Arbeitslose gar kein Interesse hätten, sich per E-Mail auf offene Stellen zu bewerben, sonst seien sie ja längst beschäftigt und könnten aus eigenen Mitteln eine…“

„… könne sich die Deutsche Post, faktisch der größte Anbieter auf dem nationalen Markt, nicht auf einen Tarifvertrag mit den anderen Dienstleistern einigen, da diese so als gleichrangige Unternehmen auf dem gesamten…“

„… leicht modifiziert habe. Zwar seien in den Ballungsräumen Berlin, Hamburg und München die Einwohner eher in kleinen Quoten auf die Anschrift verteilt, man könne jedoch schon wegen der…“

„… alternativ durch absenderseitig Angaben auf der Sendung davon überzeugen könne, wie dringlich die Postsendung im…“

„… Subunternehmer gewinnen wolle, die aber ohne technische Hilfsmittel wie Rollschuhe oder Dreiräder für die Zustellung im…“

„… nicht mehr alle kreisfreien Städte durch den staatlichen Konzern…“

„… zunächst ausgeschlossen sei, durch eine zunächst stichprobenartige Kontrolle des Inhalts die Wichtigkeit der Briefsendung für den jeweiligen…“

„… abgelehnt habe. Zwar bedeute das Verteilen der Postsäcke in den Metropolregionen für die Deutsche Bahn AG eine dauerhafte…“

„… anzubieten seien. Zwar habe nach dem Gesetzentwurf nur ein recht geringer Teil der zahlungsfähigen Klientel einen Rechtsanspruch auf das gesetzlich garantierte Postfach im…“

„… nur noch schwerpunktmäßig arbeiten werde. Zwar sei eine Lieferfrist von vier Wochen durchaus angemessen, der Kunde könne jedoch nicht erwarten, dass die Auslieferung auch vertragsgemäß oder annähernd…“

„… könne man den Absender auch durch Frankierung in unterschiedlicher Höhe davon überzeugen, dass ein Postsystem mit abgestuften Geschwindigkeiten eine sehr flexible…“

„… durch eine Haushaltsgebühr erhoben werde. Diese sei ohne Ausnahme von den…“

„… die Sendungen nur an Sammelanschriften abgeben, die jeweils durch einen Postblockwart…“

„… wieder gesichert sei. Der Kutschenverkehr zwischen Potsdam und Berlin könne inzwischen mehrmals pro…“

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Rückwärtsgang

11 11 2010

„… musste der Städtetag feststellen, dass die flächendeckende Privatisierung nicht nur generell teurere, sondern vor allem schlechtere Leistungen zur Folge hatte, so dass nach der Abstimmung, die nur als Formsache galt, ein einstimmiges Ergebnis für die Restitution der ehemaligen Verhältnisse vorlag, ein Ausgang, von dem man nun annimmt, dass er auch für die Landes- und Bundesebene…“

„… konnte der Streudienst der Freien und Hansestadt Hamburg auch ohne zusätzliche Hilfe des FDP-Chefs die notwendigen Hilfskräfte zur Verfügung stellen, da die Stadt eigene Bedienstete in eigenen Fahrzeugen mit Quarzsand und Auftausalz aus eigener Bevorratung entsandte, die das überraschende Glatteis…“

„… sich anlässlich der Wiedereinweihung des Paketamtes Hamburg weigerte, die in Abstimmung mit der Gewerkschaft vorformulierte Rede zu halten. Seitens der ehemaligen Paketzusteller wurde vor allem moniert, dass Postminister Pofalla…“

„… mit dem ICE von Dresden nach Chemnitz die Restrukturierung der Deutschen Bundesbahn als staatliches Transportunternehmen auf der Schiene feierte. Bundesverkehrsminister Mappus betonte, niemand habe die Absicht, einen Börsenkurs zu errichten oder…“

„… dass sozialversicherungspflichtige Arbeit, wie es Guido Westerwelle ausdrückte, per se nur von dekadenten Sozialisten ausgeübt würde, um deren Gier nach spätrömischer Lohnfortzahlung im anstrengungslosen Krankheitsfall zu befriedigen. Das Grünflächenamt Castrop-Rauxel blieb dabei, den Erinpark auch weiterhin von hauptamtlichen Kräften pflegen zu lassen, statt Ein-Euro-Jobber…“

„… auch nicht zu erwarten gewesen, dass die Paketzustellung nun so reibungslos abliefe wie noch vor zwanzig Jahren; die für Innenminister de Maizière bestimmte Rohrbombe, die am Montag explodieren sollte, war so schon am vorangehenden Freitag im Bundesministerium abgeliefert worden und konnte vom Entschärfungskommando der…“

„… darum auch ein erheblicher Rückgang der Niedriglöhner zu sehen war. Erwartungsgemäß wurde der Erfolg getrübt von den 850.000 Kräften, die zuvor als Bewerbungstrainer, Jobvermittler, in Zeitarbeitsfirmen und privaten Kontrollbetrieben für Arbeitslose gearbeitet hatten und nun ohne die vom Steuerzahler finanzierten…“

„… nun auch für den Briefverkehr, der nun dank einer vereinfachten Dienstvorschrift noch mehr auf die Bedürfnisse der Postkunden zugeschnitten werden soll: Briefsendungen, die in Briefkästen eingeworfen oder an Briefpostämtern eingeliefert werden, sollen künftig vom Briefträger an den jeweiligen Empfänger zugestellt werden. Kritiker bemängeln, eine derart komplizierte Vorschrift…“

„… sich die Kommission darauf einigte, eine Gesamtlösung zu errechnen. Trotz der hohen Kosten von fast 90 Millionen Euro könne auf dem Stuttgarter Streckenteil eine Fahrzeitverkürzung um bis zu zwanzig Minuten…“

„… sich über den Missbrauch der Paketdienste beklagte. Dass mit der ansteigenden Nachfrage der Binnenkonjunktur auch das Bruttoinlandsprodukt steigt, hatte dem Wirtschaftsminister bisher keiner verraten, so dass Brüderle ganz alleine…“

„… stellte das Hauptamt Bebra anlässlich einer Rechnungsprüfung fest, dass die beauftragte Firma CityClean gemäß ihren Forderungen mehrere Jahre lang täglich ein Areal von der Größe Grönlands nass durchgewischt zu haben behauptete. Man sei erst stutzig geworden, so Kassenwart Ernst P. (55), als die Personalnummer des Straßenkehrers Lutz W. (23) auch bei der dreimal abgerechneten Untertunnelung der Kasseler Kuppe…“

„… könne nun auch in die Anzahl an Automaten wieder reduziert werden. Postminister Pofalla nahm dies zum Anlass, entschieden zu widersprechen und eine Umschulung von Überwachungskameras zu Postwertzeichenausgabegeräten zu fordern. Eine ungeschnittene Version von Pofallas Bemühungen, eine 55-Cent-Marke aus dem Automaten zu ziehen, wurde trotz ihrer Länge auf einer 3-DVD-Box…“

„… selbstverständlich auch der Müllabfuhr, deren Kenntnisse umweltgerechter Entsorgung die profitorientierten Strukturen der alten Anbieter ausstach. So legte die Abteilung Wert darauf, dass die Mitnahme eines ausgedienten Bettgestells durch einen städtischen Bediensteten schon wegen der bürokratischen Hürden einer arbeitsrechtlichen Maßnahme nicht geahndet…“

„… als technische Sensation gewertet, dass der neue ICE nicht nur über Selbstverständlichkeiten wie WLAN, Schlafsitze, eine Minibar und eine ausgefeilte Neigetechnik jenseits der 475-km/h-Grenze verfügt, sondern um eine Klimaanlage, die auch außerhalb von Labor und Werkstatt…“

„… sich auch die Frage stellt, warum eine Post in Staatseigentum die Produkte einer Mobilfunk- und einer Papierwarenmarke verkaufen müsse. Auf dringendes Ersuchen teilte Postminister Pofalla mit, die Angebote für Hühnerfleisch und Winterreifen mit sofortiger Wirkung aus dem Sortiment zu…“

„… nochmals darauf hingewiesen, dass es sich bei den angekündigten Fahrpreisminderungen nicht um einen Aprilscherz handelte, sondern…“

„…jetzt auch der Telekommunikationszweig der Zustellung anschloss, da die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsgehälter nicht mehr aus den Unternehmensgewinnen zu bezahlen…“

„… sich der Fahrgastverband Pro Bahn lobend darüber äußerte, das deutsche Schienennetz sei nun bald wieder so gut wie 1970, während die…“





e-Gal

21 07 2010

„Und das wird gekauft?“ „Aber ja, das muss ein Hit werden. Die Leute lieben das!“ „Weil das Internet da drin ist?“ „Wo ist Internet drin?“ „Na in den Briefen jetzt.“ „Ich dachte, dass das andersherum ist. Also nicht Internet im Brief, sondern Brief im Internet.“ „Beides. Das ist Brief, der wird über das Internet verschickt, darum hat er Internet drin, und dann ist das Internet drin in dem Brief, der da verschickt wird.“ „Dann verschickt sich der Brief also selbst?“ „Nee, das Internet, oder habe ich das auch falsch verstanden?“ „Leute, wie jetzt? Ihr habt das verstanden? Also ich ja nicht.“

„Also noch mal: das Internet ist in dem Brief, weil, wir verschicken ja den Brief… nee, halt mal, das ist dann doch etwa anders?“ „Auf jeden Fall kann man den Brief auch ganz normal schreiben.“ „Wie normal?“ „Ja wie man eben einen Brief schreibt. Am Computer halt!“ „Normal ist doch nicht der Computer, das wäre dann doch, wenn man den so… ja Schreiben halt, man schreibt…“ „Das ist dann doch aber kein Brief mehr?“ „Und was dann?“ „Weiß ich auch nicht. Ich schreibe meine Mails nämlich immer mit dem Computer.“ „Aber das ist doch ein Unterschied, wenn Sie… ach, ist j a auch egal.“ „War das denn mal anders?“

„Und das Leistungsangebot? Ist das denn schon ausgereift?“ „Ich finde, man müsste das noch ein bisschen besser machen.“ „Genau, viel sicherer.“ „Richtig, es sollte verschlüsselt werden.“ „Wie verschlüsselt?“ „Man sollte diesen e-Brief nicht einfach so über das Internet verschicken, sondern noch eine zusätzliche Sicherheitsstufe einbauen.“ „Was soll das denn sein?“ „Man könnte es zum Beispiel zwischendurch einmal ausdrucken – damit man es nicht lesen kann, könnte man es doch vielleicht seitenverkehrt ausdrucken und dann auch so per E-Mail verschicken?“ „Also rückwärts?“ „Wieso rückwärts?“ „Ja, das müssen Sie mir auch erklären.“ „Na, wenn man das von oben nach… nein, andersherum, sonst liest man das ja von oben nach unten, weil es auch von oben nach unten geschrieben wird, aber jetzt von unten nach oben, dann hieße das also – ich hab’s gleich, warten Sie…“ „Blödsinn, das meine ich doch nicht. Also wenn Sie jetzt – hier, spiegelverkehrt meine ich doch, spiegelverkehrt!“ „Aber wie wollen Sie das denn mit dem Internet verschicken?“ „Kann man das nicht? Das muss doch technisch machbar sein, das muss doch gehen, oder?“ „Natürlich geht das. Schauen Sie mal hier: das sind so Server, da haben die das Internet drauf.“ „Das ganze Internet?“ „Nein, vermutlich nur Deutschland und Österreich und einen Teil von der Schweiz.“ „Wieso das?“ „Der versteht doch nur Deutsch.“ „Ah so. Und das mit dem Spiegeln?“ „Steht doch hier. Da wird das Internet abends gespiegelt, oder irgendwie so. Das kann man dann doch mit den seitenverkehrten Briefen auch machen. Die tut man einfach auf den Server. Das machen unsere Techniker schon.“

„Man müsste die vielleicht ausdrucken oder auf eine andere Form irgendwie… ich weiß nicht…“ „Zeichensprache.“ „Sie meinen Gebärdensprache?“ „Ja, genau. Wir drucken das aus, dann übersetzt es ein Gebärdendolmetscher in Gebärdensprache, das wird dann von einem anderen gesehen und wieder zurück übersetzt…“ „… oder man könnte das auch auf Video aufnehmen und dann verschicken, damit das schneller geht, oder dann könnte man auch…“ „Und wie verschicken Sie das, wenn ich mal fragen darf?“ „Na übers Internet. Geht am schnellsten.“

„Semaphor fände ich auch nicht übel.“ „Oder Flaggenalphabet, das wäre schön.“ „Morsen?“ „Das geht viel zu schnell.“ „Auch wieder wahr.“ „Haben Sie noch dieses Buch über Buschtrommeln?“ „Ich müsste mal zu Hause nachsehen.“ „Und bieten wir auch Lektoratsservice an?“ „Rechtschreibkorrektur sollte doch auch möglich sein.“ „Und wenn man das für, ich sage mal: gesetzmäßig… also das ist ja nicht…“ „Dann sagen wir, dass sonst Arbeitsplätze verloren gehen könnten.“ „Welche Arbeitsplätze?“ „Die von denen, die die Briefe kontrollieren.“

„Aber mal etwas anderes, was macht man denn, wenn der Brief angekommen ist?“ „Ausdrucken natürlich.“ „Aber das wird doch schwierig. Stellen Sie sich mal vor, da hat jemand einen Dateianhang beigefügt. Was machen wir dann?“ „Mit ausdrucken.“ „Und wenn das Computerdaten sind?“ „Was sind Computerdaten?“ „Also so Daten halt. Programme. Wenn jemand Spam verschickt, ich meine natürlich: Postwurf, dann braucht man da ja auch diese Dateien, die man nicht öffnen soll, denn sonst würde man das ja nicht als Postwurf, also: Spam erkennen.“ „Man könnte die doch packen.“ „Dazu hat’s doch das Packset von der Post?“ „Das ist DHL, aber egal, das geht bestimmt auch.“ „Und wie groß darf die Datenmenge sein.“ „Lieber etwas größer. 500 Kilobyte.“ „Nein, 100 reichen völlig! Das wird doch sonst ein Verlustgeschäft!“ „Und wie werden die Daten ausgeliefert?“ „Brennen wir die einfach auf CD?“ „Oh, das kann sein, dass das nicht sein kann.“ „Ist 100 Kilobyte zu viel für eine CD?“ „Weiß ich nicht. Müsste aber.“

„Und sonst noch?“ „Was, sonst noch?“ „Ja, so servicemäßig. Was macht man denn sonst noch?“ „Ich wäre ja für Postkarte over IP.“ „Oder beliebige Stellen im Internet ankreuzen und den Ausdruck per Einschreiben verschicken.“ „Cool. Das müsste man mit Rückschein machen. Jemand ’ne Idee für einen Namen?“ „Was hieß noch mal ‚benachrichtigen‘? Ah ja, to mention. Nennen wir’s doch de-Ment.“ „Und die Rechnung heißt dann de-Bill.“ „Toll, dann können wir mit unserem Service ja durchstarten.“ „Und was machen wir, wenn’s nichts wird?“ „Warum sollte denn der elektronische Brief nichts werden?“ „Weil er Geld kostet?“ „Was nichts kostet, ist doch auch nichts wert.“ „Stimmt.“ „Und das glauben einem die Leute?“ „Müssen sie ja.“ „Und wenn nun nicht? Wirklich nicht?“ „Pfff! e-Gal!“